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GR-MEINUNG, FOLGE 7 - MULTIPLAYER: HEUTE EIN MUST HAVE?
 Kommentar von GR Redaktion (05.08.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Früher schien es so, als gäbe es eine klare Trennung zwischen Mehrspieler-Games und solchen, die man alleine spielt. Einzig Ego-Shooter und Renn- oder Sportspiele boten meist beides. In den letzten Jahren, wie aktuell in dem angekündigten Batman: Arkham Origins, führt der Trend jedoch dazu, dass selbst Spiele, für die man einen Multiplayer-Modus für nicht möglich oder nötig hielt, einen solchen spendiert bekommen. Unsere Redakteure sagen euch, was sie von diesem Trend halten.


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Zeitlich mache ich einen Sprung in die Vergangenheit. Das Jahr 2006, die Xbox 360 steht in meinem Schrank und die ersten Spiele wie Kameo und »Burnout Revenge laufen auf Hochtouren. Gerade das geniale Burnout hat mich erstmals an einer Konsole im Multiplayer Modus gefesselt und ich hatte einen Riesenspaß. Der Singleplayer Modus wurde sogar vernachlässigt, da ich lieber mit Engländern, Amerikanern und anderen Zockern aus aller Welt auf die Multiplayer Piste gegangen bin.

Dann erlebte ich »Gears of War. Was für eine Erfahrung! Fast täglich wurden am Abend mit meinen Zockerkumpels Headshots ausgetauscht. Auch der Koop Modus war der pure Spaß und Gears of War gehörte zur festen Installation meiner Xbox 360. Ich könnte hier noch viele positive Beispiele aufführen, auch dank des sehr stabilen Xbox Live. Microsoft hat mir die damalige Zeit mit der Xbox 360 sehr versüsst.

Doch zurück zur Gegenwart... Was bei vielen Spielen, insbesondere Sportspielen, Sinn ergibt, läuft bei anderen wiederum eher unglücklich. Heute scheint es so, als ob fast jedes Spiel einen Multiplayer Modus haben müsste. Egal, ob es passt oder einfach nur hingerotzt wird. Dennoch bin ich der Meinung, dass ein Multiplayer Modus bzw. Koop Modus in jedem Spiel eine Daseinsberechtigung hat - sofern der Modus auch qualitativ überzeugen kann. Bei einigen Spielen habe ich sogar einen Koop Modus schmerzlich vermisst, wie zum Beispiel bei Mass Effect oder Dragon Age.

Heute zocke ich am liebsten in Ruhe reine Singleplayer Spiele und/ oder vernachlässige den Multiplayer Modus. Zu oft hatte ich keine Chance gegen meine Mitspieler, die scheinbar ihr täglich Brot mit Spielen verdienen. Ich hoffe sehr, dass uns die reinen Singleplayer Spiele in der Zukunft erhalten bleiben. Im Moment scheint Free 2 Play und Online Multiplayer der letzte Schrei zu sein.

Eine kleine Meckerei noch am Rande. Als Gamerscore Jäger habe ich mich des Öfteren über die Gamerscore Verteilung hinsichtlich Single- und Multiplayer aufgeregt. Oftmals gab es eine zu starke Ausrichtung zum Multiplayer Modus.


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"Assassin's Creed, jetzt mit Multiplayer!" - als diese Aussage fiel, fing es glaube ich bei mir an mit dem Gedanken: "Braucht dieses Spiel einen Multiplayer-Modus?" Meine persönliche Antwort hierauf war: Nein. Zugegeben, innerhalb der Mechanik der Serie macht der Modus Sinn und auch seinen Spaß. Dies kann auch auf andere Spiele zutreffen, denn vielleicht wird ja der vor kurzem angekündigte Multiplayer-Mode in Batman: Arkham Origins eine Wucht. Viele sagen hier: "Wenn ihr keinen Multiplayer-Modus wollt, dann spielt ihn halt nicht! Es ist ein nettes Extra, mehr nicht." Ganz so einfach ist das aber nun auch nicht.

Die Entwicklung eines Mehrpsieler-Modus braucht Zeit. Klar, die Meisten Unternehmen werden hierfür dann wahrscheinlich eine Abteilung beauftragen, damit sich das Kernteam auf das Hauptspiel konzentrieren kann. Nur: Hierfür wird Geld benötigt. Und bei vielen Spielen, vor allem denen mit misslungenem Multiplayer-Mode wie das »Tomb Raider Reboot, denke ich mir schlichtweg: Diese Ressorucen hätten in das Hauptspiel fließen können. Dort wären sie wesentlich besser angelegt gewesen. Ein aktuelles Beispiel ist hier Saints Row 4: Schon seit dem »zweiten Teil gab es in der Serie keinen Multiplayer mehr sondern nur noch Co-Op, was in einer Frage-Antwort-Session dieser Tage ein Fan angesprochen hat. Volitions klare Antwort hierauf: Sie seinen kein so ein großes Team wie zum Beispiel Rockstar, wollten ihre Ressourcen also lieber auf den Singleplayer und Co-Op konzentrieren. Bravo!

Ein ganz anderer Aspekt ist der Speicherplatz. Zwar lade ich mir inzwischen jedes neue Playstation 3 Spiel direkt aus dem PSN Store, dennoch betrifft mich dieses Problem, da Spiele nunmal auch auf eine Disc passen müssen für die Hauptkäuferschicht. Und auch hier lässt sich oft sagen: Dieser Disc-Platz hätte für wichtigere Dinge herhalten können.

Es gibt Spiele, bei denen macht ein Multiplayer-Modus einen Sinn. Wenn man mal ganz genau hinschaut, tut er das aber nicht einmal bei Assassin's Creed, obwohl er gut funktioniert. Die Serie würde aber prima ohne auskommen. Und dann noch so etwas halblebiges wie bei Tomb Raider? Mein finales Urteil hierfür: In sehr, sehr wenigen Fällen kann es eine Bereicherung sein, aber hoffentlich bricht dieser Trend des "Ein Spiel von heute braucht einfach einen Multiplayer-Modus" bald ab.


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Wir brauchen gar nicht um den heißen Brei herumzureden. Inflationäre Mehrspielermodi existieren, weil sie sich gut vermarkten lassen. Call of Duty ist nun mal der unangefochtene Industriekönig. Da macht es aus Sicht der Publisher nur Sinn, in jeden Ego- oder Third-Person-Shooter eine Online-Komponente einzubauen, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Was erforlgreich ist, wird kopiert - das war schon immer so und ist auch heute nicht anders. Geld ist eben Macht.

Aber heißt das zwangsläufig, dass wir zu minderwertigen Multiplayer-Schlachten verdammt sind? Nein. Denn ob ein Mehrspielermodus in einem eigentlichen Einzelspielerspiel zu verurteilen ist, hängt immer vom jeweiligen Titel ab. Bei »Uncharted 2 hat es seinerzeit sehr gut funktioniert - bei Tomb Raider leider weniger. Es ist für mich persönlich weniger eine Frage der Ressourcen als der Leidenschaft. Das populäre Argument, laut dem die Entwicklung von Online-Modi der Singleplayer-Kampagne die Energie abzapft, kann ich gut nachvollziehen. Allerdings denke ich, dass es in den meisten Fällen einfach nicht greift.

Nehmen wir nochmal Tomb Raider als Beispiel. Solo hatte ich enormen Spaß mit dem Titel, und obwohl mich die Mehrspielergefechte nicht abholen konnten, denke ich nicht, dass die Ressourcen, die dort hineingesteckt wurden, das Hauptspiel noch großartig verbessert hätten. Zwar hatte das Spiel seine Probleme, doch die waren nicht der Natur, dass man sie einfach mit mehr Zeit oder Manneskraft hätte eliminieren können. Vielleicht hätte man mit der zusätzlichen Energie die Entwicklung eines anderes Spiels anfangen können. Eventuell hätte man sie auch für DLC anwenden können. Doch das Hauptspiel wäre dadurch nicht besser geworden.

So wie ich es sehe, kann man nicht von abgespeckten Teams oder Arbeitszeiten reden, die für heutige Einzelspielerkampagnen verantwortlich sind. Viel mehr sind es zusätzliche Teams und Stunden, die das Hauptpaket nochmal erweitern. Das kann gelingen, muss nicht unbedingt, aber grundsätzlich bin ich Ideen wie denen für »God of War: Ascension, »Dead Space 2 oder eben Tomb Raider nicht abgelehnt. Wenn da wirklich Leidenschaft mit in die Entwicklung einfließt, bekommen wir ein tolles Zusatz-Feature spendiert - wenn nicht, kann man immer noch mit Worten wie "billig", "lieblos" oder "Nachmache" um sich werfen. Doch nur in den aller wenigsten Fällen leidet deshalb die Einzelspielerkampagne darunter.


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Ein unbeschriebenes Videospielegesetz besagt anscheinend, dass der Nachfolger eines erfolgreich gestarteten Debüts einen Mehrspielermodus spendiert bekommt, auch wenn dieses zunächst auf eine reine Solo-Erfahrung ausgelegt war. So geschehen mit »Dead Space, BioShock, »Splinter Cell, Max Payne, Uncharted und so weiter und so weiter. Die Liste lässt sich noch lange weiterführen. Der Mehrspieler kann immer als Neuerung punkten, wenn mal frische Ideen für die Einzelspieler-Kampagne ausgehen sollten. Doch dahinter steckt mehr Kalkül.

Die Spielepublisher wollen mit einem Multiplayer im Prinzip gar nicht neue Kunden anlocken. Stattdessen sollen die üblichen Käufer langer an das Spiel gebunden werden. Eine durchgespielte Kampagne sorgt dafür, dass der Wiederspielwert gegen Null geht. Es folgt nicht selten der Schritt zum Gebrauchthandel, wo das Spiel ohne Erlös an den Publisher weiterverkauft wird. Außerdem lässt sich mit neuen Map-DLCs und Extras auch auf lange Sicht leichtes Geld verdienen.

Wie David in seinem Beitrag deutlich macht, besteht für den Fan die Sorge, dass die Entwicklung eines Mehrspielermodus wichtige Ressourcen beansprucht, die an anderer Stelle bei der Solo-Kampagne fehlen. Ich sehe diese Befürchtung eher unbegründet. In den meisten Fällen wird ein anderes Studio beauftragt, das sich einzig und allein um den Multiplayer kümmern muss. Damit kann sich der Hauptentwickler parallel auf das Einzelspieler-Erlebnis konzentrieren. Bekannteres Beispiel wäre World in Conflict-Entwickler Massive Entertainment, der an dem Multiplayer von »Far Cry 3 gewerkelt hat. Ähnlich läuft es beim neuen Batman: Arkham Origins ab, bei dem Splash Damage (Brink) unter die Arme greift.

Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn ein sich ein Multiplayer dazu gesellt. Im schlechtesten Fall bleibt mir immer noch die Solo-Kampagne, so dass ich den Mehrspieler gekonnt ignorieren kann. Im besten Fall werde ich vom Mehrspieler positiv überrascht und sehe ihn als gelungene Erweiterung eines geliebten Spiels. So geschehen bei »Mass Effect 3. Ich konnte mir zunächst nicht vorstellen, dass der Multiplayer eine sinnvolle Idee wäre, wo ich doch Mass Effect hauptsächlich wegen der Geschichte und den Charakteren schätze. Später hatte ich schon 50 Stunden in den Multiplayer investiert, ehe ich die Story abgeschlossen hatte. Auch Splinter Cell: Pandora Tomorrow und »Portal 2 sind die besten Gründe dafür, dem Mehrspieler-Modus eine Chance zu geben. Also besser offen an die Sache rangehen, anstatt sich im Vorfeld darüber aufzuregen.




Mehr zur "GR-Meinung"-Reihe
Artikel - GR-Meinung, Folge 9 - Beyond: Mehr Film als Spiel? (Special)
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#1 | Gast [06.08. | 18:50] 
GR-MEINUNG, FOLGE 7: Multiplayer - heute ein Must Have?
in meinen augen ist der mp nur ein kleines extra. es sollte immer mehr wert auf einen SP gelegt werden als auf den mp.


 

»#9 - Beyond: Mehr Film als Spiel?

»#8 - Was tun mit der Spieleflut?

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