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GR-MEINUNG, FOLGE 6 - XBOX ONE: ONLINEZWANG ADé
 Kommentar von GR Redaktion (24.06.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Nach der Präsentation der Xbox One drehte sich die Diskussion nicht um die künftigen Gamjes, wie sich Microsoft das wohl gewünscht hatte, sondern primär um DRM-Maßnahmen, Austrocknung des Gebrauchthandels und Onlinezwang. Nun reagiert Microsoft und kündigt an, von all diesen Einschränkungen Abstand zu nehmen. Kein Wunder: Bei den Vorbestellungen hinkte die Microsoft-Konsole deutlich hinter der Sony-Konkurrenz PlayStation 4. Aber ist damit alles gut und vergessen? Wir haben unsere Redakteure befragt...



Rolle rückwärts - was Merkel kann, kriegt auch Microsoft hin. Dennoch glaube ich, dass die Redmonder die Kritik ausgesessen hätten. Dafür spricht für mich, dass sie die Chuzpe hatten, sich mit diesem Konzept auf die Bühne zu stellen und zu erwarten, abgefeiert zu werden. Sie haben nicht auf die Gamer gehört. Die Kritik hatten sie eingeplant. Nicht eingeplant hatten sie allerdings das massive Wegbrechen der Vorbestellungen. Das beweist, dass die beste Kritik es ist, ein Produkt wirklich effektiv zu boykottieren, statt darüber zu mosern und daran zu kritisieren, es aber doch zu kaufen und zu nutzen. Es ist die einzige Sprache, die Firmen wie Microsoft (und auch andere wie etwa Sony, da machen wir uns mal nichts vor) verstehen. Was sollten sie auch machen mit einer Xbox One, die 100€ teurer und wohl auch leistungsschwächer als die Sony-Konkurrenz daherkommt UND dann auch noch solche Einschränkungen hat? Es zeigt, wie wichtig Konkurrenz und Wettbewerb sind und dass Fanboytum nicht einer Konsole oder Firma, sondern einzig den Spielerfahrungen gelten sollte.

Was Microsoft getan hat war ein Schlag ins Gesicht der Spieler. Sie haben gehofft, dass sie damit durchkommen; sie wollten die Reibungshitze beim über-den-Tisch-ziehen als Nestwärme verkaufen. Nachdem die Kunden sich daraufhin abgewendet haben, kehrt Microsoft nun zu Kreuze. "Wir haben verstanden, ihr wollt nicht ins Gesicht geschlagen werden." Aber sie haben es geglaubt. Und das ist das wirkliche Problem. Immerhin hat sich Microsoft damit jetzt davon befreit, PR in eigener Sache zur Schadensbegrenzung betreiben zu müssen und kann sich nun wieder auf die Spiele konzentrieren. Das macht den Konsolenkampf wieder spannend - und wenn uns diese Geschichte eines gelehrt hat, dann die, dass die sich daraus bildende Konkurrenz für uns Gamer ein echter Segen ist.



Ach Microsoft... was habt ihr euch bloß mit der Xbox One angetan? Eine ganze Dekade habe ich euch verteidigt, unterstützt und die Xbox sowie Xbox 360 und deren Spiele genossen. Dann habt ihr mich mit einem Schlag "verloren" und euer wahres Gesicht gezeigt - mutig? Vielleicht. Oder einfach nur überheblich und die eigene Marktposition verkannt? Eher wahrscheinlich.

Für mich bleibt ihr "der Wolf im Schafspelz". Ihr habt es nicht für die Gamer getan, ihr habt es zum eigenen Wohl und hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit getan. Doch das ist eben Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage. Ein hartes Geschäft, wo man keine Geschenke erwarten darf.

Microsoft hat nun die Xbox One "Reset" in Startposition gebracht. Einige Schönheitsfehler sind noch vorhanden, wie zum Beispiel die Kinect Kamera, die man mit der Konsole kaufen muss und nicht seperat kaufen kann oder die schwächere Leistung der Konsole selbst. Das Gebashe darf verklingen und wir Gamer sollten abwarten, was Microsoft als nächstes unternehmen wird, um den sehr großen Imageschaden wieder auszubeulen.

Für mich steht die Xbox One nun auf einer neutralen Position und wie Sven bleibe ich bei der PlayStation 4. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit nun enorm gestiegen, dass ich mir zum Launch oder kurz danach auch eine Xbox One kaufen werde. Bis dahin unterstütze ich kein Gebashe, keinen Shitstorm und gebe Microsoft die Chance, mich als Unterstützer, Verteidiger und Fan zurück zu gewinnen.



Wie sehr Microsoft unter Druck gesetzt wurde, lässt sich allein daran erkennen, dass die Kehrtwende gerade mal eine Woche nach der E3 eingeleitet wurde. Das negative Spieler- und Presseecho musste auch so gewaltig ausfallen, ansonsten hätte das Redmonder Unternehmen die Kritik bis zum Launch schweigsam erduldet. Um den Imageschaden gering zu halten, hätte die "Einsicht" schon auf der E3-Messebühne passieren müssen (am besten natürlich von Anfang an).

Streng genommen kann man nicht von Einsicht sprechen. Microsoft sieht eine ständige Internetverbindung wohl immer noch als zukunftsträchtiges technischen Feature an. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir in den kommenden Jahren davon gehört haben. Wir dürfen längst nicht so naiv sein, zu glauben, dass hier nur auf Rücksicht des Kunden gehandelt wurde. Die niedrigen Vorbestellerzahlen waren ein Indikator dafür, dass die Xbox One zum Start schwer in Bedrängnis geraten kann. Da schrillten die Alarmglocken im Vorstand von Microsoft.

Als Spieler muss man jedenfalls über den Rückzieher glücklich sein- egal welche Gründe dafür eine Rolle gespielt haben. Aber man sollte keine Dankbarkeit erwarten. Um den Webcartoonist Tyson Hesse zu »zitieren: "Natürlich bin ich froh, dass die Xbox ihre Politik verändert hat. Aber nur in dem Sinne, wie ich froh bin, wenn mein Bruder seinen Fuß von meinem Nacken nimmt, weil Mom das verlangt hat."

Dem Kauf einer Xbox One stehen aber immer noch drei Dinge im Weg: Der Preis von 500€, die Kinect-Kamera und eine zweifelhafte Indie-Politik. Also sollte ich den Schritt in die nächste Generation gehen, hat Sony immer noch die besseren Chancen bei mir. Auch wenn der Rückstand der Xbox One kleiner geworden ist.




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#1 | Gast [25.06. | 22:55] 
GR-Meinung, Folge 6: Xbox One - Onlinezwang adé
Mich beunruhigt am meisten, was die Xbox alles könnte und was man später per Update einfach wieder einführen könnte. Bei mir wirds auch eine PS4, obwohl ich die Xbox Controller sehr viel besser finde :/

#2 | PhanZero [25.06. | 23:50] 



13.900
GR-Meinung, Folge 6: Xbox One - Onlinezwang adé
@Gast
Naja, auch bei der Xbox 360 und der PS3 wurde der Funktionsumfang deutlich verändert im Vergleich zu dem, was man zum Launch hatte. Vieles der kritisierten "Features" der Xbox One wären wohl auch auf der Xbox 360 möglich, wohl auch auf der PS3.

Natürlich besteht die Gefahr, dass MS ab einer bestimmten installierten Hardware-Basis eine Kehrtwende von der Kehrtwende vollzieht und die "Features" wieder zuschaltet. Genauso besteht die Gefahr aber auch bei Sony, die eben auch einige DRM-Maßnahmen in Planung hatten für die PS4, sich davon aber noch früher verabschiedet hatten. Alles, was man also tun kann, ist auf die Hersteller vertrauen und wenn sie derartige Maßnahmen ergreifen, das Gerät bzw die Spiele boykottieren. Die Hersteller wissen aber natürlich auch: Wenn du das gerät gekauft hast, willst du es auch nutzen - und wirst entsprechend den Boykott kaum durchhalten. Aber das ist eben die Gefahr von Systemen, die beim Kunden nochmal im Funktionsumfang verändert werden können.


 

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