Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming

Wallpapers
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


GR-MEINUNG, FOLGE 2 - DSL-DROSSELUNG
 Kommentar von GR Redaktion (03.05.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Die Deutsche Telekom kappt in Zukunft zunächst für Neukunden, letztlich aber für alle Bestandskunden, die Internet-Flatrates. Statt Dauersurfen führt man nun, wie bei Mobiltarifen, Volumenbegrenzungen ein. Einmal das Volumen überschritten, schon geht die Übertragungsgeschwindigkeit für den Rest des Monats auf unterstes Niveau zurück und macht den Internet-Anschluss für Mediennutzung unbrauchbar. Unsere Redakteure haben sich so ihre Gedanken zu dem Thema gemacht und zeigen die Probleme, die auf Telekom-Kunden zukommen werden, auf.



Das Vorhaben der Telekom, DSL-Verträge mit einer Volumenbegrenzung zu versehen, ging auch an uns Gamern nicht vorbei. Immerhin ist das Online-Gaming ein wesentlicher Faktor in modernen Videospielen und die Konsolen mausern sich mehr und mehr zu Multimedia-Zentralen. Per PlayStation 3 Filme via Watchever oder Lovefilm schauen, bei der Xbox 360 einen Film leihen oder bei Youtube vorbeischauen. All das wird nicht weniger werden - im Gegenteil: Die PlayStation 4 wird auf neue Funktionen setzen, um Gameplay mit anderen zu teilen. Via Internet, versteht sich.

Es gibt viele Gründe, die gegen die neue Tarifstruktur der Telekom sprechen. Vor allem ist da natürlich der Komfort der Nutzer - wer will sich schon, nach der Bequemlichkeit einer Flatrate, wieder mit Mindestbegrenzungen herumschlagen und abwägen müssen, was der sinnvollste Tarif für die eigenen Nutzungsgewohnheiten ist? Die von der Telekom angegebenen Gründe sind in meinen Augen einfach nur vorgeschoben. Wenn wirklich nur 3% der Nutzer durch die Drosselung erfasst würden, dann wäre es kaum nötig und die Kapazitäten des Netzes kaum am Limit. Nein, das Ziel ist ein anderes: Kontrolle. Durch die Volumenbegrenzung macht die Telekom ihre eigenen Dienste (etwa Entertain, welches von der Begrenzung ausgenommen ist) attraktiver, ohne wirklichen Mehrwert gegenüber der Konkurrenz zu bieten. Die darf allerdings "Managed Services"-Verträge abschließen mit der Telekom und somit von der Begrenzung ebenfalls ausgenommen sein - kostenpflichtig, natürlich. Die Telekom versucht also, ihr Netz zu Geld zu machen. Ein Netz, das aus Steuergeldern einst aufgebaut wurde und die Telekom über Jahre nur notdürftigst ausgebaut hat. Bei mir etwa ist das Maximum der Telekom 1.000er DSL - kein Witz!

Ich sehe mich nicht als sogenannter Poweruser. Ich nutze mein Internet für GameRadio, das Zocken und ab und an einen Film oder Serien schauen. Kurzum ein normales, modernes Nutzungsverhalten. Auch, wenn ich bereits seit über einem Jahr der Telekom den Rücken gekehrt habe (und den Schritt kein bisschen bereue), ist der Weg den der Netzanbieter hier zu gehen gedenkt, mehr als bedenklich. Auch angesichts einer Netzneutralität, die endlich in unser Gesetz geschrieben gehört. Auch, um derartige Bestrebungen direkt im Keim zu ersticken.



Die Telekom macht Ernst. Was bei Smartphone-Tarifen schon längst Standard ist, betrifft in Zukunft auch die DSL-Kunden. 75 Gigabyte Datenvolumen, danach wird die Geschwindigkeit des Anschlusses gedrosselt. Kunden, die diese Grenzen überschritten haben, müssen für den Rest des Monats von der Datenautobahn auf den Datentrampelpfad. Doch für wen stellt dieser Einschnitt tatsächlich eine Qualitätseinbuße dar?

Die Telekom rechtfertigt die Drosselung dadurch, dass ein Volumen von 75GB für den normalen Konsumenten mehr als ausreichend sei. Unterschwellig klingt bei solchen Aussagen immer mit, dass Kunden mit hohem Datenaufkommen ohnehin nur Filesharer, Raubkopierer und sonstige Rechteverletzer sind. Alles kein Problem also? Bleibt auf der legalen Seite, dann wird alles gut.

Aber halt! Was ist mit den Kunden, die sich am Abend auch mal gerne einen Film über das Internet streamen wollen, vielleicht sogar in HD-Auflösung? Kein Problem, schließlich werde der Datenverbrauch des hauseigenen Entertain-Programms natürlich nicht auf das Verbrauchs-Volumen angerechnet. Das gleiche könnte auch für audiophile Kunden gelten, die mit Spotify möglicherweise keine weitere Volumen-Belastung angerechnet bekommen. Ein Deal zwischen Spotify und der Telekom könnte es möglich machen. Auch Evernote, die umfangreiche Notiz-Anwendung, hat ein Abkommen mit der Telekom. Auch hier ließe sich doch bestimmt eine Ausnahmeregelung treffen.

Anbieter wie Lovefilm, Last.fm, YouTube oder Google Keep gucken in die Röhre. Ihre Dienste werden auf das zur Verfügung stehende Volumen angerechnet. Mit dem gedrosselten Tempo machen Videodienste im Netz nicht mehr wirklich viel Spaß. Auch das Laden von aufwändigen Website könnte zur Geduldsprobe werden, gerade wenn mehrere User gleichzeitig ins Netz gehen.

Doch vielleicht weiß die Telekom auch hier einen Ausweg. Warum keinen Deal mit BILD.de schließen? Dann wären die Daten vom Springer-Verlag auf der Überholspur, während die Nachrichten von der Tagesschau oder dem Spiegel nur so dahintröpfeln. Bestimmt dann bald die Telekom, welche Nachrichten wir lesen dürfen und welche nicht?

So weit ist es wohl zum Glück noch nicht. Die Netzneutralität ist aber dennoch so ernsthaft in Gefahr wie noch nie. Mittlerweile gibt es auch schon eine Petition gegen die Einführung der DSL-Drossel. »Wenn ihr die Petition unterstützen wollt, dann solltet ihr bei change.org vorbeisurfen.




Mehr zur "GR-Meinung"-Reihe
Artikel - GR-Meinung, Folge 9 - Beyond: Mehr Film als Spiel? (Special)
Artikel - GR-Meinung, Folge 8 - Was tun mit der Spieleflut? (Special)
Artikel - GR-Meinung, Folge 7 - Multiplayer: Heute ein Must Have? (Special)
Artikel - GR-Meinung, Folge 6 - Xbox One: Onlinezwang adé (Special)
Artikel - GR-Meinung, Folge 5 - Nintendo und die Let's Plays (Special)
Artikel - GR-Meinung, Folge 4 - Star Wars bei EA (Special)
Artikel - GR-Meinung, Folge 3 - Konsolen-Apps (Special)
Artikel - GR-Meinung, Folge 1 - Always On (Special)


Noch keine Kommentare abgegeben.


 

»#9 - Beyond: Mehr Film als Spiel?

»#8 - Was tun mit der Spieleflut?

» #7 - Multiplayer: Heute ein Must Have?

»#6 - Xbox One: Onlinezwang adé

»#5 - Nintendo und die Let's Plays



Partner: Neofokus Fotografie

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW