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GR-MEINUNG, FOLGE 1 - ALWAYS ON
 Kommentar von GR Redaktion (26.04.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Der Nachfolger von Microsofts Xbox 360 steht in den Startlöchern, doch hüllt sich der Redmonder Konzern noch in Schweigen. Schweigen bewirkt immer Gerüchte und die gehen derzeit davon aus, dass Microsoft eine Konsole plant, die "Always On", also immer am Internet sein soll. Kein Spiel mehr ohne Internet? Und was, wenn die Internetverbindung ausfällt oder die Server down sind? Bleibt dann der Bildschirm dunkel? Unsere Redakteure haben sich ihre Gedanken zu dem Thema gemacht.


Auch in der aktuellen Folge unseres Webcomics GameWaves dreht sich alles um das Thema "Always On". Schaut einfach mal rein. »Zum Webcomic


Es gibt Bewegungen in der Videospiel-Industrie, die bei einem Großteil ihrer Kundschaft als unpopulär gilt. Der Kopierschutz war zum Beispiel ein Thema, das schwer diskutiert wurde, als ich mich ernsthafter mit dem Thema Video- und Computerspiele zu befassen begann. Das Recht auf die Privatkopie galt damals als der Heilige Gral. Heute lassen sich die meisten Spiele nicht mehr einfach so von Haus aus kopieren. Auf dem PC müssen wir uns zumeist mit allerlei DRM-Maßnahmen herumplagen und auf den Konsolen funktioniert die Prozedur schon ohnehin nicht, es sei denn man schraubt seine Hardware auf und werkelt an ihr herum.

Die meisten von euch werden sich auch bestimmt an den Aufschrei erinnern, als Valve ihren Shooter Half-Life an die hauseigene Plattform Steam koppelte. Die Folge waren Boykott-Aufrufe, wüste Beschimpfungen in Leserbrief-Ecken und Internetforen. Ein Shitstorm, wie man es heute so schön sagt. Was ist aus diesem Aufschrei geworden? Steam findet in der Masse breiten Anklang, nahezu jeder PC-Spieler hat den Client auf seinem Rechner installiert und Valve scheffelt eine Million nach der anderen.

Vermutlich wird auch "Always On" diesen Weg gehen. Er wird holprig sein, das war er bei Steam in den Anfangstagen auch. Doch dieser Schritt wird kommen und wir werden uns alle daran gewöhnen. Spiele wie Sim City oder Diablo III sind aber immerhin ein Mahnmal für die Entwickler und Konsolenbauer. Denn "Always On" muss eben auch funktionieren und für den Kunden praktikabel sein. Wird es auch. Wir werden uns daran gewöhnen und die Spielehersteller werden es auch.



Erstaunlicherweise hat mich das Gerücht um "Always On" kalt gelassen. Liegt vielleicht daran, dass meine Xbox 360 bereits ohnehin immer am Internet hängt, wenn ich sie einschalte und ich durch den PC mit Clients wie Steam gute Erfahrungen gemacht habe. Allerdings sollte Microsoft gewarnt sein: "Always On" wird nur akzeptiert werden, wenn es den Spielern nutzt. Das bedeutet für mich, dass nicht verfügbare Server oder ausgefallenes Internet den Spielspaß - etwa im Singleplayer - nicht verhindern darf. Hier muss aus den Debakeln um Titel wie Assassin's Creed 2, Diablo III oder aktuell Sim City unbedingt gelernt werden, um nicht für immer wiederkehrende Shitstorms zu sorgen.

Ein anderes Problem für viele Spieler wird aber die Austrocknung des Gebrauchthandels sein. Schon heute setzen die Spielehersteller auf immer mehr Maßnahmen, diesen einzuschränken. Hier könnte Microsoft tatsächlich durch ein paar Besserungen punkten und die "Always On"-Problematik in den Hintergrund rücken lassen. Man stelle sich etwa die Möglichkeit vor, digital erworbene Titel verkaufen zu können. Was mich zudem zu einem wahren Steam-Fan gemacht hat, waren die richtig günstigen Angebote, die es immer wieder gab und gibt - eine perfekte Gelegenheit, halbwegs aktuelle Titel zu einem günstigen Preis nachzuholen. Würde es das auf Konsolen in ähnlichem Maß geben, wäre das sicherlich ein Erfolgsmodell.

Dann würden die Vorteile überwiegen und "Always On" könnte schnell Akzeptanz finden. Statt ein Update beim Start eines Spieles herunterladen zu müssen, könnte dies für die zuletzt gespielten Titel etwa schon vorab im Standby geschehen sein. Wenn ich dann noch digital Titel günstig erwerben, verschenken und vielleicht sogar wiederverkaufen kann, sollte "Always On" kaum noch ein Thema sein. Einzig, mir fehlt der Glaube, dass wir ein derart kundenfreundliches System sehen werden. Zu groß dürfte die Verlockung sein, stattdessen mehr Kontrolle über die Inhalte zu ergreifen. Löschen und Sperren könnte damit, gerade in Deutschland, noch stärker Verbreitung finden. Das Gegenmodell wären etwa ungeschnittene Inhalte in 18er-Bereichen. Wir werden sehen, wie sich Microsoft entscheidet und wie sie uns von den Vorzügen von "Always On" und dem anderen Drumherum ihrer neuesten Hardware zu überzeugen versuchen werden. Die PR-Abteilung wird sich da sicherlich was einfallen lassen...



Nennt mich ruhig altmodisch, aber ich als "Oldschool Gamer" vermisse oft die Zeiten, in denen man einfach nur die Spiele-Cartridge in die Konsole steckte und direkt zocken konnte. Keine Installation, keine unfertigen Spiele, die nachträglich gepatcht wurden und keine Inhalte, die erst nachträglich als Download Content für Geld heruntergeladen werden mussten - was auch eine Internetverbindung voraussetzt. Wo wir dann auch beim Thema angekommen wären.

Kollege Basti sagt hier, wir werden uns daran gewöhnen, falls wir in Zukunft mit der neuen Xbox konstant online sein müssen. Vielleicht trifft das auf die allgemeine Mehrheit zu, aber es werden sich wie ich sicher auch genug Leute dagegen sträuben. Klar, wer weiß, vielleicht bringt Sony denselben Hammer. Aber auch hier muss ich sagen: Ich freue mich gar nicht so sehr auf eine neue Konsolengeneration. Klar möchte auch ich gerne mal einen erheblichen Sprung in der Grafik der Spiele sehen, aber so eine Umstellung ist für mich auch bei Sony mit zu vielen Unbekannten besetzt: Wie wird das PlayStation Network in Zukunft aussehen (wenn der neu designte PlayStation Store darauf ein Vorgeschmack ist, dann Prost Mahlzeit)? Wie wird es mit dem Support der PS3-Spiele weitergehen (zum Beispiel, ob Server von Online-Games bestehen bleiben)? Was für Festplatten sind in die Konsole eingebaut und wie lange muss ich warten, bis eine brauchbare Version der Konsole zu haben ist? Und wie steht es mit der Abwärtskompatibilität?

Sowohl Sony als auch Microsoft müssen also hier erst einmal mit der Zeit beweisen, ob ihre neuen Konsolen denn etwas taugen. Sollte die neue Xbox jedoch konstant online sein müssen, kann ich für mich schon sagen: Die kommt mir nicht ins Haus.



Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass ein Großteil der Gamer trotz dreister DLC-Politik oder einem Bezahlservice für Onlinespielen durchaus bereit ist, bittere Pillen zu schlucken. Soweit, dass wir uns heute mit Dingen abfinden, die uns vor zehn Jahren noch schockiert hätten. Allein deswegen bin ich gespannt zu sehen, ob mit "Always On" eine Grenze überschritten werden würde, die viele einfach nicht mehr mitmachen wollen. Der Aufschrei zu den Gerüchten war riesig, aber wie so oft müssen die lautesten Kunden nicht in der Mehrzahl sein.

Ich sehe trotz der zunehmenden Hinweise Microsoft noch nicht diesen Schritt gehen, eine Konsole auf den Markt zu bringen, die permanenten Internet-Zugang benötigt. Der Software-Riese hat genug Daten aus der 360-Ära sammeln können um festzustellen, dass auf einen potentiellen Offline-Kundenkreis nicht verzichtet werden sollte. Da der Kopierschutz mit der nächsten Generation massiv erhöht wird, wird die Online-Pflicht als Sicherheitsmaßnahme wohl kaum notwendig sein. Da könnte schon eher die Überlegung dahinter stecken, den Gebrauchtspielemarkt einzudämmen - was in der Tat einen harten Einschnitt für mich darstellen würde.

Wie auch immer die Umsetzung am Ende aussehen wird, ich persönlich warte gerne ab. Ich brauche die nächste Xbox nicht direkt zum Launch im Zimmer stehen zu haben. Damit habe ich genug Zeit, um zu beobachten, inwiefern ein mögliches "Always On"-Feature dem Gaming im Wege stehen würde. Es würde mich schon freuen, wenn Microsoft bei der offiziellen Enthüllung oder auf der E3 konkret Stellung bezieht, um weitere Spekulationen im Keim zu ersticken.

---

Jetzt seid ihr dran: Wie seht ihr das Thema? Würdet ihr eine solche Hardware boykottieren oder seht ihr dieser Entwicklung eher gelassen entgegen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.




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#1 | Minerva [26.04. | 13:37] 
Zweifelhafte Politik
Also eure Meinungen finden ich ja echt einen Hammer. Auch wenn ich begrüße dass ihr das Thema hier diskutiert! Nur Tobias hat angesprochen, dass es Spieler gibt, die keinen Internetzugang haben. Ich persönlich wohne in einem Vorort einer Großstadt und habe ein DSL Verbindung von max 2 Mbit/sec. Das reicht meistens noch nicht mal für ein flüssiges Youtube Video. Ein Ausbau auf Glasfaser? Ja, innerhalb der nächsten 10 Jahre "geplant". Davor habe ich auf dem Dorf gewohnt. Da gab es natürlich überhaupt kein DSL und Internet auch noch nicht so lange. Wer etwas außerhalb vom Dorf wohnt muss sich seine Leitung für viel Geld selbst legen, wer macht das schon. Siehe: Es gibt sie, die Menschen ohne oder mit langsamen Internet. Vor allem in den USA!

Zum Thema Steam: Kann ich auch nicht nachvollziehen, dass sich nur noch wenige Leute darüber echauffieren. Ja, ich kaufe mir meine Lieblingsspiele trotzdem. Aber das heisst nicht, dass ich mit Steam einverstanden bin und natürlich ist das ein Grund, warum ich sehr viel seltener neue Spiele kaufe als früher. Ach, eigentlich lohnt es sich ja auch nicht mehr ein Spiel im Laden zu kaufen ... lieber ein paar Monate warten und für ein paar Kröten direkt digital kaufen. Und dann beschweren sich die Spieleschmieden dass kein Geld rein kommt. Meiner Meinung nach läuft da gewaltig was schief und was mich stinkig macht ist, dass keine Rücksicht auf die Wünsche des Konsumenten genommen wird. Große Unternehmen spielen ihre Macht aus und prahlen jetzt auch noch damit herum. Wenigstens besteht dank Kickstarter & Co die Möglichkeit, dass sich uns Verbrauchern doch noch ganz ungeahnte Alternativen eröffnen.

#2 | PhanZero [26.04. | 14:14] 



13.900
@Minerva
Komplett nicht vorhandenes DSL ist in der Tat ein Problem, allerdings eines, das kaum noch in DE anzutreffen ist - abgelegenere Gegenden mal ausgenommen. Ich hatte jahrelang 1Mbps hier, dafür gab es nichtmal ein Vertragsmodell und man musste den Preis einer 2Mbps-Leitung zahlen. Telekom halt - unflexibel und verkrustet. Mittlerweile habe ich Internet via Kabel, also TV, telefon und Internet in einem Paket. Sowas geht übrigens fast überall und hier kann auch nicht mit der Bandbreitenproblematik der Telekom argumentiert werden (abgesehen davon, dass das Argument eh haltlos ist).

Größeres Problem sind in der Tat aber Ausfälle des Internets. Momentan kann man dann eben nicht online spielen. Sollte im Falle eines "Always On"-Zwangs jedoch auch der Singleplayer versagen, wäre das mehr als bitter. Aber da gehe ich mit Tobias konform: Das wird wohl so nicht passieren.

#3 | DarkRaziel [27.04. | 07:45] 



558
GR-Meinung, Folge 1: Always On
Und noch ein Problem seit einigen Tagen wäre dann, wenn man Telekom Kund nach dem 2 Mai geworden ist und nach 75GB Schluss ist mit Power aus der Leitung bei DSL 16.000.
Also für mich wäre dieser Zwang ein klares NEIN für die nächste Xbox und Sony hat dann hält einen Poweruser mehr statt nur ein Exklusive Gamer Zocker.

#4 | PhanZero [27.04. | 09:28] 



13.900
@DarkRaziel
Ach, selbst in den USA ist in einigen Regionen das Internet nicht derart ausgebaut, dass "Always On" ein gangbarer Weg für MS wäre. Von weltweit ganz zu schweigen. Das wird auch MS wissen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es soweit kommen wird, aber warten wir mal den 21. Mai ab.

Ob nun 75GB bei bis zu 16Mbps oder 200GB bei bis zu 50Mbps und so weiter - das Ergebnis bleibt sich gleich, du kannst deine Internetanbindung nur begrenzt für das, was man als moderne Internetnutzung ansieht (Streaming-Dienste, Gaming, etc), nutzen. Ich habe die Logfunktion meines Routers deaktiviert, aber ich komme sicherlich oft deutlich über die 75GB - alleine durch Watchever und andere VoD-Anbieter, Spiele-Downloads bei Steam (häufig) und bei Xbox Live oder im PSN (seltener), Zocken, Surfen, ... normale internetnutzung halt. Ich denke auch, dass die Telekom dieses Vorhaben nicht wird aufrecht erhalten können und zurückrudert. Wenn nicht, gibt es die Konkurrenz - etwa Internet via Kabel. Hier greift die (hirnrissige) Argumentation der Telekom nicht, da sind entsprechende Beschränkungs-Bestrebungen also kaum zu erwarten. Schon garnicht, wenn die Telekom damit auf die Schnauze fällt. Aber warten wir mal ab, wie sich das noch entwickelt...


 

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