Auch dieses Jahr waren wir wieder auf der gamescom, haben Spiele angespielt und allerlei Diskussionen geführt. Jetzt, wo die Messe wieder zu Ende ist, werfen wir einen Blick zurück und verraten euch, was uns besonders gut gefallen hat und was nicht, welches unsere Highlights waren und was uns gar nicht gefiel.
Man kann also sagen, dass man etwa 80% des gezeigten Materials schon kannte.Bei den gezeigten Titeln war zwar einiges bei, was mich interessierte, aber richtig umgehauen hat es mich nicht. Der Grund dahinter lässt sich schnell an
Splinter Cell: Blacklist verdeutlichen: Eine leicht erweiterte E3-Gameplay-Präsentation, das war's. Man kann also sagen, dass man etwa 80% des gezeigten Materials schon kannte. Dafür mehrere Stunden anstehen? Daran muss DRINGEND gearbeitet werden. Immerhin konnten ein paar Titel auch zum ersten Mal persönlich angespielt werden. Neben
Assassin's Creed 3 sprach mich hier vor allem
Call of Duty: Black Ops 2 an. Und hier gebührt Activision ein sehr großes Lob: Nicht nur super, dass man die Weltpremiere des anspielbaren(!!) Mehrspieler-Modus nach Köln brachte, man bewies auch Weitsicht beim Aufbau des Standes. Dieser bestand nämlich aus zwei Ständen, was die Warteschlange jeweils schonmal halbierte. Durch eine große Anzahl Anspielstationen konnten zudem jede Menge Interessierte gleichzeitig sich im Multiplayer-Modus miteinander messen.
Ein anderes Highlight stellte für mich
Hitman: Absolution dar. Ich hab das Spiel ja schon länger auf dem Radar, aber die Präsentation des
Contract-Mode beim
Hitman-Event von Square Enix hat mich dann komplett überzeugt. Interessantes Konzept, das sicherlich für einige Motivation und vor allem Wettstreit unter den Spielern sorgen wird. Aber auch
Borderlands 2 hat es einige Plätze auf meiner "Muss ich spielen!"-Liste nach oben geschafft. Und dass ich um
DOOM 3 BFG Edition nicht herumkommen werden würde, ja, das wusste ich vorher schon. Kurz: Es gab einiges auf der Messe zu sehen, wenn man die Gelegenheit dazu hatte.
Weit weniger angetan war ich von den präsentierten Titeln für die Wii U.Zu meiner Überraschung war die Abwesenheit von Microsoft und Nintendo kein großer Verlust für die Messe. Die 3rd-Parties konnten dank heißer Eisen im Feuer für genug Anreize sorgen, sofern man als Besucher genug Sitzfleisch mitbringt. Denn die Schlangen vor den Ständen sind so lang wie eh und je und machen den Messebesuch wieder zur reinen Geduldsprobe. Ein anderes gamescom-Phänomen war auch dieses Jahr wieder mit dabei: Das E3-Recycling. Warum soll man sich stundenlang für eine Vorführung anstellen, wenn es eine fast identische E3-Demo zu sehen gibt, die schon längst aus dem Internet bekannt ist?
Zu den spielerischen Highlights der gamescom 2012 gehörten meiner Meinung nach
Assassin's Creed 3 und
Hitman: Absolution. Der dritte Teil der Assassinen-Saga kann sich mit tollen, neuen Features von den Vorgängern absetzen. Die grandios inszenierten Seeschlachten und flüssigen Animationen sorgen für grafische Leckerbissen. Agent 47, der glatzköpfige Auftragskiller, punktet dagegen mit seinem offenen Gameplay und spannenden Missionen. Weit weniger angetan war ich von den präsentierten Titeln für die Wii U. Die Bedienung über den Touchscreen bei Spielen wie
Batman: Arkham City oder
ZombiU sorgt eher für Verwirrung als für ein besseres Spielerlebnis.
[..]das Gedränge auf den Gängen war so enorm wie schon im letzten Jahr.Ich muss den Worten meines werten Kollegen Tobi etwas widersprechen. Mir haben Microsoft, Nintendo, SEGA und THQ schon gefehlt. Ein echter Gesamtüberblick über die besten Spiele der nächsten Zeit ließ sich auf der Messe in diesem Jahr nicht gewinnen. Ein paar weitere Hochkaräter wie
Halo 4 oder
Pikmin 3 hätten den Strom der Besucher vielleicht auch ein wenig besser verteilt.
In Sachen Besucherzahlen wird es für die Kölner Messe kaum einen Rückgang zu spüren gegeben haben. Die offiziellen Zahlen liegen zwar noch nicht vor, aber das Gedränge auf den Gängen war so enorm wie schon im letzten Jahr. Drei, vier oder gar fünf Stunden Wartezeit um ein Spiel anzuspielen waren keine Seltenheit. Mir stellt sich die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, das Konzept der Messe grundlegend zu überdenken. Die Kapazitäten der Publisher, um den Spielern ihre neuen Produkte zu zeigen, sind leider begrenzt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich das Geschehen etwa noch mehr auf Bühnenshows verlagern könnte... womit nicht das Werfen von Gimmicks in die schreiende Menge gemeint ist.
Das Angebot der Spiele an sich war dennoch zufriedenstellend. Es gab viele große und kleine Spiele, die einen Blick wert waren. Ein paar persönliche Highlights habe ich natürlich auch. So hat mir Ubisofts
Rayman Legends für die Wii U sehr gut gefallen. Für mich ist es der Titel, der mich vielleicht sogar zum Kauf der Konsole bewegen könnte. Gut gefallen hat mir auch
Assassin's Creed 3: Liberation für die PS Vita, welches grafisch einen tollen Eindruck machte und auch ein paar frische Elemente in die Serie bringt.
Interessantes gab es auch bei den Zubehör-Herstellern zu sehen. Snakebyte etwa hat einen Controller für Android und iOS im Angebot und arbeitet gerade an einem Tablet speziell für Gamer. Hori hat hochwertige Aracdesticks zu
Dead Or Alive 5 und
Tekken Tag Tournament 2 in petto. Genügend Stoff für Gamer, um das Weinachtsgeld zu verprassen.