Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming

Wallpapers
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


TITANFALL
 Test von Sven Reisbach (12.04.2014) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Shooter Publisher:Electronic Arts
Termin:13. März 2013 Entwickler:Respawn Entertainment

Um kaum ein Spiel gab es in der jüngsten Zeit einen ähnlichen Hype wie um Titanfall. Kein Wunder: Hinter dem Shooter stehen keine geringeren als Vince Zampella und Jason West, die maßgeblich daran beteiligt waren, Call of Duty aus der Weltkriegs-Schiene zu befreien (nachdem sie diese selbst mit Medal of Honor begründet hatten). Bei ihrem spektakulären Abgang von Infinity Ward nahmen sie einige Mitarbeiter mit und gründeten ein eigenes Studio, Respawn Entertainment. Da erwartet man Großes...


Aufgesprungen auf den Hypetrain

Schon im Vorfeld der Veröffentlichung wurde Titanfall mit allerlei Preisen überschüttet, es hagelte förmlich Vorschusslorbeeren. Doch richtig kam der Hype um den Titel erst mit der Beta in Gang, in der Spieler selbst Hand an Titanfall legen konnten. Und kaum einer konnte sich dem entziehen. Die Mischung aus bekannten Elementen in dieser neuen, frischen Mischung, das sorgte für Begeisterung. Oft wird das Spiel als "Call of Duty mit Mechs" geschmäht. Auch die KI-Gegner auf den Karten sorgten für Kritik, genauso wie die Begrenzung auf sechs Spieler pro Team. Doch Titanfall dürfte gar nicht anders sein, gerade die Vermischung all dieser Spiel-Elemente machen den frischen Reiz des Shooters aus.

Wenig frisch ist die Story: Es geht um den Konflikt zwischen der IMC und einer Miliz, die sich als Rebellen diesen entgegenstellt. Es geht um Rohstoffe und Überlegenheit im Grenzland des bekannten Weltraums. Titanfall erzählt diese Storyline in der Kampagne jedoch nicht annähernd so mitreißend wie dies in anderen Shootern der Fall ist. Stattdessen gibt es Kampagnen-Lobbys, in denen ihr mit anderen Spielern zusammengebracht werdet, ein kurzes Voice-Over als Briefing erhaltet und dann in die jeweilige Mission geworfen wird. Was euch dort erwartet? Eine normale Multiplayer-Map, die entweder im Herrschafts- oder Team-Deathmatch-Modus gespielt wird. Nicht mehr, nicht weniger. Ab und an gibt es eine gewisse Handlung durch eingestreute Funksprüche, während der Action lässt sich dem aber nicht immer so ganz folgen.


Von Waffen, Parcours, Robotern, Mechs und Fähigkeiten

Und Action gibt es einige. Titanfall nimmt sich das bekannte Gunplay aus Call of Duty und mischt zunächst eine gehörige Portion Vertikalität hinzu. Die Piloten, so heißen die Spieler, können dank eines speziellen Gürtels Doppelsprünge ausführen, zeitweise an einer Wand entlanglaufen oder sich an dieser festhalten. Beim Wallrun wird der Pilot sogar noch zusätzlich beschleunigt, was das ohnehin recht hohe Spieltempo weiter steigert. Doch nicht nur gegnerische Spieler laufen über das Schlachtfeld, auch einige vom Spiel gesteuerte Roboter sind dort unterwegs. Es gibt sowohl Grunts (im Deutschen Frontsoldaten) als auch Spectres. Letztere sind ein wenig gefährlicher, aber außer in der Masse sollten diese KI-gesteuerten kaum ein Problem darstellen. Sollen sie auch gar nicht, sie sind vielmehr Spielelement. Im Modus Materialschlacht etwa solltet ihr auch diese jagen, da euch das Punkte einbringt. Aber auch in Modi wie Pilotenjäger, wo nur Pilotenkills zählen, solltet ihr die KI-Schergen ausschalten, um schneller euren Titan rufen zu können.

Der Titan. Von Beginn des Matches an läuft ein Timer herunter, an dessen Ende der titelgebende Titanfall eingeläutet wird. Durch Kills und verschiedenste Aktionen könnt ihr die Zeit bis dahin verkürzen. Ist es soweit, könnt ihr eine Stelle bestimmen, an die aus den tiefen des Alls herab ein riesiger Kampfroboter geschossen wird, geschützt durch eine absolut undurchdringbare Kuppel, in deren Inneren gegnerische Piloten auch Schaden nehmen. Erwacht der Koloss zum Leben - entweder nach einiger Zeit von alleine, durch euren Befehl oder weil ihr ihn bemannt - wird er zur tödlichen Gefahr für Piloten. Mit dem Titan verändert sich das Gameplay von Titanfall gewaltig, denn die ganzen Parcours-Fähigkeiten fallen natürlich weg. Dafür hat euer Mech aber einige extrem durchschlagskräftige Waffen eingebaut, mit denen ihr wieder auf Jagd nach Piloten und deren Titans gehen könnt. Je nach Modus eignet sich der Titan zum Sichern oder Einnehmen einer Position oder Flagge. Mit Last Titan Standing gibt es auch einen Modus, bei dem ihr direkt im Titan startet und das Team mit dem letzten Titan auf dem Schlachtfeld gewinnt. Seit ihr im Titan, könnt ihr jederzeit aussteigen und euren Titan im Auto-Modus selbst zu Werke gehen lassen. So ist er jedoch oftmals ein leichtes Ziel für Gegner. Haben eure Gegner euren Titan mit euch drin heruntergeschossen, wechselt er in den Doomed-State - er steht also kurz vor der Zerlegung. Ihr könnt aussteigen oder euch per Schleudersitz rauskatapultieren lassen - letzteres ist eine ungemein coole Sache und ihr könnt in der Luft sogar noch einige Kills machen mit etwas Übung.

Sowohl für euren Piloten als auch für den Titan könnt ihr verschiedene Klassen festlegen mit eurer bevorzugten Ausrüstung. Mit zehn Primär-, drei Sekundär- und vier Anti-Titanwaffen ist das Arsenal ein wenig begrenzter im Vergleich zur Konkurrenz, dennoch sollte für jeden Spieler-Typ die passende Waffe dabei sein. Die meisten Waffen sind eher klassisch: Karabiner, Maschinenpistole, Schrot- oder Scharfschützengewehr. Den Machern von Titanfall gelingt es aber, dass sich jede Waffe einzigartig anfühlt und tatsächlich richtig befriedigend spielt. Das gilt auch für die Pistolen, bei denen besonders die Smart-Pistol hervorsticht. Diese hat einen Radius, innerhalb dessen Gegner markiert werden; die Kugeln finden automatisch ihr Ziel, auch um Ecken herum. "Overpowered" mag man rufen, doch die Waffe ist tasächlich fair ausbalanciert: Für einen Piloten werden drei Marker benötigt, was zu lange dauert, um in der Zeit nicht mit einer anderen Waffen abgeschossen zu werden. Ansonsten gibt es noch Sprengstoffe, wie Splittergranaten, Elektrogranaten (sehr effektiv gegen Titan-Schilde) oder auch Rucksackbomben. Besonders interessant sind die Piloten-Fähigkeiten: Mit diesen könnt ihr zeitweise schneller rennen, euch unsichtbar machen oder sogar Gegner durch Wände sehen.


Kein leichter Aufstieg

Wie auch in Call of Duty steigt ihr durch Kills, aber auch durch bestimmte Herausforderungen im Rang auf. Dadurch schaltet ihr neue Waffen, Charakter-Slots und Ausrüstung frei. Auch verschiedene Visiere, erweiterte Magazine oder Schalldämpfer findet sich darunter. Das Leveln reicht bis Stufe 50 - danach geht ihr nicht in den nächsten Prestige, sondern in die nächste Generation. Ziel ist die zehnte Generation. Den Wechsel von der ersten in die zweite Generation schafft ihr noch ohne weitere Bedingungen, ab der nächsten werden immer wieder Anforderungen an euch gestellt. Diese sollen euch dazu bringen, auch mal andere Waffen zu spielen und vor allem, nicht allzu schnell die höchste Stufe zu erreichen. So werden etwa eine bestimmte Anzahl von Kills mit der SMG verlangt.

Das System hat jedoch einen Haken: Die Fixierung auf Kills. Nichts, aber auch wirklich gar nichts ist frustrierender, als wenn ihr einen gegnerischen Titan fast komplett zerlegt habt und ein anderer Titan aus eurem Team rein-dasht und euch den Kill klaut. Der Kill zählt faktisch für den Spieler, der den letzten Schuss abgegeben hat; alle anderen, ungeachtet ihrer Leistung bei der Zerstörung des Titan, müssen sich mit Assist-Punkten begnügen. Titanfall will innovativ sein - hier wäre die Gelegenheit dazu gewesen. Immerhin hören die Macher auf die Community: Eine der schlimmsten Herausforderungen war auf Generation 5 die sogenannte Gooser Challenge - hier galt es, 50 Piloten beim Ausstieg aus ihrem Titan in der Luft zu töten. Dies hat Respawn Entertainment mittlerweile auf fünf Kills reduziert.

Durch die Herausforderungen bekommt ihr immer wieder sogenannte Burn-Cards - das sind im Grunde Einmal-Perks. Ihr könnt ein Deck von etwa 25 Karten ansammeln und drei davon auswählen, um diese im Kampf einzusetzen. Das solltet ihr auch tun, denn nicht nur geben euch diese Kartennützliche Boni, ihr bekommt auch keine mehr in euer Deck, wenn dieses voll ist. Eine Burn-Card könnt ihr beim Start des Matches einsetzen oder wenn ihr abgeschossen wurdet. Die Effekte reichen von mehr Erfahrungspunkte für das Töten von Grunts, Spectres, Piloten oder Titans über dauerhafte Skills wie permanente Unsichtbarkeit bis hin zu verstärkten Waffen, mit denen ihr mehr Schaden austeilt oder schneller feuern könnt. Durch den Einmal-Aspekt und die Begrenzung auf drei Karten pro Match zerstören diese Karten auch das Balancing nicht.


Nicht schön, aber flüssig

Das technische Grundgerüst von Titanfall ist solide, mehr aber auch nicht. Die Macher holten aus der betagten Source-Engine von Valve jedoch einiges raus. Zwar läuft das Spiel mit 60 Frames pro Sekunde, mangels VSync-Option kommt es aber immer mal wieder zu unschönen Tearing-Effekten. Auf der Xbox 360 kann das Spiel auf 30fps festgesetzt werden, was einer Motion-Sickness entgegenwirken soll und für ein ruhigeres Spielgeschehen sorgen soll. Ohne das läuft Titanfall auf der Xbox 360 mit variabler Framerate, je nach Auslastung zwischen 30 und 50 Bildern pro Sekunde.

Bei einem schnellen Online-Multiplayer-Shooter wie Titanfall ist vor allem eines entscheidend: Der Netzwerkcode. Mit diesem steht und fällt das Mehrspieler-Erlebnis. Respawn setzt dabei nicht auf die EA-eigenen Server, sondern lässt die Lobbys auf Servern von Microsoft ("Azure") hosten. Dank weltweiter Datenzentren sollte jeder Spieler eine ordentliche Verbindung zustande kriegen. Allerdings hat auch Titanfall mit dem Problem der mangelnden Breitband-Verfügbarkeit zu kämpfen. Während die Verbindung zum Host in Millisekunden angegeben wird beim Start, sieht man die Verbindung der anderen Spieler nur als Balkensymbol, beste Verbindung sind dabei fünf Balken. Unseren Erfahrungen nach sind Spieler, die mit weniger als vier Balken Verbindungsgeschwindigkeit unterwegs sind, schon Ruckler – und beeinträchtigen das Gameplay damit negativ. Doch das merkt man in Titanfall mitunter gar nicht so sehr wie in einem Call of Duty, oft verrät erst die Killcam, dass das Spiel nicht optimal abläuft. Durch das langsamere Gameplay im Titan spürt ihr dabei deutlich weniger von den Problemen als wenn ihr als Pilot unterwegs seid.

Einen Pluspunkt hat sich Titanfall mit seinem Sound-Design verdient: Alle Soundeffekte wirken stimmig. Es gibt einfach keine Sounds, die deplatziert wirken. Aber auch bei der Synchronisation haben die Macher ein gutes Händchen bewiesen: Die deutschsprachige Fassung ist gelungen, wenngleich die Original-Sprachfassung nochmal einen Tick besser rüberkommt. Hier kommt auch Community-Managerin Abbie Heppe als Sarah zum Einsatz. Eine Sprachwahl im Spiel gibt es leider nicht, ihr müsst dazu die Konsole auf Englisch umstellen. Keine Auswirkung hat das natürlich auf den Soundtrack, der mit seinen Stücken irgendwo zwischen Space und Wildwest angesiedelt ist und überzeugen kann.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:







Titanfall ist der erhoffte Hit geworden, daran besteht kein Zweifel. Alle Elemente fügen sich zu einem stimmigen Ganzen zusammen, bei denen kaum eines hätte anders aussehen dürfen. Erstaunlich, wie es Respawn geschafft hat, all das dann auch noch nahezu perfekt auszubalancieren und fair zu halten. Würde ich nicht über die Herausforderungen zum Generations-Aufstieg und manche laggende Gegner fluchen müssen, Titanfall würde von mir mit Lobeshymnen überschüttet werden. So jedoch endet es in einer ähnlichen Hass-Liebe wie der zu Call of Duty. Aber genau wie dort greife ich nach einiger Verärgerung dann eben doch wieder zum Pad...
91%
So testen wir >>

Anders als mein Kollege Sven haben mir die Generations-Herausforderungen Spaß gemacht. Zudem kann ich dem Spiel keine laggenden Gegner vorwerfen, denn für schlechte Internetleitungen kann Respawn bei Gott nichts, zumal der Netzcode herrvorragend funktioniert. Das Gameplay von Titanfall ist über jeden Zweifel erhaben und bringt neuen Pepp in ein festgefahrenes Genre. Der Support von Respawn Entertainment ist zudem vorbildlich, ständig werden neue Inhalte oder Verbesserungen nachgeliefert. Lediglich die wenigen Modi, als auch das fehlende private Match sind mir zu Beginn sauer aufgestossen. Aber auch dies wurde inzwischen behoben. Titanfall ist der neue, unangefochtene Genre-König!
93%

Du bist nicht eingeloggt. Dies ist Voraussetzung, um ein Spiel hier bewerten zu können. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
90%


Noch keine Kommentare abgegeben.


 






mehr Wallpaper






















Pro:
schnelles, actionreiches Gameplay
ständige Belohnung durch Herausforderungen
viele innovative Ideen beleben das träge Genre
gelungenes Sound-Design

Contra:
keine richtige Kampagne mit Bindung zu den Charakteren
Herausforderungen für Regeneration zu aufgezwungen
keine vertikale Synchronisation


Partner: Neofokus Fotografie

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW