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SPLINTER CELL: DOUBLE AGENT
 Test von Markus Müller (28.10.2006) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Ubisoft
Termin:19. Oktober 2006 Entwickler:Ubisoft Shanghai

Mit seinem vierten Abenteuer hält Sam Fisher nun endlich auch auf der nächsten Konsolengeneration Einzug. Am gewohnt spannenden Spielprinzip aus Schleichen und gelegentlichen Actioneinlagen hat sich kaum etwas geändert. Wie bei vielen Fortsetzungen mittlerweile üblich, stecken die Verbesserungen letztendlich nur im Detail, aufgrund der bekannt hohen Qualität ist dies aber nichts Schlimmes. Was Sam Fisher seit dem letzten Spiel neues im Trainingslager gelernt hat und was es mit der Bezeichnung Doppelagent auf sich hat, lest ihr im folgenden Artikel.


Streng vertraulich!


Es soll ja noch Leute geben, die noch nie etwas von Sam Fisher gehört haben, seines Zeichens bester Agent von Third Echolon, der geheimsten Abteilung des amerikanischen Nachrichtendienstes NSA. Spione wie Sam Fisher kommen immer dann zum Einsatz, wenn mit regulären Soldaten nichts zu erreichen ist oder unter strengster Geheimhaltung tief hinter den feindlichen Linien operiert werden muss. Geht dabei irgendetwas schief, wird die US-Regierung jegliche Kenntnis über solche Kommandoaktionen abstreiten. Die zahlenmäßige Unterlegenheit wird durch zahlreiche technische Spielereien wettgemacht, von Nachtsicht- und Wärmebildkameras über Minipeilsender bis hin zu einem hochmodernen Multifunktionsgewehr ist alles dabei, was das Herz des Technikfetischisten höher schlagen lässt.


Seitenwechsel?

Der Blick auf die Vorderseite der Verpackung wird sicherlich einige Spieler verwundern. Sam Fisher sieht darauf aus wie ein Sträfling beim Fotoshooting. Dies ist jedoch kein Zufall, sondern Teil eines groß angelegten Plans der NSA. Die neueste Bedrohung der USA sind diesmal keine arabischen Terroristen oder chinesische Militärs, sondern eine amerikanische Miliz namens John Brown’s Army. Diese Organisation möchte die bestehende Ordnung in den Vereinigten Staaten grundlegend verändern und kündigt dazu verheerende Anschläge an. Da ein Führungsmitglied der JBA zurzeit im Gefängnis sitzt, wird Sam Fisher in den Hochsicherheitsknast eingeschleust, um ihn zu befreien und gleichzeitig das Vertrauen des gefährlichen Kriminellen zu gewinnen. Hier offenbart sich nun das Dilemma, in dem sich Sam Fisher befindet. Er muss das Vertrauen der Führungsriege der JBA gewinnen, indem er ihre Befehle ausführt, ohne mit der Wimper zu zucken. Nur so kann er streng vertrauliche Informationen erhalten, die ihm helfen können, die geplanten Anschläge zu verhindern. Geht er jedoch zu brutal vor und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung, verliert er das Vertrauen der NSA. Fällt die Zustimmung einer Partei auf Null, ist das Spiel vorbei und ihr müsst die Mission von Neuen beginnen. Die verschiedene Missionen führen euch um die ganze Welt, einmal gilt es, im Ochotskischen Meer einen russischen Supertanker zu kapern, dann wiederum geht es nach Shanghai, um in einem Hotel streng geheime Dokumente eines pakistanischen Wissenschaftlers zu stehlen. Im Gegensatz zu den Vorgängern schleicht ihr euch diesmal nicht nur durch dunkle Gassen, sondern seid auch manchmal bei vollem Tageslicht unterwegs. Eine Mission führt euch zum Beispiel in die kongolesische Hauptstadt Kinshasa. Unter der glühenden Sonne Afrikas müsst ihr ohne den Schutz der Dunkelheit auskommen und solltet daher noch behutsamer vorgehen als sonst.


Alles beim Alten

Splinter Cell – Veteranen werden sich bei Double Agent sofort zurechtfinden, an der Spielweise hat sich kaum etwas geändert. Nur auf die gewohnten Bildschirmanzeigen müsst ihr nun verzichten, bis auf das Fadenkreuz und ein kleiner Balken, der den aktuellen Auftrag zeigt, ist nichts zu sehen. Ubisoft wollte damit das Spielerlebnis intensivieren, was ihnen auch wunderbar gelungen ist. Wie schon in den Vorgängern ist es ratsam, von Deckung zu Deckung zu schleichen und den zahlreichen Gegnern und umherlaufenden Zivilisten auszuweichen. Obwohl Sam Fisher mit tödlichen Waffen ausgerüstet ist, hat er nämlich bei einem Feuergefecht gegen mehrere Wachen nicht den Hauch einer Chance. Nutzt stattdessen lieber technische Spielereien wie optische Kabel, um unter Türen durchzuschauen oder ein tragbares »Hacking-System«, um Sicherheitskameras auszuschalten und verschlossene Türen zu öffnen. Erstmals traut sich Sam Fisher nun auch in das kühle Nass. Taucheinlagen eignen sich besonders gut dafür, sich an nichts ahnende Wachen in Ufernähe heranzuschleichen und diese mit einer schnellen Aktion unter Wasser zu ziehen und so spurlos verschwinden zu lassen. Wenn sich Opfer nämlich nicht vermeiden lassen, solltet ihr zumindest dafür sorgen, dass die Körper nicht von patrouillierenden Wachen oder umherlaufenden Zivilisten gefunden werden. Sonst schlagen diese dann Alarm und dies führt entweder dazu, dass die Gegner im Verlauf des Levels wesentlich stärker aufpassen als zuvor oder bringt im schlimmsten Fall sogar den Abbruch der Mission mit sich.


Der Spion, der aus der Kälte kam!

Der Wechsel in die neue Konsolengeneration hat Sam Fisher offensichtlich gut getan. HD sei Dank sieht er so detailliert aus wie nie zuvor, auch die Gegner sehen absolut fantastisch aus. Die einzelnen Missionen strotzen vor Abwechslung und sind alle mit viel Liebe zum Detail designt. Aber auch der Sound trägt zur gelungen Atmosphäre bei, die Musik passt sich den Geschehen jederzeit wunderbar an. Der Höhepunkt ist natürlich wieder die professionelle Sprachausgabe. Sam wird wie immer von Martin Kessler gesprochen, der deutschen Synchronstimme von Nicholas Cage. Auch alle anderen Charaktere sind makellos vertont. Wer möchte, kann seine Xbox360 auf Englisch umstellen und dann den Originalstimmen lauschen. Man sollte dann jedoch dem Englischen sehr gut mächtig sein, da bei den Dialogen keine Untertitel eingeblendet werden. Da die Figuren im Original starken Slang reden, ist die Chance recht hoch, dass man sonst bloß die Hälfte versteht.

Auch bei Splinter Cell Double Agent ist natürlich wieder der grandiose Multiplayer – Modus enthalten, der schon beim Vorgänger für viel positive Kritik gesorgt hatte. Diesmal können sich bis zu sechs Spieler online entweder auf die Seite der NSA oder auf die der Söldner schlagen, um in verschiedensten Missionen geheime Dokumente zu stehlen oder dies mit Waffengewalt zu verhindern.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Fans der Reihe und die, die es werden wollen, erwartet mit Splinter Cell Double Agent ein absoluter Kracher. SCDA setzt die Stärken der Vorgänger fort und überrascht im Gegensatz mit vielen kleinen Details. Besonders gut gefällt mir das Moralsystem; man muss bei vielen Aktionen abwägen, ob man den Anweisungen der NSA oder denen der JBA folgt. Folglich muss man dann aber auch mit den Konsequenzen leben. Die Präsentation und die Story sind serientypisch auf einem sehr hohen Niveau, bis auf den recht hohen Schwierigkeitsgrad gibt es kaum etwas zu meckern. Meiner Meinung ist Splinter Cell Double Agent das bis dato beste Spiel der Reihe.
 
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#1 | Kenny83x [08.04. | 19:21] 



958
Splinter Cell: Double Agent
Für mich und viele andere eindeutig der schwächste Teil. Vor allem die Tatsache, dass die verschiedenen Versionen auf Konsolen und PC unterschiedliche Stories erzählen, bzw. einzelne Teile der Handlung fehlen ist für mich riesiger Schwachsinn und ein Ding der Unmöglichkeit.
Meine Wertung: Gut (72%)

#2 | Gast [20.04. | 10:34] 
shit
der schlechteste splinter cell teil EVER! und das neue ist auch nich mehr so gut....für mich war Chaos Theory der beste


 










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Pro:
tolle Atmosphäre
Moralsystem
spannende Geschichte
Sam Fisher kann jetzt schwimmen

Contra:
hoher Schwierigkeitsgrad
Levels kleiner als in den Vorgängern


Offizielle Website:
 splintercell.de

Fansites:
 @onlinewelten
 unrealextreme

Weitere Links:
 Trailer
 X06



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