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BIOSHOCK INFINITE
 Test von Sven Reisbach (22.04.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action-Adventure Publisher:2K Games
Termin:26. März 2013 Entwickler:Irrational Games

Nach Bioshock gaben die Entwickler von Irrational Games das Franchise für einen Nachfolger an ein anderes Studio. Seither widmeten sie sich ihrem eigenen Nachfolger: Bioshock Infinite. Und dieser kehrt der Unterwasser-Stadt Rapture den Rücken und macht auch sonst einiges anderes, ohne jedoch seine Wurzeln zu verleugnen. Ein klarer Hit-Kandidat, den sich kaum einer unserer Redakteure entgehen lassen konnte.


Vom Meeresgrund zum Himmel hinauf


"Spiel' es endlich durch – ich MUSS mit jemandem über das Ende reden!" Dieser Hilferuf ereilte mich vom Kollegen Jan, der Bioshock Infinite vor mir beendet hatte. Das Ende sei "ziemlicher Mindfuck" und lasse viel Raum für Interpretationen. Nun, mittlerweile habe ich Bioshock Infinite beendet und kann zumindest sagen, eines der besten Spiele dieser Generation gespielt zu haben. Doch fangen wir dort an, wo alles seinen Anfang nahm: An einem Leuchtturm. Fans der Reihe dürften sich an den ersten Bioshock-Teil erinnert fühlen, und doch ist alles anders. Statt im Wasser zu treiben, werden wir per Boot zur Leuchtturm-Insel gebracht und statt nach Rapture, der Unterwasser-Stadt der beiden Vorgänger, führt dieser hier uns beziehungsweise Hauptcharakter Booker DeWitt in luftige Höhen, in die Wolkenstadt Columbia. Zur Weltausstellung 1893 gebaut, war die Stadt das Aushängeschild der USA, bevor sie aufgrund eines Angriffs auf Peking 1901 von diesen verstoßen wurde. Die Stadt verschwand und galt seither als verschollen. Wenn Booker die Stadt betritt, wirkt sie wie aus der Zeit gefallen. Die Entwicklungen, die das Amerika "da unten" durchgemacht hat, sind an der Wolkenstadt und ihren Bewohnern vorbeigegangen. Hier herrscht der Grundsatz God & Country, also Gott und Vaterland. Rassismus durchzieht die Gesellschaft und alles läuft auf einen Bürgerkrieg zwischen den ultrakonservativen Gründervätern, die schon gegen Abraham Lincoln und die Abschaffung der Sklaverei gekämpft haben, und einer linken Bewegung namens Vox Populi hinaus.

Dreh- und Angelpunkt der Erzählung ist ein Mädchen namens Elizabeth, die in Columbia in einen Turm gesperrt ist. Booker hat von mysteriösen Auftraggebern einen noch mysteriöseren Auftrag erhalten: Finde das Mädchen und begleiche die Schuld. Die Macher spielen hier mit dem Unbekannten, mit dem Nicht-Wissen um die Details. Woher das Interesse an Elizabeth? Warum ist sie eingesperrt? Und welche Schuld soll oder muss Booker begleichen?


Freiheit mit Schranken

Dabei spielt sich Bioshock Infinite zunächst mal wie ein Egoshooter und unterscheidet sich dabei nicht von seinen Vorgängern. Booker kann zwei Waffen bei sich tragen, zudem verfügt er über einen Nahkampfangriff mit einem Sky-Haken. Dieser bringt auch gleich den ersten Clou in das Gameplay: Der Haken dient nämlich auch der Fortbewegung über die einzelnen Teile der Himmelsstadt verbindenden Skylines. Ihr könnt euch jederzeit in eine solche Line einhängen und sogar von dort aus auf Gegner feuern. Wer jetzt glaubt, Bioshock Infinite böte eine offene Spielwelt, der wird sich wundern. Zwar schafft es das Spiel immer wieder das Gefühl einer gewissen Freiheit zu geben, im Grunde geht es aber meist auf klaren Wegen voran. Überhaupt unterscheidet sich das Gameplay nicht großartig von jenem der beiden Vorgänger, ihr erforscht die Stadt und ihre oftmals über versteckte Logs erzählte Geschichte und bahnt euch einen Weg von Konfrontation zu Konfrontation. Schade nur, dass man auch im Jahre 2013 noch immer Tische, Schränke und Mülleimer nach verwendbaren Gegenständen und Munition durchsuchen muss.

Ken Levine, Creative Director und treibende Kraft hinter der Bioshock-Reihe, sieht die Stadt erneut als weiteren Hauptcharakter, der seine eigene Geschichte erzählt. Und diese reißt DeWitt schnell aus den friedlichen Versprechungen eines Paradieses und er wird als "falscher Prophet" enttarnt. Bioshock Infinite spielt bis zum Ende mit diesen unerwarteten Wendungen, die für den Spieler im Moment ihres Geschehens nicht verständlich, begreifbar sind... bis sich der Schleier um die Geheimnisse der Stadt, Booker DeWitt und auch Elizabeth lüften. Immer nur ein kleines Stückchen gewähren uns die Macher einen Blick auf das Gesamtbild; immer wieder spielen sie mit der Erwartung und dem Gefühl, nun die komplette Story erfasst zu haben, um dann doch wieder mit einer Wendung aufzuwarten, die man nicht erwartet hatte und die das Verständnis der Geschichte über den Haufen wirft. Grandios.


Kräfte machen Angst

Es ist sicherlich kein Spoiler zu erwähnen, dass Booker Elizabeth nicht nur finden, sondern auch befreien kann. In den Kämpfen sucht sie sich eine Deckung, aktiv teilnehmen tut sie nicht. Stattdessen versorgt sie euch immer wieder mal mit Dingen, die sie so findet. Während eines Shootouts ist das in der Regel genau das, was ihr gerade braucht, etwa Munition oder Lebensenergie. Diese Eigenschaft macht sie extrem nützlich und ihr werdet sie in den Passagen, wo sie nicht bei euch ist, sicherlich schnell vermissen. Sie verfügt weiterhin über die Kraft, Risse zwischen Raum und Zeit zu öffnen und sogar Dinge von der einen Seite des Risses zur anderen zu ziehen. Ist das der Grund, weswegen sie eingesperrt und beobachtet wurde? Im Verlauf des Abenteuers wandelt sie sich vom naiven, lebenslustigen Mädchen hin zu einem Charakter, deren Kräfte auch DeWitt ängstigen.

Doch auch Booker selbst verfügt über Kräfte. Eigentlich nicht er selbst, genau wie in den Vorgängern eignet er sich diese im Spielverlauf an. Hier durch Ampullen, denen diese Kräfte, insgesamt acht an der Zahl, innewohnen. Eine der letzten Kräfte etwa lässt Booker Kugeln auffangen und dann als Geschosse zurückwerfen, aber natürlich gibt es auch Feuerbälle, Elektroblitze und sogar eine Attacke mit einem Krähenschwarm. Einige der Kräfte lassen sich auch für die Lösung kleinerer Rätsel einsetzen, wirklich fordernd sind diese jedoch selten. In Gefechten sinnvoll ist aber vor allem jene Kraft, mit der sich Maschinen (und später auch Menschen) auf die eigene Seite ziehen lassen. Grausam: Menschen begehen nach dem Verlust eurer Kontrolle über sie Selbstmord. Überhaupt geizt Bioshock Infinite kaum mit Gewaltdarstellung. Abgetrennte und rumfliegende Körperteile bekommt ihr nicht zu sehen, wenn Booker mit der Skyhook aber auf den Kopf eines Gegners einschlägt, spritzt Blut - nicht zu knapp.


Pop-Songs im Retro-Style

Man merkt Bioshock: Infinite an, dass die Macher es sich nach dem ersten Bioshock nicht leicht gemacht haben. Die Entwicklung des zweiten Teils gaben sie an ein anderes Studio und wollten sich ganz ihrem nächsten Werk widmen. Leider gab man sich nicht wirklich konsequent experimentierfreudig: Von den Skylines mal abgesehen ist eigentlich alles bekannt, das Gunplay funktioniert aber nochmal einen Tick besser als in den Vorgängern und fühlt sich einfach gut an. Jede Waffe hat ihre Eigenheiten und ihr werdet nicht nur schnell ein Gefühl für diese haben, sondern auch eure Favoriten schnell finden. Das gilt auch für die Kräfte - in internen Diskussionen merkten wir schnell, dass nahezu jeder ein anderes Gameplay bevorzugte. So sollte es sein, denn immerhin ist die Stadt einfach zu gradlinig, um für ein "eigenes", nur diesem individuellen Spieler vorbehaltenes, Spielgefühl zu sorgen. Technisch gibt sich Bioshock: Infinite keine Blöße, technische Schwäche wird durch Stimmung und Atmosphäre kompensiert. Gerade der Soundtrack bringt manche Perle mit sich, etwa Coverversionen bekannter Pop-Songs wie "Everybody Wants To Rule The World" von Tears for Fears oder "Girl's Just Wanna Have Fun" von Cindy Lauper, allesamt im Stil von 1912 aufgemacht.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Auch wenn mich das Ending nicht ansatzweise so geflasht hat wie viele andere, ist es für ein Videospiel eine verdammt tiefe Geschichte. Irrational Games schafft mit Elizabeth zudem quasi nebenher einen der besten Sidekicks aller Zeiten, und mit Columbia eine Spielwelt, die abwechslungsreich und frisch ist. Vor allem die Atmosphäre ist es, die mich auch hier wieder richtig in das Spiel-Uiversum eintauchen lässt. Dank ausgefeiltem Spiel mit Lichtstimmungen und dem dichten Soundtrack-Teppich wird Columbia erst so richtig lebendig. Ein Game of the Year-Anwärter, so früh im Jahr - das freut uns Gamer.
91%
So testen wir >>

Vom Gameplay her ist Bioshock Infinite längst nicht mehr so bahnbrechend wie Jacks unheimlicher Ausflug nach Rapture oder das noch viel düstere Abenteuer auf der Von Braun. Dennoch ist das altbewährte Prinzip einfach extrem solide und erfrischende kleine Neuerungen gibt es ebenfalls. Lediglich Bookers Spezialfähigkeiten fallen diesmal nicht ganz so nützlich und abwechslungsreich aus. So gibt es beispielsweise ganze drei Kräfte, die nur dazu dienen, Gegner kurzzeitig aus dem Kampf zu nehmen. Hier haben Irrational Games ein wenig Potenzial verschenkt. In Sachen Story übertrifft Infinite den Titel von 2007 aber sogar und gehört mit Leichtigkeit zu den interessantesten Spielen dieser Generation.
92%

"Booker, hast du Angst vor Gott?" "Nein, aber vor dir." Dieser klitzekleine Dialog gehört für mich mit zu den besten dieser gesamten Konsolengeneration. Bioshock Infinite mag in seinem reinem Spielgefühl "nur" ein Ego-Shooter mit solider KI und "Magie" sein, aber er ist drumherum so viel mehr. Selbst jetzt, über eine Woche nachdem ich Bioshock Infinite durchgespielt habe, rätsel ich in Foren mit anderen über die vielen kleinen Details der gesamten Geschichte. Über Elizabeth. Über Columbia. Über versteckte Gesellschaftskritik. Bioshock Infinite ist mehr als nur ein Ego-Shooter. Es grenzt an einem Meisterwerk und das verdientermaßen.
92%

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85%


#1 | Blue_Master [27.05. | 17:26] 



225
Bioshock Infinite
Ihr habt recht, dieses Spiel ist ein Meisterwerk und ist in meinen Augen deutlich besser als Teil eins. Hatte es mir doch gekauft, obwohl ich den ersten Teil zwar sehr gut, aber nicht grandios fand und habe es zu keiner Minute betreut.


 




















Pro:
Story bleibt bis zum Schluss spannend
unheimlich dichte Atmosphäre
gelungenes Gunplay sorgt für Action
cooler, effektvoller Krafteinsatz

Contra:
recht gradlinig
2013 noch immer Schränke abklappern auf der Suche nach Munition?


Offizielle Website:
 bioshockinfinite.com



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