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CRYSIS 3
 Test von Sven Reisbach (25.02.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Ego-Shooter Publisher:Electronic Arts
Termin:21. Februar 2013 Entwickler:Crytek

Nachdem »Crysis 2 sowohl von der Fachpresse als auch von den Fans eher gemischte Reaktionen erhalten hatte, versprach Entwickler Crytek für den dritten Teil einen Mix der Stärken von »Crysis und Crysis 2, sowie einige Neuerungen. Die auffälligste Innovation ist dann auch der Komposit-Bogen, mit dem ihr auf die Jagd gehen dürft. Doch der erweist sich auch als größter Malus für Crysis 3.


Großstadt-Dschungel extrem


Ich hätte Crysis 3 wirklich gerne gemocht; ja, ich hätte es sogar gerne geliebt. Mit der Mini-Reihe "Die 7 Wunder von Crysis" hatte mich Entwickler Crytek für das Spiel interessieren können - der Stil gefiel mir auf Anhieb. Dummerweise suggerieren diese Filmchen wie auch die Trailer eine Freiheit, die es im fertigen Spiel einfach nicht gibt. Als Supersoldat Prophet befinden wir uns im Jahre 2047 und nehmen erneut den Kampf gegen C.E.L.L. und die auf der Erde verbliebenen Ceph auf. Das ist aber nur möglich, weil wir über einen verdammt coolen Anzug verfügen: Den Nanosuit. Der erlaubt es Prophet, sich gegen feindlichen Beschuss zu panzern oder sich zu tarnen. Der Preis dafür? Neben dem für das Gameplay relevanten Energieverlust die völlige Entmenschlichung von Prophet - er ist ein Supersoldat, eine lebende Waffe. Menschlichkeit bringen dafür die Nebencharaktere in die Story, wie etwa der aus dem ersten Teil bekannte Michael "Psycho" Sykes. Er ist es auch, der Prophet mit dem eingangs erwähnten Bogen ausstattet und in den Nanodome bringt. Diese Kuppel über dem völlig zerstörten und überwucherten New York wurde von C.E.L.L. errichtet, um die Welt vor den Cephs zu schützen. Doch schnell wird klar, dass die Organisation dort noch gänzlich andere Pläne verfolgt. So weit, so wenig spektakulär.

Umso spektakulärer fällt die Präsentation - selbst auf der mittlerweile doch arg betagten Xbox 360 - aus. Hier zeigt Crytek wieder mal, wo ihre Stärken liegen: Die Stadt ist von einem Urwald-Dickicht überzogen, zerstörte Ruinen dienen im späteren Verlauf Ceph-Kreaturen als Unterschlupf, Sümpfe haben sich gebildet und verrostete Wracks dienen als Deckung vor feindlichem Beschuss. Optisch ist Crysis 3 ein Genuss, ohne Frage. Der Haken: Nach etwa fünf bis sechs Stunden ist der Ausflug in den Nanodome auch schon beendet. Anhand der Kurzfilmreihe und den Trailern hatte ich ein offenes Areal erwartet, quasi »Far Cry 3 mit den Möglichkeiten des Nanosuits und in einem überwucherten New York. Immerhin gewährt der Levelaufbau aber ein weit freieres Vorgehen als ein Call of Duty. Egal, ob überwuchertes Feld, Stadtgebiet, Sumpf oder Militärbasis, im Kern läuft das Geschehen immer nach dem gleichen Schema ab: Ich lande in einem Areal und nutze meinen taktischen Visor zum Markieren von Gegnern und Munitionslager. Das funktioniert auch durch Wände hindurch, ähnlich wie in »Splinter Cell: Conviction, nur über einen größeren Bereich hinweg. Mit der Unsichtbarkeit des Nanosuits wird sich dann auf die Jagd gemacht. Es ist zwar möglich, dabei unentdeckt zu bleiben, meist geht das aber nicht auf: Selbst auf grob geschätzt 100 Meter kann ein C.E.L.L.-Soldat noch sehen, wenn die Tarnung verlassen werden muss, damit sich die Anzug-Energie regenerieren kann. Egal, die Kombination aus taktischem Visor, Unsichtbarkeit und dem Predator-Bogen kommt einem legalen God-Mode gleich. Denn während bei der Benutzung anderer Waffen die Tarnung auffliegt, ist dies beim Bogen nicht der Fall. Prophet bleibt nach dem Schuss - in der Regel ein Instant-Kill - getarnt und kann die restliche Energie des Nanosuits nutzen, um sich eine andere Position zu suchen. Praktischerweise kann der Bogen auch noch speziellere Pfeile verschießen. Mit Elektropfeilen etwa können Gegner im Wasser gleich in Gruppen ausgeschaltet werden, Explosivpfeile können aber auch zum Einsatz kommen.

Immerhin kommen später noch Hunter hinzu; Ceph-Kreaturen, die sich ebenfalls unsichtbar machen können und im hohen Gras mit einer Wendigkeit und Geschwindigkeit auf die Jagd gehen, die selbst Prophet nicht erreichen kann. Auch größere Gegner bringt Crysis 3 immer mal wieder ins Spiel. Beispielsweise käferartige Ceph, die durch ein Schutzschild geschützt sind, das erstmal gehackt werden muss. Das geht auch aus der Distanz: Einfach das zu hackende Objekt mit dem taktischen Visor anpeilen und den Hackvorgang, ein kleines Minispiel, starten. Auch starke Kampfeinheiten führen die Ceph ins Feld, die ordentlich Feuerpower verlangen. Die kommen gegen Ende fast nur noch zum Einsatz; das Gefühl, ein mächtiger Jäger zu sein, schwindet damit deutlich.


Jäger und Gejagte

Immerhin lässt sich die Singleplayer-Kampagne noch auf höheren Schwierigkeitsgraden angehen. Das mag fordernder sein, ändert am grundsätzlichen Aufbau aber leider nichts. Gut, dass Crysis 3 über einen Multiplayer-Modus verfügt. Auf 12 verschiedenen Karten dürfen sich Spieler online miteinander messen, in Rängen aufsteigen und neue Waffen und Extras freischalten. Optisch orientieren sich die Maps natürlich an Stationen der Kampagne, ihr Design ist jedoch mitunter etwas chaotisch - zumindest, bis man sich eingespielt hat. Dann kann man sich an der Vertikalität und der Wege, einem verschanzten Gegner in den Rücken zu fallen, erst richtig erfreuen. Neben den altbekannten Shooter-Standardmodi ist besonders der neue Modus "Jäger" erwähnenswert. Hier macht eine Gruppe Spieler Jagd auf eine andere Gruppe von C.E.L.L.-Soldaten. Die Jäger haben dabei einen Nanosuit mit unbegrenzter Energie zur Verfügung und sind damit permanent unsichtbar, dürfen allerdings nur den Predator-Bogen einsetzen. In der folgenden Runde wechseln die Rollen.

Ansonsten wird sich stark am Genre-Primus Call of Duty orientiert. Etwa bei der Zusammenstellung der eigenen Klassen: Primär- und Sekundärwaffe, Granaten und drei von insgesamt 16 Perks können eingestellt werden. Eines der für Anfänger nützlichsten Perks etwa lässt einen Signalton erklingen, wenn ein Gegner in der Nähe ist. Die meisten anderen Extras sind genreüblich: Erhöhtes Feuertempo, längeres Sprinten, schnelleres Nachladen. Die Aufsätze an den Waffen sind nicht so wichtig einzustellen, da sich diese im Spiel ja auch ändern lassen, als Vorauswahl ist es aber ganz vorteilhaft. Zumal oftmals auch der Wechsel auf "unkonventionelle" Waffen auf den Maps möglich ist: Pfähle von Verkehrsschildern können auf Gegner geworfen oder Ceph-Waffen entdeckt werden, die besonders stark sind. Abschussserien gibt es natürlich auch, zudem lassen sich Luftschiffe oder Pinger steuern - wenn euch der Gegner nicht zuvor kommt. Und wer mehrmals hintereinander stirbt, ohne einen Kill zu machen, bekommt immerhin einen kurzzeitigen Panzerungsboost beim Respawn.

Größte Problem des Multiplayers ist die mangelnde Selektierung der Lobbys. Es gibt lediglich die Wahl zwischen "Schnelles Spiel" und "Privates Spiel". Keine Möglichkeit, etwa nach der Verbindungsqualität oder der Region zu wählen - wodurch man sehr häufig in Lobbys landet, in denen der Host einen gewaltigen Vorteil hat oder in denen Gegner einfach aufgrund der Verbindung nicht zu treffen sind. Wo bleiben die Host-Wechsel, wenn außer dem Host alle anderen Spieler nur mit drei oder sogar weniger der vier Verbindungsstriche rumkrebsen müssen? Hier zeigen sich wieder einige Parallelen zu Black Ops 2: Ein eigentlich sehr gutes Multiplayer-Spiel, das durch technische Defizite kaum ernsthaft spielbar ist. Erschwerend kommt hinzu, dass selbst zur besten Zeit (Start-Wochenende und Double-XP) oft nichtmal 200 Lobbys, scheinbar global, gefunden werden. Auch den Einstieg gestaltet Crysis 3 recht frustrierend: Da bestimmte Vorbesteller bereits vom Start weg auf den Predator-Bogen zurückgreifen können, den alle anderen erst ab Level 11 nutzen dürfen, wirken diese geradezu übermächtig.


Gut durchdacht - nur leider nicht bis zum Ende

Crytek fährt einige richtig gute Features auf. So kann mitten im Spiel, sowohl im Single- als auch Multiplayer, die Ausstattung der ausgerüsteten Waffe geändert werden. Je nach Waffe lassen sich freigeschaltete Läufe, Visiere, Griffe oder Munition durchschalten. Gerade aber der Multiplayer bietet einige schöne Ansätze. Etwa, dass sich in der Lobby bequem Spieler automatisiert stumm schalten lassen, wobei sich Crysis 3 sogar die Einstellung merkt und neu ins Spiel einsteigende Mitspieler nicht mehr auf Stumm gestellt werden müssen. Auch eine schöne Entscheidung traf man beim Match-Abschluss: Statt die letzte Kill-Cam präsentiert zu bekommen gibt es eine kleine Zusammenstellung der eigenen besten Kills. Das ist weit motivierender als die bei der Konkurrenz oft gezeigte letzte Kill-Cam, mit der man oftmals nichts zu tun hatte, sich völlig woanders aufgehalten hat und es einem irgendwie auch egal ist. Bei der Abrechnung zeigt mir Crysis 3 dann auch nicht nur an, wieviel Erfahrung mir noch zum nächsten Rang fehlt, sondern auch, was ich dann freischalten werde. Das motiviert.

Kurzum: Crytek hat ihr Trilogie-Finale mit vielen guten Ansätzen vollgepumpt. Rechnet man da noch die richtig gelungene Optik rein, die Tearing und dergleichen nicht kennt, sollte eigentlich ein ausgezeichnetes Spiel herauskommen. Tut es aber leider nicht. Crysis 3 krankt zu sehr an seinen kleinen Problemen. Ich beschwere mich ja schon gar nicht mehr, wenn ich bei der deutschsprachigen Synchro aus diversen Serien bekannte Sprecher zu hören kriege - dass das funktionieren kann, zeigt mir etwa Far Cry 3. Aber Türkisch als einzige Alternative (Xbox 360-Fassung)? Okay, die Firmengründer von Crytek sind Deutsch-Türken und ich kann nachvollziehen, dass sie ihre Heimatsprache gerne im Spiel sehen, rein vom Marketing her wäre die englischsprachige Fassung dennoch wohl die bessere Wahl gewesen. Aber auch die weiter oben genannten Defizite - sehr kurze Spielzeit, wenig Herausforderung, manchmal unfaire Stellen, Lag-Lobbys, wenig Möglichkeiten der Lobby-Selektierung - verhindern die Auszeichnung des ansonsten sehr guten Spiels. All das macht Crysis 3 beileibe nicht zu einem schlechten Spiel, ganz im Gegenteil. Es wäre nur eben einfach mehr drin gewesen, wenn man ein wenig mehr Überlegung in manche der Aspekte gesteckt hätte.





Crysis 3 ist nicht das, was ich erwartet hatte. Das kann ich dem Spiel aber kaum ankreiden, höchstens einer irreführenden PR. Aufgrund der diversen Defizite kann ich es aber auch kaum als "Ausgezeichnet" bezeichnen. Schade, denn das Potenzial dazu wäre auf jeden Fall vorhanden, nur leider hat es Crytek nicht genutzt. Egal! Crysis 3 ist wohl der schönste Shooter, den man aktuell spielen kann. Wer aber meint, es handle sich hier um einen Grafikblender, der verkennt die guten Ideen, die im Spiel stecken. Einige davon würde ich auch gerne in anderen Shootern wiedersehen.
86%
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#1 | TheGameIsOn [25.02. | 18:54] 



58
Crysis 3
test trifft voll und ganz zu.
Leider leider zu kurze Spielzeit war in knapp 8stunden durch auf Soldat.
Meine Wertung: Ausgezeichnet (100%)


 










mehr Wallpaper
























Pro:
grandiose Optik auch auf Xbox 360
viele gute Ideen umgesetzt (besonders im Multiplayer)
trotz abgesteckter Areale ordentliche Freiheit
Hunter-Modus macht richtig Laune

Contra:
extrem kurze Spielzeit im Singleplayer
durchwachsene Gegner-KI
übermächtiger Predator-Bogen
wenig spielerische Abwechslung


Offizielle Website:
 @crysis.com



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