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SILENT HILL: DOWNPOUR
 Test von Sven Reisbach (12.04.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Horror Publisher:Konami
Termin:29. März 2012 Entwickler:Vatra Games

Und wieder ein neuer Entwickler: Nachdem »Silent Hill: Homecoming schon von Double Helix entwickelt wurde, darf sich am jüngsten Serien-Erguss nun das recht junge Studio Vatra Games versuchen. Die Tschechen versprechen, der Serie mit Silent Hill: Downpour neues Leben einzuhauchen. Doch kann das funktionieren, wenn man sich vornehmlich an früheren Serienteilen zu orientieren versucht und auch noch auf Akira Yamaoka verzichten muss, der bislang für die atmosphärischen Musik-Kompositionen zuständig gewesen ist?


Die Odyssee vor der Odyssee


Mit Downpour führt Vatra Games serientypisch einen neuen Hauptcharakter in das Silent Hill-Universum ein: Murphy Pendleton. Die Welt des sympathischen Mannes ist allerdings zu Beginn arg begrenzt: Er sitzt im Gefängnis. Über seine Hintergrundgeschichte erfahren wir allerdings erst mehr im Verlauf des Spieles - und da diese, wie sich das bei einem Silent Hill gehört, eng mit seinem Aufenthalt in der berüchtigten Stadt mit dem Nebel und Straßen ins Nichts verknüpft ist, wollen wir euch hier nicht zuviel verraten. Doch bevor es in die titelgebende Kleinstadt geht, hat Murphy eine wahre Odyssee vor sich: Bei einem Gefangenentransport kommt der Bus mit den Häftlingen von der Straße ab. Pendleton überlebt den Crash und nutzt die Gelegenheit zur Flucht. Die führt ihn quer durch ein Waldgebiet, wo er auch auf die Wärterin Anne Cunningham trifft, die ebenfalls den Unfall überlebt hat. Diese stürzt an einem Felsen jedoch ab - und Murphy steht vor der Entscheidung, sie entweder zu retten oder sie ihrem Schicksal zu überlassen. Derartige Momente gibt es im neuen Silent Hill einige, und sie wirken sich letztlich auch auf das Ending des Spieles aus. Letztlich muss sich der Sträfling noch durch Devil's Pit schlagen; eine tiefe Schlucht, die einst mal ein wahrer Touristenmagnet gewesen sein muss. Außer zerfallenen Gebäuden und viel Dunkelheit warten hier dann auch die ersten Kreaturen auf Beute. Bis Murphy endlich Silent Hill erreicht hat, vergeht also schonmal einige Zeit.

Erfahrene Spieler wissen natürlich, was es mit Silent Hill auf sich hat. Murphy allerdings nicht - für ihn entwickelt sich die Kleinstadt daher zu einem wahren Albtraum, der ihn immer wieder mit den Sünden seiner Vergangenheit konfrontiert. Das Storytelling würde nicht funktionieren, wüssten wir als Spieler von Beginn an um diese Vorgeschichte. Dennoch wirkt es ein wenig befremdlich, sich in der Haut von Murphy mit dessen Vergangenheit auseinander zu setzen, von der man selber immer nur Bruchstücke erfährt. Das stört die Immersion schon ein ganzes Stück, funktioniert aber ganz gut, wenn man sich in die Rolle eines Beobachters versetzt. So folgen wir Murphy also durch die nebligen Straßen der Stadt. Leider gibt uns Silent Hill: Downpour zu Beginn kaum einen Hinweis, wo wir uns hinwenden müssen. Beim ersten Durchgang kam es, dass wir einige Nebenaufgaben gelöst hatten, bevor die Story in der Stadt überhaupt richtig angefangen hatte. Bis dahin machten wir auch schon die Bekanntschaft mit einer ganz wichtigen Neuerung im Gameplay: Dem Regen. Der kann euch nämlich schnell die Stimmung verhageln, wenn ihr die Straßen erkundet. Denn sobald es naß wird in Silent Hill, treibt es scheinbar alle Kreaturen ins Freie - und sie sind um einiges stärker als sie es normalerweise sind!


Alles kann eine Waffe sein

Einer der Haupt-Kritikpunkte an früheren Titeln der Serie waren die Kämpfe: Zu unpräzise und zu frustrierend kam es rüber. Vatra Games versprachen zwar, ein komplett runderneuertes Kampfsystem auf die Beine zu stellen, gelungen ist ihnen das aber nicht. Murphy Pendleton kann im Grunde alles - besser gesagt vieles - als Waffe einsetzen. Angefangen von Steinen, die auch geworfen werden können, über Stöcke, Hämmer und Schaufeln bis hin zu Pistolen und Gewehren. Da die Munition für letztere wie in der Serie üblich arg begrenzt ist und das Zielsystem kaum für schnelle Schusswechsel geeignet ist, bleibt primär nur der Nahkampf als Option. Hier orientiert sich Silent Hill: Downpour stark an »Silent Hill: Homecoming oder auch dem PSP-Ableger »Silent Hill: Origins. Murphy kann nur eine Nahkampfwaffe bei sich tragen und diese nutzt sich auch noch durch regelmäßigen Gebrauch ab. Das allerdings ist nicht das größte Ärgernis bei den Kämpfen, sondern vielmehr der Einsatz dieser Waffen. Natürlich ist Murphy kein Ein-Mann-Spezialeinheit mit Fokus auf Nahkampf, dennoch wirken seine Versuche, etwa mit einer Stange die Kreaturen auf Abstand zu halten, arg unbeholfen. Oftmals ist es Glückssache, ob das Timing passt, um der anstürmenden Kreatur einen Scheitel zu ziehen oder selber einen auf die Rübe zu bekommen. Kurz: Vatra Games hat es nicht geschafft, dem jüngsten Teil der Serie ein Kampfsystem zu spendieren, das einerseits gut kontrollierbar ist und andererseits den Charakter nicht als übermächtige Kampfmaschine darstellt. Darum ist es auch für den Ex-Sträfling Pendleton mitunter besser, die Beine in die Hand zu nehmen und sein Heil in der Flucht zu suchen.

Neben Waffen trägt Murphy auch noch einiges andere an Equipment mit sich herum: Recht früh im Spiel findet er etwa eine Taschenlampe und ein Feuerzeug. Beide sind sehr gut geeignet, die Dunkelheit ein wenig zu erhellen. Anders als andere Hauptdarsteller der Serie braucht Murphy nicht auf den Batteriestand der Taschenlampe zu achten, diese ist stets einsatzbereit. Später findet er sogar noch eine spezielle Polizei-Variante, die die Möglichkeiten der Taschenlampe mit UV-Licht kombiniert. Optimal, um damit Spuren zu verfolgen oder geheime Hinweise zu lesen - CSI Silent Hill. Ansonsten findet sich im Inventar alles wieder, was für die Lösung von Rätseln notwendig sein könnte. Stichwort Rätsel: Das umfasst in Silent Hill: Downpour deutlich mehr als nur die schnöde Suche nach einem passenden Schlüssel für eine verschlossene Tür (was es aber natürlich auch gibt). Stattdessen gilt es oftmals, diversen Hinweisen nachzugehen und gefundene Gegenstände so zu kombinieren, dass sie ein problem lösen. Wirklich harte Kopfnüsse müsst ihr allerdings nicht fürchten, mit ein wenig Absuchen der Umgebung sollte sich alles Nötige für die Lösung finden lassen. Oft geben auch die Notizen von Pendleton Aufschluss über das weitere Vorgehen. In seinem jederzeit aufrufbaren Notizbuch sammelt der Knacki allerlei Infos ein, die dort verewigt werden. Darunter sind neben Dokumenten über seine Vergangenheit, die zu lesen Pflicht sind zum vollständigen Verständnis der Handlungs-Hintergründe auch noch allerlei Hinweise zu den Rätseln. Natürlich landen hier auch die Karten von der Umgebung, die auch automatisch gepflegt werden. So zeichnet Murphy immer wieder ein, wo er auf verschlossene Türen gestoßen ist oder wo sonstwie eine Sackgasse das Vorankommen unmöglich gemacht hat. Natürlich müssen diese Karten aber auch erstmal gefunden werden...


Dunkler, zähfließender Wahnsinn

Knackscharfe Hochglanz-Optik gibt es in Silent Hill: Downpour nicht zu bewundern, das hätte aber auch kaum zur Atmosphäre gepasst. Stattdessen erwarten euch dreckige Texturen, oftmals auch verwaschen, aber nie übermäßig. Eben ein in sich stimmiger Look. Immerhin: Die Abschnitte in der "Anderswelt", die es bislang ja in eigentlich jedem Silent Hill gab, sind ein klares Highlight in dieser Beziehung. Um dieser anderen Welt zu entkommen, müssen meist einige Schalterrätsel gelöst werden - verfolgt von einem unheimlichen Phänomen, das nur dadurch gebremst werden kann, dass etwa Käfige in dessen Weg geworfen werden. Gerade in diesen Abschnitten merkt man wieder, was die Seele von Silent Hill ausmacht: Zähfließender Wahnsinn, der sich seinen Weg in die Realität bricht, Naturgesetze auszuhebeln scheint und für Verwirrung und eine permanente Beklemmtheit sorgt. Starker Tobak, der da aufgefahren wird, der volljährige Horror-Fans aber in jedem Fall begeistern kann.

Anders als in anderen Serienteilen sorgte, wie eingangs schon erwähnt, bei Silent Hill: Downpour nicht Altmeister Akira Yamaoka für den Soundtrack. Dieser ist seit einiger Zeit bei Grasshopper Manufacture (»Shadows of the Damned) tätig. In seine Fußstapfen tritt nun Daniel Licht, der schon bei der TV-Serie Dexter sein Können unter Beweis stellen durfte. Und auch bei Silent Hill liefert er eine sehr gute Leistung ab - in Kombination mit dem erneut sehr gelungenem Sound-Design ist Gänsehaut garantiert. An allen Ecken knarzt und schmatzt es, Gekicher hallt durch die morschen Gebäude, Schritte aus dem Nichts lassen aufschrecken. Ein wenig unpassend mag der Titel-Track wirken, dieser ist allerdings nicht von Herrn Licht, sondern von der US-Rockband Korn und trägt den passenden Titel "Downpour". Bei Fans kam diese Wahl schon im Vorfeld der Veröffentlichung nicht gut an, fügt sich unserer Meinung nach aber eigentlich bestens in das Spiel ein.

Wie andere Serienteile bietet auch Silent Hill: Downpour einigen Wiederspielwert durch verschiedene Endings, von denen eines überhaupt erst nach dem erstmaligen Durchspielen verfügbar wird. Welches Ende ihr zu Gesicht bekommt, hängt wie schon erwähnt vornehmlich von euren getroffenen Entscheidungen ab - besonders von denen im wirklich gut inszenierten Finale. Natürlich stehen auch mehrere Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Abseits dessen gibt es aber nichts zu entdecken.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Von der ersten Minute an war mir Murphy Pendleton irgendwie sympathisch, was ich vom Spiel nicht behaupten kann. Erstaunlich, wie die Macher es schaffen, alle Defizite früherer Serienteile zu wiederholen. Wie wäre es etwa mal mit einem brauchbaren Kampfsystem? Ich will ja keine Kampfmaschine spielen, aber etwas besser steuerbar darf es dann doch sein. So braucht das Spiel einige Zeit, bis es richtig zündet. belohnt wird man mit einem dreckigen Look, verstörenden Erscheinungen und jeder Menge Rätsel, umwoben von einem atmosphärisch-dichten Soundtrack und einem gelungenen Klangdesign. Vatra Games haben einen guten Einstieg in die Serie hingelegt.
78%
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80%

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#1 | The Comedian [23.04. | 19:05] 



7.336
Silent Hill: Downpour
vielleicht wirds ja was mit dem nächsten Serienteil.


 
























Pro:
sympathischer Hauptcharakter
Daniel Licht macht einen guten Job als Ersatz für Akira Yamaoka
gut in die Stadt eingebundene Nebenquests
stimmiger Grafikstil

Contra:
unpräzises Kampfsystem
mitunter nicht ganz ersichtlich, wie und wo es weiter geht
einiges Backtracking
Grafik könnte sicherlich hübscher sein


Offizielle Website:
 @Konami



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