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CATHERINE
 Test von Sebastian Hamers (10.02.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Knobelspiel Publisher:Deep Silver
Termin:10. Februar 2012 Entwickler:Atlus

Die Geschichte der Videospielerotik ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Werden Erotik und Videospiele in einem Atemzug genannt, denkt man meist an pubertierende Teenager, die sich beim Anblick verpixelter sekundärer weiblicher Geschlechtsmerkmale kichernd und sabbernd vor dem Bildschirm zusammenrotten. Doch seit den Tagen von Strip Poker oder Emmanuelle auf dem C64 hat sich in der Branche doch einiges getan. Kräftig untermauert wird dies von Catherine, das eine verwobene Geschichte auf erotische Art und Weise zu erzählen versucht. Grund genug, diesem waghalsigen Experiment einmal gründlich auf den Zahn zu fühlen.


In den USA und in Japan ist Catherine schon seit dem letzten Jahr im Handel. Lange Zeit war es mehr als fraglich, ob ein exotischer Titel wie dieser überhaupt für den europäischen Markt geeignet ist. Er ist es, so jedenfalls die einhellige Meinung bei Publisher Deep Silver, der den Titel nun in Europa vertreibt. Allerdings wurde das Spiel für die hiesige Kundschaft ein wenig angepasst. Doch beginnen wir am Anfang.


Sex sells

Spieler, die sich bislang nur wenig mit Deep Silvers Catherine beschäftigt haben, mögen den Titel als schlüpfriges Adventure wahrgenommen haben, das sich voll auf die – angeblich recht eigenartigen – japanischen Erotikfantasien eingeschossen hat. Der knallbunte Animelook und die freizügige Zurschaustellung von weiblichen Rundungen lassen schnell diesen Schluss zu. Doch damit würde man dem Spiel nicht ansatzweise gerecht werden.

Sicherlich hat Catherine einen guten Anteil Adventure-Gameplay. Die Story dahinter ist jedoch alles andere als platt, sondern regt – man höre und staune – zum Nachdenken über eigene Lebensgewohnheiten an. Mancher Spieler mag sich auch durchaus mit dem Hauptcharakter des Spiels identifizieren können. Vincent ist nämlich kein stahlharter Superheld, kein aberwitziger Comicstar oder ein vertrottelter Looser. Vincent ist 32 Jahre alt, hat einen Job und eine attraktive Freundin. Er trifft sich abends mit Freunden in einer Bar, trinkt alkoholische Getränke und plaudert über den Sinn des Lebens. Beinahe könnte man ihn als langweiligen Spießer bezeichnen.


Catherine oder Katherine?

Sein Leben plätschert ein wenig vor sich hin, ohne das bei Vincent ein starkes Gefühl von Unzufriedenheit reift. Dies ist bei seiner attraktiven Freundin Katherine schon eher der Fall. Wie es scheint ist die junge Dame deutlich ehrgeiziger als unser Protagonist. Sie will mehr vom Leben und spricht mit Vincent über ihre gemeinsame Zukunft. Als das Wort "Hochzeit" fällt, zieht das Leben von Vincent an seinem geistigen Auge vorbei. Heiraten? Er? So richtig kann er sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden und fühlt sich von seiner besseren Hälfte unter Druck gesetzt.

Diese Dramatik möchte Vincent am Abend auch mit seinen besten Kumpels in der Stray Sheep Bar bei einem Drink besprechen. Seine Freunde können sein Leid jedoch nur bedingt ernst nehmen, da sie sich selbst mit ganz anderen Problemen in Sachen Beziehung herumschlagen müssen. Als sie ihn schließlich in der Bar alleine zurücklassen, tröstet sich unser Vincent mit dem Alkohol. Keine gute Idee, denn damit beginnt der Anfang einer beschwerlichen Odyssee. Der Teufel taucht in Form der wohlgeformten Catherine auf; eine Blondine, die vielleicht eine Sünde wert ist?


Ein Schaf kommt selten allein

Vincents Verwirrung ist groß. Ist Catherine wirklich schwanger von ihm? Wie erkläre ich es meiner Katherine? Was will ICH eigentlich? Die Klärung dieser schwierigen Fragen im kniffligen Beziehungsdreieck wird zudem durch merkwürdige Vorfälle in der Stadt erschwert. Überall tauchen tote Männer auf, die in jüngster Vergangenheit ihre Lebenspartnerinnen betrogen haben. Kein gutes Omen für die Zukunft von Vincent.

Vom Tod ist Vincent bislang jedoch verschont geblieben. Dafür durchlebt er in jeder Nacht einen unglaublichen Albtraum. Stets steht Vincent am Fuße eines Turms, der aus einer Ansammlung von gleichgroßen Quadern besteht. Das Ziel ist immer das Gleiche: Er muss es bis an die Spitze des Turms schaffen. Um der Skurrilität die Krone aufzusetzen, trägt Vincent nichts anderes als eine Unterhose, zudem prangen unschöne Schafshörner an den Flanken seines Kopfes. So weit, so verrückt. Unser virtuelles Alter Ego ist immer nur in der Lage einen Höhenunterschied von einem Würfel zu überwinden. Um höhergelegene Stellen zu erreichen, dürfen die Blöcke verschoben werden, um eine Art Treppe zu bauen. Eine beliebige Anzahl von Blöcken darf seitlich oder auch nach vorne und hinten bewegt werden. Was sich simpel anhört, erweist sich schon nach kurzer Zeit als herausforderndes Puzzlespiel. Im Laufe der Zeit kommen immer weitere Schikanen hinzu. Einzelne Quader können explodieren, zerbersten oder warten mit anderen Nettigkeiten auf. Mit der Zeit sammelt Vincent jedoch auch hilfreiche Goodies auf, die ihm das Klettern erleichtern. So ist es ihm etwa möglich einen neuen Quader aus dem Nichts zu erschaffen. Durch die Puzzelei weht ein Hauch von Sokoban, es ist aber deutlich komplexer.

Der Storyanteil in den Träumen hält sich vergleichsweise in Grenzen. Hier stehen die Knobeleien klar im Vordergrund. Dennoch ist Vincent nicht alleine in seinen Träumen unterwegs. Weitere Personen, die alle in Schafsform unterwegs sind, teilen sein Schicksal. Die Schafe laufen ebenfalls auf den Türmen umher und behindern sich stellenweise gegenseitig.


Zwei Spiele werden zu einem

Streng betrachtet spaltet das Gameplay von Catherine das Spiel in zwei Teile. Ein Teil spielt sich am Tag ab und treibt die Geschichte um Vincent, Katherine und Catherine weiter voran. Hier werden euch immer wieder Gewissensentscheidungen abverlangt. Steht ihr treu zu eurer langjährigen Partnerin Katherine? Oder lasst ihr euch von der abenteuerlichen Schönheit Catherine verführen? Im Gegensatz dazu stehen die Traumsequenzen, die weniger Geschichte beinhalten, dafür mit knackigen Rätseln auftrumpfen. Dennoch wird die Verbindung der beiden Einheiten immer wieder geschickt hergestellt und vereinen das Spiel zu einem großen Ganzen.


Bist du schon einmal im Traum gestorben?

Zu Beginn des Spiels erwähnt Vincent eine Legende, die besagt, dass man in der Realität stirbt, wenn man im Traum in die Tiefe stürzt und nicht aufwacht, bevor man den Boden erreicht. Diesen Mythos unterzieht Vincent einer eingehenden Prüfung. Stürzt unser Held auf seiner Klettertour ab - was ohne weiteres schnell passieren kann -, ist es mit ihm aus. Glücklicherweise besitzt Vincent einige Kissen, die seinen harten Sturz etwas abfedern. Bei jedem Sturz verliert er jedoch eines von ihnen. Sind alle Kissen verbraucht, ist das Ende von Vincent eingeläutet.

Klingt hart, und das ist es auch. Dabei kann der Schwierigkeitsgrad in der deutschen Version netterweise frei gewählt werden, was in der originalen Japan-Version nicht möglich war. Dennoch ist es kein leichtes Unterfangen, den kompletten Storymodus, der mit gut 15 Stunden Spielzeit recht umfangreich ausgefallen ist, zu überstehen. Ansonsten gibt es gegenüber dem Original keine großen Veränderungen. Catherine enthält lediglich deutsche Untertitel, auf eine deutsche Synchronisation wurde leider verzichtet.





Catherine ist anders. Ich kann durchaus verstehen, dass es kein leichtes Unterfangen war, einen Publisher für das Spiel zu finden. Zu experimentell, zu langsam, zu schwer. All diese Attribute muss sich der Titel gefallen lassen. Die toll erzählte Geschichte, die motivierenden Rätsel und das unverbrauchte Setting machen das alles jedoch locker wieder wett. Die Sorgen, Ängste und Nöte von Vincent sind für den (männlichen) Spieler gut nachvollziehbar und manchmal fühlte ich mich gar an eigene Gedankenspiele erinnert. Das Leben ist schwer, komplex und vielschichtig mit zahlreichen Twists und Storyturns... unser größtes Abenteuer.
87%
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85%

Über "Catherine" im Forum diskutieren

#1 | DarkRaziel [15.02. | 01:06] 



558
Catherine
Der knallbunte Animelook ist überhaupt nicht mein Fall obwohl es sich gut anhört. Vielleicht gibt es mal eine Demo zum anschauen, aber so kann ich nur Nein sagen.


 










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Pro:
schöner Grafikstil
frisches Setting
knackige Rätsel
toll erzählte Geschichte
passende musikalische Untermalung
authentische Charaktere

Contra:
keine deutsche Synchronisation
einige Frustmomente
langsames Gameplay


Offizielle Website:
 @Deep Silver



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