Ja is denn heut' scho' Weihnachten? Für »Gears of War 3-Fans auf jeden Fall! Denn am 13. Dezember erscheint der heiß erwartete erste Singleplayer-DLC RAAM's Shadow für den Shooter. Wir haben die knapp dreistündige Kampagne bereits durchgespielt und verraten euch, ob sich der Kauf lohnt.
Locust only!
RAAM's Shadow ist zeitlich noch vor dem zweiten Serienteil angesiedelt, ergo dürft ihr im DLC "nur" gegen die Locust antreten. Die Leuchtenden spielen keine Rolle. Der Stadt Ilima stehen dunkle Zeiten bevor, die Locust planen einen Großangriff. Folglich ist die Evakuierung der Stadt im vollem Gange. Michael Barrick und sein Zeta Squad verladen in aller Ruhe Zivilisten, als Locust-Horden überpünktlich aus dem Erdreich angreifen. In gewohnter
Gears of War-Tradition laden wir unseren Lancer durch und sägen uns durch die Gegnerhorden.
Die erste Angriffswelle ist überstanden, doch Zeit zum durchatmen bleibt nicht, die Locust fahren schweres Geschütz auf. Riesige Locust-Ungetüme heizen unserem Squad mächtig ein. Also dürfen wir das bekannte Hammersystem abfeuern, dieses mal jedoch direkt aus dem Orbit, da gerade keine mobile Version zur Hand ist. Dem schweren Beschuss haben unsere Feinde nichts entgegen zu setzen, also weiter gehts mit der Evakuierung.
Der Kryll-Sturm über Ilima
Die letzten Verbleibenden sind die Kinder eines Waisenhauses, klingt genau nach dem richtigen Job für unsere muskelbepackten Helden. Neben dem schon aus dem
Gears of War-Comic bekannten Michael Barrick gibt es ein Wiedersehen mit Young Kim (Teil 1) und Tail Kaliso (Teil 2). Neu im Team ist die hübsche Alicia Valera. Zudem spielt ein bekannter
Gears of War 3-Charakter eine wichtige Rolle, wir wollen aber nicht zuviel verraten.
Der Himmel über Ilima ist klar, noch ist die Locust-Gegenwehr relativ gering, doch dass soll sich schon bald ändern. Dunkle Wolken sind in der Ferne zu erkennen. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich das nahende Unwetter jedoch als ein Kryll-Sturm. Angeführt von niemand geringerem als dem
Gears of War-Endboss und DLC-Namensgeber General RAAM.
Wir haben gerade ein Schulgebäude gesäubert als uns das Spiel die Perspektive wechseln lässt. Erstmals in der
Gears of War-Reihe dürfen wir im Einzelspieler nun als Locust ran. Und als General RAAM dürfen wir es ordentlich krachen lassen. Die wild um uns fliegenden Kryll schützen uns vor feindlichem Beschuss, auf unseren Befehl hin können wir die Viecher aber auch auf unsere nun menschlichen Feinde hetzen. Wie eine Mischung aus Piranhas und Fledermäusen zerfleischen die Kryll unsere Widersacher im Nu, währenddessen sind wir jedoch nicht vor Kugeln geschützt. Im Nahkampf bleibt uns RAAM's Messer, mit dem wir grausige Finisher vollführen können und beispielsweise Soldaten köpfen können. Auch in
RAAM's Shadow wird also nicht an Splatter-Effekten gespart.
Saftiger Preis, toller DLC
Grafik und Sound sind natürlich auf gewohnt gutem
Gears of War-Niveau, aber auch die Inszenierung steht dem Hauptspiel in nichts nach. So dürfen wir unter anderem ein riesiges Gebäude in Schutt und Asche bomben, das ginge selbt in
»Battlefield 3 nicht besser. Obwohl
RAAM's Shadow nur in einer Stadt spielt, hat es Epic Games geschafft, für genug optische Abwechslung zu sorgen. Die Story rund um das Zeta Squad gewinnt zwar keinen Originalitätspreis, dafür kommt die bedrückende Stimmung während der Locust-Invasion gut rüber. Während zu Beginn strahlender Sonnenschein vorherrscht, ist gegen Ende hin die ganze Stadt vom schwarzen Kryll-Sturm überzogen und mutet schon fast apokalyptisch an. Die Passagen, in denen ihr General RAAM steuern dürft, sorgen für die nötige Abwechslung im Spielgeschehen.
RAAM's Shadow gipfelt natürlich in dem unausweichlichen Showdown zwischen dem Zeta Squad und dem Locust-General.
Neben der knapp dreitstündigen Einzelspielerkampagne (die ihr natürlich auch im Koop angehen könnt) bekommen Fans noch sechs neue Multiplayer-Charaktere spendiert. Obendrauf gibt noch das Chocolate Waffen-Set. Mit 1200 Microsoft Punkte (ca. 15€) seid ihr dabei. Besitzer des
Gears of War-Seasonpass bekommen den DLC übrigens gänzlich umsonst.