Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming

Wallpapers
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


MONKEY ISLAND: SPECIAL EDITION COLLECTION
 Test von Sebastian Hamers (14.09.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:LucasArts
Termin:09. September 2011 Entwickler:LucasArts

Manche Videospiele sind für die Ewigkeit. Als Ron Gilbert 1990 sein Meisterwerk The Secret Of Monkey Island fertig stellte, reihte sich die Serie um den sympathisch vertrottelten Möchtegern-Piraten Guybrush Threepwood in die Ahnengalerie der Videospiel-Meilensteine ein. Heute wird das Spiel in einem Atemzug mit Titeln wie Civilization, Super Mario Bros. oder Tetris genannt. Rund zwanzig Jahre nach dem Release des Serienauftakts bringt LucasArts nun erstmals die aufgehübschten Versionen der ersten beiden Teile auf einer Disc in den Handel. Monkey Island: Special Edition Collection bietet endlich allen Downloadverweigerern die Möglichkeit, dieses Stück Softwaregeschichte in einer zeitgemäßen Optik zu erleben. Aye!


In den 90er Jahren war die Beliebtheit des klassischen Adventures auf ihrem Höhepunkt und Zugpferd für eine ganze Industrie. In den letzten 20 Jahren hat sich vieles verändert. Zwar kommt gerade aus deutschen Landen in regelmäßigen Abständen noch immer hochwertige Software dieses Genres auf den Markt, die Millionenbudgets jedoch verschlingen andere Titel. So unbestritten die Qualitäten des Vorzeigeabenteuers damals waren: Kann das langsame (Kritiker mögen es auch "behäbig" nennen) Gameplay den Spieler von heute noch zufriedenstellen, der sich oftmals mit nicht weniger als superflüssigen 60 Bildern pro Sekunde abgibt und sich in seiner adrenalinschwangeren Fahrt auf immer extremer Settings stürzt?


Retro meets NextGen

Wer sich in die obskuren Abenteuer des Guybrush Threepwood stürzen möchte, braucht Zeit. Trotz einer für Gamepad optimierten Steuerung bleibt sich das Spiel in seinen Grundkonzepten natürlich treu. Mit klassischer Point’n’Click Steuerung navigiert ihr den Piraten durch die skurrile Welt von Melee Island. Skeptiker sollten sich vielleicht die Demoversionen, die es auf Xbox Live zum Download gibt, zu Gemüte führen. Dann jedoch werden sie feststellen, dass die Stick-Steuerung überraschend gut funktioniert. Guybrush lässt sich sehr direkt über den Bildschirm bewegen. Mit dem B-Knopf lässt sich unmittelbar mit Personen und Gegenständen interagieren, die A-Taste dient zum einfachen ansteuern eines Objekts. Klappt sogar noch besser als beim 20 Jahre alten Original, auch wenn der Komfort der modernen PC-Adventures damit nicht ganz erreicht werden kann.

Man kann LucasArts jedoch nicht vorwerfen, dass sie nicht versucht hätten, ein Adventure vom Kaliber eines Monkey Island angemessen auf eine Konsole zu portieren. Mit dem linken und rechten Triggerschalter lassen sich die Befehlsverben einblenden. Das hat den Vorteil, dass der Spieler das volle Panorama der Karibik genießen kann. Nachteil ist jedoch, dass die Steuerung in den wenigen hektischen Momenten etwas nachteilig ist, da die Befehle nicht so schnell verfügbar sind. Alternativ lassen sich die Befehle auch mit dem digitalen Steuerkreuz aufrufen. Aber gerade beim schwammigen Digipad der Xbox 360 ist dies auch nicht gerade die beste Lösung.

Beinharte Retrospieler können im Spiel jederzeit durch Drücken von Select zwischen moderner Ansicht und Originallook hin- und herschalten. In der 20 Jahre alten Ansicht tritt auch wieder die gute alte SCUMM-Technik zutage. Seinerzeit war die Kombination aus anwählbaren Verben wie "Benutze" oder "Öffne" mit grafischen Objekten das absolute Nonplusultra. Aus der heutigen Warte wirkt diese Art der Menüführung aber natürlich mehr als angestaubt. Für das dauerhafte Spielen von Monkey Island bietet sich die moderne Fassung jedoch auch aus anderen Gründen an.


Plappermaul Guybrush

Auch wenn die Neufassung der beiden Spiele den grafikverwöhnten User nicht mit offenem Mund zurücklässt, geht die optische Neugestaltung der Titel im Großen und Ganzen in Ordnung. Einen deutlichen Mehrwert bietet aber dafür die englische Sprachausgabe, die größtenteils gut gelungen ist. Weniger englisch-affine Spieler können sich die deutschen Untertitel auf Wunsch zusätzlich einblenden lassen. Leider ist die Kombination aus altem Grafikstil und englischer Sprachausgabe nicht möglich. Wer sich das Gequassel von Guybrush und Co. anhören möchte, muss in die neue Optik umschalten.

Über jeden Zweifel erhaben ist wohl der Soundtrack von Monkey Island. Die lässigen Grooves gehen auch heute noch direkt ins Blut und werfen betagtere Videospieler mühelos in der Zeit zurück. Über das Menü lassen sich auch sämtliche Stücke einzeln und in aller Ausführlichkeit anhören, wirklich ein nettes Extra.


Wie zur Hölle soll das denn gehen?

Wohl so ziemlich jeder Adventurefan kennt das Problem: Seit gefühlten Stunden wurde so ziemlich jeder Pixel im Spiel einzeln angeklickt. Jede mögliche und unmögliche Kombination von Personen und Gegenständen wurde ausgetestet und trotzdem ist man der Lösung des Problems um keinen Millimeter näher gerückt. Vor zwanzig Jahren halfen an solchen Stellen nur die Komplettlösungen, die Printmagazine seinerzeit noch gerne in ihr Programm aufgenommen haben. Gerade die Abenteuer aus dem Hause LucasArts zeichneten sich nicht selten durch reichlich schräge Lösungsansätze aus, die ohne eine Totalverknotung des Gehirns nicht lösbar waren.

Doch auch diese Zeiten haben sich – zum Glück – mittlerweile geändert. Wie schon viele andere Entwickler von klassischen Adventures setzt auch LucasArts auf ein internes Hilfesystem. Ganz nach Belieben und persönlicher Leidensfähigkeit kann jederzeit die Hilfe des Spiels angenommen werden, die sich in drei Stufen unterteilt. Die drei Hinweise pendeln von allgemeinen Tipps bis zur vollständigen Lösung. Spieler mit geringer Frustrationstoleranz dürfen sich damit auch an die kniffligen Aufgaben in Monkey Island wagen.


Aus Liebe zum Spiel

Für wen ist Monkey Island: Special Edition Collection nun eigentlich gedacht? Richtet es sich an alte Säcke wie den Rezensenten, die schon vor 20 Jahren jeden Pixel des Spiesl umgedreht haben? Oder möchte LucasArts mit dieser Sammlung vielleicht doch eher die junge Spielergeneration für die Old-School-Adventures begeistern? Ist es eine Zusammenstellung geschichtlich relevanter Software oder doch nur die Neuverkäsung eines uralten Spiels?

Alle oben genannten Aussagen stimmen irgendwie. Sicher, die beiden ersten Spiele der Monkey Island-Reihe haben ihre Jahre auf dem Buckel und mit ein wenig bösem Willen ließe sich ihnen Museumsreife unterstellen. Im Vergleich zu vielen anderen Spielen, die zu Beginn der 90er Jahre das Licht der Welt erblickt haben, ist The Secret Of Monkey Island jedoch gut gealtert. Der Humor sucht auch heute noch seinesgleichen. Zudem hat sich LucasArts wirklich bemüht die spielerischen Schwächen, die man dem Titel aus heutiger Sicht wohl bescheinigen muss, auszumerzen. Gerade die tolle Sprachausgabe und das dreischichtige Hilfesystem werten die beiden Spiele noch mal kräftig auf. Eigentlich gibt es jetzt wirklich keinen Grund mehr, sich diesem Stück Videospielgeschichte noch länger zu verweigern.





Wenn die karibischen Klänge von Monkey Island ertönen, bekomme ich auch heute noch feuchte Augen. Kaum ein Spiel hat mich zu Beginn der 90er Jahre so lange begeistert und gefesselt wie dieses Meisterwerk. Mit seinem einzigartigen Humor sind beide Spiele auch heute noch eine absolute Empfehlung. Die Umsetzung der Spiele auf das Gamepad einer Konsole ist - so gut es eben ging - gelungen. Auch die grafische Überarbeitung und die sehr gute englische Sprachausgabe fügen sich wunderbar ins Spiel ein, ohne das Retrogefühl völlig zu begraben. Wer sich bislang noch nicht mit Guybrush Threepwood auseinandergesetzt hat, sollte dies nun wirklich nachholen.
90%
So testen wir >>

Du bist nicht eingeloggt. Dies ist Voraussetzung, um ein Spiel hier bewerten zu können. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
84%

Ihr kommt nicht im Spiel nicht weiter? Dann nutzt unseren Hilfethread!
Mehr zur "Monkey Island"-Reihe
Review - Tales of Monkey Island (PC)
Review - Tales of Monkey Island: Lair of the Leviathan (PC)
Review - Tales of Monkey Island: The Siege of Spinner Cay (PC)
Review - Tales of Monkey Island: Launch of the Screaming Narwhal (PC)
Review - The Secret of Monkey Island: Special Edition (PC)
Review - Monkey Island 3 – The Curse of Monkey Island (PC)


Noch keine Kommentare abgegeben.


 
























Pro:
sehr gute englische Vertonung
dreistufiges Hilfesystem
gelungene grafische Überarbeitung
Titel des Soundtracks einzeln anhörbar

Contra:
Steuerung per Gamepad teilweise unbefriedigend
keine Sprachausgabe bei Retrografik


Offizielle Website:
 @LucasArts.com



Partner: Neofokus Fotografie

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW