Aller guten Dinge sind drei - das gilt auch für den Ego-Shooter »Call of Duty: Black Ops. Bereits zum dritten Mal versorgt Enwickler Treyarch die stetig wachsende Fangemeinde mit neuen Multiplayer Maps und das mal wieder zum gewohnt happigen Preis von 1200 Microsoft Points (entspricht ca. 15 Euro). Ob sich der Kauf des Annihilation Map Packs für Online-Veteranen lohnt, erfahrt ihr im Test.
Showdown im Autokino
Dan Bunting, Online-Director bei Treyarch, will mit Drive-In an den großen Erfolg der Multiplayer Map Nuketown anschließen. Nuketown besticht durch Feuergefechte auf engstem Raum, hat aber mit Spawnning-Problemen zu kämpfen. Beide Eigenschaften treffen auch auf Drive-In zu. Ein amerikanisches Autokino, das eindeutig schon bessere Zeiten gesehen hat, ist Kulisse der schnellen Feuergefechte auf Drive-In. Ähnlich wie bei Nuketown gibt es zwei Sniperspots, die sich exakt gegenüber liegen. Die Mitte der Karte bietet recht wenig Deckungsmöglichkeiten, weshalb man besser auf die linke oder rechte Flanke der Map ausweichen sollte. Durch schrottreife Autos, vorbei an einer Tankstelle bahnt man sich so den Weg in den Rücken des Gegners und bekommt es so auch gleich mit dem erwähnten Spawnproblem zu tun. Sobald man zu tief in das Feindgebiet vordringt, spawnen so eben getötete Gegner im Rücken eures Teams. Ein Unding, dass zweifellos an der überschaubaren Größe der Karte fest zu machen ist. Trotz allem spielt sich Drive-In ähnlich rasant wie Nuketown und dürfte vor allem Spielern gefallen, die auf unkomplizierte, schnelle Action stehen.
Aliens in Call of Duty
Ja, ihr lest richtig! Auf der Karte Hangar 18 verschlägt es euch in die Area 51, Schauplatz vieler Verschwörungstheorien. Und was darf da natürlich nicht fehlen? Richtig: Aliens! Natürlich handelt es sich dabei nur um ein nettes Easteregg der Entwickler. So findet ihr zwei Alienleichen mit der Aufschrift "Top Secret" in einem Labor. Wer sich ganz an den Rand der mittelgroßen Map wagt, findet einen Raum, in dem Aliens tuscheln. Auch ein Foto eines Ufos konnten wir an einer Wand des Areals ausmachen. Aber genug Sightseeing! Die zweite Karte des
Annihilation Map Packs bietet Kämpfe auf mittlerer Distanz, es gibt auch ein paar gute Aussichtspunkte für Scharfschützen, auf die sich diese Karte aber nicht konzentriert. Der Blackbird in der Mitte von Hangar 18 markiert das Zentrum der Karte und sowohl unter als auch über dem Spionageflugzeug werden sich häufig Zweikämpfe geliefert. Auch bei zielbasierten Modie wie Suchen & Zerstören oder Capture the Flag macht die Karte eine gute Figur. Die Spawnpunkte sind gut gesetzt, es gibt keinen Vorteil für Angreifer- oder Verteidigerteams - sprich: die Balance stimmt!
Einlochen auf Hazard
Hazard, die dritte Karte des
Annihilation Map Packs, ist inspiriert von einer populären
»World at War Multiplayer Karte und spielt auf einem kubanischen Golfkurs, samt imposantem Golfclub. Ein Traum für Heckenschützen, wie sich nach ein paar Proberunden schnell herrausstellt. Direkt vom Spawnpunkt aus können sich gegnerische Sniper auf offenem Feld beharken. Wer keine Lust auf Distanzkämpfe hat, wählt einen der Ausweichwege, der länglich verlaufenden Karte. Auf dem Weg in den Rücken der feindlichen Scharfschützen kommen wir vorbei an Bewässerunganlagen, die einen hübschen Regenbogen erzeugen, an stillgelegten mittelalterlichen Kanonen und erfreuen uns an der farbenfrohen Umgebung der sonnigen Map. Hazard ist farbenfroh und es macht eine Heidenlaune, dem Feind in die Flanke zu fallen und so das eigene Team vor Snipern zu beschützen. Besonders gut gefallen hat uns Hazard im Modus Suchen & Zerstören. Spannende Matches sind garantiert und man kann nie sicher sein, ob man sich gerade im Visier eines gegnerischen Heckenschützens befindet.
"Wo zum Henker
...kam der Schuss her?" Das haben wir uns in den ersten Runden auf Silo, einer alten, sowjetischen Raketenfertigungsanlage, des öfteren gefragt. Die Map bietet viele Höhenunterschiede und einige einladende Sniperspots, die anfangs schwer auszumachen sind. Hat man sich aber erst einmal zu recht gefunden, warten spannende Partien auf Silo. Nach einer gewissen Zeit springen die Fertigungsanlagen an, welche aber keinen spielerischen Zweck erfüllen, sondern vielmehr eine Menge Krach machen und für Spieler mit Progaming-Headset wohl ein Dorn im Auge (oder Ohr) sein werden - unangenehme Erinnerungen an die Karte WMD werden wach.
Welcome to the Jungle
Oder vielmehr: willkommen auf Shangri-La, der neuen Zombiekarte des
Annihilation Map Packs. Im Dschungel geht es wie immer darum, möglichst viele Zombiewellen abzuwehren und gleichzeitig die neuen Gamerscorepunkte (150 an der Zahl) abzusahnen. Treyarch schickt gleich einige neue Gegnertypen ins Rennen, die euch das Leben schwer machen sollen. U.a. gibt es nun einen Zombie, der in einer Napalmwolke explodiert sobald ihr ihn trefft und so umstehende Teammitglieder verwundet. Die Karte ist gespickt von Fallen, so schnellen nach Erreichen eines neuen Gebiets zum Beispiel scharfe Bambusspeerspitzen hinter eurem Charakter hoch. Vorsicht ist also angebracht, auch beim Einsammeln von Extras, die erledigte Zombies hinterlassen. Freche Affen klauen euch die Goodies nämlich einfach vor der Nase weg. Mit bleihaltigen Argumentationsverstärken flößt ihr den kleptomanischen Äffchen aber schnell Respekt ein und staubt nebenbei auch gleich noch einen Erfolg ab. Shangri-La ist herrvorragend designt, schön verwinkelt und überrascht an einigen Stellen durch nette Ideen, wie die bereits erwähnten diebischen Affen.