Mit dem Escalation Map Pack liefert Treyarch allen »Call of Duty: Black Ops Fans neues Mehrspieler-Futter, in Form von vier Multiplayer Karten. Obenfdrauf gitb es noch eine brandneue Zombiemap, die es in sich hat. Niemand geringeres als Zombieurvater George Romero wirkte bei der Entstehung der Karte und der Hintergrundgeschichte mit. Nebenbei holte Activision noch Stars wie Danny Trejo ("Machete") oder Sarah Michelle Gellar ("Buffy - Im Bann der Dämonen") mit an Bord. Ob der prominent besetzte Zombielevel und die vier neuen Multiplayer Maps überzeugen, lest ihr im Test.
"Zurück in die Maske...
du siehst noch nicht tot genug aus!" brüllt der Regisseur. Mitten in die Dreharbeiten zu George Romeros neustem Horrorstreifen platzt ein Komparse. Zum Erstaunen der anwesenden Hollywoodstars, entpuppt sich das vermeintlich schlecht geschminkte Etwas aber schnell als waschechter Zombie. Prompt wird Zombiedaddy Romero entführt und in einen "Oberzombie" verwandelt. Nun ist es am Dreamteam, bestehend aus Sarah Michelle Gellar, Robert Englund, Michael Rooker und Danny Trejo, den aus allen Ecken und Enden kriechenden Zombiehorden Herr zu werden.
Ende des Intros der Zombierkarte
Call of the Dead, schmunzelnd sitzen wir vor dem Bildschirm, dass kann ja heiter werden.
Round I
Mit drei Freunden an Bord laden wir die Schießeisen durch und gehen auf Zombiejagd. Unser Startpunkt liegt am Rande eines eisigen Sees, durch den dichten Nebel hindurch können wir die Konturen eines fernen Leuchtturms erkennen. Das Wasser vor uns beginnt zu brodeln, ein riesiges Zombieungetüm steigt empor - George Romero! Damit haben wir nicht gerechnet, wir kriegen gleich den Endboss vorgesetzt. Zur Begrüßung gibt es direkt mal eine Ladung Blei zwischen die Augen, dass gefällt unserem Regisseur so gar nicht. Die Erde bebt, Romero schreit laut auf und rennt in einem Affenzahn auf uns zu. Nichts wie weg! Unser Trupp setzt sich in Bewegung, im Gepäck eine wütende, wild um sich schlagende Ikone des Horrorfilmgenres. So haben wir uns das erste Treffen mit Herrn Romero aber nicht vorgestellt.
Um das Gemüt des agressiven Regisseurs wieder zu kühlen, hechten wir ins Wasser - Zombie-George direkt hinterher. Und siehe da, schon geht es wieder gesittet zu. Sobald wir dem Zombieurvater aber zu nahe kommen oder ihn "versehentlich" anschießen, geht das Heckmeck wieder von vorne los und wir müssen uns schnell im kühlen Nass verschanzen. Diese Dauberbedrohung ist ein neues taktisches Element, am eigentlichen Überlebenskampfgameplay hat sich nichts geändert. Noch immer muss man Runde für Runde der zunehmenden Zombiehorde standhalten, sich neue Routen und Waffen freikaufen und so weiter.
Call of the Dead ist auf jeden Fall schon jetzt unser Favorit der Zombiemaps. Im Übrigen dürfen sich geneigte Spieler wieder über einen Boost von 150 Gamerscorepunkten freuen und sich an neuen ausgefallenen Waffen versuchen.
Wer sagt im Zoo wärs langweilig?!
Nach einer aufregenden Zombiehatz wenden wir uns dem Kern des
Escalation Map Packs für
Call of Duty: Black Ops zu, dem Multiplayer Modus. Unsere Rundreise beginnt in einem verwahrlosten sowjetischen Zoo. Die Wolken hängen tief, die Farbe blättert von den Wänden, dieser Tierpark hat definitiv schon bessere Zeiten gesehen. Wer auf lebende Tiere auf dieser Karte gehofft hat, wird also enttäuscht. Interaktive Elemente fehlen vollständig, dafür ist die Map schön ausgewogen designt. Es gibt einige gute Sniperspots, z.B. auf den Schienen der Monorail die fast über die ganze Map reichen. Obwohl die Map relativ groß ist, sind die Bombenspots in teambasierten Modi für beide Teams recht schnell zu erreichen. Insgesamt hinterlässt die Map einen sehr positiven Eindruck bei uns, auch wenn die Karte durch viele Biegungen und Ecken ein Paradies für Camper werden könnte.
Ein Zimmer bitte!
Zoo war ja schon mal ein guter Anfang, nun checken wir im "Hotel" ein. Als erstes besuchen wir das hauseigene Casino. Nach ein paar Runden am Einarmigen Banditen wird uns langweilig und wir beschließen, eine Runde baden zu gehen. Der Pool liegt direkt auf dem Dach, umrandet von zwei Aussichtspunkten. Das ist auch der Grund, warum wir schneller das Zeitliche segnen als wir "Sniper" sagen können. Um die Sniperpunkte zu erreichen, kann man entweder die Treppe nehmen oder einen der drei Aufzüge benutzen. Dieses interaktive Element bringt auch tatsächlich viel Spass mit sich. Vieles ist denkbar, z.B. eine Claymore oder Fernlenkladung im Aufzug platzieren und so den Gegner überraschen. Als wir uns zu viert in den Aufzug stellen, erscheint die Meldung "zulässiges Gesamtgewicht überschritten", hmm muss wohl doch einer laufen. Die Karte hinterlässt einen durchweg positiven Eindruck. Auf alle Distanzen kann gekämpft werden, durch Flankenangriffe können die Scharfschützenpunkte umgangen werden und die Aufzüge bringen viel Spass und ein neues taktisches Element mit sich.
Homefront mal anders
Nach dem Aufenthalt im Fünf Sterne Hotel zieht es uns weiter und prompt geraten wir in einen Hinterhalt. Die Karte "Convoi" spielt vor dem Hintergrund einer sowjetischem Invasion der USA. "Convoi" ist zwar die kleinste Map im
Escalation Map Pack, aber dennoch bietet sie genug Raum für Kämpfe auf alle Distanzen. Ein Motel am Rand der Karte lädt zu heißen Gefechte auf kurze Distanz ein, während der Highway in der Mitte der Karte vor allem für Sniper gedacht sein dürfte. Ein kleines taktisches Element, welches vor allem im Modus "Suchen & Zerstören" wichtig werden könnte, ist eine Tankstelle, die ein Läutsignal von sich gibt, sobald man sich nähert. Das alarmiert schnell in der Nähe befindliche Gegner. Insgesamt findet man sich gut auf der Map zurecht, auch wenn sie nicht ganz die Qualität von z.B. Hotel erreicht.
12 Spieler, ein Dorf und Massenvernichtungswaffen
Nachdem unser Konvoi gestoppt worden ist, zieht es uns zurück ins ferne Russland. Wir haben von einem verschneiten Dorf gehört, dass ein geheimes Waffenvernichtungslabor beherbergen soll. Dort angekommen sprinten wir auch sofort zum zentralen Gebäude der Karte. Anstatt uns angemessen willkommen zu heißen, wird uns direkt vor der Nase die Tür zugeschlagen. Aber nicht mit uns! Der Knopf für die Tür leuchtet nach ein paar Sekunden wieder grün und wir öffnen das automatische Tor erneut. Wir wollen uns für die warmherzige Begrüßung erkenntlich zeigen und werfen eine explosive Ananas durch die offene Tür. Vor lauter Freude springt uns der Hausbesetzer auch direkt entgegen und wir scheuen keine Mühe, um ihm mit möglichst viel Blei zu antworten. Abseits des Waffenvernichtungslabors gibt es noch einige kleinere Holzhütten, in denen sich vor allem Scharfschützen heimisch fühlen dürften. Durch die schließbaren Türen gestalten sich vor allem zielbasierte Modi recht abwechslungsreich. Wir können die mittelgroße Karte auf jeden Fall wärmstens empfehlen.
Unterschiedliche Versionen
Das
Escalation Map Pack erscheint auf dem deutschen Xbox Live Marktplatz in zwei unterschiedlichen Verionen. Diesmal können auch Besitzer der PEGI-Version zugreifen, alle anderen kaufen die USK-Fassung. Spieler der PEGI-Version können aber auch weiterhin nicht an Zombiepartien von USK-Spielern teilnehmen, aber immerhin wurde nun endlich auch an die Spieler gedacht die, die die USK-Fassung aufgrund der Schnitte verweigert haben. Das Paket kostet wie inzwischen üblich 1200 Microsoft Points, was in etwa 15 Euro entspricht. Der Download wiegt fast 1 GB und ist damit für ein Kartenpaket beeindruckend groß. Vorerst bleibt der DLC Xbox 360 Spielern vorbehalten, PS3- und PC-Zocker dürfen dann ab dem 03. Juni 2011 zuschlagen.