Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2010. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Darkstar One, das mit euch als Besatzung unterwegs ist, um neue Welten, neues Leben und neue Zivilisationen zu erforschen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Darkstar One in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Könnt ihr euch noch an diesen legendären Spruch erinnern? Der Teaser für das gute alte Raumschiff Enterprise. Unserer Meinung nach wie geschaffen für eine Einleitung zum neuesten Kalypso Game Darkstar One: Broken Alliance. All diese Aufgaben gilt es im Spiel zu bewältigen. Wir haben im virtuellen Cockpit des Raumschiffs Platz genommen und die Weiten der Galaxie genauer unter die Lupe genommen. Ob wir dabei Lichtjahre von einer guten Wertung entfernt sind, sagen wir euch in unserem Test zum Xbox 360-Spiel.
Auf der Suche nach dem Mörder eures Vaters
Darkstar One (
»Test der PC-Version) stammt ja eigentlich aus der Gütersloher Software-Schmiede Ascaron. Doch seitdem der Insolvenzverwalter das Sagen hat, wurde das Spiel von Kalypso Media aufgekauft und für die Xbox 360 portiert. Als Grund für die Pleite des Herstellers sollen starke Verzögerungen bei der
»Sacred 2 Entwicklung den Ausschlag gegeben haben. Doch genug von alten Geschichten und hinein in die Story von
Darkstar One: Broken Alliance.
Im Spiel übernehmt ihr die Rolle von Kayron Jarvis, der auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters ist. Dieser ist durch mysteriöse Umstände ums Leben gekommen und hat seinem Sohn sein Raumschiff
Darkstar One hinterlassen. Nun liegt es also an euch, herauszufinden wer schuld am Tod eures Vaters ist. Als ganz normaler Geleitschutzpilot seid ihr zwar schon mal in einzelne kleine Gefechte verwickelt worden, doch das ist nichts gegen das, was euch in Zukunft erwartet. Die
Darkstar One ist ein eher antikes Raumschiff und benötigt Artefakte, um weiter ausgerüstet werden zu können. Diese findet ihr zuhauf in den hunderten von Asteroiden, die in der Galaxie durch den Weltraum schweben. Habt ihr genügend davon eingesammelt, darf euer Raumschiff mit zusätzlichen Waffen oder Extras ausgerüstet werden. In den anfänglichen Trainingsabschnitten wird zunächst die Steuerung bzw. euer Raumschiff ganz genau erklärt. Und wie ihr euch sicher denken könnt, ist es hier mit ein oder zwei Buttons am Joypad nicht getan. Eine komplexe Steuerung lässt euch euer Raumschiff mit allen möglichen Variationen durchs Weltraum bugsieren.
Nach einer kurzen Eingewöhnung ist die Steuerung im Blut und die Darkstar One unter eurer Kontrolle. Die Ähnlichkeiten zum damaligen
Wing Commander sind verblüffend. Dank kompletter deutscher Sprachausgabe kommt euch die Geschichte wie ein Film vor. Leider hätte die Qualität der Zwischensequenzen dabei ein wenig besser sein können, grafisch ist auf der Xbox 360 sicherlich mehr möglich. Das Spiel selbst kommt übrigens in Full HD daher und bringt auf dem passenden Fernseher Bilder mit bis zu 1080p Auflösung. Bei unserem Test sieht das im Spiel ganz gut aus und bringt Weltraum-Action ins Wohnzimmer, auch wenn ihr hier aufgrund des Alters sicherlich keine Quantensprünge erwarten solltet.
Doch kommen wir zurück zur Geschichte von
Darkstar One: Broken Alliance. Nach und nach erfahren wir, wer unseren Vater auf dem Gewissen hat. Durch böse Machenschaften droht in der Galaxie ein neuer Krieg auszubrechen. Eure Aufgabe ist es nun, diesen zu verhindern. Die fast unendliche Galaxie mit 300 Systemen soll dabei stundenlangen Spielspaß bieten. Auf eurer Reise trefft ihr nebenbei auch noch bis zu fünf unterschiedliche außerirdische Rassen. Wie ihr allerdings vorgeht, bleibt euch überlassen. Der Weltraum ist zwar riesig groß, wird aber trotzdem durch Polizei-Raumschiffe bewacht. Ballert ihr also ohne Vorwarnung los, steht ihr schnell unter besonderer Beobachtung. Wenn ihr euch auf Raubzüge konzentriert, steigt ihr schnell bis zum Top-Terroristen auf und habt so gut wie keine ruhige Minute mehr.
In den verschiedenen Systemen der Galaxie stehen euch überall Handelstationen zur Verfügung. Wenn euch die nette Dame über Funk eine Landeerlaubnis gegeben hat, dürft ihr dort euer Raumschiff reparieren lassen oder im Terminal nach neuen Aufträgen Ausschau halten. Das ist auch dringend nötig, da ihr die Credits dringend zum Upgrade eures Raumschiffs benötigt. In den Missionen muss z.B. ein Frachter sicher eskortiert oder auch mal eine ganze Flotte zerstört werden. Leider merkt ihr im Spiel schnell, dass die unendlichen Weiten im Weltall ziemlich langweilig sein können. In manchen Phasen schleicht ihr wahrlich durch die Galaxien und seit erstmal auf der Suche nach eurem Ziel. Zwar verfügt eure alte Kiste über einen Schub, wirklich schneller seid ihr dabei aber auch nicht. Die anderen Systeme erreicht ihr über einen sogenannten Hyperraumsprung.
Schneller dank Hyperraumsprung
Bei eurer gemächlichen Fahrt könnt ihr nebenbei Artefakte sammeln, feindliche Jäger eliminieren oder einfach den Sternenhimmel beobachten. Kommt es doch mal zur einer heftigen Schießerei, wird es doch noch ein wenig spannend. Nun liegt es an euch, ob ihr euer Gefährt schon richtig unter Kontrolle habt. Mit den passenden Waffen wird aber auch der schnellste Feind zu Sternenstaub. In den Handelsstationen darf, wie der Name schon sagt, natürlich auch gehandelt werden. Dort könnt ihr sogar illegale Waren anbieten, erwischen lassen solltet ihr euch dabei allerdings nicht. Eine Art Zollkontrolle durchleuchtet euren Container und stellt fest, ob alles in Ordnung ist. Mit einem Störgerät kann dies aber ein wenig erschwert werden, auf der sicheren Seite seid ihr damit aber noch lange nicht. Im Spiel selber stehen über 200 verschieden Waffen und technische Ausrüstungen zur Verfügung. Auch massige Geschütztürme sind später möglich und machen die
Darkstar One zu einer wahren Kampfmaschine.
Dank der großen, freien Galaxien habt ihr es selber in der Hand wie das Spiel angeht. Der Tod eures Vaters bleibt aber immer das Hauptziel. Die insgesamt 50 Minuten Zwischensequenzen halten euch diesbezüglich immer auf dem Laufenden. Wer früher schon gerne
Wing Commander gespielt oder bereits auf dem PC mit der
Darkstar One unterwegs war, der sollte sich das Spiel genauer anschauen. Wer einen reinen Weltraum-Shooter erwartet, liegt falsch.
Darkstar One: Broken Alliance ist eine Mischung aus Rollenspiel, Shooter und Strategie, also ein richtiges Überraschungsei. Ob der Inhalt gefällt, bleibt jedem selbst überlassen. Unserer Meinung nach ist die Portierung auf die Xbox 360 zudem durchaus gelungen.