Tower Defense, diese Art von Strategiespiel ist bislang vor allem auf dem iPhone oder als Browsergame weit verbreitet. Auf der Spielekonsole sah man bis dato wenig Genrevertreter. Zu Unrecht, wie Defense Grid aus dem Hause Hidden Path Entertainment beweist. Wir haben uns den Xbox Live Arcadetitel einmal näher angesehen und sind positiv überrascht. Warum? Diese Frage beantwortet unser ausführlicher Test…
Invasion
Das Szenario von
Defense Grid ist schnell erklärt. Eine namenslose und äußerst aggressive Alienrasse hat ein Auge auf unseren schönen Planeten Erde geworfen. Die Flora und Fauna allerdings interessiert sie weniger als die reichhaltigen Ressourcen. Besonders die von Menschenhand erschaffenen Energiekerne erweckten bereits mehrfach das Begehren der Invasoren. Im ersten Teil von
Defense Grid – es sind mehrere Episoden geplant – gilt es, das globale Verteidigungsnetz zu aktivieren und die Vorhut abzuwehren. Eine Mamutaufgabe, das wird bereits in der ersten Mission überdeutlich. Zwar sind zentrale KI sowie Zentralrechner einsatzbereit, große Teile des Verteidigungsnetzes aber offline. Zudem scheint die sehr menschliche KI einige Baupläne zu den Verteidigungstürmen vergessen zu haben. Erst nach und nach erhaltet ihr Zugriff auf alle Turmarten….
Artenvielfalt
Dass die Außerirdischen eine ernst zu nehmende Bedrohung sind, wird euch von der KI immer wieder von neuem mitgeteilt. Den Tränen nahe erzählt man euch, wie einst bei der Verteidigung viele Menschen ihr Leben verloren haben. Denn die Aliens greifen nicht zum ersten Mal den Planeten an. Bereits damals attackierten sie zahlreich und äußerst aggressiv. Nur durch die Opferung ihres Sohnes gelang es der KI die Erde zu retten. Viel ist seitdem geschehen. Die Menschen haben sich in gigantische Städte zurück gezogen und erfreuen sich ihres Daseins. Daher liegt es nun an euch, die Verteidigung zu organisieren. Die ersten Wellen lassen sich dank der hilfreichen Hinweise des Zentralrechners noch mühelos abwehren. Sehr schnell jedoch werdet ihr Zeuge einer wahren Invasion. Die Angreifer sind dieses Mal nicht nur zahlreicher. Sie greifen zudem auf weit höher entwickelte Technologie zurück. In jeder Mission werden neue Arten von Aliens in die Datenbank aufgenommen. Jede Einheit hat spezifische Stärken und Schwächen. So stellen die Swarmer, kleine vierbeinige Wesen, allein keine große Bedrohung dar. Im Rudel allerdings durchlaufen sie wieselflink die Verteidigungslinien. Der Crusher ist das genaue Gegenteil. Die dick gepanzerte Kreatur bewegt sich zwar langsam, kann aber eine große Anzahl an Treffern einstecken. Einige Angreifer können auf besondere Fähigkeiten zurück greifen. Die Spitter beispielsweise umgeben alle in der Nähe befindlichen Einheiten mit einem Schutzschild. Erst wenn die Energie des Spitters aufgebraucht ist, könnt ihr die Aliens selbst zu Fall bringen. Besonders hinterhältig sind die sogenannten Decoy. Die gut gepanzerten Kreaturen tarnen alle Einheiten um sie herum. Ihr müsst also zunächst den Decoy vernichten, bevor ihr die anderen Angreifer zerstören könnt.
Energieversorgung
Die Aliens haben vor allem eines im Sinn: Ressourcen. Die Erde bietet mehr als genug davon. Doch vor allem die von den Menschen geschaffenen Energiekerne wecken die Begierde der Angreifer. Daher habt ihr in euren Missionen stets das gleiche Ziel: Verteidigt die Energiekerne - insgesamt 24 davon stehen euch pro Einsatz zur Verfügung. Ist auch der letzte Kern gestohlen worden, fährt das Verteidigungsnetz herunter und der Planet ist verloren. Neben der Hauptkampagne stehen euch in
Defense Grid noch weitere Spielvarianten zur Verfügung. Auf Wunsch könnt ihr die Anzahl der Angriffswellen auf bis zu 99 hochskalieren, die Anzahl der Kerne herunter setzen, die Stärke der Angreifer verändern und sogar die Anzahl der maximal platzierbaren Türme variieren. Für ambitionierte Hobbystrategen wird also einiges geboten.
Verteidigungsnetz
Um der angreifenden Armee beizu kommen, habt ihr Zugriff auf eine breite Palette an Verteidigungseinrichtungen. Wie bereits beschrieben, ist die Auswahl anfangs stark begrenzt. Basis einer jeden Verteidigungslinie ist der Gatling Turm. Mit seinen Maschinengewehren heizt er vor allem kleinen und schwächeren Einheiten gehörig ein. Gepanzerte Kreaturen allerdings sind durch das Kreuzfeuer eher wenig beeindruckt. Ganz im Gegensatz zum Kanonenturm. Mit mächtigen Kugeln knackt er auch die stärkste Panzerung. Die Achillesferse des Kanonengeschützes ist die lange Nachladezeit. Zudem können nur einzelne Ziele angegriffen werden. Greift der Feind im Schwarm an, wird euch der Infernoturm wertvolle Dienste erweisen. Mittels eines Flammenwerfers verglühen schwächere Einheiten gleich reihenweise zu Asche. Wenn ihr ihn mit Hilfe eines Temporal Turmes kombiniert, kann er auch stärkeren Einheiten schwer zusetzen. Der Temporal Turm verlangsamt Einheiten innerhalb eines großen Radius. Bereits sehr schnell erhaltet ihr eine große Zahl an Verteidigungsanlagen. Im weiteren Spielverlauf werden zudem noch weitere sehr unterschiedliche Turmarten frei geschaltet. Durch die Vielzahl an Türmen bietet
Defense Grid eine bereite Palette an taktischen Möglichkeiten.