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SPLINTER CELL PANDORA TOMORROW
 Test von Denise Bergert (16.04.2004) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Ubisoft
Termin:25. März 2004 Entwickler:Ubisoft

Nach genau einem Jahr wohlverdientem Urlaub kehrt der Vorzeige-Agent des NSA nun wieder auf die XBox zurück. Der neueste Anti-Terror Feldzug von Sam Fischer verspricht ausgefallene Waffen, jede Menge Action und ein packendes Szenario. Ob „Splinter Cell – Pandora Tomorrow“ seinem revolutionären Vorgänger ebenbürtig ist, oder ihn sogar noch übertreffen kann, erfahrt ihr in unserem Test.


Die terroristische Bedrohung


„Splinter Cell – Pandora Tomorrow“ spielt im Jahre 2006. Die vereinigten Staaten installieren eine provisorische Militärbasis in Osttimor, um die noch im Aufbau befindlichen Verteidigungskräfte der „jüngsten Demokratie der Welt“ auszubilden. Einflussreiche Gruppen in der Region sind entsetzt über die plötzliche Verstärkung des US-Militärs. Denn die Region ist durch Nordkoreas aggressive Politik und schwelende Religionskonflikte ohnehin hochexplosiv. In Indonesien formiert sich Widerstand gegen die US-Präsenz in Südost-Asien und indonesische Paramilitärs sind bereit, der timoresischen Demokratie den Todesstoß zu versetzen. Die antiamerikanische Stimmung findet unter der Leitung des Guerilla-Führers Suhadi Sadono ihren Höhepunkt. Seine militante Bewegung wird insgeheim von der indonesischen Regierung unterstützt. In einem Handstreich besetzen Sadonos Männer die US-Botschaft in Dili, der Hauptstadt Osttimors, und nehmen Dutzende von Zivilisten und Militärs als Geiseln.

Und genau hier tritt der Top-Agent des Third Echelon, einer streng geheimen Gruppe des NSA, auf den Plan. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Sam Fischer, der schon in den letzten Jahrzehnten an vorderster Front bei bedeutenden Konflikten eingesetzt wurde. Sam ist eine sogenannte „Splinter Cell“, ein Informationsbeschaffungskommando bestehend aus einem einzelnen Agenten. Seine Aufgabe ist es, absolut unsichtbar zu sein und so im Außeneinsatz in feindliches Gebiet einzudringen. Bei seinen Aufträgen wird Sam von Colonel Lambert, dem Operationskoordinator des Third Echelon durch Anweisungen und Tipps unterstützt.


Die One-Man-Army

Sams erster Auftrag führt ihn zur US-Botschaft in Dili, wo eine von Guerilla-Führer Sadono verursachte Geiselname vereitelt werden soll. Da man sich hier zuerst einmal durch die umliegenden Slums schleichen muss, fungiert der Beginn des ersten Levels zugleich als Training. Sams größter Trumpf im Kampf gegen zahlenmäßig überlegene Gegner, ist seine Fähigkeit unentdeckt zu bleiben. Dank der OPSAT Anzeige auf der rechten Bildschirmhälfte, wird immer angezeigt, wie gut er gegen die Blicke seiner Feinde geschützt ist. Befindet sich der Balken dieser Anzeige auf der linken Hälfte, ist Sam praktisch unsichtbar. Um dies zu erreichen ist es wichtig, sich immer geduckt fortzubewegen, sowie Schatten auszunutzen und keinen Lärm zu machen. Um unbemerkt in feindliches Gebiet einzudringen, sind Sams akrobatische Fähigkeiten überlebenswichtig. So kann er sich zum Beispiel an Mauervorsprüngen entlang hangeln, sich mit dem Rücken an die Wand drücken oder Rohre erklimmen. Mit Hilfe des Mauer- oder Spagat-Sprungs kann sich der Agent sogar zwischen zwei Häuserwänden in der Luft halten, um Gegner auszuweichen oder sie aus dem Sprung zu attackieren. Neu hinzugekommen ist die so genannte SWAT-Drehung. Diese kann ausgeführt werden, wenn Sam durch eine Tür oder in einen Korridor späht und macht ihn nahezu unsichtbar.

Da in einigen Missionen keine Gegner getötet werden dürfen, sind Sams Spezialattacken von großem Nutzen. So kann er zum Beispiel unbemerkt von hinten an den Gegner heranschleichen und ihn in den Würgegriff nehmen. Hat man den Feind erst einmal in dieser für ihn sehr ungünstigen Position, kann er als menschliches Schutzschild benutzt werden. Mit Hilfe der Aktionstaste kann Sam ihn dann mit sanfter Gewalt wichtige Informationen entlocken. Hat der Gegner seine Aufgabe erfüllt, wird er einfach mit der Waffe K.O. geschlagen. Wichtig in Splinter Cell ist es, Leichen oder betäubte Wachen gut zu verstecken, damit ihre Kameraden nicht zufällig auf sie stoßen und Alarm auslösen. Das wäre das Ende für Sams Tarnung.


Zielübungen mit Nicolas Cage

Unverzichtbar für einen Geheimagenten ist natürlich auch die passende Ausrüstung. Denn auch hier gilt es, leise und unbemerkt zu bleiben. Da eine Pumpgun wohl die Aufmerksamkeit aller verfügbaren Wachleute auf sich ziehen würde, ist Sam mit einem Multifunktionsgewehr, dem SC-20K ausgerüstet. Ein kompaktes Sturmgewehr mit Schalldämpfer und Mehrzweckwerfer. Mit Hilfe dessen, können Ringflächengeschosse, Haftkameras oder Granaten verschossen werden. Die Sekundärwaffe ist eine schallgedämpfte Pistole mit Laser-Zielsystem. Diese erlaubt ein genaues Zielen, jedoch wird der rote Punkt auch von Gegnern bemerkt. Neu in Sams Arsenal: Ein Dietrich, mit dessen Hilfe nun auch verschlossene Türen geöffnet werden können. Mit dem Lasermikrofon können Gespräche abgehört werden und mit der flexiblen Optik kann Sam unter Türen hindurchspähen. Überlebenswichtig sind natürlich auch das Nachtsicht- und das Thermalsichtgerät, welches nun auch Landminen erkennt. Um Gegner abzulenken, ist jedoch nicht immer gleich Waffengewalt erforderlich. Sam kann auch Gegenstände wie Flaschen werfen, oder pfeifen.

Nach seinem Einsatz in der US-Botschaft in Dili muss Sam noch einige weitere Aufträge in Indonesien erledigen. So verschlägt es ihn zum Beispiel in eine TV-Station, ein Dorf und ein Labor. Danach geht die Reise weiter nach Frankreich. Dort muss sich Sam in einem TGW-Schnellzug mit einem Informanten treffen und ein Gespräch abhören. Hier ist für besonders viel Abwechslung gesorgt, denn um im engen Zug nicht entdeckt zu werden, muss sich Sam auch auf dem Dach oder an der Außenseite des Zuges entlang bewegen. Danach geht es nach Israel und schließlich wieder zurück in die USA.

Grafisch ist „Splinter Cell: Pandora Tomorrow“ genau wie sein Vorgänger ein echter Leckerbissen. Die Umgebung und die Models sind sehr detailliert dargestellt und gut animiert. Doch vor allem die Lichteffekte sorgen für eine dichte Atmosphäre. Das Leveldesign ist ebenfalls gut gelungen, denn besonders die ausgefallene Zug-Mission oder der Dschungel sorgen wirklich für Abwechslung. Weniger spannend und detailliert ausgefallen sind jedoch die Labor-Level und die kargen Straßen von Jerusalem. Der Sound jedoch kann ausnahmslos überzeugen. Die Level werden mit stimmungsvollen Klängen untermalt und die realistischen Umgebungssounds sorgen für die nötige Stimmung. Seine Stimme bekommt Sam, genau wie im ersten Teil von Splinter Cell, vom deutschen Synchronsprecher von Nicolas Cage geliehen. Was Sam aber meiner Meinung nach eine ungewollte Arroganz verleiht, die einem in der englischen Version nicht so auffällt.


Shadownet vs. ARGUS

Neben dem Singelplayer bietet „Splinter Cell: Pandora Tomorrow“ auch noch einen nahezu revolutionären Multiplayer-Modus. In dessen Genuss kommen jedoch leider nur die Besitzer von XBox Live oder eines Link Kabels. Das Spielprinzip basiert auf zwei gegnerischen Teams. Zum Einen dem Shadownet-Team, einer Gruppe von Spionen, welche aus der 3rd-Person Perspektive gesteuert werden und dieselben Fähigkeiten wie Sam Fisher haben. Mit diesem Team ist behutsames Vorgehen gefragt, denn seine Mitglieder dürfen möglichst nicht entdeckt werden. Zum Anderen steht noch das ARGUS-Team zur Auswahl. Im Gegensatz zum Shadownet, handelt es sich hier um Söldner, die aus der Ego-Perspektive gesteuert werden. Ihre Aufgabe ist es, die Mitglieder des Shadownet-Teams aufzuspüren und am Eindringen zu hindern. Sie haben weniger Fähigkeiten als ihre Kontrahenten und steuern sich eher wie ein typischer Protagonist aus einem Ego-Shooter. Hat man sich nun für eines der beiden Teams entschieden, kann aus drei Spielmodi gewählt werden. Dem Neutralisations-, dem Sicherstellungs- und dem Sabotage-Modus. Alle drei Modi sind sich sehr ähnlich, da es meistens darum geht, Waffen-Behälter aufzuspüren oder zu vernichten. Bis zu vier Spieler können sich im Multiplayer zusammenfinden und treten jeweils in Zweier-Teams gegeneinander an.

Dass den Multiplayer-Modus ein komplett anderes Entwickler-Studio verwirklicht hat, wird jedem sofort ins Auge stechen, denn die Grafik ist zwar anders, steht der im Singleplayer aber in nichts nach. Die Maps, vom Kino bis hin zu einem Museum, sind sehr abwechslungsreich gestaltet und machen auch nach längerem Spielen noch Spaß.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Grafik und Sound sind sehr gut gelungen. Jedoch weist Pandora Tomorrow im Singleplayer spielerisch, bis auf einige neue Moves und Gadgets, keine wirklichen Neuerungen auf. Und auf Grund der etwas knapp verteilten Speicherpunkte gibt es oft sehr frustige Momente. Den Multiplayer hingegen kann man ohne Zweifel als wirklich „neu“ bezeichnen. Da die beiden Teams so unterschiedlich und die Maps so abwechslungsreich sind, kommt einfach nie Langeweile auf. Sams Synchronstimme jedoch, finde ich etwas ungünstig gewählt. Aufgrund der Arroganz, die der Sprecher hier an den Tag legt, hat man manchmal das Gefühl, man wäre in einem schlechten Actionfilm gefangen.
80%
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90%

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#1 | Bosna Gerd 76 [19.04. | 21:56] 
Toll
Finde die Splinter Cell Reihe super iund auf dem Schwierigkeitsgrad Schwer ist es sehr anspruchsvoll. DEr 2.Teil ist viel einfacher und es kam mir so vor, als wären alle
3.Minuten ein Speicherunkt aufgetaucht.Genial, die Serie

#2 | ralph [07.09. | 20:26] 
spitzen game
das spiel ist toll, ich hab jetzt alle 3 teile von splinter cell aus xbox ;-)

#3 | Kenny83x [08.04. | 19:18] 



958
Splinter Cell Pandora Tomorrow
Für mich der beste Teil der Serie. Ich finde, kein anderer Teil hatte eine so tolle Atmosphäre.
Meine Wertung: Ausgezeichnet (90%)


 










mehr Wallpaper






















Pro:
exzellente Grafik
dichte Athmospäre
revolutionärer Multiplayer
abwechslungsreiche Locations

Contra:
teilweise zu schwer
kaum Neues im Singleplayer


Offizielle Website:
 @ubisoft

Fansites:
 splintercell.info
 @gamigo
 Pandora Tomorrow

Weitere Links:
 MP Demo
 SP Demo



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