Anfang 2007 belebte „Dream Pinball 3D“ das eingeschlafene Genre der Flipper-Simulationen auf dem PC neu. Mit schicker Optik, toller Physik und abwechslungsreichen Tischen mauserte sich das im Vorfeld recht unbekannte Spiel überraschend zum Genre-Spitzenreiter. Seit kurzem steht der Titel nun auch für Nintendos Wii in den Läden. Obs auf Konsole ebenso unterhält? Unser Test gibt Aufschluss!
Abwechslungsreiche Tische
Die sechs verschiedenen Flippertische, die euch "Dream Pinball 3D" bietet, kommen herrlich abwechslungsreich daher. Angefangen beim mittelalterlich angehauchten "Knight Tournament", über das schaurig schöne "Monster Castle", der wässrigen "Underwater World", "Dino Wars", "Spinning Rotors" sowie dem zum bekannten Rollenspiel passenden "Two Worlds" Table. Sämtliche Tische sind nicht nur optisch gleichermaßen liebevoll wie unterschiedlich gestaltet, sondern bieten ebenfalls spielerisch differenzierte Schwerpunkte. Während man "Dino Wars" beispielsweise etwas ruhiger angehen kann, sollte man bei "Monsters" aufgrund der höheren Geschwindigikeit deutlich schnellere Reaktionen zeigen. Im Vergleich zu PC-Fassung hat sich übrigens nichts getan - neue Tische sollten Kenner also nicht erwarten.
Materialschlacht
Genretypisch bietet euch das Spiel natürlich Combos, Extras und Spezialaufträge bis zum Abwinken. Ein besonders interessantes Feature hebt das Spiel allerdings von der Konkurrenz ab: Nachdem ihr euch am Flippertisch einige Zeit behauptet habt, konfrontiert euch "Dream Pinball 3D" mit Kugeln aus unterschiedlichen Materialien. Klar, dass sich Holzkugeln physikalisch anders verhalten als etwaige Walnuss-, Marmor- oder Goldvarianten. So muss man sich nicht nur auf jedes Material neu einstellen, sondern eine Taktik entwickeln, um beispielsweise auch mit einer schweren Marmorkugel ordentlich zu punkten.
Flippern auf der Wii
Die vor fast zwei Jahren erschienene PC-Fassung ist im Genre der Flipper-Spiele, was Realismus und Optik angeht, noch immer unerreicht. Leider hat die Anpassung auf die deutlich schwächerer Hardware der Wii ihre Spuren überlassen. Von den schicken Effekten sieht man auf Nintendos Konsole kaum etwas, die Texturen wirken deutlich niedriger aufgelöst, auch stört ein leichtes Flimmern. Die Steuerung gibt sich prinzipiell sehr einfach, erfreulicherweise überlassen euch die Entwickler die Wahl, ob ihr lediglich mit der Wiimote oder zusätzlich mit Nunchuk zocken wollt. Wer Freunde zu Besuch hat, kann sich übrigens nacheinander duellieren – ein Onlinemodus fehlt aber leider.