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NO MORE HEROES
 Test von Jens Bremicker (13.04.2008) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Eidos
Termin:14. März 2008 Entwickler:Grasshopper Manufacture

Mit "Killer 7" lieferte Entwickler Grasshopper Manufacture schon ein ziemlich abgedrehtes Action-Spiel für den Gamecube und die Playstation 2, welches sich vollkommen vom Mainstream abwandte. Mit "No More Heroes" geht das japanische Studio den gleichen Weg, diesmal jedoch exklusiv für Nintendos Wii. Ob der Action-Titel mit seinem Stil und seinem spielerischen Kern überzeugen kann, verraten wir euch in unserem Test.


Wer braucht schon eine komplexe Story?

Nintendo-Fans sind es durchaus gewohnt, auch mal des öfteren Spiele ohne komplexe Handlung geliefert zu bekommen. Man denke nur an die ganzen Mario-Spiele, wobei es natürlich immer Außnahmen gibt. "No More Heroes" ist keine, die Geschichte ist schnell erzählt: Ihr spielt den coolen Burschen Travis Touchdown, der in der fiktiven amerikanischen Stadt Santa Destroy lebt. Durch seinen Faible für hübsche Frauen gerät er an die "scharfe" Blondine Sylvia Christel, welche bei einer Agentur für Auftragskiller arbeitet und den guten Travis doch glatt fragt, ob er denn nicht ein solcher werden möchte. Und was tut man, wenn man nachts in einer Bar von einer schönen Frau solch ein Angebot bekommt? Natürlich: Man nimmt es einfach an. Verständlich! Um nun der beste Killer von allen zu werden, muss Travis sich mit seinem "Beam-Katana", einer Art Lichtschwert, die Rangliste hochkämpfen und die Top 10 der Berufsmörder ausschalten. Und genau darum dreht sich das komplette Spiel.


Der Alltag eines Killers

Aber natürlich besteht das Spiel nicht nur daraus, 10 Bosse zu besiegen und das war's dann. Um überhaupt gegen die Top 10 der Auftragskiller antreten zu können, müsst ihr erst einmal vor jedem Kampf eine Startgebühr bezahlen, die natürlich von Boss zu Boss immer höher wird. Und da euch das Geld nicht einfach so in die Brieftasche fällt, seid ihr dazu gezwungen Nebenjobs anzunehmen, um die nötige "Kohle" zusammen zu bekommen. Ihr könnt zum einen Aufträge für die hiesige Killer-Agentur erledigen, zum Beispiel in einer bestimmten Zeit alle Gegner eliminieren, oder auch ganz normalen Tätigkeiten nachgehen, wie Rasenmähen oder Müll einsammeln. Das ist anfangs noch ganz spaßig, wird aber mit der Zeit zur reinen Routine-Arbeit, was ein wenig Langeweile aufkommen lässt. Routine ist genau das richtige Stichwort: Das Spiel wiederholt sich zu häufig. Man macht immer wieder das gleiche, tötet immer wieder die gleichen Gegnertypen, macht immer wieder die gleichen Minigames, um dann die Startgebühr für den nächsten Ranglistenkampf bezahlen zu können.

Diese sind auf jeden Fall die Highlights im Spiel. Sie werden durch tolle Zwischensequenzen in Spielgrafik eingeleitet und sind unglaublich spannend. Ihr müsst genau gucken, wann ihr dem Gegner ausweicht und ihn im richtigen Moment attackieren. Je weiter ihr im Spiel voranschreitet, desto knackiger werden die Bosskämpfe. Und mit der Zeit werden sie wirklich herausfordernd, sogar auf dem leichten Schwierigkeitsgrad. Und das ist auch gut so, denn der Rest des Spiels ist doch relativ leicht, große Herausforderungen sind da doch eher selten.

Leider sind die Bosskämpfe aber auch wirklich das einzige spielerische Highlight. Der Rest ist, wie schon gesagt, anfangs ganz lustig, mit der Zeit aber einfach nur noch langweiliges Pflichtprogramm. Aber eben dank der Ranglistenkämpfe ist man immer gewillt weiterzuspielen.


Santa Destroy - Die tote Stadt

Gut, die Bezeichnung "Die tote Stadt" stammt von uns und wird im Spiel nie genannt, aber sie trifft doch leider zu. Denn wie in "GTA" steht euch eine frei befahrbare Stadt offen, die jedoch lebloser und langweiliger nicht sein könnte. Es laufen nur wenige Passanten durch die Straßen und auch der Verkehr kann nicht mit "Grand Theft Auto" mithalten. Zudem gibt es keine Interaktionsmöglichkeiten mit den NPCs, vom Überfahren einmal abgesehen. Und auch sonst könnt ihr nur sehr wenig in der relativ kleinen Stadt machen. Sie dient nur als Bindeglied für die verschiedenen Missionen und die Besuche der verschiedenen Shops, in denen ihr euch neue Klamotten oder Waffen bzw. Waffenupgrades kaufen könnt, bzw. durch Kampftraining eure Werte verbessern dürft. Sehr schade! Da hätte man wesentlich mehr draus machen können.


Das Kampfsystem

Mit zu dem Besten von "No More Heroes" gehört definitiv die Steuerung im Kampf. Zwar schwingt ihr euer Schwert nicht wie in "Red Steel" per Bewegungssensor, was vielleicht auch besser so ist, aber die Entwickler haben es hinbekommen, eine wirklich coole und intuitive Steuerung zu implementieren. Mit Drücken des A-Knopfes schlagt ihr zu, mit B verpasst ihr den Gegnern Tritte, die, wenn ihr den Knopf länger gedrückt haltet, den Feind sogar für kurze Zeit betäuben können. In dieser Zeit könnt ihr ihm mit Hilfe eines Wrestling-Moves zu Boden schmeißen und ihm dann mit dem Schwert den finalen Stoß verpassen. Die Wrestling-Moves funktionieren genau so wie die finalen Todesschläge, die Travis immer dann ausführen kann, wenn der Gegner nur noch wenig Lebensenergie hat: In der Mitte des Bildschirms erscheint ein Pfeil, bzw. bei den Wrestling-Moves erscheinen zwei Stück. Jetzt müsst ihr die Wiimote, bzw. Wiimote und Nun-Chuck in die angezeigte Richtung schwingen und schon führt Travis den Angriff aus. Das ist deutlich besser als wildes Rumgefuchtel mit der Wiimote, wie man es in den vielen anderen Action-Spielen für Nintendos Wii vorfindet.


Die Technik

Der größte Schwachpunkt an "No More Heroes" ist (neben dem monotonen Spielablauf und der leblosen, langweiligen Stadt) definitiv die Grafik. Diese ist nämlich alles andere als zeitgemäß. Zwar ist klar, dass ein Spiel mit Cel-Shading-Optik nicht an ein "Metroid Prime 3" oder "Mario Galaxy" herankommen kann, aber was die Jungs und Mädels von Grasshopper Manufacture hier abgeliefert haben, ist echt nicht schön anzusehen: Unscharfe Texturen, Kantenflimmern bis zum Abwinken und jede Menge Pop-Ups. Die Animationen sind auch nur unterer Durchschnitt und in der Stadt kommt es des öfteren sogar zu Rucklern, was eigentlich nur auf schlechte Programmier-Arbeit zurückzuführen ist. Apropos: In unserem Test ist das Spiel sogar einmal komplett hängen geblieben und man konnte nichts machen, außer die DVD aus dem Laufwerk zu holen und den Stecker zu ziehen, denn kein anderer Knopf funktionierte, weder auf Wiimote und Nun-Chuck, noch auf der Konsole selbst. Ob das jetzt wirklich am Spiel oder nicht doch sogar an der Wii selbst lag, wissen wir nicht. Fest steht aber, dass mit dem benutzten Gerät bisher nie solche Probleme aufgetreten sind.

Erstklassig im Gegensatz zur Grafik ist der Sound. Die englische Sprachausgabe ist hervorragend, hier muss man ein dickes Lob an die Sprecher aussprechen. Auch die Musik passt und bietet eine Mischung, aus Rock, moderner elektronischer und Retro-Musik, die aus einem Spielautomaten der 80er Jahre entsprungen sein könnte. Auch die Soundeffekte fügen sich perfekt ins Spielgeschehen ein.


Das Spiel hat Stil!

Was "No More Heroes" in Sachen Grafik verpatzt, macht es mit seinem Stil wieder wett. Die Charaktere sind unglaublich cool und unterscheiden sich sehr stark voneinander. Jeder Endgegner hat seine eigenen Markenzeichen. Zudem ist der Humor des Spiels einmalig. In welchem anderen Titel speichert man schon auf dem Klo ab? Und auch wenn die Grafik technisch gesehen sehr schwach ist, ist sie stilistisch dennoch ganz weit oben, schaut man sich sämtliche Effekte an. Wenn Gegnern die Köpfe abgeschlagen werden, sie daraufhin explodieren und Münzen regnen lassen, dann ist das verdammt cool. Leider fehlt in der deutschen Version das Blut, was eigentlich ein markantes Merkmal für den Stil des Spiels ist, aber auch so kommt immer noch alles sehr gut rüber. Das ganze Spiel wirkt irgendwie wie ein Tarantino-Film. Und das will schon etwas heißen.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Ganz klar: "No More Heroes" hat einige Schwächen, die es auch nicht verstecken kann: Mäßige Grafik, monotoner Spielablauf und eine absolut leblose und unspektakuläre Stadt. Doch durch die intuitive Steuerung, die spannenden Bosskämpfe, den tollen Sound, die coolen Charaktere und überhaupt den abgedrehten Stil hebt sich der Titel deutlich von der Masse der Durchschnitts-Action-Kost ab. Wer auf Tarantino-Filme steht, heiße Schwertkampf-Action mag und über die Schwächen einigermaßen hinwegsehen kann, erhält mit "No More Heroes" ein gutes, wenn auch nicht Highlight-verdächtiges Spiel für Nintendos Wii. Ein echter Geheimtipp für Core-Gamer!
77%
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87%

Über "No More Heroes" im Forum diskutieren

#1 | Hattakiri [15.04. | 02:52] 
Sry aber...
...zählen wir mal zusammen: Metriod Prime I-III, Starfox Adventures und -Assault, Zelda Wind Waker ,Twilight Princess und Phantom Houglass, die beiden Radiant-Folgen von Fire Emblem, und bei genauerem Hinschauen auch Super Mario Galaxy...und in weiterer Vergangenheit Ocarina of Time, Majora's Mask, Link to the Past, Super Metroid, Mother (Earthbound), die alten Fire Emblems, NES-Zelda I+II, NS-Metroid, Super Mario RPG...

...also dass Nintendo-Spiele per se keine komplexe Story hätten, ist eines der typischen unhaltbaren Vorurteile, bei denen sich mir die Schlagadern gefährlich dehnen. -_- Als ob Nintendo hauptsächlich aus Mario- und Kirby-Jump'n'Runs nebst Pokemon-RPGs und Knobelspielen (Tetris zB) bestünde, und Zelda, FE und Metroid wären in der Minderzahl. PUSTEKUCHEN!!

Es stimmt: Wenn das Gameplay stimmt, braucht es keine epische Story, siehe die erwähnten Mario-Spiele. Viel schlimmer ist der umgekehrte Fall, wenn eine bombastische Geschichte das schwache Gameplay zu parfümieren versucht (siehe Starfox Assault, siehe das neue Jubiläums-Sonic the Hedgehog für XBOX 360 und PS3 (Bewertungen um die 50% und schlechter!!)

#2 | Jens [15.04. | 15:07] 
Du hast schon Recht, aber...
ich habe nicht geschrieben, dass Nintendo-Spiele perse keine komplexe Handlung haben. Nur, dass Fans es gewohnt sind, weil es genügend Franchises gibt, bei denen man nicht von einer komplexen Story sprechen kann: Mario, Donkey Kong, Pokemon, Animal Crossing, Harvest Moon etc. Ich sehe aber, dass ich den Satz, um den des geht missverständlich formuliert hab, weswegen ich sofort ein "auch mal des öfteren" hinzufügen werde. Dann dürfte nichts dagegen zu sagen sein.

#3 | Mys [30.10. | 10:03] 
Naja
Ich finde, dass das Spiel etwas unterbewertet wurde. Es ist wirklich enorm kurzweilig, und macht Spaß. Und die Story ist auch recht gut!

#4 | Zocker [19.07. | 10:32] 
Hiho
Sehr gutes Review Jens, aber das ist man ja sowieso von dir gewohnt^^

Bis auf ein paar überspitzte Bezeichnungen, finde ich, dass du in sämtlichen Punkten Recht hast. Den Absatz mit dem Blut solltest du aber vielleicht um einen Satz erweitern. No More Heroes hat nicht nur in Deutschland kein Blut, sondern in KEINEM Land ausser Amerika. Sogar Japan hat den Münzregen statts den Blutfontänen. Aber Schade ist es dennoch, in den Vergleichsvideos sieht das Spiel uncut um einiges chaotischer aus^^


 










mehr Wallpaper






















Pro:
coole Steuerung
toller Sound
fantastische Zwischensequenzen
stilistisch ein Meisterwerk
frei befahrbare Stadt,...

Contra:
.....die leider total leblos ist
Spielablauf mit der Zeit zu monoton
Grafik hoffnungslos veraltet
deutsche Version leider ohne Blut


Offizielle Website:
 No More Heroes.uk

Fansites:
 No More Heroes Wiki

Weitere Links:
 Trailer



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