Nachdem »Golden Eye schon die Ego-Shooter-Fans auf der Wii begeistern konnte, soll nun ein weiteres Ballerspiel für Furore sorgen. Mit Conduit 2 will man den schon erfolgreichen Vorgänger nochmals übertrumpfen. Dafür soll auch eine besondere Wii-Motion Unterstützung sorgen. Beim ersten Teil konnte besonders der Multiplayer-Modus überzeugen, wir waren daher sehr gespannt, ob auch der Einzelspieler-Modus langfristig Spaß macht. Wir haben Michael Ford auf seiner Mission begleitet und das Wii Spiel einem ausführlichen Test unterzogen. Ob der Hauptdarsteller die Pension beantragen kann oder doch vielleicht zum neuen Superhelden der Wii mutiert, wird euch der Test zu Conduit 2 verraten.
Michael Ford hat wieder einen Auftrag
Michael Ford hat es nicht leicht. Nachdem er bereits in
»The Conduit blutige Missionen hinter sich gebracht hat, kommt er einfach nicht zur Ruhe. In einem alten Krieg zwischen zwei mächtigen Aliens spielt er unglücklicherweise mal wieder die Hauptrolle. Die Aliens hören auf den Namen Prometheus und John Adams. Ford arbeitet dabei mit Prometheus zusammen, um Adams das Handwerk zu legen. Als ehemaliger Agent des Secret Service weiß Ford genau, worauf es ankommt. Nur der Krieg ist eine überraschende Geschichte, schließlich wusste er vorher gar nichts davon. Die Welt steht vor einem Scherbenhaufen und nur ihr könnt sie jetzt noch retten.
Zusammen mit dem ASA (dem allsehenden Auge) soll John Adams endlich erledigt werden. Mit dem ASA könnt ihr Objekte identifizieren, Terminals hacken oder Gegenstände einsammeln. In
Conduit 2 erwarten euch nicht nur jede Menge menschliche Kontrahenten, sondern auch ein paar überdimensionale Monstergestalten. Im Spiel dürft ihr euch mit den unterschiedlichsten Waffen ausrüsten. Neben der normalen Pistole gibt es auch noch einen MK4 Deatomisator. Durch die Plasmaschüsse werden eure Gegner schneller erledigt und erhalten einen tödlichen Energiestoß. Neben den normalen Waffen gibt es allerdings auch noch einige Prototyp-Waffen, die Top Secret sind. Darunter so klangvolle Namen wie das Witwenmacher Geschütz oder das Phasengewehr. Auch schwere Waffen wie etwa die Krähe gilt es zu entdecken. Diese feuert kreischende Geschosse mit explosiver Biomasse ab. Dabei folgen die Geschosse den Bewegungen euer Wii-Remote.
Ihr habt die Wahl zwischen der Wii Fernbedienung plus Nunchuck oder einem normalen Classic Controller. Mit der Wii-Motion Plus Unterstützung wollen die Entwickler noch mehr Zielgenauigkeit ins Spiel bringen. Wirklich überzeugende oder gravierende Veränderungen sind aber nicht festzustellen. Bei der Steuerung selber dürft ihr euch aber wieder richtig austoben und die Einstellungen ganz nach eurem Geschmack einstellen. Auch wenn die Steuerung gut funktioniert, gibt es an manchen Stellen aber auch einige Frustmomente. Besonders beim Granatenwurf lauern einige Ärgernisse. Einmal falsch bewegt, fliegt euch das Ding direkt um die Ohren. Besonders bei vielen Gegnern auf einmal mehr als ärgerlich. Auch nervige Drehwürmer treten manchmal auf und sorgen für totale Unübersichtlichkeit.
Lahme Story, aber trotzdem jede Menge Action
Die Einzelspieler Kampagne von
Conduit 2 ist gut umgesetzt worden und kann auch mit guter Grafik überzeugen. Natürlich kommt das alles noch lange nicht mit HD-Blockbuster wie
»Killzone 3 oder
»Halo Reach heran, aber immerhin kann sich das Spiel ganz oben auf die Wii-Grafik-Skala setzen. In den unterschiedlichen Level erwartet euch Non-Stop Action, die wirklich gut präsentiert wird und keine Zeit für Atempausen lässt. Habt ihr einmal nicht richtig aufgepasst, liegt ihr schon auf dem Boden der Tatsachen. Die Kontrollpunkte sind aber fair verteilt und bringen euch nicht zum Fluchen.
Doch kommen wir nun zu einem besonderen Ärgernis.
Conduit 2 hat einen folgenschweren Bug. So gibt es eine Stelle im Spiel, wo ihr plötzlich nicht mehr weiterkommt. Das hat bei unserem Test für einige Frustmomente gesorgt. Nachdem ihr in einem Abschnitt auf das Außendeck des Schiffes gehen wollt, sind plötzlich alle Türen verschlossen. Weiterkommen unmöglich. Nach kurzer Recherche im Internet erweist sich das tatsächlich als Bug. Hier hilft nur noch komplettes Neustarten des gesamten Levels. Mittlerweile sollte der krasse Fehler aber durch ein Update behoben sein. Nachdem wir uns langsam wieder eingekriegt haben, sind wir dann doch noch durch die Tür gekommen und konnten das Spiel beenden. Weitere Bugs dieser Art sind uns dann zum Glück nicht mehr aufgefallen.
In
Conduit 2 verschlägt es euch übrigens in alle möglichen Länder der Welt. Das macht das Spiel sehr abwechslungsreich und sorgt für besondere Motivation. Die Level sind dabei stimmig gestaltet und machen für Wii-Verhältnisse richtig was her. Die Einzelspieler Mission ist nach knapp acht Stunden beendet und lässt am Ende noch mal richtig die Korken knallen. Im ersten Teil konnte besonders der Multiplayer Modus überzeugen. Auch im Nachfolger ist selbiger nicht schwächer geworden. In
Conduit 2 dürfen bis zu vier Spieler in einem Splitscreen-Modus zusammen oder gegeneinander antreten.
Multiplayer Modus kann wieder überzeugen
In der Online-Variante dürfen bis zu 12 Spieler gleichzeitig auf Monsterjagd gehen. Dabei könnt ihr zwischen "Jeder gegen Jeden", "Team Deathmatch" oder "Teamziel" wählen. Jeder einzelne Spielmodus bietet verschiedene Möglichkeiten. So gibt es bei "Jeder gegen Jeden" neben dem bekannten Deathmatch auch noch Ballon-Kampf oder Kopfgeldjäger. Im Modus "Teamziel" warten verschiedene Varianten, die ihr online zusammen spielen könnt. So schnell kommt also auch beim Multiplayer-Modus keine Langeweile auf. Wer im Besitz eines Headbanger Headsets ist, kann während der Spielsitzungen mit seinem Freunden sprechen. Dabei können auch Freunde ohne Headset hören, was ihr so von euch gebt.
Bei der englischen Sprachausgabe erwartet euch in
Conduit 2 eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger. Auch der Multiplayer-Modus lockt die Spieler endlich mal wieder länger vor die Wii Konsole. Leider ist die Story dabei ein wenig lau geworden und hätte durchaus ein bisschen mehr Spannung vertragen. Das kann auch die englische Stimme des Duke nicht wirklich wett machen. Wer gerne Ego-Shooter spielt und schon den ersten Teil gut fand, wird mit
Conduit 2 sicher nichts verkehrt machen.