Obwohl die HD-Konsolen PlayStation 3 und Xbox 360 am Massenmarkt einiges an Boden gut gemacht haben, ist Nintendos Wii noch immer das mit Abstand erfolgreichste Videospielgerät der aktuellen Generation. Dies haben auch die Third-Party-Hersteller registriert und überschütten den Markt mit zahlreicher – mehr oder weniger guter – Zusatzhardware. Auch die Firma Snakebyte hat sich sehr für die Nintendo Wii engagiert. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bringt der Hersteller eine weitere Wii-Fernbedienung in die Regale der Videospielhändler. Wir haben die MiniMote in die Hand genommen und berichten euch ausführlich von unseren Praxiserfahrungen.
Zuletzt machte Snakebyte im Juli auf sich aufmerksam, als der Hardwarehersteller seine
Premium Remote XL+ auf den Markt brachte. Die etwa 45 Euro teure Wii-Fernbedienung wusste im
»GameRadio-Test zu gefallen und fiel insbesondere durch die Integration von WiiMotion Plus auf. Nun geht die Firma den entgegen gesetzten Weg und bietet ein deutlich kleineres Gerät zum günstigen Preis an.
Kleineres Gerät = besseres Handling?
Mit meinen großen Patschehändchen stellte ich mir zunächst die Frage, ob der Dauereinsatz der
MiniMote nicht eine eher schmerzhafte Erfahrung darstellen könnte. Das Gerät ist deutlich kleiner als die Originalhardware von Nintendo. Die positive Überraschung vorab: die Snakebyte Fernbedienung erweist sich als durchaus alltagstauglich, zumindest im klassischen Modus.
Nicht nur die Größe des Geräts wurde um 25 Prozent reduziert, sondern auch ihr Gewicht, was beim längeren Spielen eine angenehme Erfahrung darstellt. Für Kinderhände ist die
MiniMote auf jeden Fall eine interessante Alternative, die mit der etwas wuchtigen Originalhardware oftmals nicht optimal zurecht kommen. Möglicherweise dürften die knalligen Farben auch eher jüngere User ansprechen. Die
MiniMote ist in knallblau und quietschrot erhältlich und fällt im Fuhrpark der Wii-Hardware sofort auf.
Weitere Modifikationen
Beim weiteren Design des Controllers hat sich Snakebyte ein wenig an der
Premium Remote XL+ orientiert. So befinden sich die Tasten „+“, „-„ und „Home“ nicht mehr ganz auf einer Linie. Die „Home“-Taste ist ein kleines Stück nach oben gewandert, was in der Praxis aber kaum einen Unterschied macht. Gleiches gilt für die Zahlentasten, die nicht rund, sondern halbkreisförmig sind. Hünen, die über titanenhafte Fingerkuppen verfügen, dürften sich vielleicht über die Ballung der Knöpfe ärgern, die auf der
MiniMote nun doch sehr dicht bei einander liegen.
Gut gelöst ist wieder die Platzierung des Sync-Knopfes, der sich nun in der oberen rechten Ecke des Geräts befindet. So muss man die Wii-Fernbedienung nicht jedes Mal öffnen, wenn man den Controller mit der Wii-Konsole verbinden möchte.
Eine wesentliche Veränderung gegenüber dem Original stellt die Anordnung der Zahlentasten „1“ und „2“ dar. Diese liegen nun nicht mehr unter-, sondern nebeneinander. Diese Designänderung ist Fluch und Segen zugleich. In der klassischen Haltung erweisen sich die Positionen der Tasten als durchaus sinnvoll. Für den Spieler ist es deutlich angenehmer die beiden Tasten zu bedienen, da man nicht ständig mit der Hand auf der Fernbedienung hoch- und runterrutschen muss. Benutzt man die Wii in der waagerechten Position, ist der Spieler damit jedoch zwangsläufig benachteiligt, da die Buttons nun übereinander liegen. Gerade für langjährige Zocker dürfte dies sehr ungewohnt sein.
Günstig im Preis, günstig im Verbrauch
Mit einem einer unverbindlichen Preisempfehlung von 24,99€ liegt die
MiniMote von Snakebyte eher im unteren Preissegment. Viel günstiger ist wohl kein anderer Controller zu bekommen. Auch im Energieverbrauch ist das Gerät sparsamer als das Original. Der ECO-Modus senkt den Verbrauch und sorgt somit für eine längere Lebensdauer der Batterien.
Im Gegensatz zur
Premium Remote XL+ verfügt die
MiniMote nicht über die WiiMotion Plus-Erweiterung, was bei dem günstigen Preis jedoch auch nicht zu erwarten war. Optional kann die Zusatzhardware aber unten am Gerät angesteckt werden.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
