Der verrückte Professor hört nicht nur auf den Namen Layton, es gibt auch noch andere seiner Art. In Crazy Machines hört unser netter Begleiter leider auf keinen Namen. Nur mit wenigen Mimik-Bewegungen zeigt er uns an, was er gerade von uns will. Crazy Machines ist nicht neu auf dem Spielemarkt. So erschien das Spiel bereits 2004 auf dem PC und 2007 auf dem Nintendo DS. Und das sogar richtig erfolgreich. Nicht umsonst wurde »Crazy Machines 2 damals zum Besten mobilen Spiel gewählt. Nun will dtp Entertainment den Erfolg auch auf der Wii einheimsen. Ob es ein herber Maschinenschaden oder doch eine freudige Erfindung geworden ist, wird euch unser Test näher bringen.
Mach mir den Albert Einstein
Wenn ihr den Professor in
Crazy Machines zum ersten Mal seht, kommt ihr nicht umhin, an Albert Einstein zu denken. Eigentlich stand Jean Pütz Pate für den ersten Teil auf dem Nintendo DS. Doch das ist Vergangenheit, nun ist nur noch die Ähnlichkeit geblieben. Und Albert Einstein und Jean Pütz sehen zumindest frisurentechnisch fast gleich aus. Bevor wir mit der Knobelei beginnen, müssen wir uns erstmal ein passendes Profil erstellen. Dann kann es auch schon losgehen, neben einem Rätselmodus gibt es noch die Mehrspieler-Variante mit 50 kleinen Minispielchen oder der eigene Baukasten zum Experimentieren.
Zunächst ist es wichtig, ein kleines Tutorial zu spielen, um die Steuerung kennen zu lernen. Schon hier merkt ihr, wie kompliziert manche Rätsel sein können. Ihr solltet an manchen Stellen wirklich um die Ecke denken. Insgesamt stehen euch in den Rätseln über 100 witzige Bauteile zur Verfügung. Das reicht von einem Katapult bis zu einem normalen Brett, was sich jederzeit drehen lässt. Zu Anfang solltet ihr die Maschine einmal laufen lassen, um zu erkennen was eigentlich das genaue Ziel ist. Die ersten Rätsel sollten keine Probleme bereiten, später wird es aber richtig knifflig. Wer denkt, dass einfaches Einfügen von Bauteilen schon reicht, liegt vollkommen falsch. Wenn das Brett nicht ganz genau da liegt, wo es hin soll, gibt es Probleme. In
Crazy Machines werden die Regeln der Schwerkraft und Physik strengstens eingehalten.
Bei manchen Aktionen wird es allerdings ein wenig nervig, wenn die Maschine gefühlte zwanzig Mal gestartet werden muss. Bei der Steuerung ist Präzision gefragt. Vorbei das hysterische Schütteln, hier muss wahrlich Gefühl angewendet werden. Für Spieler mit wenig Geduld wahrscheinlich eine grauenhafte Vorstellung, aber nur so geht es weiter. Im Party Modus dagegen, ist nicht mehr soviel Genauigkeit gefragt. Hier geht es eher um Schnelligkeit. Bis zu vier Spieler können sich gleichzeitig an mehreren Minispielen versuchen. Als Abwechslung zum Rätselmodus ist der Mehrspieler-Modus gut geeignet. Rauchende Köpfe haben ja auch mal eine Pause verdient.
Eigener Baukasten lädt zum Ausprobieren ein
Wem das alles nicht reicht, der kann sich dann auch noch in seinem eigenen Baukasten austoben. Hier sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die selbst hergestellten Maschinen dürft ihr übrigens auch an eure Freunde schicken, die sich dann damit auseinandersetzen können. Auch Minispiele dürfen entworfen werden, um sie mit bis zu vier Spielern ausgiebig zu testen. Wer gerne bastelt und tüftelt wird am Baukasten seine helle Freude haben. Einige Bauteile werden aber zunächst nicht verfügbar sein, dafür müsst ihr zunächst die goldenen Zahnräder in den anderen Modi von
Crazy Machines beschaffen. Insgesamt warten im Spiel 24 Belohnungen, die später weitere Extras freischalten. Im Lexikon werden alle Bauteile und Experimente im Spiel genau durchleuchtet und auch noch mal demonstriert.
Grafisch ist
Crazy Machines wie für die Wii gemacht. Ohne großes Feuerwerk werden die Maschinen auf dem Bildschirm präsentiert. Auf jegliche Zwischensequenzen oder ähnliches wird ebenfalls verzichtet. Hier steht eindeutig der Spaß an der Knobelei im Vordergrund. Der verrückte Professor begleitet euch zwar durch das Spiel, aber irgendwo nervt der alte Herr auch. Haben sie ihm die Stimme geklaut, oder hat er sie bei einem Experiment verloren? Na ja, vielleicht wäre eine Sprachausgabe auch noch nerviger geworden. Besonders schlimm ist allerdings die Hintergrundmusik. Nach einiger Zeit werdet ihr den Ton ausschalten. Da wird das Rätseln auch gleich nicht mehr so anstrengend.
Wer gerne Rätsel löst und auch um die Ecke denken kann, sollte sich
Crazy Machines für die Wii unbedingt mal anschauen. Besonders der Mehrspieler-Modus kann sich sehen lassen und sorgt bei all den kniffligen Rätseln für Abwechslung. Für uns ist die Umsetzung für Wii durchaus gelungen, auch wenn vielleicht ein bisschen mehr Umfang nicht geschadet hätte.