Die My Sims-Reihe bekommt weiteren Nachschub. Dieses Mal dürft ihr euch als Detektiv versuchen und spannende Fälle lösen. My Sims Agents spricht auch hier wieder die jüngeren Spieler an und soll weiterhin für Verkaufserfolge sorgen. Doch kann das Spielprinzip überzeugen oder sollte der Fall direkt zu den Akten gelegt werden? Wir haben die knuffigen Sims bei ihren Ermittlungen begleitet und verraten euch, ob sie „Monk“ und Co. Konkurrenz machen können.
Agent Null Null
Wie es bei den
My Sims-Spielen so üblich ist, dürft ihr euch erst einmal einen Charakter erstellen, dabei habt ihr die Wahl aus unterschielichen Augen, Frisuren und Mündern. Auch bei der Stimmhöhe könnt ihr euch eine kräftige oder doch eher schüchterne Variation aussuchen. Wer besonders cool aussehen will, schminkt sich noch ein bisschen und sorgt für Respekt auf den Straßen. Nachdem man nun noch seinen Namen angegeben hat, kann es auch schon losgehen mit der Verbrecherjagd. Am Anfang seid ihr natürlich alles andere als ein erfolgreicher Agent. Mit eurem Freund Buddy träumt ihr aber von der ganzen großen Karriere als Spezialagent und malt euch die schönsten Kriminalfälle aus. Während der ganzen Träumerei geht es dann auch schnell an den ersten Fall. Poppy, bekannt aus den anderen
My Sims-Teilen, kommt ganz verstört in Gino´s Pizzeria. Sie ist der Meinung, dass der böse Morcubus ihren Hund gestohlen hat. Das ist natürlich eure Chance, den Fall aufzuklären. Mit Lupe, Brecheisen und Maulschlüssel im Gepäck geht es an die Spurensuche. Wo könnten die Beweise sein? Mit akribischer Arbeit werdet ihr nach kurzer Zeit den Fall aufklären und erhaltet als Belohnung neue Objekte für die Charaktererstellung. Schon hier merkt ihr, dass der Titel etwas länger motivieren kann. Durch verschiedene Gespräche mit dem Sims in der Stadt gibt es neue Hinweise. Wurde endlich der erste Fall gelöst, geht es kurze Zeit später auch schon an den nächsten. Irgendein böser Bube soll Gino´s Karten gestohlen haben, auch hier kommen natürlich wieder einige Verdachtspersonen in Frage. War es vielleicht Gino selber oder doch jemand ganz anderes? Es liegt also nun wieder an euch, den Fall ausgiebig zu prüfen.
Habt ihr einige der Fälle hinter euch gebracht und erfolgreich gelöst, bekommt ihr ein eigenes Hauptquartier und werdet quasi befördert. Zusammen mit Buddy darf man nun an die ganz großen Fälle heran. Doch die beiden alleine können die Verbrecher nicht zur Strecke bringen. Da ihr ja nun endlich Spezialagent seid, könnt ihr auch eure eigenen Leute rekrutieren. Die jeweiligen Sims werden euch dann per SMS immer am neuesten Stand ihrer Untersuchungen teilhaben lassen. Jenny, die nette Aushilfskraft, ist für die Missionsaufträge zuständig. Auch wenn sie alles andere als motiviert an die Sache rangeht, sorgt sie dafür, dass immer etwas Neues auf eurem Schreibtisch landet. Schon nach kurzer Zeit geht es weiter und ihr dürft euch um einen Wohnungseinbruch kümmern und wieder jede Menge Beweise sammeln.
CSI Miami mal anders
Auch wenn es natürlich nicht wirklich Kopfzerbrechen bereitet, macht das Lösen der Fälle Spaß. Auch die kleinen Rätsel sind dabei sehr abwechslungsreich. Da darf man auch mal einen Computer hacken. Bei den
My Sims -Spielen geht es meistens auch immer um die Dekoration und Ausstattung der jeweiligen Häuser, das darf auch im neuesten Teil der Reihe nicht fehlen. Das Hauptquartier darf nach allen Wünschen der Kunst zusammengestellt werden. Zwischen den komplizierten Fällen könnt ihr euch dann also auch, als Tine Wittler für Arme, eure eigenen Wohnträume erfüllen. In den anderen Etagen stehen zudem die gewonnenen Trophäen und ein Spielautomat, an dem die kleinen Rätsel nochmals ausprobiert werden dürfen. Diese unterteilen sich in Hacking, Reparieren, Schlösser knacken und Forensik auf. Wer CSI Miami kennt, weiß was euch da erwartet. Habt ihr genügend Fälle gelöst, dürft ihr sogar mit eurem eigenen Flugzeug fliegen und James Bond alle Ehre machen. Viele Fälle warten darauf, von euch gelöst zu werden, selbst in den tiefsten Bergen sucht ihr nach dem Yeti. Natürlich sind die Kriminalfälle eher verrückt als realistisch, aber das wird sehr gut rübergebracht. Geduld solltet ihr übrigens auch zur Genüge mitbringen, denn so ein Fall ist nicht mal eben in zwei Minuten gelöst.
Knuffige, bunte Agentenwelt
Bei der Grafik kommen die Sims wie immer knuffig rüber und brabbeln in ihrer typischen Sims-Sprache. Zwar geht das vielleicht nach einiger Zeit ein bisschen an die Nieren, aber man gewöhnt sich an alles und hört nach den ersten Spielstunden schon gar nicht mehr hin. Die Dialoge sind an manchen Stellen ein wenig zu übertrieben und hätten ruhig etwas kürzer sein dürfen. Immerhin darf das Ganze mit der A-Taste übersprungen werden. Leider ist die Grafik auch in diesem
My Sims-Spiel nicht die allerbeste und präsentiert sich an manchen Stellen mit platten Texturen. Die Zwischensequenzen dagegen sind nett gemacht und sorgen für die passende Atmosphäre im Spiel. Auch die typischen Sims-Diamanten leuchten wieder über verdächtigen Objekten. Viel verkehrt könnt ihr also nicht machen. Gesteuert werden die Sims mit der Wii-Fernbedienung und dem Nunchuck. Auch die Menüführung im Spiel ist gut gelungen und sehr übersichtlich gestaltet. Die vielen freischaltbaren Objekte motivieren zum Weiterspielen und lassen jedes Sammlerherz höher schlagen. Fans der
My Sims-Reihe werden auch an
My Sims Agents ihren Spaß haben und der Verbrecherwelt zeigen, wo der Hammer hängt. Auch wenn das „kindliche“ Spielprinzip hier klar durchkommt, geht die Motivation nicht so schnell verloren.