Der beliebte Anime rund um den jungen Detektiv Conan Edogawa debütiert nun auch auf der Nintendo Wii. Ob das Videospiel - wie schon der Anime - durch seine gute Qualität hervorsticht, erfahrt ihr in unserem Testbericht.
Das Mirapolis
Der Meisterdetektiv Kogoro Mori wurde zur Eröffnungsfeier des neuen Freizeitparkes Mirapolis eingeladen. Eine solche Einladung lässt sich natürlich nicht ausschlagen, erst recht nicht, wenn es einen lebenslangen Gratiseintritt zu gewinnen gibt. Um die Chancen auf den Gewinn zu vergrössern, nimmt Kogoro auch Conan, Ran und die Detective Boys mit.
Monotones Gameplay
Am Anfang der Geschichte könnt ihr in der Rolle von Conan einige Minispiele in der Spielhalle des riesigen Parkhotels ausprobieren. So dürft ihr beispielsweise Futsal oder auch Curling spielen. Die Steuerung ist dort leider anspruchslos gehalten und so motivieren die Minispiele eher weniger. Habt ihr die erforderliche Anzahl an Minigames bestritten, dürft ihr euch dem ersten kleineren Fall annehmen: Ihr müsst herausfinden, wer das Taschentuch von Kogoro Mori entwendet hat. Dies geschieht, indem ihr die anwesenden Gäste nach Hinweisen befragt. Habt ihr eine bestimmte Anzahl an Indizien erhalten, fordert euch Conan automatisch auf, diese in der "Indizienkette" zu verarbeiten. Dort seht ihr eine Fragestellung, der ihr die passenden Indizien zuordnen müsst. Ist dies geschehen, offenbart sich die Lösung des Rätsels von allein. Dieses monotone Spielprinzip wendet ihr in allen der insgesamt zwölf Aufgaben an. Die Fälle sind leider sehr simpel gehalten und so werden erwachsene Zocker schnell unterfordert. Im späteren Spielverlauf werdet ihr dann, wie auch im Anime, mit einer Mordserie konfrontiert. Kenner des Animes werden wissen, dass Kogoro Mori eher das komplette Gegenteil eines Meisterdetektiven ist. So bleibt die ganze Arbeit mehr oder weniger an Conan hängen.
Conan steuert ihr entweder mit dem Steuerkreuz der Wii-Fernbedienung oder mit dem Analagonstick des Nunchuck durch das Hotelgelände. Die schlechte automatische Kameraführung, könnt ihr nur mangelhaft mit dem B-Knopf nachjustieren. Bei euren Ermittlungen stehen euch die aus der Serie bekannten Gadgets, wie etwa das solarbetriebene Skateboard, mit dem ihr euch schneller bewegt, zur Verfügung.
Schlechte Technik
Optisch erreicht "Detektiv Conan: Die Mirapolis-Ermittlung" leider nur Gamecube-Niveau. Die Texturen sind unscharf und speziell an den Gesichtern der Hauptdarsteller ist die "Treppchen-Bildung" deutlich zu erkennen. Zudem sind die Hintergründe sehr polygonarm und kantig. Ein weiterer Minuspunkt sind die starren Animationen.
Das Spiel ist mit sämtlichen Originaltracks aus dem Anime untermalt, die passend zur jeweiligen Situation erklingen und euch gut in die Atmosphäre hineinversetzen. Ähnlich gut ausgefallen ist die englische Sprachausgabe. Die Synchronsprecher bringen die Spannung authentisch rüber.