Eine Welt ohne Probleme? Wie schön wär das! Stattdessen quälen wir uns täglich mit unseren Sorgen. In "Animal Crossing: Let's go to the city" können Alltags-Muffel für einige Stunden abschalten und es sich in der putzigen Welt gut gehen lassen. Doch ob das Ganze auch Spaß bereitet, erfahrt ihr in unserer Review.
Willkommen in der Tierwelt
Der ganze Spass beginnt mit einer Busfahrt in euer zukünftiges Dorf. Olli, ein Reisender, befragt euch nach den wichtigsten Dingen. So könnt ihr entscheiden, wie ihr heißt, welches Geschlecht ihr habt und wie euer Dorf benannt werden soll. Habt ihr all dies mühsam erledigt, hält der Bus auch schon an und ihr betretet zum ersten Mal den Boden eurer Wohlstätte. Was gilt es jetzt in eurem Dorf zu erledigen? Im Grunde genommen: alles und nichts! Ihr seid euer eigener Herr. Ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr den Kredit beim geldgierigen Nook abbezahlen oder gemütlich durch die Welt schlendern wollt. Wollt ihr dennoch zuerst euren Kredit abstottern, könnt ihr das, indem ihr euch Sternis verdient. Die Währung in "Animal Crossing" ergattert ihr, indem ihr allerlei Aufgaben erledigt. Ihr könnt beispielsweise bei Nook im Laden aushelfen, der euch mit einem angemessenen Betrag entlohnt, oder eure selbst gefangenen Fische, Insekten und Früchte an ihn verkaufen. Sind alle Schulden getilgt, wird Nook eurer Haus umbauen - was wiederum einen ellenlangen Schuldbetrag mit sich bringt, den ihr erneut abbezahlen müsst. Tom Nook selbst führt auch einen Laden, der nach der Fertigstellung eures Hauses in ein XXL-Kaufhaus verwandelt wird. Ihr seht, die Aufgaben sind die Gleichen wie bei "Animal Crossing: Wild World" für den Nintendo DS. Eine grosse Änderung gegenüber der Vorgängerversion gibt es dennoch: Ihr könnt mit dem Bus in die Grossstadt fahren, daher auch der etwas eigenwillige Spieletitel. Hier könnt ihr im Auktionshaus Gegenstände ersteigern, beim Friseur eurem Charakter einen neuen Haarschnitt verpassen, der Akademie des schönen Hauses beitreten und bei Wettbewerben tolle Gegenstände abräumen.
Wie es sich durch Schneelandschaften steuert..
Als genial empfinden wir die Tatsache, dass die Simulation in Echtzeit abläuft. Ist in der realen Welt Winter, werdet ihr auch in "Animal Crossing" vor eurer Haustür Schneelandschaften wiederfinden. Ist Weihnachten, ist auch in "Animal Crossing" Weihnachten. Euren Charakter könnt ihr durch zwei verschiedene Arten durch die Welt bewegen. Entweder ihr lenkt klassisch mit dem Analogstick des Nunchuck oder per Point&Click mit der Remote. Wir bevorzugen die erste Variante, da es sich viel bequemer steuert.
Online
Was vielen anderen Wii-Spielen fehlt, wird in "Animal Crossing" groß geschrieben: Der Onlinemodus! Ihr könnt nach Eingabe des lästigen Freundescodes euer Dorftor öffnen und ein regristrierter Freund kann euch jederzeit besuchen. Selbstverständlich dürft auch ihr in Dörfer anderer Freunde reisen. Maximal können bis zu vier Spieler im Dorf ihr Unwesen treiben. Unterhalten könnt ihr euch entweder durch Texteingabe oder durch WiiSpeak. Mit Letzterem werden Gespräche mit an deren WiiSpeak-Besitzern über das Internet möglich. Die Stimmerkennung klappt dabei äusserst gut!
Verspielt
In grafischer Hinsicht dürft ihr keine hochauflösenden Texturen erwarten. Ganz im Gegenteil, denn alles ist in einem charmanten "runden" Comic- Look gehalten, der uns sehr gefallen hat. Leider ist an Nicht-HD-Fernsehern die typische Treppchenbildung zu erkennen. Untermalt wird der ganze Spass mit einem dudelnden und sich immer wiederholenden Soundtrack. Schlecht ausgefallen sind die Unterhaltungen mit anderen Dorfbewohnern. Eine Sprachausgabe gibt es dort nicht, stattdessen werdet ihr typische Nintendolaute zu hören bekommen, die bei den etwas längeren Gesprächen nerven. Positiv anzumerken ist, dass ihr viele Nebengeräusche zu hören bekommt, wie etwa das Rauschen des Meeres oder das Zwitschern der Vögel.