Vor allem das eingängige, auch für Anfänger leicht erlernbare Spielprinzip machte “Everbody's Golf” neben “Lumines” zu einem der suchterregendsten ersten Titel für die damals neue PlayStation Portable. Nach einem kurzen Abstecher auf die PlayStation 3 kehrt die Reihe nun mit einem neuen Teil auf die PSP zurück. Wir haben uns auf das Grün gewagt.
Drei Klicks zum Sieg
Spielerisch hat sich bei “Everybody's Golf” im Vergleich zum PSP-Vorgänger nichts verändert. Nichtmal unbedingt die schlechteste Entscheidung, immerhin konnte man dem Vorgänger schon nur wenige Makel ankreiden. Gespielt wird also nach wie vor mit der Drei-Klick-Steuerung: Mit dem ersten Tastendruck startet ihr den Abschlag in Form eines Balkens. Diesen stoppt ihr, mit dem zweiten Tastendruck, an einer beliebigen Stelle – auf diese Weise habt ihr die Abschlagsweite bestimmt. Der dritte und letzte Tastendruck muss dann innerhalb eines bestimmten Bereiches erfolgen und bestimmt, wie präzise euer Schlag erfolgen wird. Dieses Grundprinzip hat man auch schnell erlernt, bis man allerdings wirklich das Spiel beherrscht, dauert es eine ganze Weile.
Die überbrückt man, indem man einfach durch Siege in den Turnieren allerhand Sachen freispielt. So sind anfangs nur zwei Golfplätze verfügbar, es kommen im Laufe des Spieles immer neue Kurse hinzu. Nachteil hierbei ist, dass ihr zunächst für einige Zeit auf immer wieder den gleichen beiden Parcours unterwegs seid. Am Ende stehen euch zwölf Kurse zur Verfügung, also doppelt soviele wie noch im Vorgänger. Sechs davon sind gänzlich neu, die anderen stammen aus dem ersten Teil, wurden aber stellenweise überarbeitet.
Überarbeiten könnt ihr auch, nämlich euren Charakter. Anfangs wählt ihr noch aus gerade mal zwei Standard-Charakteren aus, doch im Laufe des Spieles kommen immer mehr Charaktere hinzu, bis ihr am Ende über 24 Charaktere verfügt. Nach jedem erfolgreichen Spiel im Herausforderungs-Modus erhaltet ihr neben diversen Goodies wie Kleidungsstücke noch Verbesserungen eurer Attribute wie Abschlag, Kontrolle oder Kraft. Auch steigt die Loyalität eures Charakters zu euch, je häufiger ihr ihn einsetzt.
Kleine Golfer ganz gross
Die knallbunte Präsentation des Spieles scheint auf den ersten Blick wenig realistisch – Animecharaktere, Spezial-Effekte beim Abschlag und dergleichen mehr. Unter der Präsentation verbirgt sich jedoch ein Golfspiel mit durchaus beachtlichem Tiefgang im Gameplay. “Everybody's Golf 2” schafft hier den Spagat zwischen Fun-Spiel und anspruchsvollem Gameplay spielend. Einsteiger werden nicht überfordert, anspruchsvollere Golfer jedoch auch nicht unterfordert. Die gute Zugänglichkeit des Titels motiviert. Erst wollt ihr einfach nur neue Kurse oder Extras freischalten, später einfach nur noch eure Rekorde verbessern.
“Everybody's Golf 2” gibt euch auch die Möglichkeit, euer Können online zu zeigen. Bis zu 16 Mitspieler können sich dabei auf dem Grün tummeln. Dabei könnt ihr natürlich auf eure im Solospiel benutzten (und aufgelevelten) Charaktere zurückgreifen.
Weiterhin stehen ein Trainingsmodus sowie kleinere Minispielchen zur Verfügung. Diese sind allesamt aus dem Erstling bekannt, einzig ein Minigame, bei dem ihr auf speziellen Kursen Hole-in-Ones schlagen müsst, ist neu dazugekommen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
