InviZimals: Schattenzone ist der zweite Teil der im Jahre 2009 gestarteten Serie von Entwickler XDev Studio Europe/Novarama und
kommt mit 100 frischen Kreaturen, massig neuen Zwischensequenzen und einigen neuen Power-Ups daher. Um den gesamten Globus reisend sammelt, kämpft und rätselt ihr euch im Spiel von Mission zu Mission auf altbekannte Weise, nämlich mit Hilfe der PSP-Kamera. Wie sehr das auf Dauer motivieren kann, verraten wir euch im Testbericht.
Bekannte Technik
Wie im Vorgänger funktioniert
InviZimals: Schattenzone nur in Verbindung mit einer PSP-Kamera, die es dafür jedoch erlaubt, das Spielgeschehen zu euch nach Hause zu holen. Dank der mitgelieferten Zauberkarte projiziert das Programm die Animationen direkt in eure gefilmte Umgebung hinein, was das Mittendrin-Gefühl deutlich erhöht. Dank gewitzter Minispiele und ausgereifter Technik zahlt sich die Einbindung der Kamera bei
InviZimals: Schattenzone besonders aus. Diejenigen, welche noch keine Cam ihr Eigen nennen, haben die Möglichkeit, das Spiel samt Kamera für adäquate 50 Euro zu erstehen. Einzelt schlägt der Titel mit moderaten 30 Euro auf.
Zielgruppe bedient
Erwachsene Spieler dürften nur bedingt Spaß mit der Fortsetzung haben, da der Spielablauf doch sehr den Charme einer Pokémon-Serie einfängt. Wer gerne Kreaturen sammelt, recht einfache Rätsel lösen und Kämpfe gegen andere Monster bestreiten möchte, ist hier aber vollkommen richtig. Der Zielgruppe entsprechend fällt auch die Story kindgerecht aus. Es gilt wieder einmal die mächtigen InviZimals aus einer längst vergangenen Zeit einzufangen, da sie für ihren Besitzer viel Macht und Energie bedeuten. Mystische Erzählungen, eine dunkle Bedrohung und lebendige Charaktere sollen etwas Schwung in die Geschichte bringen, welche über Zwischensequenzen mit echten Menschen erzählt wird. Nett: im Verlauf reisen wir in verschiedene Länder, um neue InviZimals und damit neue Abenteuer zu erleben.
Die Aufgaben
Aufgrund der interaktiven Steuerung, erlaubt
InviZimals: Schattenzone sehr intelligente Minispiele. Die 100 InviZimals gilt es beispielsweise erst einmal einzufangen, was mehreren Schritten bedarf. Zu Beginn suchen wir unsere Umgebung nach den versteckten Kreaturen ab. Erst bei Kamera-Kontakt mit bestimmten vorgegeben Farben werden diese sichtbar und lassen sich in variierenden Minispielen einfangen. Etwa müssen wir den Geschossen eines Torwächters ausweichen, in dem wir die PSP jeweils hin und her bewegen. Oder wir befreien ein eingemeißeltes InviZimal aus seiner Versteinerung. Das klappt erstaunlich gut und lässt uns ab und zu Aha-Momente erleben.
Neben dem Einfangen der InviZimals, stehen noch andere Rätsel an. So müssen wir Strahlen mittels Reflektoren miteinander verbinden, um ein technisches Gerät zu reparieren. Nach und nach summieren sich neue Rätsel und abgewandelte Einfangmöglichkeiten hinzu, sodass vorerst keine Langeweile aufkommt. Außerdem bringt das Rangsystem in
InviZimals: Schattenzone weitere Motivation ein. Je nach bestandener Mission, erhaltet ihr neue Punkte in Form einer Medaille, die komplett zusammen gesetzt einen Rangaufstieg bedeutet. Dabei schaltet ihr zusätzliche Talente frei, die in den Kämpfen von großem Nutzen sind.
Die Kämpfe
Schick inszeniert sind die Kämpfe, wie im ersten Teil, der Hauptkern des Spiels. Wichtig bei einem Duell sind nicht nur Ausdauer und Lebensenergie der Akteure, sondern auch der Schwachpunkt des Gegners. So sind manche Gegner gegen bestimmte Angriffe immun, gegen andere allerdings sehr allergisch. Besonders kräftige Attacken oder das Benutzen eines Schilds verursachen jedoch sinkende Ausdauer. So gestalten sich die Partien recht taktisch, auf Dauer aber sehr eintönig, da man nach etlichen Kämpfen aus dem FF weiß, wie und mit welchen Kniffen ein Gegner bezwungen werden kann. Da ändern auch die Vektors nichts, welche Spezialfähigkeiten wie zusätzliche Lebensenergie oder mächtige Angriffe (Erdbeben, Tomatangriff) darstellen.
Besiegte Gegner und bestandene Turniere bringen euch in der Story von
InviZimals: Schattenzone weiter und bescheren euch zudem neue Kreaturen, die sich in euren Fundus der insgesamt 100 freischaltbaren InviZimals einreihen. Darin besteht auch der Reiz des Spiels, nämlich der Besitzer aller Kreaturen zu werden. Darüber hinaus begeistert die Technik in regelmäßigen Abständen vor allem jüngere Generationen.