In den letzten Jahren wurden nur wenige Spiele zur Formel 1 veröffentlicht und auch 2009 macht sich die wohl bekannteste Rennsportart in Sachen Videospiel-Versoftungen rar. Doch immerhin kommen PSP- und Wii-Besitzer auf ihre Kosten: Sumo Digital liefert mit Formel 1 2009 ein ansprechendes Spiel für alle Fans. Was den Entwicklern von Virtua Tennis 3 geglückt und was ihnen mit der Rennspiel-Umsetzung mißlungen ist, könnt ihr in unserem Testbericht nachlesen.
Karriere machen
Der Umfang des Rennspiels lässt keine Wünsche offen. Es gibt den gesamten Datensatz der Saison 2009, alle Teams, alle Fahrer und alle Strecken. Selbstverständlich hält
F1 2009 neben dem heutzutage gängigen Karriere-Modus, auch einen Multiplayer-Modus (via WLAN, AD-Hoc) für bis zu vier Spieler, Rennwochenenden, Zeitrennen, Weltmeisterschaften sowie schnelle und individuelle Rennen bereit.
Am umfangreichsten ist dabei der Karrieremodus ausgefallen. Ähnlich wie bei EAs
NBA Live-Reihe bekommt ihr über ein spezielles Menü aktuelle Aufträge beziehungsweise Fahrerangebote vorgetragen, die ihr bei Interesse angehen oder verwerfen dürft. Für welches Team entscheidet ihr euch? Soll es BMW oder doch lieber Ferrari sein? Nach einer bewältigten Aufgabe bekommt ihr zudem noch Rückmeldung vom Vertragspartner, der eure Leistungen auswertet und bei gelungenen Rennen auch mal lobende Worte findet. Das macht den Karrieremodus merklich dynamisch und lebendig.
Auf der Piste
Formel 1 2009 bietet für jeden Spielertyp das passende Fahrverhalten. Wers gerne realistisch mag, aktiviert keinerlei Fahrhilfen wie ABS, Bremshilfe oder die Vorgabe einer Ideallinie. Ungeübtere Spieler vertrauen dagegen auf derlei Unterstützung und freuen sich über das mit eingeschalteten Fahrhilfen viel einfacher zu beherrschende Gefährt. Allerdings sollte letztgenannte Einstellung mit der Zeit in Langeweile ausarten, da mit allen zugeschalteten Hilfen kein wirklicher, fahrerischer Anspruch besteht. Mit 300 Sachen in die Kurve zu brettern ist hier kein großes Problem, ihr kommt noch locker durch die Schikanen, ohne im Kiesbett zu landen. Profis werden ohne Zusatzoptionen jede Menge zu üben haben, damit auch längerfristig Erfolg gegeben ist.
Gegnerische Fahrzeuge fahren je nach allgemeiner Schwierigkeitsstufe (von Anfänger bis Vollprofi) mal aggressiv oder auch merklich langsamer. Die KI der Konkurrenten geht vollkommen in Ordnung, jedoch könnten sie teilweise noch etwas menschlicher agieren und zum Beispiel mehr Fehler begehen. Schade ist darüber hinaus, dass in
Formel 1 2009 kein Schadensmodell zum Einsatz kommt. Selbst Unfälle bei enormer Geschwindigkeit verursachen nicht mal einen Lackkratzer an eurem Wagen.
Grau in Grau
Jegliche Strecken der Formel 1 lassen sich anhand von Wahrzeichen auch im Spiel wieder erkennen (beispielsweise steht in Singapur das virtuelle Abbild des Singapur Flyers). Trotz des Wiedererkennungswertes hätten die Kurse aber ruhig etwas lebendiger und mit mehr Details ausgestattet werden dürfen. So wirken die Rennen optisch manchmal ein wenig trist.