Naruto-Fans wird es freuen: Ein Ende der Versoftungen um die Serie ist kaum abzusehen. Mittlerweile hat auch die Spiele-Branche die Shippuden-Episoden für sich entdeckt. Der neueste PSP-Teil setzt direkt bei Narutos Rückkehr in sein altes Dorf ein - und bietet euch erstmals einen Einblick in die Akatsuki. Wir haben für euch probegespielt.
Erneute Heimkehr
Wer
»Ultimate Ninja 4: Naruto Shippuden auf der PS2 gespielt hat, dürfte etwas verwirrt sein: Der jüngste PSP-Ableger folgt der gleichen Storyline. Allerdings steigt die Geschichte hier direkt bei Narutos Heimkehr in das Hidden Leaf Village ein, nicht vorab auf dem Weg in die Heimat. Insgesamt folt ihr auch hier dem Handlungsbogen der
Naruto Shippuden-Reihe: Ihr kehrt in euer Dorf zurück, trefft eure Freunde wieder und müsst Gaara aus den Händen der Akatsuki befreien.
Der Szenariomodus ist in mehrere Kapitel unterteilt. In diesen bewegt ihr euch durch abgesteckte Areale und legt euch mit allerlei Gesindel und Getier an, das euch im Weg steht. Das Kampfsystem macht dabei einen recht guten Eindruck: Ihr könnt haushoch springen, mit euren normalen Schlägen angreifen, ausweichen oder eure Ninja-Waffen benutzen (beispielsweise die Shuriken). Die Schultertasten kommen ebenfalls zum Einsatz: Mit der linken Taste fokussiert ihr die Sicht auf einen Gegner, die rechte öffnet euer Jutsu-Menü, aus dem ihr eine mächtige Attacke, wie Rasengan, auswählen könnt.
Das klingt simpel, und das ist es auch. Eigentlich sogar zu simpel: Denn hier wird nicht mehr gefordert als euren Gegner anzuvisieren und dann auf die Viereck-Taste zu hämmern. Das funktioniert auch deswegen so gut, weil bei einer Attacke des Gegners aus eurer Attacke ein Konter-Move wird. So ist die Chance, getroffen zu werden, eher gering. Die Schwierigkeit kommt weniger von den Gegnern, sondern vor allem vom Spiel selber. Gerade wenn euch mehrere Gegner angreifen, wird es chaotisch. Seid ihr beispielsweise dabei, eine Kombo auf einen Gegner regnen zu lassen und werdet von einem anderen Feind getroffen, wird dieser plötzlich automatisch anvisiert. Das könnte praktisch sein - würde es nicht die Kombo unterbrechen und auch bei Gegnern greifen, die euch auf die Distanz mit Wurfwaffen angreifen. So springt bei vielen Gegnern dann die Kamera hin und her, ohne dass ihr noch grossartig Kontrolle hättet.
Stufe für Stufe
Für besiegte Gegner in
Naruto Shippuden: Legends: Akatsuki Rising sammelt ihr Items ein, die ihr über das Menü jederzeit nutzen könnt, beispielsweise um euch zu heilen. Während der Kämpfe verdient ihr zudem Erfahrung, die immer mal wieder in Stufenaufstiege resultiert. Somit werdet ihr stärker und erlangt weitere Fähigkeiten. Geht euch das nicht schnell genug, könnt ihr auch im Shop Items und Schriftrollen kaufen, um eure Charaktere schneller leveln zu lassen. So könnt ihr eure Charaktere so ausrüsten, wie ihr es wollt.
Voller Umfang
Fans werden die genannten Kritikpunkte wohl auch diesmal nicht gross stören. Auch
Akatsuki Rising bietet dafür, wie die meisten anderen Spiele des
Naruto-Franchise, einen ordentlichen Umfang. Neben der Geschichte könnt ihr auch noch im Missionsmodus kleinere Aufträge übernehmen, die ähnlich ablaufen wie die Kämpfe im Szenariomodus. Etwas Abwechslung bietet dagegen der Kampfmodus: Hier tretet ihr gegen einen Charakter im direkten Match an, wie in einem Beat'em Up. Der große Nachteil ist allerdings, dass es sich auch hier um das gleiche Kampfsystem handelt. Ein kleiner Pluspunkt ist der Adhoc-Multiplayer. Hier könnt ihr zusammen mit oder gegen einen Freund kämpfen. Zudem ist es erstmals möglich, im Akatsuki-Modus selbst in die Rolle eines Akatsuki-Ninjas zu schlüpfen.
Technisch macht
Naruto Shippuden: Legends: Akatsuki Rising nicht mal einen schlechten Eindruck. Zwar hat es auch auf der PSP schon bessere Grafik gegeben, sie ist aber insgesamt sehr stimmig und sieht gut aus. Auch klanglich kann das Spiel überzeugen: Sprachausgabe wählbar in englisch oder japanisch, die typischen Soundeffekte der Reihe und dazu die vertrauten Melodien... das könnte zumindest Fans über das ansonsten eher mäßige Gameplay hinwegtrösten.