Kugeln durch ein Labyrinth schicken - das kennt jeder aus Spielen wie Balance oder zahlreichen ähnlichen Freewaretiteln. Mercury addiert allerdings noch einige Besonderheiten hinzu, die wir euch in unserem Artikel vorstellen möchten.
Das Spielprinzip & Gameplay
In
Mercury macht ihr euch anfänglich in der als Tutorial dienenden Einführungswelt mit der quecksilbrigen Spielkugel vertraut, mit der ihr alle Parcours bestreitet. Letztere sind in sechs verschiedene Welten im unterteilt, angefangen von der Einführungswelt über die Anfänger-Kapitel bis hin zu den extrem kniffligen Profi-Levels. Jede eigene Welt umfasst einen anderen Umgebungstyp, sodass es an optischer Vielfalt nicht mangelt. Seid ihr im Weltraum unterwegs, ist eure Kugel nicht fest, sondern elastisch und die Hindernisse abwechslungsreich. So leitet ihr eure Kugel zu Beginn lediglich mit dem Bewegen der Spielwelt durch simple Strecken, später hingegen werden daraus echt vertrackte Labyrinthe. Nach alter Konvention tickt nebenbei stets ein Countdown und erhöht so die Spannung.
Mercury bringt außerdem seine persönlichen Eigenheiten mit und kupfert nicht bloß von ähnlichen Balance-Spielen ab: Einmal benötigt ihr die passende Farbe, um durch eine bestimmt-farbige Barriere zu gelangen, in dem ihr in kleine Farbumwandlungsanlagen rollt, ein anderes mal müsst ihr eure Kugel in mehrere kleine aufteilen, damit unterschiedlich gesicherte Barrieren durchrollt werden können. Weitaus fordernder gestaltet sich das Ganze auf den Karten des höheren Schwierigkeitsgrades, wenn sich zu den stets gefährlichen Abgründen auch noch bewegende Konstruktionen summieren, die ganz schnell einen erzwungenen Neustart hervorrufen können. Die insgesamt 72 Levels motivieren immer aufs Neue, da bei
Mercury die altbekannte Suchtspriale ausgezeichnet greift. Fair: sobald ihr über den Abgrund hinweg rollt, fällt nur ein kleiner Teil eurer Quecksilberkugel weg und ihr dürft so lange Fehler begehen, bis die quirlige Kugel endgültig "futsch" ist.
Steuerung, Grafik & Sound
Dank einer tollen Tastenbelegung fällt das Navigieren von Anfang an recht leicht. Mittels Steuerkreuz wird die Spielwelt gekippt, via X-, Kreis-, Dreiecks- sowie Quadrattaste hingegen in jede beliebige Richtung gedreht, während die Schultertasten für das Heran- beziehungsweise Herauszoomen zuständig sind. Aufgrund der schnellen Reaktion nebst hoher Präzision, erfordert
Mercury wenig Einübungszeit. Einsteiger rufen - wenn nötig - mit der Select-Taste hilfreiche Tipps zu allen wissenswerten Dingen auf.
Abwechslung versprechen nicht nur die unterschiedlichen Welten, auch die optische Präsentation zeigt sich diesbezüglich facettenreich. Trotz teils minimaler Details wirken die Levels ansprechend und stimmig, manchmal aber etwas trist. Soundtechnisch mag
Mercury nicht vollkommen überzeugen. Die manchmal stimmige, auf Dauer jedoch nervige Musikuntermalung spart man sich lieber und hört stattdessen seine eigene Musik.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
