Die "Loco Roco" sind, nach kurzem Ausflug auf die PlayStation 3, wieder zurück auf der PSP. Nachdem der Vorgänger 2006 trotz eher mäßiger Herausforderung und Abwechslung durchaus gute Kritiken einheimsen konnte, sind wir gespannt auf den zweiten Teil.
Das rollende Vergnügen
"Loco Roco" war seinerzeit anders als andere Spiele. Das zeigte sich nicht nur im verwendeten Grafikstil, sondern auch im Gameplay. Hier wurde nicht ein einzelner Charakter direkt gesteuert, sondern die Welt gekippt und geschüttelt. Klingt erstmal komisch, aber im Grunde ist es sehr simpel: Mit den Schultertasten kann die Welt der Loco Roco nach links oder rechts geneigt werden. So können die Loco Roco über ihre Welt rollen. Kommen sie an ein Hindernis, kann durch Druck beider Schultertasten die Welt kurzzeitig erschüttert werden und die knallbunten Loco Rocos werden in die Luft geschleudert. Doch das ist nicht alles: Ist man zuerst mit nur einem Loco Roco unterwegs, gesellen sich schon bald weitere zu diesem hinzu. Dadurch wächst der Loco Roco immer weiter an. Durch einen kurzen Druck auf die Kreistaste spaltet sich dieser Riese jedoch wieder in die einzelnen Loco Rocos auf. Wird die Kreistaste gedrückt gehalten, fangen die Loco Rocos an, sich gegenseitig anzuziehen, um so wieder einen grossen Ball zu bilden.
Daran hat sich im Nachfolger nichts geändert. Die Loco Roco sind wieder fröhlich-singend unterwegs, um die Welt zu erkunden. Nunja, eigentlich retten sie ihre Welt, ganz nebenher - denn die wird wieder einmal von den Moja bedroht. Deren mieser Gesang zerstört nämlich neuerdings sogar die Umwelt durch schwarze Wolken. Klar, dass die Loco Roco schnell zur Rettung kullern.
Kullert los!
Und so geht es von der Weltkarte aus direkt in die verschiedenen Level. Ob rutschige Eiswelt oder Halloween-Abschnitt, hier ist wieder einiges Abgedrehtes vertreten. In den Leveln stosst ihr immer wieder auf Gegenstände, mit denen ihr interagieren könnt - ihr werdet von Bumpern abgefeuert, über Klangtreppen gerollt oder auch mal durch einen Windstrom geschleudert. Ab und an stoßt ihr auch mit Mojas zusammen, denen ihr jedoch leicht mit ein wenig Schwung den Garaus machen könnt. Ab und an trefft ihr an gut versteckten Orten auf Mui Mui. Das sind kleine Wesen, die diese Welten bevölkern. Habt ihr sie gefunden, hinterlassen sie euch meist ein Geschenk und sind nach Beendigung des Levels im Mui Mui-Haus anzutreffen.
Alles soweit wie im Vorgänger. Klar, neue Level, einige neue Gegenstände zum interagieren... aber das alleine kann es ja nicht sein, was einen Nachfolger ausmacht. Und so gibt es mehr: Einige Mui Mui bringen euch besondere Tricks bei - so lernt ihr z.B. unter Wasser schwimmen! Auch gibt es nun einige Minispiele, die ihr über die Weltkarte erreicht: Loco Roco-Hüpfen, Loco Roco-Rennen, einen Sidescroller-Klon, bei dem ihr Bui Buis in Flugzeugen abschiesst und dergleichen mehr.
Ausbau des Mui Mui-Hauses
Einer der grössten Kritikpunkte des Erstlings war der eher schlechtgemachte Ausbau-Modus des Mui Mui-Hauses. Hier hat sich jedoch eine Menge getan. Statt einzelne Teile zu sammeln und zu platzieren, baut ihr nun über ein Menü das Haus aus. Hierzu müsst ihr erstmal in den Leveln bestimmte Teile finden, die als Rohstoffe dienen. Jeder Ausbau kostet eine bestimmte Menge bestimmter Ressourcen. So baut ihr Raum und Raum und könnt diese nach und nach einrichten. Allerdings ist hierbei alles festgelegt, also die Position der Gegenstände und dergleichen. Das Mui Mui-Domizil wird damit zu einer Art Puppenhaus: In den Leveln gefundene Mui Muis bevölkern das Haus und nutzen die Gegenstände, die ihr aufgebaut habt.
Das Spiel präsentiert sich nach wie vor in einem Grafikstil, den man lieben oder hassen kann, er ist aber vor allem eines: Stimmig. Technisch gesehen hat sich hier auch im Vergleich zum Vorgänger nichts getan, und wer den ersten Teil mochte, wird auch mit "Loco Roco 2" glücklich werden. Gerade der Sing-Sang der bunten Bälle läd euch ein ums andere Mal ein, die Melodie mitzusummen!
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:

