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METAL GEAR SOLID 4: GUNS OF THE PATRIOTS
 Test von Christoph Kirchner (15.06.2008) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Konami
Termin:12. Juni 2008 Entwickler:Kojima Productions



Am 12. Juni ging für alle PS3-Jünger ein Traum in Erfüllung: Mit “Metal Gear Solid 4” veröffentlichte Konami das wohl letzte Abenteuer des symphatischen Raubeins Snake. Wird der Titel den Erwartungen gerecht? Dürfen auch Neueinsteiger einen Blick riskieren? Wie schlägt sich die eigenständige Multiplayerkomponente “Metal Gear Online”? Gemach, gemach lieber Leser, unser ausführlicher Test schafft Klarheit!


Der Anfang vom Ende

Was sich heute schon ankündigt, ist im Jahre 2014 Wirklichkeit: Kriege werden weder der Macht noch des Idealismus wegen ausgetragen. Die blutigen Gefechte haben sich zu einem routinierten Zahnrad der Wirtschaft entwickelt. Stellvertreterkriege sind an der Tagesordnung, und überall wo gekämpft wird, klingeln die Kassen der beteiligten Unternehmen, Waffenhändler und Spekulanten. Neue Techniken wie Roboter, ID-Systeme und Nano-Implantate haben den Krieg verändert: Alles wird kontrolliert und überwacht – Waffen, Soldaten, Truppenstärke – um den Sieg effektiver zu planen, Ressourcen besser zu nutzen, Supersoldaten heranzuzüchten und abtrünnige Söldnertruppen, die den Großteil der kämpfenden Riege ausmachen, zu kontrollieren. Das System scheint sicher, ausgeklügelt. Doch einmal mehr ist nicht alles so, wie es scheint ...

In der Zeit des privatisierten Krieges ist für altgediente Helden kein Platz mehr. Für Helden wie Solid Snake, der schon mehrfach das Schlimmste verhindert hat. Für einen Helden, an dem der Zahn der Zeit sichtbar genagt hat. Vernarbt und geschunden von seiner aufopferungsvollen Vergangenheit und heimgesucht von einem tödlichen Virus, der ihn blitzschnell altern lässt, zieht sich Snake aus dem Geschehen zurück. Doch gerade jetzt holt ihn seine Vergangenheit wieder ein: Sein Gegenspieler Liquid bedroht erneut die Menschheit. Also macht sich die gealterte Schlange ein letztes mal auf, die Welt vor der Ausgeburt des Bösen zu retten. Um ein letztes mal Gutes zu tun, ein letztes mal das Böse zu besiegen.


Schleich dich, oder kämpfe!

Fans der Serie fühlen sich in “Metal Gear Solid 4” schnell zu Hause, doch auch an Neueinsteiger wurde gedacht. Wer die leichteren Schwierigkeitsgrade wählt, bleibt vor frustigen Stellen verschont, kann sich durch den Titel wie durch einen Egoshooter ballern, und vollends die Story genießen. Dadurch verpasst man aber natürlich einen Großteil der spielerischen Faszination. Um gefordert zu werden, solltet ihr mindestens auf “Normal” spielen. Hier ist es angeraten, von Snakes Tarn- und Schleichkünsten Gebrauch zu machen, die Betäubungspistole und das neue Solid-Eye, das unter anderem ein praktisches Nachtsichtgerät beinhaltet, einzusetzen. Zudem solltet ihr euch in den Levels etwas genauer umschauen: Zahlreiche Alternativwege bieten die Möglichkeit, Brennpunkte zu umgehen oder Gegnern in den Rücken zu fallen. Apropos Gegner: Da ihr als Einzelkämpfer agiert, habt ihr in den Kriesengebieten oft die Wahl, auf wessen Seite ihr euch schlagt. Im besten Falle bekommt ihr dann von einer Partei sogar Unterstützung.

Neu ist ein kleiner Miniroboter, der euch stets begleitet und auch selbst gesteuert werden kann. So lässt sich unübersichtliches Terrain in Ruhe erkunden – schließlich verfügt die putzige Blechschüssel über einen Tarnmodus. Sonst wird MK II – so der Name des Kleinen - von einem alten Bekannten gesteuert: Otacon sitzt am anderen Ende der Leitung und versorgt Snake zudem mit allerlei Informationen. Ebenfalls ein netter Einfall: Durch das ID-System sind viele Waffen an eine gewisse Seite gebunden und können so nicht einfach abgeschossen werden. Abhilfe schafft der Waffenhändler Drebin, der die Knarren gegen ein kleines Entgeld für uns “wäscht”, und so verfügbar macht. Zudem verkaufen wir aufgesammelte Knarren an den Affenfreund, und erhalten so – völlig automaisch – wertvolle Punkte.

Etwas überladen wirkt allerdings die Steuerung: Durch die Tatsache, dass mit einer Taste oft mehrere Aktionen ausgeführt werden können, agiert Snake ab und an ungewollt anders - gerade bei Nahkämpfen. Hier ist also ein wenig Übung angesagt.


Mehrspielerfreuden

Mit “Metal Gear Online” findet sich auf der Spiele-Blu-Ray zudem ein eigens entwickelter Mehrspielermodus, der den ausgezeichneten Gesameindruck noch weiter verstärkt. Hier erwartet euch nicht etwa ein Aufguss des Einzelspielermodus, sondern eine abgekoppelte Komponente, die zwar bekannte Areale bietet, sich sonst aber locker eigenständig verkaufen lassen würde. Auf fünf Maps duelliert ihr euch in diversen Mehrspielermodi, die sich angenehm vom Genreeinerlei abheben. Für Langzeitmotivation sorgen die individuelle Charakterentwicklung und die vielen witzigen Ideen, die den im Vergleich zu “Quake” und Co. angenehm taktischen Spielablauf etwas auflockern. So könnt ihr – wie auch im Singleplayermodus – etwa Erotikhefte in den Levels platzieren, und so feindliche Einheiten ablenken. Oder ihr versteckt euch in einem Karton und ergreift als hoppelndes Stück Papier die Flucht, wenn ihr entdeckt werdet – einfach herrlich! Noch witziger ist das Katapult, mit dem ihr euch durch die Maps schießt und so für die eine oder andere Überraschung bei euren Feinden sorgt. Gekoppelt mit der Tatsache, dass Sony für die Onlinefähigkeit der PS3 – im Gegensatz zu Microsoft mit seiner Xbox 360 – nichts verlangt, dürfte sich “Meta Gear Online” schnell zur festen Größe im PS3-Multiplayermetier mausern. Wenn Konami dann noch ein paar neue Maps nachreicht, dürftet ihr die nächsten Monate gut beschäftigt sein.


Filmreife Unterhaltung

Entwicklerlegende Hideo Kojima setzt dem zum Kultcharakter avancierten Solid Snake mit “MGS 4” ein spielerisches Denkmal. Es ist gerade die Geschichte, gepaart mit der tollen Optik und den genialen Zwischensequenzen, die euch bis zum Abspann nicht mehr loslässt. Der Grundrahmen des Kampfes Gut gegen Böse bleibt zwar erhalten, allerdings streut Kojima in die Story dermaßen viele kleine Geschichten, Charakterzüge und Emotionen ein, dass man meinen möchte, man sehe einen guten Film. Wir sind uns sicher: Die ausufernden Zwischensequenzen einfach aneinanderschneiden – die Filmverleiher stünden Schlange.

Man kann die Faszination, die von diesem Titel ausgeht, schlecht in Worte fassen. Selten fühlte man sich in einem Spiel so intensiv mit den Charakteren verbunden. Jede Nebenrolle, sei es eine noch so unwichtige, hat eine Geschichte zu erzählen, agiert glaubwürdig, offenbahrt eine eigene Persönlichkeit. Es ist eine dieser Handlungen, bei der man nicht das Gefühl hat, durch einen Tunnel zu blicken, sondern erkennt, dass hinter dem Storystrang, den das Spiel vermittelt, ein großes Universum existiert, in dem die Charaktere weiterleben und atmen, auch über die erzählte Geschichte hinaus.

Maßgeblich für den hervorragenden Gesamteindruck verantwortlich ist die wunderbare Präsentation, die die Story in einprägsamen Bildern wiedergibt. Die optische Qualität des Titels lässt sich in etwa mit der von “Call of Duty 4” vergleichen, wenn “MGS 4” ab und an auch mit ein paar matschigen Texturen zu kämpfen und etwas kleinere Level zu bieten hat. Dafür verwöhnt euch Snakes letztes Abenteuer mit den wohl gelungensten Zwischensequenzen der Spielegeschichte: Wunderbare Bildsprache, exzellente Schnitte und realistische Animationen machen jede Sequenz zu einem Genuß. Hinzu kommt der referenzträchtige Soundtrack, der mit einprägsamen Klängen und einer nahezu perfekten englischen Vertonung (es gibt lediglich deutsche Untertitel) daherkommt. Hier erwartet euch ganz großes Kino!

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






“MGS 4” ist das ideale Beispiel für die auf Perfektion getrimmte Arbeitsmoral der japanischen Entwickler: Snakes wohl letztes Abenteuer verbindet hervorragende Spielbarkeit mit kinoreifer Präsentation und einer Story, die mitreißt: Liebe, Trauer, Freude, Hass – kein anderer Titel jongliert dermaßen gekonnt mit den Emotionen der Spieler. Obendrauf ein Onlinemodus, den man problemlos als eigenständiges Produkt hätte verkaufen können. Klare Sache: Gibt es auf dieser Welt ein Spiel, für das sich der Kauf einer PS3 lohnt, dann ist es dieses!
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#1 | xes2seth [15.06. | 22:31] 
Steuerung/Kamera
Um es vorweg zu nehmen: Ich bin totaler fan der Serie, habe alles gezockt bis zum Umfallen. Ich war echt heiss auf dieses Spiel, habe es gierig aufgerissen und das Intro förmlich in mich aufgesaugt. So, als es dann ins Spiel ging machte sich erster Unmut breit. Was zur Hölle, kein Radar? Überblick gleich Null, wo wir dann auch schon beim Thema Kamera sind. Die Kamera enttäuscht mich einfach nur, weil man Gegner schlecht sehen kann und diese nicht mehr so schön statisch wie bei MGS2 ist. Dann das Kampfsystem, bzw die verkorkste Steuerung im Nahkampf. Man hat das Messer in der Hand, will den Gegner damit beseitigen. Was passiert? man bekommt sich nicht richtig positioniert, schnippelt blöde in der Luft herum und wird gekillt. Schade eigentlich, dass es so geworden ist.

#2 | Chris (GR) [16.06. | 07:54] 
Wirklich?
Ein Radar gibt es, nur nicht im Prolog - wenn du ein paar Minuten weiter spielst, ploppt dir jenes ins Bild. Schlimme Kamera? Mitnichten: Das Teil ist doch optimal von Snake entfernt und fliegt ohne Macken mit - wüsste nicht, wie man das noch übersichtlicher gestalten sollte - einzig und allein in engen Innenräumen ist das Teil ab und an mal ein bisschen bockig. Bei der Steuerung hast du aber recht - die wirkt mitunter tatsächlich etwas überladen.

#3 | mrmescht [16.06. | 19:42] 
genial
mehr gibt es eig. nicht zu sagen, einfach genial

#4 | MrMescht [20.07. | 13:57] 
kleiner fehler
mir is grad aufgefallen dass ihr einen kleinen fehler bezüglich story drinnen habt (gut, bei so einer komplexen story kein wunder xD)
es geht darum, dass snake nicht durch foxdie altert (wie man anfangs glaubt), er wurde einfach so geschaffen (also kurze lebensdauer), er war nie dazu gedacht lange zu leben...

#5 | Zeydini0 [04.08. | 10:44] 
w i l l e l o s
MGS forever beschde game einfach genial gemacht =)
STORY <3

#6 | Gast [28.09. | 12:57] 
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
ich weiss warum snake gestorben ist wenn er nicht gestorben wäre müsten die macher von metal gear solid einen neuen teil rausbringen aber sie wussten das sie das spiel nicht mehr toppen köNNEN

#7 | Don_Lago [05.02. | 20:27] 
MGS 4
(Gast)
Es kommt MGS 5 Raus und da wird man nicht mehr Snake spielen.Er ist nur gestorben weil er nicht dafür geschaffen wurde Lange zu leben wie Mr.Mescht schon gesagt hat!!!!

#8 | Gast [06.02. | 16:26] 
Geniales Spiel
Das Spiel ist einfach genial.Es beantwortet alle offen geblieben Fragen der Vorgänger. Man hat vielleicht ein paar Probleme mit der Story mitzukommen, wenn man nicht die Vorgänger gespielt hat aber trotzdem ist dieses Spiel einfach nur genial.Gamplay,Grafik,Atmosphäre, Sound und und und alles passt perfekt. Schade nur das es vorraussichtlich das letzte Spiel mit Snake als Haupcharakter ist.

#9 | Gast [07.02. | 22:46] 
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
Snake stirbt? Habt ihr das Spiel auch wirklich durchgespielt?

Naja, es ist mit das emotionalste Spiel was ich je gespielt habe. Weniger das Spiel an sich (obwohl es schon ziemlich gut ist) macht es zu einem außergewöhnlichen Erlebnis als vielmehr die Geschichte und die tiefen Seelen der einzelnen Charaktere. Ganz vorn Solid Snake. Manchmal zu dick aufgetragen aber man will nicht loslassen und hofft von Minute zu Minute dass die Geschichte weiter geht und nie aufhört weil das Ende wie ein gutes Buch ein mulmiges leeres Gefühl im Bauch hinterlässt. Und bevor der Verdacht aufkommt, ich bin kein 3d Ballerspieler und habe obwohl ich vor Monaten Solid Snake 4 durchgespielt habe die OnlineMP nicht mal angerührt. Zusätzlich hatte ich keines der Teile zuvor gespielt, ich weiß nur noch wie ein Freund Teil 1 auf der PS1 seinerzeit durchweg lobte und zockte. Und ahja, die wirklich wichtige Geschichte versteht man auch ohne die ersten drei Teile gespielt zu haben. Danke an die Macher des Spiels.

#10 | Peter [08.02. | 15:18] 



312
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
Klar, versteht man die Geschichte, aber niemals so komplett wie wenn man sich die anderen Titel vorher zu Gemüte geführt hat. Außerdem ist es ein bewegender Augenblick, von einem Spieleheldern Abschied zu nehmen, der einen über fast 20 Jahre begleitet hat, als "nur" von dem Protagonisten eines erfolgreichen PS3-Spiels. Ob Snake im Spiel stirbt oder nicht spielt keine Rolle. Jedoch will ich darauf nicht näher eingehen, da ich (Fox DIE) nicht zuviel verraten will. Jedenfalls ist Kojimas Entscheidung sich bei Metal Gear von dem Serienhelden zu verabschieden eine schwerwiegende. Ob er wohl daran festhalten wird? Jedenfalls hast es für dich nur die anderen Teile nachzuspielen.

#11 | donatboy [12.03. | 15:14] 



61
Hideo Kojima
Hideo Kojima ist ja wohl DER entwickler unserer zeit
wenn der typ ein spiel macht dann hab ich es am ersten tag, jeder seiner werke kann sich meisterwerk nennen und damit übertreibe ich nicht storyx mäßig ist metal das beste beispiel warum japaner einfach dafür gemacht sind geschichten zu schreiben kein andres spiel hat mich so gefesselt. wenn ein spieledesigner einen stern in der hall of fame kriegen soll dann kojima denn dieser kerl ist gott in menschengestallt
Meine Wertung: Ausgezeichnet (95%)

#12 | Gast [25.05. | 13:56] 
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
Eins muss ich sagen. Meiner Meinung nach, ist das das beste Spiel aller Zeiten. Alle Serien MGS sind genial vorallem die vierte Serie.

Soviel Story einfach nur genial. Und wie schon erwähnt sehr sehr emotional das Spiel. Traurig wurde ich schon als Snak so gut wie starb zuletzt. hammer echt hammer . ein großes Lob an Kojima

#13 | Lexx [25.03. | 18:26] 



105
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
Einfach genial das Spiel!
Ein Must have einfach
Wie schon da steht ich bin auch seit jahren Metal Gear Solid Fan eine perfektion von einem Spiel
Meine Wertung: Ausgezeichnet (100%)

#14 | The Comedian [10.10. | 06:58] 



7.336
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
ich schleiche gern, dann aber lieber mit sam fisher.
Meine Wertung: Sehr Gut (88%)


 










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Pro:
kinoreife Präsentation
spielerische Freiheit
mitreißende Geschichte
Metal Gear Online

Contra:
Texturqualität schwankt
kleinere Steuerungsmacken


Offizielle Website:
 @ Konami

Weitere Links:
 Interview-Video
 Intro-Sequenz



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