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CASTLEVANIA: LORDS OF SHADOW 2
 Test von Patrick Schwendemann (13.03.2014) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action-Adventure Publisher:Konami
Termin:28. Februar 2014 Entwickler:MercurySteam

Nach dreieinhalb Jahren erreicht MercurySteams Castlevania-Trilogie endlich ihr großes Finale. Lords of Shadow 2 bessert die spielerischen Schwachstellen des ersten Teils aus, schlägt darüber hinaus aber eine neue Richtung ein, deren ambitionierten Ziele zwar lobenswert sind, aufgrund einiger Probleme allerdings nicht gänzlich erfüllt werden.


Metroidvania

Gabriel Belmont, der einstige Champion des Lichts, ist der Dunkelheit verfallen. Doch selbst als Vampirfürst Dracula wird der Unsterbliche von seiner Vergangenheit geplagt. Sein einziger Wunsch ist es zu sterben. Nach einem tiefen, Jahrhunderte langem Schlaf erwacht Gabriel in der Moderne, wo ihm ein alter Bekannter die Erfüllung seines sehnlichsten Traums verspricht. Dabei gibt es nur einen Haken: Dracula soll ihm dabei helfen, die Rückkehr Satans zu verhindern.

Da Lords of Shadow 2 in der Gegenwart spielt, machen die nächtlichen Straßen Castlevania Citys einen beachtlichen Teil der Levelgestaltung aus. Für Abwechslung ist allerdings gesorgt: Unterirdische Fabrik-Komplexe, feurige Lava-Höhlen und eisige Gipfel betreten wir während des mindestens 15-stündigen Abenteuers ebenfalls. Zu guter Letzt darf aber natürlich auch Draculas riesiges Schloss nicht fehlen. Die unterschiedlichen Abschnitte besuchen wir dabei nicht unbedingt in linearer Abfolge. Anders als noch Teil 1 der Reihe, kehren MercurySteam mit ihrem neuesten Titel nämlich zur altbewährten "Metroidvania"-Struktur zurück. Das heißt, dass uns zu jedem Zeitpunkt verschiedene Wege zur Verfügung stehen und dass sich im Laufe des Spiels immer mehr davon offenbaren. Oftmals können wir mit neuerlangten Fähigkeiten bisher unbegehbare Passagen in einem bereits besuchten Level nutzen. Die szenische Abwechslung kommt auf diesem Wege besonders zum Tragen. Nie halten wir uns in einem Gebiet lange genug auf, um von der optischen Gestaltung gelangweilt zu werden. Wer sich die Umgebungen aber dennoch genauer ansieht, wird mit unzähligen versteckten Geheimnissen wie Health-Upgrades oder zusätzlichen Erfahrungspunkten belohnt.


Es sind die kleinen Dinge im Leben

Hauptsächlich besteht Draculas nächtlicher Streifzug aus Kämpfen und Kletterpassagen. In beiden Fällen ist die frei drehbare Kamera eine bedeutende Neuerung. Das Feature, das das erste »Lords of Shadow noch vermissen ließ, hilft enorm bei der Navigation durch die Level. In Kombination mit Markierungen, die interagierbare Stellen an Wänden hervorheben, sorgt die freie Kamera für deutlich übersichtlichere Plattformeinlagen, bei denen das Ziel immer klar vor Augen ist. Da zusätzlich die Sprung- und Kletteranimationen schneller ausgeführt werden als zuvor, fühlen sich die entsprechenden Passagen letztendlich viel dynamischer und weniger zäh an. Es macht einfach ungeheuren Spaß, in Windeseile ein höhergelegenes Stockwert in Draculas Schloss zu erklimmen.

Auch das Kampfsystem wurde gegenüber dem 2010er-Titel optimiert. Diesmal stehen uns in den Gefechten nämlich noch mehr Optionen zur Verfügung. Zunächst verfügen wir über drei verschiedene Waffen, die alle unterschiedliche Funktionen erfüllen. Mit dem Schwert der Leere stellen wir bei jedem erfolgreichen Angriff einen Teil unseres Lebens wieder her, während die Chaoskrallen massiven Schaden verursachen und durch gegnerische Rüstungen brechen. Beide Waffen brauchen bei der Benutzung allerdings Magie auf und können deshalb nicht ständig eingesetzt werden. Zum Glück tragen wir allerdings immer unsere Schattenpeitsche mit uns, die über keine besondere Eigenschaft verfügt, aber eben eine etwas größere Reichweite hat. Magie füllen wir auf, indem wir über längere Angriffsfolgen nicht getroffen werden. Auf diese Weise motiviert das Spiel ein konzentriertes Vorgehen des Spielers. Attacken müssen wir zum richtigen Zeitpunkt blocken oder ausweichen, und genau hierbei hilft die freie Kamera nochmals gewaltig.

Wie bereits gesagt, besitzt Dracula aber noch einige weitere Fähigkeiten, die er sich im Kampf zu Nutze machen kann. Selbstverständlich sind die Wurfdolche wieder vorhanden. Diesmal brauchen diese allerdings keine Munition auf. Darüber hinaus können wir Gegner mit Fledermausschwärmen vorrübergehend ablenken oder uns in einen blutigen Nebel verwandeln, der durch bestimmte Hindernisse schweben kann und immun gegenüber Angriffen ist. Als wäre das noch nicht genug, haben wir auch die Möglichkeit, Feinde mit einem Eisschuss einzufrieren oder flächendeckenden Schaden mit einer Feuergranate zu verursachen. Sollten uns die Gegnerhorden trotz dieses Arsenals in die Ecke drängen, können wir uns am Blut geschwächter Feinde nähren, um uns etwas hochzuheilen. Für besiegte Gegner erhalten wir selbstverständlich Erfahrungspunke, mit denen wir für jede der drei Waffen nach und nach mehr Spezialattacken freischalten. In den meisten Fällen reichen die Basismanöver in Kombination mit guten Reflexen allerdings aus, um Gefahrensituationen zu überwinden – zumindest auf dem mittleren Schwierigkeitssetting. Ja, Lords of Shadow 2 ist wahrscheinlich ein kleines bisschen einfacher als Teil 1. Wer aber unbedingt eine größere Herausforderung sucht, kann den Schwierigkeitsgrad jederzeit auf die nächsthöhere Stufe setzen.

Quicktime-Events dürfen in einem Action-Adventure dieser Sorte selbstverständlich nicht fehlen, auch wenn diese heutzutage kaum mehr für ein müdes Lächeln sorgen. Anders als die Konkurrenz weiß MercurySteam allerdings um die Beinah-Abscheu gegenüber des Features seitens vieler Spieler Bescheid. Kein anderes Spiel hantiert mit "QTEs" so sorgfältig und bedacht wie Castlevania: Lords of Shadow 2. Das aus dem ersten Teil bekannte Kreis-Minispiel, in dem zum richtigen Zeitpunkt eine beliebige Aktionstaste gedrückt werden muss, kehrt zurück. Button-spezifische Aufforderungen gibt es aber nur dann, wenn wir auf eine bestimmte Taste hämmern müssen, und selbst dann steht uns mehr als genügend Zeit zur Verfügung, um zu reagieren. Ein Bosskampf scheitert so gut wie nie an der versäumten Eingabe während einer Zwischensequenz, und genau so sollten Quicktime-Events auch gestaltet sein: Sie sind lediglich dazu gedacht, Sequenzen interaktiver zu gestalten und stellen in sich selbst keine Herausforderung dar. Das sollten sich viele andere Entwickler ruhig zum Beispiel nehmen. Wer das Feature aber überhaupt nicht ausstehen kann, darf es in den Optionen sogar komplett ausstellen. Hut ab!

Mit kleinen aber feinen Änderungen wie den perfekt implementierten Quicktime-Events, den Markierungen bei Kletterpassagen, den flotteren Animationen beim Entlangkrackseln an Wänden und der frei drehbaren Kamera verbessert Lords of Shadow 2 das Gameplay des ersten Spiels enorm. Leider begnügt sich der Titel damit jedoch nicht, und führt einige Neuerungen ein, die zwar wohl intendiert sind, aber nicht optimal funktionieren.


Zu viel des Guten

Um die Würze des Gameplays weiter zu verfeinern, entschloss sich MercurySteam, einige Schleichpassagen in das Spiel einzubauen. Hier muss Dracula unter anderem unbemerkt an schwer bewaffneten Wachen vorbeikommen und sich dabei hauptsächlich seinem Fledermausschwarm und der Fähigkeit, sich in eine Ratte zu verwandeln, bedienen. Werden wir dabei entdeckt, scheitert das Vorhaben auf der Stelle. Diese Stealth-Abschnitte können als eine Art Puzzle verstanden werden, die trotz weniger Optionen auf Spielerseite meist als gelungene Abwechslung dienen. Allerdings gibt es ein oder zwei extrem frustrierende Schleich-Stellen im Spiel, bei denen das Niveau der Herausforderung nicht ansatzweise auf die geringe Zahl spielerischer Möglichkeiten angepasst ist. Der Name "Agreus" wird Spieler wohl noch Jahre in ihren Albträumen heimsuchen.

Ein weiteres Problem bringt das ambitionierte "Metroidvania"-Prinzip mit sich, das der Progression zwar eine gewisse Dynamik verleiht, aber nicht ganz erfolgreich umgesetzt wurde. Gerade die Orienteriung ist aufgrund einer fehlenden Weltkarte nicht gerade einfach. An bestimmten Stellen im Spiel sind Teleporter platziert, die jedoch nicht mit allen anderen verbunden sind. Wer also ein wenig abseits der Handlung nach Secrets suchen will, wird des öfteren plan- und orientierungslos umherirren und dabei hoffen müssen, irgendwann an der gewünschten Stelle anzukommen. Frustierend wird die ganze Angelegenheit durch teils stattliche Ladezeiten, die hinter sich sehr langsam öffnenden Türen oder zehnsekündigen Zwischensequenzen versteckt sind, aber letztendlich niemanden wirklich hinter's Licht führen. Schließlich stellt sich auch die Frage, ob sich die Suche nach Geheimnissen wirklich lohnt. Upgrades für die Magie- und Lebensanzeigen sind natürlich sehr nützlich. Auf der anderen Seite lassen sich häufig aber nur Denkmale oder Tagebucheinträge von verstorbenen Soldaten finden, die zwar zur Ausschmückung der Spielwelt dienen, aber leider nicht vertont, viel zu lang und in einem schwer lesbaren Font geschrieben sind.

Castlevania: Lords of Shadow 2 scheitert zumindest teilweise an den viel zu großen Ambitionen der Entwickler. Das Spiel versucht, zu viele Dinge auf einmal zu sein, und fühlt sich letztendlich nicht wie ein kohärentes Gesamtpaket mit einer einheitlichen Vision dahinter an. Es führt das Spielprinzip des ersten Teils weiter, steckt es in eine "Metroidvania"-Struktur und fügt Stealth-Abschnitte hinzu. Doch damit nicht genug: Lords of Shadow 2 übernimmt Koop-Elemente mit NPCs aus Spielen wie Resident Evil 5, riesige Bosskämpfe aus »Shadow of the Colossus und sogar das Zug-Level aus »Uncharted 2. Es baut griechische Mythologie ein und fügt dem Ganzen noch eine Prise der düsteren, psychotischen Atmosphäre von »Alice: Madness Returns hinzu. Sogar Erinnerungen an das neueste »Devil May Cry werden angesichts der Dämonen in Business-Anzügen geweckt. Trotz diverser Probleme, die mal kleinerer und mal größerer Natur sind, is keines dieser Elemente wirklich schlecht umgesetzt. Doch verglichen mit dem ersten Titel, der seine Linearität und klare Vision nutzte, um sich auf ein fokussiertes Spieldesign zu konzentrieren, fühlt sich Draculas letztes Abenteuer wie ein Pottpüree guter Zutaten an, die nicht unbedingt gut miteinander harmonieren.

Dennoch muss festgehalten werden, dass der Kern des Spiels absolut meisterhaft umgesetzt wurde. Nicht jeder Fan des ersten Lords of Shadow wird Gefallen an all den verschiedenen Elementen des Nachfolgers finden; das Kampfsystem und die Plattformeinlagen können sich aber dennoch mit den Besten des Genres messen. Und wer zusätzlich zu dem gewohnten Gameplay auch auf der Suche nach einer interessanten Geschichte mit exzellenten Synchronsprechern wie Patrick Stewart und Robert Carlyle ist, sollte sich wirklich selbst vom Prinzen der Finsternis verabschieden.





In Castlevania: Lords of Shadow 2 steckt ein ungeheures Potenzial, das leider nicht vollstens genutzt wird. Das Spiel verbessert die Spielmechanik des ersten Teils und erzählt darüber hinaus eine durchaus interessante sowie interpretationswürdige Geschichte. Leider begnügt es sich damit jedoch nicht und wirft zusätzlich einige andere Elemente, wie die Schleichpassagen, in den Mix, die nicht annähernd mit dem Niveau des restlichen Spiels mithalten können. Dennoch gilt: Wer die Kämpfe und Kletter-Abschnitte im ersten Lords of Shadow mochte, wird zumindest dahingehend alles andere als enttäuscht werden.
79%
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mehr Wallpaper
























Pro:
Rückkehr zum Metroidvania-Prinzip
abwechslungsreiche Umgebungen
freie Kamera
verbesserte Kletterpassagen
perfekte Quicktime-Events
großer Umfang

Contra:
Orientierung fällt oft schwer
lange, versteckte Ladezeiten
manche Stealth-Abschnitte frustrierend
viele Secrets sind unbedeutend
zu viele unterschiedliche Elemente in einem Spiel


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