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DOKI-DOKI UNIVERSE
 Test von Patrick Schwendemann (30.12.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:Sony
Termin:11. Dezember 2013 Entwickler:HumaNature Studios

Wenn Spiele wie Grand Theft Auto V Schlagzeilen wegen berüchtigten Folterszenen machen, vergessen viele, dass Videospiele auch andere Qualitäten bieten können. HumaNatures kürzlich erschienenes Doki-Doki Universe richtet sich mit spielerisch aufbereiteten Lerninhalten primär an ein jüngeres Publikum und malt eine fast durchweg heitere und farbenfrohe Spielwelt. Was es darin alles zu entdecken gibt, schauen wir uns im Test an.


Im Stich gelassen

QT3 ist ein Roboter, der gemeinsam mit seinem Ballon-Freund von seiner Menschenfamilie ausgesetzt wurde. Ganze 32 Jahre verbringen die beiden auf einem einsamen Asteroiden, ehe sie von einem vorbeisausenden Außerirdischen in einer fliegenden Untertasse entdeckt werden. Der Alien mit dem Namen Alien merkt schnell, dass es sich bei QT3 um ein längst überholtes Modell handelt, und will den Guten zur Neuprogrammierung in die Fabrik zurückbringen. Der Grund: Die neueren Ausgaben besitzen alle viel mehr Menschlichkeit. Retten kann sich der Roboter vor der fürchterlichen Prozedur also nur, wenn er dem grünen Reisenden seine Menschlichkeit beweist. Zu diesem Zweck besucht QT377665 – so sein voller Name – diverse Planeten, um anhand verschiedener Beispiele zu lernen, was es heißt, menschlich zu sein.

Auf unserer Reise durch das All landen wir dabei auf den unterschiedlichsten Sternen und stoßen dabei auf allerhand witzige Figuren. Auf dem ägyptischen Wüstenplaneten Farroh treffen wir beispielsweise die traurige Kleo, die von ihrem Freund Ramses scheinbar verlassen wurde. In Wahrheit ist der Arme aber "irgendwie gestorben", weshalb seine Geliebte ihn nicht sehen oder hören kann, obwohl er als Geist direkt neben ihr steht. In Situationen wie dieser ist es unsere Aufgabe, den Charakteren unter die Arme zu greifen und ein Happy End zu finden. Dabei entstehen oft aberwitze Dialoge, die sowohl jung als auch alt genießen können.


Geben und Nehmen

Doki-Doki Universe ist ein 2D-Adventure, das in einem simplen aber äußerst ausdrucksstarken Comic-Look präsentiert wird. Die relativ kleinen Welten können wir auf einer Querschnittsebene begehen und im Uhrzeigersinn, oder dagegen, umrunden. Durchschnittlich trifft QT3 dabei auf fünf bis acht Charaktere, denen allen auf irgendeine Art und Weise geholfen werden muss. Der Kaktus auf Farroh sehnt sich beispielsweise nach einem Delphinfreund, während Plop auf dem Müllplaneten Yuckers unbedingt einen Boxkampf sehen will. Manchmal helfen wir den Charakteren, indem wir eine Multiple-Choice-Frage beantworten. Meistens geht es aber darum, den Figuren passende Geschenke herbeizuzaubern.

QT3 verfügt über die Fähigkeit, Objekte, Tiere oder Personen ganz nach dem Vorbild »Scribblenauts wie aus dem Nichts erscheinen zu lassen. Dabei wählen wir aus einem zu Beginn noch recht kleinem Sortiment von Objekten aus, das im Verlaufe des Spiels aber zu einer beachtlichen Größe heranwächst. Doki-Doki Universe ist eine Geschichte über Geben und Nehmen. Dem Kaktus zaubern wir beispielsweise einen springenden Delphin hervor und bekommen als Gegenleistung den Sensenmann als herbeirufbares Geschenk, den wir direkt im Anschluss zum Abschluss einer anderen Quest benötigen. Geschenke erhalten wir aber nicht nur als Questbelohnung, sondern oft auch, wenn uns bestimmte Charaktere besonders gut leiden können. Die Figuren verfügen alle über eine Art Persönlichkeit: Sie mögen spezielle Dinge, finden andere Sachen wiederum abschreckend und bevorzugen eine von drei Grußarten. Diese Informationen können wir zu unserem Vorteil nutzen und uns entweder beliebt oder unbeliebt machen; denn manche Geschenke erhalten wir nur von Personen, die uns überhaupt nicht ausstehen können. Meist sind dass dann entsprechenderweise alte Fischkräten oder ähnliche unansehnliche Objekte.


Ein eigener Planet

Für unsere Bemühungen erspielen wir uns nicht nur Objekte, die wir als Geschenke weiterreichen können, sondern auch Dekorationen für unseren Heimatplaneten. Mit Häusern, Bäumen oder Zäunen dürfen wir unsere eigene Welt verschönern und anschließend Freunden zeigen, die jeweils wiederum ihren ganz persönlichen Planeten erschaffen. Via Facebook ist es möglich, die Spielfortschritte zu veröffentlichen und andere Spieler nach Hause einzuladen. Eine Twitter-Einbindung gibt es aber leider nicht.

Auch Hintergründe und Charakter-Skins für QT3 und dessen interstellares Reittier schalten wir im Laufe des Spiels langsam aber sicher frei. Im Grunde steckt in diesen Belohnungen die hauptsächliche Spielmotivation in Doki-Doki Universe. Denn so nett die Idee mit dem Gestalten des eigenen Planeten auch ist: Das Feature fällt letztendlich doch äußerst flach aus. Im Grunde besteht die Individualisierung unserer Heimat ausschließlich aus dem Aufstellen von nicht interagierbaren Stickern in einer Reihe. Die kreativen Ausdrucksmöglichkeiten beschränken sich damit auf ein Minimum. Anders als beispielsweise in »LittleBigPlanet, ist es uns nicht einmal gestattet, die Größe eines dekorativen Objekts zu verändern oder es zu rotieren. Die Vertikale wird völlig außen vor gelassen, wodurch es sich bei diesem speziellen Gameplay-Element im wahrsten Sinne des Wortes um ein eindimensionales Unterfangen handelt. Länger als ein paar Minuten können uns die Dekorationsmöglichkeiten nicht begeistern. Vielleicht wäre es anders, wenn das Spiel irgendeine Reaktion auf unsere pseudokreative Arbeit zeigen würde, was jedoch auch nicht der Fall ist. Das ist besonders schade, da Doki-Doki Universe an anderen Stellen durchaus auf individuelle Weise mit dem Spieler interagiert.


Komplimente und Geschenke

Zusätzlich zu den diversen Planeten mit Charakteren in Not, schweben im bunten Comic-Universum auch Asteroiden umher, auf denen QT3 kleinere Persönlichkeitstests absolvieren kann. Hier wird uns eine Reihe von Fragen gestellt, die anschließend ausgewertet werden und uns etwas über unsere Psyche verraten. Ziehen wir beispielsweise das moderne Hotel der Ferienhütte vor, so ist uns Sicherheit im Leben besonders wichtig. Nachdem wir mehrere Quiz-Asteroiden besucht haben, notiert sich ein NPC namens Doktor Therapeut alle Testergebnisse und kann uns bei Bedarf einen besonders tiefen Einblick in unsere Persönlichkeit gewähren, der wirklich beänstigend stark der Realität ähnelt.

Die Psychologiespielchen dienen als gelungene Abwechslung zu einer andernfalls eher repetitiven Spielmechanik. Wenn wir die Story vorantreiben wollen, müssen wir den Figuren auf den verschiedenen Planeten helfen und dabei immer und immer wieder in unserem Geschenke-Arsenal stöbern. Zu einem enorm großen Teil besteht das Gameplay in Doki-Doki Universe darin, sich bei diversen Charakteren einzuschleimen. Wir verschenken Objekte, erhalten andere als Belohnung und reichen diese dann wieder an andere NPCs weiter. Geschenke, Geschenke, Geschenke. Alle Probleme werden letztendlich mit materiellen Spenden gelöst – nicht gerade die richtige Botschaft für ein junges Publikum, und auch keine überaus spannende Spielmechanik. Mit der Zeit ermüdet das simple Prinzip einfach. Schuld daran ist mitunter auch die relativ schlechte Übersicht über unser Sammelsurium. Statt einem klaren Menü mit mehreren Kategorien müssen wir mit einem rudimentären Filter-System hantieren, dass entweder einige zufällige Objekte anzeigen oder eines davon auswählen und ähnliche Dinge anbieten kann. Auf diese Weise ist es im späteren Spielverlauf schwieirg, überhaupt einen Überblick über alle Geschenke im Besitz zu bekommen.


Vorurteile

Doki Doki Universe richtet sich eindeutig an ein jüngeres Publikum, das sich weniger am repetitiven Gameplay stört und in dem durchaus vorhandenen pädagogischen Mehrwehrt eine zusätzliche Qualität am Spiel genießen kann. Obwohl die Botschaft vom materiellen Glück definitiv kritikwürdig ist, verstecken sich in den verschiedenen Minigeschichten auf den einzelnen Planeten dennoch wertvolle Lerninhalte für die kleineren Gamer.

Als wir auf Aquariumland ankommen, erklärt uns Alien beispielsweise, dass wir hier etwas über Vorurteile lernen sollen. Wir denken uns zunächst nicht viel dabei und befreunden uns erst einmal mit den beiden Tauchern sowie mit Fischbert dem Fisch und Aali dem Aal. Dabei erfahren wir relativ schnell, dass Fischbert und Aali in Gefahr sind, da sie ständig vom großen Seeungeheuer verfolgt werden. Aus Angst, gefressen zu werden, bitten sie uns um Hilfe, weshalb wir uns das Ungetüm einmal ansehen. So schrecklich wirkt der Große im persönlichen Gespräch dann aber gar nicht. Nach einer gemeinsamen Tanzeinlage erfahren wir seinen Namen und sprechen ihn auf Fischbert und Aali an. Matthew erklärt uns, dass er die beiden gar nicht fressen will, sondern sie lediglich verfolgt, weil er sie so goldig findet und unbedingt streicheln will. Weil er sich aber davor schämt, das vor dem Taucher und der Taucherin zuzugeben, ist das große Missverständnis entstanden. Mit diesen neuen Informationen kehren wir schließlich zurück und klären die Sache auf. Matthew wird als neuer Freund in die Gruppe aufgenommen, und wir haben eine wichtige Lektion zum Thema Vorurteile gelernt.

Auch andere Themen wie Liebe, Vertrauen oder Träume werden in Doki-Doki Universe auf interaktive Art und Weise nähergebracht. Der Spieler lernt gemeinsam mit QT3, was es bedeutet, ein liebenswerter Mensch zu sein. Es ist wie gesagt nur schade, dass diese Botschaften nicht durch eine spannendere, tiefere oder abwechslungsreichere Spielmechanik übermittelt werden.



Doki-Doki Universe ist ein insgesamt gelungenes aber nicht fehlerfreies Spiel. Gerade das relativ flache Gameplay haut alteingesessene Gamer nicht unbedingt vom Hocker. Für ein jüngeres Publikum mit weniger Spielerfahrung eignet sich der Titel schon eher. Die Steuerung ist nicht allzu komplex und die simple Mechanik sollte niemanden überfordern. Gerade die toll verpackten Lektionen zu ernsten Themen wie Vorurteile oder Vertrauen bilden wertvolle Inhalte für jüngere Spieler. Doki-Doki Universe bietet somit einen gelungenen Kompromiss zwischen Spiel und Erziehung. Lesen können sollten die Kleinen aufgrund der nicht vorhandenen Sprachausgabe allerdings bereits.
76%
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Pro:
viele verschiedene Welten
interessante Persönlichkeitstests
witzige Dialoge
wertvolle Lektionen durch Minigeschichten
kindgerechte Präsentation ohne Verdumpfung der Inhalte

Contra:
oberflächliche Möglichkeiten zur Gestaltung des eigenen Planeten
repetitives Spielprinzip
schwache Übersicht über Geschenke und Dekorationen
kritikwürdige Verherrlichung von materiellem Glück


Offizielle Website:
 @PlayStation

Shop:
 PlayStation Store



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