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ROCKSMITH 2014
 Test von Tobias Sickmann (04.11.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Seien wir doch mal ehrlich. Insgeheim will doch jeder ein Rockstar sein. Doch der Weg zum Gitarrengott ist schwer und voller Hindernisse. Dann doch lieber klein anfangen und mit einer Handvoll Akkorde die Mädels im Park beindrucken. Egal wie eure Ambitionen lauten, Ubisoft möchte euch mit Rocksmith 2014 den idealen, digitalen Lehrer zum Rocken an die Seite stellen.


Jetzt werden andere Saiten aufgezogen

Nach dem "Musikspiel-Crash" von 2010 wagt keiner der großen Publisher mehr, ein rhythmisches Reaktionsspiel mit Plastikinstrumenten zu veröffentlichen. Keiner? Nicht ganz, denn Ubisoft macht sich ran, den von Activision und Electronic Arts aufgegebenen Grund mit neuem Leben zu füllen. Nur landen bei Ubisoft die "Spielzeug"-Gitarren im Mülleimer - bei Rocksmith stehen echte Instrumente an vordester Stelle. Hier geht es primär darum, dem angehenden Gitarristen eine Lernsoftware zur Seite zu stellen, die ihm auf spielerische und intuitive Weise das Musikspielen näherbringt.

Mit dem ersten Rocksmith aus dem Jahr 2012 hat Ubisoft ein gutes Fundament mit viel Potential geschaffen. Jetzt legt der Publisher mit der 2014-Version nach, die noch mehr Features und zahlreiche Verbeserungen erhalten hat. Wie im Vorgänger wird auch hier das Musikinstrument über ein Kabel per USB-Schnittstelle an die Konsole oder den PC angeschlossen. Das Spiel wird wahlweise mit oder ohne den "Real Tone"-Kabel verkauft. Doch nicht nur Gitarristen dürfen sich an Rocksmith wagen. Mit dem E-Bass ist ein weiteres Instrument kompatibel. Doch an wen richtet sich der Rockschmied primär? Wir schauen uns an, welche Zielgruppe am ehesten mit dem Gitarrenspiel angesprochen wird.


Für den Einsteiger?

Ihr habt noch nie eine Gitarre in der Hand gehalten, verspürt aber den plötzlichen Drang so viel Krach wie möglich zu machen? Wer als absoluter Anfänger das Gitarrespielen erlernen möchte und nicht das Geld für Unterricht hat, bekommt mit Rocksmith 2014 einen durchaus fähigen "Lehrer". Es gibt einen eigenen Menüpunkt für sämtliche Lektionen, die ein guter Gitarrist oder Bassist kennen muss. Das fängt bei den absoluten Basics an. Wie halte ich mein Instrument richtig? Wie sieht die richtige Anspieltechnik aus? Das Spiel erklärt ausführlich, wie fortgeschrittene Techniken wie Bending oder Sliden funktionieren.

Jede Lektion wird mit einem Demonstrationsvideo eingeführt. Es folgt eine Übung, ehe zum Schluss ein Probesong gespielt werden muss. Solltet ihr die Übung nicht auf Anhieb schaffen, wird sie mit langsameren Tempo wiederholt. Rocksmith 2014 reagiert immer auf eure Leistung und passt sich euch individuell an. Das ist der große Vorteil gegenüber Büchern oder einem Online-Unterricht. Das Spiel erkennt, wenn ihr etwas falsch spielt und kann euch direkt sagen, was ihr verbessern könnt. Für den Einstieg eignet sich die Software also allemal.


Für die Rookies?

Ihr kennt die grundlegenden Gitarrentechniken und wollt einfach nur zu euren Lieblingssongs abrocken? Aber ihr könnt keine Noten lesen oder findet nicht die passenden Tabulaturen? Dann dürfte der "Lerne einen Song"-Modus das richtige für euch sein. Der Ablauf hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert. Zu Beginn jedes Liedes muss die Gitarre (oder der Bass) passend gestimmt werden. Da viele Lieder im Spiel von der Standard-Stimmung abweichen, könnt ihr euch auf regelmäßige Nachjustierungen gefasst machen. Rocksmith 2014 sagt euch selbstständig, ob die Saite höher oder tiefer gestimmt werden muss. Bei unserem Anspielen konnte die hohe E-Saite nicht immer direkt erkannt werden. Trotz voll aufgedrehter Gitarre hatte das Spiel von einer zu leisen Lautstärkeregelung gesprochen. Mit etwas Feingefühl konnte aber auch dieses Problem überwunden werden. Beim Spielen eines Songs sind zur leichteren Unterscheidung die Saiten in verschiedene Farben eingeteilt. Um die Darstellung von besonderen Symbolen wie Ghost-Notes oder Hammer-Ons auf Anhieb zu verstehen, ist es sinnvoll von Anfang an bei den Lektionen vorbeizuschauen.

Wer zum ersten Mal einen Song in Rocksmith 2014 spielt, dürfte schnell verwirrt sein. Bis ihr die farblichen Abfolge und alle Symbole verinnerlicht hat, dauert es eine Weile. Wenn zu viele Noten nacheinander kommen, könnt ihr schnell aus dem Konzept kommen. Zum Glück kann man im "Lerne einen Song"-Modus niemals scheitern. Das Spiel richtet sich automatisch auf eurer Können ein. Beginner werden daher nur einen Bruchteil der eigentlich Noten am Anfang spielen. Auch wenn dies sinnvoll und schonend für Anfänger ist, es widersetzt sich ein wenig dem rhythmischen Gefühl. Je besser ihr spielt, desto mehr Noten kommen automatisch hinzu. Das Ziel ist eine 100%-Wertung zu erreichen, denn dann ist das Lied in seiner vollständigen Form nachspielbar. Lobenswert: Basierend auf eurer Leistung bei einem Songs gibt euch Ubisofts virtuelle Musikschule Ratschläge, was ihr verbessern könnt und bietet dementsprechend die passenden Lektionen an. Solltet ihr an einer kniffligen Stelle hängen bleiben, kann der Riff-Repeater jederzeit im Song gestartet werden. Die besagte Passage kann verlangsamt und in Dauerschleife wiederholt werden. Das Spiel bietet euch jederzeit die passende Hilfestellung - ohne das es Unterbrechungen gibt.


Für die Fortgeschrittenen?

Angenommen ihr habt schon eine gewisse Erfahrung als Gitarrist oder Bassist gesammelt und könnt bereits eine Menge von Liedern spielen. Lohnt sich dann überhaupt eine Anschaffung von Rocksmith 2014? Während sich der Vorgänger insbesondere an Anfänger richtet, enthält die 2014er-Version auch einige Modi, die erfahrene Gitarrenspieler ansprechen dürfte. Das Herzstück bildet der sogenannte Session-Mode, einem Improvisationsmodus. Hier könnt ihr aus einer großen Auswahl an Instrumenten eine eigene, virtuelle Band zusammenstellen. Diverse Skalen aus der Dur- und Moll-Tonleiter können ausgewählt werden - das Spiel zeigt euch automatisch, welche Töne dazu gespielt werden können. Wie ihr die Pentatonik spielt, liegt ganz allein bei euch. Die virtuelle Band richtet sich ganz automatisch eurem Spiel an. Hier können sich Virtuosen entfalten und ihrer Kreativität freien lauf lassen. Das improvisierte Spielen wird optimal von der virtuellen Band in Szene gesetzt. Umso enttäuschender ist die fehlende Aufnahmefunktion - eure besten Jam-Sessions können leider nicht aufgenommen und der Nachwelt erhalten bleiben. Außerdem nützlich für Profis: Durch das umfangreiche Sponsoring mit Herstellern wie Orange oder Marshall könnt ihr im Tone Designer auf eine Menge an Equipment zurückgreifen und euren Sound individuell anpassen. Diese geben eine ungefähre Orientierung, wenn es darum geht, das eigene Gear im echten Leben zu kaufen. Ob diese Modi erfahrenen Spielern ausreichen werden, darf aber bezweifelt werden.


Für die Musikliebhaber?

Die Setliste hat eine Menge an bekannten Liedern parat, die nachgespielt und erlernt werden können. Dabei deckt es sämtliche Facetten der Rockmusik ab. Von Singer/Songwriter (Bob Dylan) über Punkrock (Ramones) bis hin zu Metal (Pantera) sind die wichtigsten Genres mit ihren Top-Vertretern enthalten. Für einen Fan von Rockmusik dürfte auf jeden Fall genug von seiner Lieblingsmucke vorhanden sein. Auch der Umfang mit über 50 Liedern kann sich sehen lassen. Darüber hinaus kann regelmäßig Nachschub in Form von Song-DLCs gekauft werden. Die Preisgestaltung mit knapp 3€ pro Lied ist aber recht happig. Beim Schwierigkeitsgrad werden alle Skill-Level abgedeckt. Selbst Anfänger dürften mit dem Powerchord-Geschrammel der Ramones wohl keine Probleme haben. Die langen Soli von Radioheads "Paranoid Android" sind dagegen eine kleine Herausforderung. Wer sich Gitarrengott nennen möchte, darf sich an Joe Satriani versuchen. Insgesamt lässt die Tracklist eine gute Lernkurve zu. Uns hat gefallen, dass beim Spielen eines Songs auch die Lyrics angezeigt werden. Sänger werden also nicht ganz außen vor gelassen.


Für die Videospieler?

Rocksmith 2014 gibt sich als Lernsoftware Mühe, aber kann es auch so gut unterhalten wie ein Videospiel? Lehrvideos und das Nachspielen von irgendwelchen Tonleitern sind zum Gitarrespielen unverzichtbar, aber nicht gerade aufregend. Um etwas mehr Spielspaß in die Sache zu bringen, ist im Spiel die sogenannte Guitarcade enthalten. Wie auch im originalen Rocksmith findet ihr dort simple Minispiele mit einer liebevollen Aufmachung. Wie gehabt wird alles über eurer Saiteninstrument gesteuert. In einem House of the Dead-Klon bekämpft ihr Zombies mit Akkorden. Dank seiner klischeebehaften Story und dem Horror-Setting funktioniert es als perfekte Hommage. In anderen Minispielen gilt es ein Museum auszurauben oder in einem Raumschiff feindliche Jäger zu zerstören. Ihr merkt schon, die unterschiedlichen Aufgaben sind fantasievoll gestaltet - und haben auch einen sinnvollen Zweck. Denn jedes Minispiel ist darauf ausgelegt, euch in einer bestimmten Spieltechnik zu trainieren. Die Gitarrenerkennung hat hier leider einige Hänger. Nicht immer erkennt das Spiel auf Anhieb die angeschlagenen Töne. Die Highscorejagd macht Laune, trotzdem halten die Guitarcade-Games nicht allzu lange bei der Stange. Für eine kurzweilige Runde zwischendurch sind diese abermal geeignet. Einen Kaufgrund stellt die Guitarcade aber nicht dar.

Langfristig motivierender ist da schon die Scoreattack. Wie der Name vermuten lässt dreht sich hier alles um das Erreichen der Highscore. In diesem Modus können alle Lieder des Spiels auf vier Schwierigkeitsgraden gemeistert werden. Ein Multiplikator für fehlerlose Passagen treibt eure Punktzahl in die Höhe. Das bekannte Spielprinzip von Guitar Hero oder Rockband wird hier voll aufgegriffen. Wer sich in einem Song geübt sieht, kann hier sein volles Geschick beweisen. Im Gegensatz zum "Lerne einen Song"-Modus droht im Scorattack jedoch ein Gameover, wenn zu viele Verspieler vorkommen sollten.

Die Präsentation zeigt sich von der biederen Seite. Die Proberäume sehen ähnlich langweilig wie im echten Leben aus. Und auch sonst werden (mit Ausnahme des Guitarcades) kaum Anstalten gemacht, etwas Abwechslung in die Grafik zu bringen. Das ist dem Spiel aber auch nicht vorzuwerfen, eine optische Ablenkung kann beim konzentrierten Spielen wirklich niemand gebrauchen. Es bleibt festzuhalten: In Rocksmith 2014 steckt auch ein bisschen Videospiel. Doch damit das klar ist: Wer auf der Suche nach einem Guitar Hero-Ersatz ist und nicht die Absicht hat, das Gitarrenspielen zu erlernen, wird an diesem Spiel keine Freude haben. Denn in dem Titel steckt mehr Lernsoftware als reinrassiges Videospiel.




Wie gut Rocksmith 2014 die Rolle als Gitarrenlehrer ausfüllt, kann man erst nach einigen Wochen feststellen, wenn der Lerneffekt einsetzt. Für diesen Spieletest standen mir nur wenige Tage zur Verfügung, weshalb ich mich nicht auf eine vorschnelle Wertung festlegen möchte. Nach meiner Anspielsession ist aber für mich klar: Rocksmith braucht Eingewöhung, belohnt den Nachwuchsrocker aber mit einer Fülle an nützlichen Lektionen und Spielmodi. Für Profis dürfte leider nur der Session-Modus und Tone Designer interessant sein. Einen Kauf kann ich erfahrenen Spielern daher nur eingeschränkt geben. Anfänger dürfen dagegen gerne einen Blick wagen.
 
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Pro:
Gute Tracklist
Session-Mode
Umfangreiches Sponsoring
Kurzweilige Arcade-Spiele
Gute Lektionen für Anfänger

Contra:
Keine Aufnahme im Session-Mode
Lange Eingewöhnungszeit
Erkennung hat manchmal Macken
Teure DLC-Lieder


Offizielle Website:
 @Ubisoft



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