Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming

Wallpapers
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


THE LAST OF US
 Test von Sven Reisbach (06.06.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action-Adventure Publisher:Sony
Termin:14. Juni 2013 Entwickler:Naughty Dog

Man nehme die filmreife Präsentation der Uncharted-Reihe, die Bindung zwischen kleinem Kind und Ersatzvater wider Willen aus The Walking Dead und kombiniere das mit der in aktuellen Spielen so beliebten Waffe, dem Bogen. Was dabei rauskommt, wenn man einen Entwickler wie Naughty Dog an diese Kombo setzt, zeigt uns The Last of Us, der wohl letzte große Exklusiv-Titel für Sonys PlayStation 3, Beyond: Two Souls mal außer Acht gelassen. Wir haben Nachtschicht eingelegt, um euch alles wichtige über das Spiel zu verraten.


Beschützer wider Willen


Es gibt Pilze, die – wenn sie ein Lebewesen befallen – diesen Wirt kontrollieren können. Natürlich gilt das nur für einfachere Lebewesen, Insekten etwa. Was aber wäre, wenn dieser Pilz auch Menschen befallen könnte? Und es zu einem Ausbruch größeren Ausmaßes käme, bei dem befallene Menschen zu aggressiven, blutgierigen Jägern würden und der Pilz so seine Sporen weiter verbreiten könnte? Genau das passiert in The Last of Us zu Beginn des Spiels. 20 Jahre später ist das Leben der Menschen komplett umgekrempelt: Die Städte sind militärisch abgeriegelte Quarantänezonen und die Überlebenden kämpfen einen erbarmungslosen Kampf um die wenigen Ressourcen. Innerhalb dieser Wirren setzt sich eine militante Gruppe namens Firefly dafür ein, diese Militärregierung abzusetzen und Wahlen abzuhalten. Joel, der sich als Schmuggler durchs Leben schlägt, will mit diesem Konflikt nichts zu tun haben, gerät durch einen lukrativ klingenden Deal zwischen alle Fronten, denn er soll für die Fireflies etwas zum Rathaus außerhalb der Quarantänezone liefern. Die „Ware“ entpuppt sich als vierzehnjähriges Mädchen namens Ellie. Begeistert davon sind beide nicht. Doch der Deal ist zu verlockend, und so macht sich Joel mit Elli und seiner Partnerin Tess auf den Weg.

Viel mehr wollen wir zur Ausgangslage gar nicht schreiben. Hier wäre jedes Wort eines zuviel, die Geschichte ist das Kernstück von The Last of Us und MUSS einfach selbst erlebt werden. Die beiden Hauptcharaktere könnten kaum unterschiedlicher sein: Während Ellie nach der Katastrophe geboren wurde und die Welt, wie sie vorher war, nicht kennt, ist der grimmig auftretende Joel sowohl mit der Welt vor und nach der Infektionsausbreitung vertraut. In The Last of Us geht es letztlich um die Bindung zwischen diesen Charakteren, aber auch Vertrauen und Ängste spielen eine große Rolle. Über all dem thront das dauerpräsente Motiv des puren Willens zu Überleben. Aus beiden muss ein Team werden, um in einer lebensfeindlichen Welt bestehen zu können und irgendwie ihr Ziel zu erreichen. Joel beginnt bald, seine abweisende Art abzulegen und dem Mädchen auch mal mehr zuzutrauen. Er wächst, ähnlich wie Lee Everett in Telltales The Walking Dead, in eine Rolle als Ersatzvater für das kleine Mädchen. Auch, wenn er das eigentlich nicht sein will. Und auch Ellie fasst mehr Vertrauen zu Joel.


Dynamische Deckung

Doch kommen wir erstmal zum Gameplay. Ihr übernehmt die Rolle von Joel, welchen ihr aus der Verfolgerperspektive steuert. Die Physik ist nicht so präsent wie in Uncharted 3, weswegen sich der bärtige Kerl deutlich direkter steuert als zuletzt Nathan Drake. Dennoch ist, gerade in den Kämpfen, seine Masse durchaus spürbar. Wie viele moderne Spiele setzt auch The Last of Us auf ein Deckungssystem, verzichtet aber auf kontextabhängige Deckungen. Das bedeutet, dass ihr nicht in der Nähe einer Deckung eine Taste drückt und Joel hinter die Deckung hechtet. Stattdessen genügt es, bei niedrigen Deckungen nahe dran in der Hocke zu sein. Dann lässt sich durch Anvisieren über die Deckung zielen. Hier zeigt sich wieder, was Naughty Dog in Sachen Dynamik drauf hat. Anders als die gerade in den Städten marodierenden Banditen, die euch auch mal zu flankieren versuchen, sind die Infizierten ziemlich stumpf. Die normale Form wankt zombiehaft durch die Gegend, sobald sie euch bemerken ist es mit der Ruhe aber vorbei. Mit wildem Geschrei, das auch andere Infizierte alarmieren kann, stürmen sie sich auf euch. Eine weitere Variante sind die Clicker, die komplett blind sind und sich lediglich durch Klick-Geräusche orientieren. Solange ihr euch nicht bewegt seid ihr also relativ sicher. Dafür könnt ihr diesen kaum im Nahkampf schaden, ohne die entsprechende Taktik. Und dann sind da noch die großen Infizierten...

Gerade bei mehreren Gegnern empfiehlt sich ein eher leiser Ansatz – ja, im Grunde ist The Last of Us in diesen Momenten ein Schleichspiel. Und macht sich als solches sogar richtig gut! Haltet ihr die R2-Taste gedrückt, geht Joel in den Lauschmodus – der Bildschirm verliert an Farbe, dafür werden Geräuschquellen (also in der Regel Gegner) optisch hervorgehoben, auch durch Wände. Die Mechanik funktioniert wunderbar und wenn ihr einmal wisst, wie ihr den Infizierten Herr werden könnt, dann fangt ihr auch an, verschiedenste Varianten der Gegnerentsorgung auszuprobieren. Ein wenig übermächtig wirkt dieses Hilfsmittel aber schon, da es keine Beschränkung gibt. Ihr könnt also permanent die Taste gedrückt halten und so die Wege eurer Gegner bequem verfolgen, bis sie neben euch sind und ihr nur noch zuschlagen braucht. Neben den Gegnern werdet ihr immer mal wieder mit kleineren Hindernissen konfrontiert. Schwer sind diese allerdings nicht: Mal eine Leiter oder Planke zu suchen und aufzustellen oder Ellie, die nicht schwimmen kann, per Holz-Palette über das Wasser zu bugsieren sollte niemanden überfordern.

Großartige Entscheidungen, wie in The Walking Dead, solltet ihr bei Naughty Dogs gut 15 bis 18 Stunden dauernden Endzeitdrama nicht erwarten. Ähnlich wie in den Uncharted-Spielen gibt die Storyline den Weg vor. Dass das kein Kritikpunkt sein muss und einem der zu beschützende Sidekick dennoch ans Herz wachsen kann, zeigte uns zuletzt schon Bioshock Infinite. Der Weg führt das Duo aus Boston, durch Pittsburgh und sogar in die Rockies. Dabei fängt die Erzählung im Sommer an und macht an bestimmten Punkten Zeitsprünge. Immer wieder wechselt die Location: Mal kämpft ihr euch durch eine Vorstadt oder durch die Kanalisation, durch ein völlig derangiertes Finanzviertel, Waldgebiete, Fabriken, eine Universität und... ab hier dürfen wir leider nicht mehr verraten, so sehr uns das letzte Drittel des Spieles auch gefallen haben mag. Es geht jedenfalls abwechslungsreich zu und es lohnt sich, die oftmals größer angelegten Areale zu erkunden. Überall liegen Pickups herum, mit denen sich Ausrüstung herstellen lässt. Habt ihr genug gesammelt – und das Item innerhalb der Storyline entdeckt – könnt ihr euch etwa Medikits oder Molotov-Cocktails selbst basteln. Was sonst ein Manko ist, wird hier zum Feature: Das Spielgeschehen pausiert während des Zugriffs auf euren Rucksack nicht, ihr solltet also genau überlegen und vorausplanen. Mit anderen gefundenen Teilen lassen sich eure Waffen modifizieren, was ihre Reichweite, Nachladegeschwindigkeit und ähnliche Parameter betrifft. Auch die maximale Gesundheit lässt sich mit Erfahrungspickups aufleveln. All das dürft ihr sogar in ein New Game+ mit übernehmen – allerdings seid ihr dabei auf den Schwierigkeitsgrad beschränkt, mit dem ihr das Spiel absolviert habt. Im Arsenal habt ihr später neben verschiedenen Pistolen und Gewehren auch einen Bogen – der darf derzeit ja in keinem Spiel fehlen. Aber auch dickeres Equipment, wie einen Flammenwerfer, findet in Joels Rucksack Platz. Munition ist jedoch recht rar, was manchmal den Nahkampf zur besseren Alternative macht.


Unverleugbare Herkunft

Man sieht The Last of Us seine Herkunft deutlich an. Die Präsentation mit ihren kurzen Cutscenes und Kameraschwenks ist typisch für Naughty Dog und verhalf schon Uncharted zu Erfolg. Dennoch wird dieses Mittel diesmal deutlich seltener eingesetzt. Geskriptete Sequenzen gibt es einige, aber in den meisten Situationen dürft ihr die Kontrolle behalten. Die Macher haben ihre Erfolgsformel also weiter optimiert. Aber auch die Animationen und das Design, gerade von Joel, erinnert uns immer wieder daran, welcher Entwickler sich für diesen Titel verantwortlich zeichnet. Umso erstaunlicher ist der Schwenk, der hier vollzogen wird: Während frühere Titel immer eine gewisse Leichtigkeit inne hatten, ist The Last of Us wesentlich ernster. Und mitunter auch brutaler. Joel hat kein Problem damit, sich einen Infizierten zu schnappen und ihn nach ein paar Schlägen mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen, dass der Schädel platzt. In Uncharted absolut undenkbar. Überhaupt kommt es aufgrund der Geschwindigkeit eurer Gegner häufig vor, dass ihr in den Nahkampf gehen müsst. Dadurch wirken die Kämpfe deutlich direkter, fast schon erinnert es uns an Sam Fisher in Splinter Cell: Convictions, wie ruppig Joel teilweise austeilt. Leichte Momente sind selten, aber doch, dann und wann, huscht dieser kleine Lichtschein durch die Stimmung, der Hoffnung auf ein anderes Leben lässt, fernab dieser zerstörten Welt. Etwa, wenn wir Ellie dabei beobachten, wie sie mit einem anderen überlebenden Jungen Darts spielt und sich beide streiten, wer nun gewonnen hat.

Ansonsten zeigen die Entwickler nochmal deutlich, dass sie die betagte PlayStation 3 bestens im Griff haben. Dass sie beeindruckende Grafik und Effekte können, haben sie ja bereits bewiesen, The Last of Us setzt dem Ganzen aber nochmal die Krone auf. Klar gibt es hier und da matschige oder aufploppende Texturen, und manchmal gibt das Setting auch nicht mehr her als Grau in Grau oder einfach nur Staub und Dreck. Und gerade die sporenverseuchten Gebiete gehören vom grafischen Aspekt her schnell vergessen. Doch es gibt Abschnitte, etwa in den Wäldern, in denen sich prächtige Farben und ein gelungenes Lichtspiel zu einem regelrechten Postkartenmotiv zusammentun. Das schafft Atmosphäre. Ein weiterer Atmosphärelieferant sind die Charaktere selbst. Wie auch bei Uncharted setzen die Animatoren auf MotionCapturing. Ellie wird dabei verkörpert und auch, natürlich nur in der englischen Sprachfassung, vertont von der US-Schauspielerin Ashley Johnson. Die Macher schafften es dank dieser Technik und natürlich einigen anderen Kniffen ihrem Charakter eine unglaubliche Emotionspalette mit auf den Weg zu geben. Das gilt zwar auch für Joel, allerdings hat dieser seine Gefühle meist besser unter Kontrolle, weswegen diese bei ihm nicht so präsent scheinen. Wenn aber Ellie und Joel in einem Streit heftigst aneinandergeraten, Joel seinen Zorn zu zügeln und Ellie ihre Tränen zu unterdrücken versucht, dann ist das greifbar, glaubhaft. Oder wenn Ellie bockt und Joel mühsam nach Worten sucht, wieder zu ihr anzuknüpfen, dann lässt sich das in den Gesichtern perfekt ablesen. Gerade in diesen ruhigen Momenten kommt der Soundtrack aus der Feder von Gustavo Santaolalla richtig zum Aufblühen, der sonst leider ein wenig angesichts der Action untergeht. Kritisieren muss man leider die künstliche Intelligenz, auch der menschlichen Gegner. Teilweise sind sie regelrecht blind für das, was um sie herum geschieht, den Schein unserer Taschenlampe registrierten sie etwa gar nicht. Auch wenn sie den Fundort einer Leiche untersuchen, geben sie sich teilweise viel zu dämlich: Statt Unterstützung herbei zu holen, schleichen sie etwas vorsichtiger durch die Gegend und werden zu unserem nächsten Ziel.


Keine Sprachbarrieren

Wie auch bei Uncharted enthält die Disk einzelne Einstellungen für Sprachausgabe, Bildschirmtext und Untertitel. Es sind sämtliche in Europa wichtigen Sprachen vorhanden, beurteilen können wir – mangels Kenntnis in anderen Sprachen – jedoch nur die deutsche und englische Synchro. Natürlich hat die englische Tonspur ihre Vorzüge, da die Sprecher – zumindest in den Hauptrollen – eben auch die Leute im Mocap-Anzug waren und somit ein stimmigeres Gesamtbild entsteht. Dennoch ist die deutsche Synchro gelungen genug, um mehr als nur eine Ausweichmöglichkeit darzustellen. Wer also kein Englisch kann oder nicht so gut, der muss sich keine großen Sorgen machen.

The Last of Us hat auch einen Multiplayer-Modus. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich dieser jedoch nicht wirklich beurteilen. Wir werden dieses Kapitel zu gegebener Zeit aber nachreichen.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






The Last of Us ist neben dem kommenden Beyond das Finale der PlayStation 3 und die Leute von Naughty Dog setzen sich hier nochmal selbst ein Denkmal. Sie zeigen, dass sie nicht auf Uncharted festgefahren sind, sondern auch andere Geschichten zu erzählen haben. Und dass sie in der Lage sind, diese stimmig und nahezu kompromisslos umzusetzen. Hier passt einfach alles: Das Gameplay, das Pacing, das Schauspiel, der Sound. Und sogar einige leichte Momente schafften es in das ansonsten eher ernste, teils geradezu düster-brutales Spiel. Da verzeihe ich die kleineren Macken bei Texturen und KI gerne.
95%
So testen wir >>

Du bist nicht eingeloggt. Dies ist Voraussetzung, um ein Spiel hier bewerten zu können. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
91%


#1 | Blue_Master [08.06. | 20:59] 



225
Geschichte schlecht?
Freue mich schon wahnsinnig auf das Spiel. Aber stimmt es, dass die Geschichte schlecht ist, wie in der GamePro behauptet? Dort wird sie ja als klischeehafte 08/15 Story abgestempelt. Okay, Uncharted hatte jetzt auch keine Geschichte á la Heavy Rain, aber sie wurde gut erzählt.

#2 | PhanZero [09.06. | 01:20] 



13.900
Schlecht?
Die Story ist, im Kern, doch bloss: Kerl soll Mädchen abliefern. Ist nicht groß anders als Walking Dead: Kerl zieht mit Mädchen durch die Gegend. Da kommen ein paar dumme Wendungen, und die Ausgangslage enthält noch zwei Klischees (eine davon für das Ending, die andere einfach typischer Genrezufall), das war's. Sie ist nicht der Brüller oder hätte einen Innovationspreis verdient, aber sie ist gut erzählt und rübergebracht. Stimmig halt.


 










mehr Wallpaper




























Pro:
Bindung zwischen den Hauptcharakteren
Gameplay-Mechanismen funktionieren reibungslos
gelungene Inszenierung
viele Areale mit Atmosphäre und schicken Effekten

Contra:
stellenweise durchwachsene Texturqualität
Waffenausbau wirkt ein wenig bemüht
KI (auch menschlicher KI) zeigt gelegentliche Aussetzer


Offizielle Website:
 TheLastofUs.com



Partner: Neofokus Fotografie

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW