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XCOM: ENEMY UNKNOWN
 Test von Sven Reisbach (24.10.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Strategie Publisher:2K Games
Termin:12. Oktober 2012 Entwickler:Firaxis

Wiederbelebungen bekannter Spiele-Marken sind derzeit voll im Trend. Ob nun Deus Ex oder Syndicate, wer schon länger spielt stößt in den Veröffentlichungen auf einige bekannte Namen. Und auch XCOM: Enemy Unknown dürfte manche Veteranen aufhorchen lassen - war da nicht so ein Strategie-Management-Mix Mitte der 90er Jahre? Mit Aliens und so? Richtig, genau das ist zurück!


Der bittere Geschmack des Erfolges


Wir haben unseren aus drei Männern und zwei Frauen bestehenden Einsatztrupp nach Nigeria geschickt, um einen Terror-Angriff außerirdischer Lebensformen zurückzuschlagen und die Bewohner der kleinen Stadt zu retten. 18 Leute sind es, die es zu schützen gilt - und einen ganzen Haufen Alien-Abschaum, der das zu verhindern versucht. Doch es sieht gut aus: Wir schaffen es, von einigen Verletzungen abgesehen, viele der Zivilisten zu erreichen und die Invasoren zurückzutreiben. Just in dem Moment, wo wir uns dem Sieg nahe wähnen, stürmt um die Ecke ein Chryssalide, ein spinnenartiges Wesen, direkt zu unserem schon leicht angeschlagenen und daher hinter einer Deckung eigentlich sicher abgestellt geglaubten Soldaten. Unser Mann hat keine Chance und wird von dem Biest einfach aufgespießt. Noch zwei Leute sind zu schützen und wir wissen nicht, wo sie sind; noch eine unbekannte Anzahl Aliens sind zu töten und wir wissen nicht, wo sie sind. Was wir aber wissen: Unser soeben gefallener Kamerad wird in der nächsten Runde als Zombie zurückkehren und Jagd auf uns machen, bevor er nach einiger Zeit ebenfalls zum Chryssaliden mutieren wird und das verbleibende Team noch weiter in Bedrängnis bringt.

Bis dahin lief es aber doch so gut. Am Ende gelang es uns, 14 Zivilisten zu retten. Doch der Preis dafür war verdammt hoch, lediglich ein Soldat überlebte den Einsatz knapp. Aber genau das ist typisch für XCOM: Enemy Unknown. Wir müssen mit derart bitteren Erfolgen leben. Zumindest im Ironman-Modus, in dem es nur einen Spielstand gibt. Ansonsten könnten wir natürlich einfach zu einem früheren Stand zurück, würden uns damit aber auch der Möglichkeit berauben, unsere ganz eigene XCOM-Geschichte zu schreiben. Und die kann nunmal auch Verluste enthalten. XCOM, welches wir als Kommandant leiten, hat die Aufgabe, extraterrestrische Bedrohungen zu bekämpfen. Finanziert wird das ganze Projekt von den 16 Mitglieds-Nationen, die den Rat bilden. Entsprechend ist es unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass in diesen Ländern die Panik in der Bevölkerung nicht zu groß wird. Denn dann könnten diese sich aus dem Rat zurückziehen und uns die finanziellen Mittel streichen. Ist die Hälfte der Gönner nicht mehr vom Projekt überzeugt war es das mit der Karriere. Um das zu verhindern müssen wir oft harte Entscheidungen treffen: Drei Nationen haben zeitgleich ein Problem mit Entführungen durch Außerirdische und wir können nur einer helfen. Aber welcher? Jene, in der die Panik schon ziemlich hochgekocht ist, die aber nur wenig Barmittel als Entlohnung bietet? Oder nehmen wir doch lieber die Mission in dem Land an, das uns weitere Wissenschaftler zur Erforschung gefundener Alien-Technologie zur Verfügung stellen wird? Davon hängt wesentlich die Ausstattung unserer Basis ab und damit auch der spätere Erfolg.


Irgendwie mag ich euch Jungs!

Doch gedenken wir nochmal der gefallenen Kameraden aus unserer Mission. Denn ihr Verlust traf uns. Wir haben Guzman verloren, welcher seit dem Tutorial ein fester Bestandteil unseres Squads gewesen und bereits einige Sprossen auf der Karriereleiter hinter sich gelassen hat. Und Angela, unsere Scharfschützin, die uns schon mehrmals aus der Distanz das Leben rettete. XCOM: Enemy Unknown schafft, was sonst kaum ein Strategietitel vermag: Wir hängen an jedem einzelnen Charakter unserer Truppe. Und das wird euch kaum anders ergehen. Nicht nur aus sentimentalen Gründen, sondern auch aus strategischen Erwägungen. Wir können in der Basis zwar neue Soldaten rekrutieren, aber die altgedienten Haudegen haben mit jedem neuen Rang Fähigkeiten erworben, die wir dringend brauchen werden im Gefecht. Fallen diese weg, müssen die Neulinge erstmal entsprechend Erfahrungen im echten Einsatz sammeln. Das kostet Zeit, die wir nicht haben. Denn die Aliens nehmen auf solche Dinge keine Rücksicht. Das Remake des 1994 veröffentlichten X-COM: UFO Defense (bei uns UFO: Enemy Unknown) ist kein leichtes Spiel und das will es auch nicht sein. Die Vorlage war es seinerzeit schließlich auch nicht. Trotz wählbarem Schwierigkeitsgrad werdet ihr einiges an Taktik aufbieten und manchmal auch einfach ein Quäntchen mehr Glück haben müssen als euer Feind.

Überhaupt machen die Individualisierungen des Teams das Spiel erst lebendig: Ihr könnt nämlich nicht nur die Ausrüstung eurer Truppenmitglieder an die Bedürfnisse der kommenden Missionen anpassen, sondern auch ihr Aussehen und ihren Namen ändern. Wenn euch diese "eigenen" Charaktere dann eine Weile von Einsatz zu Einsatz begleitet haben, sind sie euch schnell an's Herz gewachsen. So hofft ihr, dass ihre Genesung nach einem gefährlichen Kampf schnell gelingt und sie schon in wenigen (Spiel-)Tagen wieder dem Team zur Verfügung stehen. Ihr freut euch, wenn dies genau dann der Fall ist, wenn gerade ein weiterer Alarm Ärger ankündigt. Denn dann braucht ihr jeden verfügbaren Mann. Zunächst vier, später durch Aufrüstung bis zu sechs Leute, schickt ihr in den jeweiligen Krisenherd. Hier erweist sich XCOM: Enemy Unknown dann als reinrassiger, rundenbasierter Strategietitel, wie man es vom Original gewohnt ist. Jeder Charakter verfügt über zwei Bewegungspunkte, die je nach Ausrüstung genutzt werden können. Entweder kann sich zweimal innerhalb eines bestimmten Radius bewegt werden oder ihr nutzt die Punkte für eine Kombination aus Bewegung und Feuern. Am Ende einer Runde - wenn die Aliens am Zuge sind - sollte euer ganzer Trupp dann hinter Deckungen platziert sein. Von diesen gibt es in den Leveln jede Menge, manche sind jedoch sicherer als andere. Mit Granaten oder Raketen lassen sich diese zudem auch einreißen, sollten die Invasoren hinter Kisten oder dergleichen Schutz gesucht haben. Die Zielsetzung in den Missionen ist meist die vollständige Auslöschung aller Aggressoren, ab und an aber auch die Entschärfung einer Bombe, die Rettung von Zivilisten oder die Bergung bestimmter Alientechnologie. Manchmal wollen auch VIPs in Sicherheit eskortiert werden.

Die größte Neuerung gegenüber dem Original ist sicherlich die Inszenierung im Kampf. Immer wieder löst sich die Kamera aus der starren isometrischen Ansicht und geht rein ins Geschehen, zeigt unsere Leute in Nahaufnahme beim Zielen, beim Sprung durch ein Fenster oder durch das Terrain sprintend. Wir sind mittendrin - und zittern bei jedem Schuss mit. Trifft er? Denn selbst wenn euch 100% Trefferchance angezeigt werden, kann der Schuss noch daneben gehen. Ein Bug? Fehler in der Berechnung? Vermutlich - aber es kostet euch schnell mal das Leben eines Trupp-Mitglieds. Zum Glück sind solche Momente eher selten. Vielleicht wäre aber ohnehin Flucht die bessere Wahl gewesen. Oder doch jene Vorgehensweise, bei der ihr eine taktische Position einnehmt und darauf wartet, dass der Feind sich bei seinem Zug bewegt. Das geht zwar mit einer Verringerung der Präzision einher, kann den Aliens aber manchmal eine Route über das Schlachtfeld effektiv versperren. Jede Entscheidung will gut überlegt sein. Ihr könnt etwa durch Schaufenster in einen Laden stürmen oder erstmal leise durch die Tür spähen und die Wand als Deckung nutzen. Weniger subtil ist hingegen manchmal das Auftreten der Gegner: Oftmals bekamen wir von diesen gar nichts mit, bis sich vor uns zwei oder drei Gegner auf einem Punkt auftaten, die dann - obwohl wir am Zug sind - erstmal Position beziehen dürfen. Das kann euch schnell den eigentlich bis dahin koordiniert erfolgten Vormarsch verhageln und zwingen, eure Leute schnell umzupositionieren. Gerade in engen Arealen, etwa beim Erkunden eines UFOs, heisst es also, auf möglichst alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.


Meine Basis, meine Heimat

Nach dem Gefecht geht es zurück in die Basis. DIE Basis? Ja, richtig - es gibt nur noch eine einzige Basis. Mit im Gepäck haben eure Leute die Alien-Fundstücke vom Schlachtfeld, die noch einigermaßen zu gebrauchen sind. Das können Fragmente der Invasoren-Waffen sein oder deren Leichen, die untersucht werden können und euren Wissenschaftlern dann dazu dienen, neue Waffen auf Basis der Alien-Technologie zu entwickeln. Je mehr ihr zerstört habt, desto weniger gibt es für eure Wissenschaftler zu erforschen. Die Basis ist wirklich eure Basis, ihr habt selbst entschieden, wo etwa die Kraftwerke untergebracht sind und wo das Labor, wo die Werkstatt steht und wo der Zellentrakt ist. Über vier Etagen kann sich die Basis erstrecken, in der ihr eure Finanzen einsehen, die Paniklevel in den einzelnen Ländern prüfen oder euren Wissenschaftlern und Technikern neue Aufgaben zuteilen könnt. Der Weg über die Menüs ist manchmal etwas träge, da hierbei aber die Ingame-Zeit ruht ist das zu verschmerzen. Ihr habt also jede Menge Zeit, euch um alles zu kümmern. Einzig in der Einsatzzentrale läuft die Zeit weiter - und sie läuft in Highspeed, wenn ihr dort die Welt nach außerirdischen Aktivitäten scannt. Eine Vorspul-Funktion, quasi.

Das ist auch nötig, denn die Forschungsabteilungen, Werkstätten und Baustellen brauchen für eure Aufträge meist ein paar Tage. Dabei ergibt sich zwischen den Einsätzen schnell ein gewisser Fluss: Ihr startet die Erforschung neuer Technologien, lasst diese in den Werkstätten bauen und nutzt sie dann im Feldeinsatz. Dabei müsst ihr den Energiebedarf eurer Abteilungen im Auge behalten genauso wie euer Team an Wissenschaftlern und Technikern. Alles kostet euch monatlich Unterhalt, welchen ihr über das Lagezentrum im Auge behalten könnt. Eure Einnahmen müssen also eure Ausgaben decken, Mikromanagement eben. Ab und an lässt sich durch den Verkauf von entwickelten Gerätschaften noch ein wenig Extra-Geld einnehmen, auf dem Schwarzmarkt könnt ihr zudem Alien-Hinterlassenschaften verhökern.


Simpler, aber viel zu tun!

Dadurch entwickelt sich schnell ein sehr motivierendes Gameplay: Ihr treibt die Forschung voran und den Ausbau eurer Basis, beschafft euch in Begegnungen mit den Aliens neue Komponenten und Geld, testet eure Neuentwicklungen im Feldeinsatz und kommt so immer weiter voran. Fans des Originals könnten das insgesamt etwas vereinfachtere Gameplay verteufeln, müssen allerdings auch eingestehen, dass es Firaxis (u.a. »Civilization V) wirklich gelungen ist, den Charme der Vorlage in die Jetzt-Zeit zu bringen. Dass das gelingt war nicht wirklich vorauszusehen - Strategie-Titel haben es, gerade auf Konsole, dieser Tage nicht leicht. Doch XCOM: Enemy Unknown punktet nicht nur mit seinem Spielprinzip, sondern auch mit dem Umfang. Im Grunde bestimmt ihr nämlich selbst, wie lang das Spiel ist. "Schuld" daran ist der zielgetriebene Fortschritt der Story: Ihr bekommt immer wieder einen Auftrag, etwa die Gefangennahme eines bestimmten Alien-Types. Erst, wenn ihr das erledigt habt, geht die Story weiter. Ihr könnt also recht zügig durch die Story rushen, die meisten Spieler werden aber gut um die 20 Stunden mit der Kampagne beschäftigt sein. Im Zweifelsfall wird einfach ein zweiter Durchgang auf höherem Schwierigkeitsgrad angegegangen. Und immerhin ist es ja nicht unwahrscheinlich, dass noch per DLC nachgelegt wird.

Habt ihr den Singleplayer-Modus dann aber gemeistert, liegt es natürlich nahe, sich auch mal mit menschlichen Gegnern zu messen. Und auch das bietet XCOM: Enemy Unknown. Im Multiplayer-Modus geht es Team gegen Team auf immerhin fünf Maps ordentlich zur Sache. Der Modus ist aber eher ein kleiner Zusatz als wirklich nennenswertes Highlight des Titels.

Ebenfalls kein Highlight ist die Technik: Zwar kommt die Unreal-Engine zum Einsatz, der Look ist jedoch alles andere als zeitgemäß. Dem kann man nun seinen eigenen Charme unterstellen, unbestreitbarer Fakt ist aber wohl, dass das Spiel besser hätte aussehen können. Immerhin bei den Effekten darf die Engine ein wenig zeigen, was sie kann. Grafikfehler, wie durch Wände feuernde Soldaten, nimmt man da eher am Rande wahr. Immerhin hat das keine spielerischen Auswirkungen, diese Grafikfehler sind lediglich optischer Natur. Beim Soundtrack wurde sich düsterer Themen bedient, die gut in's Setting passen. Die Vertonung geht in Ordnung, auch wenn es in der deutschen Übersetzung manche Patzer gibt. Wen das stört, der wechselt zur englischsprachigen Synchronisation, die sich ebenfalls auf der Disk befindet.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Ja, es hat Bugs und sieht auch nicht zeitgemäß aus. Wer nur darauf schaut ist hier falsch. Wenn mir der Verlauf (und vor allem der Ausgang) einer Mission auch nach Stunden nicht aus dem Kopf geht, dann macht ein Spiel etwas verdammt richtig. Und genau das tut XCOM. Ich fühle mich meinen Soldaten nahe, fiebere bei jedem Schuss mit. Das ist die größte Stärke von XCOM und macht kleinere technische Patzer vernachlässigbar. Trotzdem: Luft nach oben ist allemal vorhanden und ich hoffe, Firaxis wird da nochmal nachlegen. DLC oder neuer Teil, mir ist alles recht. XCOM ist eine mehr als gelungene Wiederbelebung einer Spieleserie und darf gerne so weitergehen.
87%
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#1 | The Comedian [24.10. | 23:28] 



7.336
XCOM: Enemy Unknown
hatte ich nicht auf dem Radar, anscheinend zu Unrecht. Steh auf strategische Spiele auf Konsole, davon gibts ja auch nicht viel. Werde evtl. mal einen Blick riskieren.

#2 | Grey Wolf [13.11. | 14:41] 



1.358
XCOM: Enemy Unknown
@The Comedian:
Versuche es mit der Demo, die Du u.a. auf dem XBL Marktplatz herunterladen kannst. Diese hat mir sehr gut gefallen.


 










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Pro:
schwerwiegende Entscheidungen verlangen uns einiges ab
Genre-Mix aus strategischen, rundenbasierten Gefechten und dem Mikromanagement des XCOM-Projekts
sehr nah am Original und doch zugänglich
Schwierigkeitsgrad bietet eine ordentliche Herausforderung
im Multiplayer kann auf Seite der Aliens gekämpft werden

Contra:
maue Technik mit einigen Bugs
Sprachausgabe wiederholt sich schnell


Offizielle Website:
 xcom.com



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