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DIE SIMS 3: EINFACH TIERISCH
 Test von Markus Biering (30.10.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Ihr steht auf Tiere, wollt aber keine eigenen in eurer Wohnung halten? Dann könnte Die Sims 3: Einfach tierisch genau das richtige Spiel für euch sein. In der Lebenssimulation dürft ihr das ganz normale Leben mit einem Haustier erleben, ohne dabei auch nur einmal selbst vor die Tür oder wirklich sauber machen zu müssen. Verlockende Vorstellung, oder? Wir haben uns die Version für PlayStation 3 angeschaut und eine virtuelle Familie samt Haustier gegründet. Mal sehen, ob das Leben auf dem Bildschirm einfacher ist als in der harten, realen Welt oder ob es am Ende doch wieder nur triste Langeweile gibt.


Hunde und Katzen bereichern das Sims-Leben


In Die Sims 3: Einfach tierisch habt ihr zwar eine große Auswahl an Hunden und Katzen, andere Tiere sind aber nicht dabei. Wer also auf Wellensittiche, Frettchen oder sonstige tierische Mitbewohner gehofft hat, wird enttäuscht sein. Aber Hund und Katze sind nun mal die beliebtesten Haustiere und sollen auch in diesem Spiel die Hauptrolle übernehmen. Direkt zu Anfang ist es eigentlich wie in jedem Spiel der Sims-Reihe: Ihr erstellt eure Familie. Die Einstellmöglichkeiten sind schier unendlich und lassen eurer Fantasie freien Lauf. Bei den Hunden und Katzen gibt es auch direkt mehrere verfügbare Rassen. Auch hier lässt sich fast alles einstellen, wie es das Herz begehrt. Habt ihr dann alles soweit angepasst kann es auch schon losgehen.

Natürlich solltet ihr vorher noch eure Lebensziele auswählen. Schließlich wollt ihr im virtuellen Leben auch mal erfolgreich werden. Nun dürft ihr euch erstmal wieder ein schönes Haus aussuchen und endlich mit eurer neuen Familie einziehen. In unserem Test waren es zwei Personen plus ein kleiner Hund. Diesen dürft ihr jetzt auch selber steuern und somit viel Unfug anstellen. Mit einem Klick pinkelt er mal eben in die Wohnung und bringt eure Lebensgefährtin zum Kochen. Als Strafe dürft ihr das dann aber auch wegmachen. Der Alltag läuft genauso ab wie in allen anderen gefühlt hundert Sims-Spielen. Essen, Job suchen, sauber machen, Fernsehen, Buch lesen oder Nickerchen machen. Dabei bringt euch euer virtueller Vierbeiner immer wieder zum Lachen oder ärgert euch. Da ihr selbst die Kontrolle über den Hund oder die Katze habt, könnt ihr euch viele Gemeinheiten ausdenken oder einfach nur rumgammeln.


Ruckeleinlagen inklusive

Auch wenn das alles nett anzusehen ist, gibt es doch ein paar Minuspunkte zu verteilen. So ruckelt das Spiel an manchen Stellen heftig vor sich hin und lässt eure Bewohner wie Roboter laufen. Das kommt besonders dann vor, wenn viele Personen auf einmal in einem Raum sind. Ein wenig ärgerlich, wobei auch die Kameraperspektive manchmal für Frustmomente sorgt. Und wenn der Harndrang mal wieder groß ist oder das Essen auf den Tisch kommen muss wird es schnell verwirrend. Das ganze Treiben soll durch 300 verschiedene Herausforderungen ein wenig aufgelockert werden. Hier erfüllt ihr bestimmte Aufgaben mit eurem Tier und sammelt so Belohnungen ein. Das Hauptaugenmerk liegt aber immer auf den typischen Sims-Stil, nur dass jetzt halt Hunde und Katzen dabei sind und selbst gesteuert werden können. Natürlich gibt es auch wieder Unfälle, Schwangerschaften oder andere Besonderheiten.

Ihr könnt sogar eine eigene Tierzucht eröffnen und damit Geld verdienen. Die Tiere dürft ihr dann sogar mit euren Freunden teilen. Auch wilde Partys werden gefeiert und sorgen so für neue Freund- oder Feindschaften. Wie im richtigen Leben kann es auch hier zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen. Eure virtuellen Haustiere können sich übrigens durch bellen und miauen verständlich machen. Die menschlichen Bewohner brabbeln immer noch in ihrer unverständlichen Sprache vor sich hin. Zu Anfang des Spiels könnt ihr auch wieder die Stimmlage eures Sims einstellen – verstehen werdet ihr ihn trotzdem nicht. Vielleicht wird es ja irgendwann mal ein Sims-Spiel mit echter Sprachausgabe geben. Aber darüber wollen hier jetzt nicht meckern, so sprechen die Sims halt. In der Zeitung oder am Computer sucht ihr nach einem neuen Job oder bildet euch durch fleißiges lesen von Büchern weiter.


Komplexe Steuerung

Natürlich dürft ihr euch auch wieder neue Möbel zulegen oder selbst ein neues Haus bauen, um richtig glücklich zu werden. Durch die verflixte Kameraführung und der etwas verwirrenden Steuerung wird das Ganze aber eher zu einem wahren Geduldsspiel. Um beim Thema zu bleiben: Die Steuerung ist am Anfang zunächst ein wenig kompliziert. Bis ihr alles im Griff habt dauert es schon eine Weile. Jede Taste ist belegt und bringt andere Möglichkeiten mit sich, sei es, die Zeit anzuhalten oder euren Charakter zu wechseln. Dann bewegt sich plötzlich gar nichts mehr. So hatten wir in unserem Test auch mit einigen Abstürzen zu kämpfen. Das ist bei uns besonders bei der Option zum Erstellen eines Sims passiert. Beim Speichern ist das Bild plötzlich eingefroren und nichts ging mehr. Das sogar zweimal hintereinander. Auch im Spiel selber gab es plötzlich einen Freeze. Warum auch immer.

Hoffentlich wird demnächst ein Patch für die PlayStation 3-Version nachgereicht. Grafisch können die Sims sich sehen lassen, auch wenn sie jetzt nicht wirklich ein optisches Feuerwerk veranstalten. Aber das wird von so einem Spiel auch nicht wirklich erwartet. Die Animationen der Haustiere sind aber gelungen und haben einen echten Knuddel-Faktor. Da Die Sims 3: Einfach tierisch eines längeren Aufenthaltes vor der Konsole bedarf, wird euch die Hintergrundmusik wahrscheinlich den letzten Nerv rauben. Auch hier könnte in den nächsten Teilen ein wenig geschraubt werden. Eine wichtige Frage, die wir uns bei diesem Spiel allerdings stellen: Warum ist das Spiel eigentlich so teuer? Was auf dem PC als Erweiterungspack angeboten wird, ist auf der PlayStation 3 ein eigenständiges Spiel geworden. Und dabei bietet die PC-Version sogar noch mehr Tiere als nur Hunde und Katzen. Bis auf die Nutzung von Haustieren und deren Herausforderungen hat sich zum Hauptspiel von »Die Sims 3 nicht viel geändert. Das ist besonders ärgerlich, wenn ihr diese Version schon euer Eigen nennt.

Der Spielablauf bleibt nämlich unverändert. Nur mit dem Unterschied, dass ihr jetzt auch die Vierbeiner selber steuern könnt und damit Unfug veranstalten könnt. Nach dem Einlegen des Spiels wird übrigens eine Installation von knapp 5 Gigabyte vorgenommen, ob ihr wollt oder nicht. Trotzdem müsst ihr danach mit Aussetzern, Ruckeleinlagen oder Abstürzen rechnen. Im Großen und Ganzen macht das Spiel besonders für Tierfreunde Laune und hält euch durch die verschiedenen Herausforderungen und Lebenssituationen auf Trab. Wirkliche Innovationen solltet ihr aber nicht erwarten. Wenn ihr überlegt, euch ein echtes Haustier zuzulegen, könnt ihr mit Die Sims 3: Einfach tierisch ja schon mal Probe spielen. Aber nicht vergessen: Im richtigen Leben müsst ihr mit eurem Hund bei Wind und Wetter vor die Tür.





Die Sims 3: Einfach tierisch bringt Leben in die virtuelle Bude. Neue Herausforderungen und hunderte von verschiedenen Rassen bringen Abwechslung ins Sims-Leben. Doch warum das Spiel als Vollpreistitel für die PlayStation 3 erscheint bleibt mir ein Rätsel. Wer schon Die Sims 3 besitzt überlegt es sich dreimal, nochmal 60 Euro auszugeben. Die PC-Version ist deutlich billiger und bringt euch noch mehr Tiere. Richtige Fans lassen sich aber nicht aufhalten und greifen auch hier wieder zu. Das aufregende oder manchmal langweilige Sims-Leben bekommt tierischen Zuwachs und kann wieder für viele Stunden Spielspaß sorgen. Wenn man es mag.
73%
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#1 | Gast [16.11. | 16:21] 
Die Sims 3: Einfach tierisch
wie instaliert man es


 


















Pro:
hunderte Rassen
neue Herausforderungen
unzählige Einstellmöglichkeiten

Contra:
ruckelt manchmal stark
viel zu teuer
nur Hunde und Katzen


Offizielle Website:
 @EA



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