Das Heldenduo ist zurück auf der auf der PlayStation 3 - nach fast zweijähriger Pause muss sich der Lombax Ratchet samt seinem treuen Weggefährten Clank einmal mehr einer Bedrohung des Universums stellen. Ein erfolgloser Versuch von Dr. Nefarious, Ratchet, Clank und Captain Qwark endlich zur Strecke zu bringen, endete mit dem Ergebnis, dass ein bis dato unbekannter Gegner alle vier gefangen nimmt. Auf sich allein gestellt, müssen die vier ungleichen Gefangenen nun zusammen arbeiten, um sich aus der Misere zu befreien. Ob euch mit Ratchet & Clank: All 4 One ein gebührender Ableger der fast zehnjährigen Videospielserie erwartet, erfahrt ihr in unserem Test.
Entgegen den Gewohnheiten
Zwei Jahre sind vergangen, seit Ratchet & Clank den Oberschurken Dr. Nefarious in
»Ratchet & Clank: A Crack in Time einmal mehr besiegen und seitdem auch kein Lebenszeichen von diesem vernehmen konnten. Captain Qwark nutzte die Taten des Heldenduos schamlos aus und stellte lediglich sich selbst als Retter des Universums dar. Daraufhin wurde er von den Bewohnern zum Galaxie-Präsidenten ernannt. Eines Tages erreicht ihn dann ein merkwürdiger Anruf, in welchem ihm mitgeteilt wird, dass er erstmals den "Intergalaktischen Gerechtigkeitspreis" erhält. Entgegen allen Befürchtungen von Ratchet und Clank, dass es sehr nach einer Falle riecht, begibt sich das Trio zum vereinbarten Ort. Dort stellt sich jedoch bald heraus, dass Dr. Nefarious hinter dieser Einladung steckt und lediglich danach strebt, seine Rivalen endgültig zu vernichten. Es kommt zu einem Kampf, den die Helden für sich entscheiden können. Als man den Schurken dann zur Rede stellen will, erscheint am Horizont der Stadt eine noch deutlich größere Bedrohung und verschlingt kurzer Hand alle vier in das Innere.
An der Decke hängend wird allen schnell bewusst, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Doch zum Glück werden sie schon kurz darauf von einem kleinen Mädchen befreit und über die aktuelle Situation aufgeklärt. Nach langem hin und her entscheiden sich dann Ratchet, Clank, Captain Qwark sowie der Urschurke Dr. Nefarious für diese einmalige Mission als Team zu fungieren und begeben sich auf denm Weg, das Unheil zu vertreiben.
Dabei reist ihr während der etwas mehr als achtstündigen Reise quer durch das Universum auf der Suche nach dem Standort des Bösewichts. Angefangen in einer riesigen Stadt bei Nacht, führt euch das Abenteuer mitten durch Dschungel-Landschaften oder wüstenähnliche Gegenden. Eine wahrlich umfangreiche Suche durch detailreiche Umgebungen, die sich ab und an als recht mühselig und aufgrund der teilweisen Linearität als langweilig erweist.
Einer für alle - alle für einen
Bevor ihr aber in die geheimnisvolle Welt des Jump'n'Runs eintauchen könnt, müsst ihr zwei grundlegende Spielentscheidungen treffen. Neben der Auswahl für einen der vier spielbaren Charaktere habt ihr zusätzlich die Möglichkeit, die komplette Storyline on- sowie offline erstmals auch im Koop-Modus mit vier Spielern zu bestreiten. Wer jedoch keine weiteren Freunde oder die notwendige Online-Verbindung griffbereit hat, erhält für die actiongeladene Reise einen KI-Charakter in der Form von Clank zur Seite gestellt, der euch die ganze Zeit über unterstützen soll. In der Regel hat das Entwicklerteam von Insomniac Games dem virtuellen Gast eine wahrlich intelligente KI verpasst, dennoch kommt es stellenweise zu kleinen Aussetzern, so dass beispielsweise keine Objekte erklommen werden können oder gar erst mit kleineren Umwegen.
Mit
Rachet & Clank: All 4 One ist es also erstmals möglich, mit drei weiteren Freunden die Abenteuer zu erleben. Dabei beschränkte sich das Entwicklerteam aber lediglich auf die Geschichte, so dass man komperative Modi gänzlich vermisst. Doch komplett außen vor gelassen hat man diese nicht: Während der einzelnen Level-Abschnitte erwarten euch immer wieder kleine Minispiele, in denen ihr gegeneinander antreten könnt, wie beispielsweise Wettrennen. Ein großer negativer Aspekt des neuen Multiplayers ist jedoch die Kameraeinstellung, die aufgrund der Positionierung sehr häufig zu einem unübersichtlichen Spielfeld führt.
Mängel der Zeit
Wie eh und je weiß auch
Ratchet & Clank: All 4 One aus technischer Hinsicht zu überzeugen und bringt den gewohnten comicähnlichen Stil des Franchise mit sich. Die liebevoll gestalteten Charaktere samt der Umgebung sind nach wie vor ein Augenschmaus. Allerdings kommt so langsam die Engine oder die Entwickler in der gesetzten Zeit an die Grenzen des Machbaren, viel zu oft hat der Titel mit sogenanntem Tearing oder bei schnelleren Bewegungen auch stellenweise mit unscharfen Texturen zu kämpfen. Die Zwischensequenzen sind dagegen wieder einmal mehr eine wahre Pracht und auf gesamter Strecke kinoreif inszeniert.
Ein Punkt, der die Ratchet & Clank-Serie schon seit Anfangszeit begleitet und mittlerweile auch ausmacht, sind die wunderbar humorvoll geschriebenen Dialoge und auch kleinen Aktionen während des gesamten Spielverlaufs, die immer mal zu einem Schmunzler anregen.
Mittlerweile fast schon typisch für Exklusivtitel, die auf der PlayStation 3 und unter der Fahne von Publisher Sony Computer Entertainment veröffentlicht werden, bringt auch
Ratchet & Clank: All 4 One die alternative Bilddarstellung via 3D mit sich. Der dargestellte Tiefeneffekt ist während des gesamten Spiels sehr gut sichtbar, aufpoppenden Menüs erwecken sogar den Anschein aus dem TV-Gerät herausgesprungen zu kommen. Einzig die Zwischensequenzen wurden außen vor gelassen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
