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DRIVER: SAN FRANCISCO
 Test von David Oliver Spanner (05.10.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Rennspiel Publisher:Ubisoft
Termin:02. September 2011 Entwickler:Reflections

1999 ging Cop John Tanner erstmals in den Undercover-Einsatz und stürzte sich mit Karossen aus den 1970er Jahren in heiße Autoverfolgungsjagden. Seither machte die Serie ausufernde Ausflüge in das Revier der sehr erfolgreichen Marke Grand Theft Auto. Dass der Protagonist nun plötzlich aus dem Auto ausstieg und auf Gegner ballerte, missfiel hierbei den meisten Driver-Fans. Nachdem im letzten Ableger sogar plötzlich ein anderer Hauptcharakter auftrat, der zwar weniger zu Fuß unterwegs war, aber trotzdem noch zum Schießeisen griff, musste nun ein radikaler Wechsel her. Mit Driver: San Francisco geht Reflections nicht nur wieder zurück zu den Driver-Wurzeln, sondern entwickelt eine völlig neue Spieldynamik – und bringt die Serie zurück auf Erfolgskurs.


Welchen Tanner spielen wir heute?


Driver bestach bislang nicht unbedingt durch eine konsistente Charakterentwicklung des Protagonisten. Blieb er im ersten Teil noch stumm, sah er in »Driv3r ziemlich verändert aus und war ein eiskalter Hund (mit der Stimme von Michael "Mr. Blonde" Madsen). Am Ende des Spiels lagen er und sein Erzfeind Jericho im Krankenhaus – wir sahen eine Deadline, wussten aber nicht, ob nun der Gute oder der Böse das Zeitliche gesegnet hat. Dass Tanner in Driver: San Francisco im Koma liegt und sich das ganze Game in seinem Kopf abspielt, lag bei diesem Szenario nahe. Nur wurde dieser Umstand nicht genutzt, denn zu Beginn dieses Ablegers sind sowohl Jericho als auch Tanner wohlauf, erst nach einem Autocrash landet letzterer im Koma.

Doch hierüber wollen wir einmal hinwegsehen, denn durch das sehr lose Aufheben der Stränge und ein komplett anderes Verhalten und Aussehen von Tanner und seinem besten Kumpel Jones als im Vorgänger kann man Driver: San Francisco getrost als einen klassischen Reboot bezeichnen – aber immerhin einer, der sich lohnt. Eure Spielfigur ist nämlich kein eiskalter Hund mehr, sondern eine echte Spaßkanone, ihr werdet also viel mit ihm lachen. Wir hoffen, dass sich die Leichtfüßigkeit dieses Teils auch in einer Fortsetzung wiederfindet.


Alles nur geträumt

Wie weiter oben erwähnt träumt der Protagonist das Spiel - da in der Fantasie einiges mehr möglich ist als in der Realität, ändern diese Umstände die Spielweise drastisch. Im Grunde ist es ein raffinierter Schachzug der Entwickler, einen Weg zu finden, euch ohne lästige Lauferei das Auto wechseln zu lassen. Ihr könnt nun euren Körper verlassen und über der Stadt schweben (Helikopter sind doch von gestern!) und in jedes beliebige, durch die Stadt fahrende, Vehikel wechseln. Praktisch, oder? Macht auch eine Menge Spaß. Am lustigsten ist das Ganze, wenn ihr in einem Fahrzeug landet, in dem noch ein Beifahrer sitzt. Für diese seht ihr nämlich so aus wie die Person, in deren Position ihr gerade gewechselt habt – sei es die beste Freundin oder der Latino-Liebhaber. Interessante und vor allem lustige Gespräche inklusive.

Weitere Fähigkeiten, die ihr im Laufe der Story erlernt, sind das Rammen von gegnerischen Autos (per L1 ladet ihr das Auto auf und prescht dann nach vorne beim Loslassen der Taste) und der Boost. Die Ausführung von letzterem ist gewöhnungsbedürftig, weil er nicht mehr auf einer Taste liegt, sondern mit dem linken Analogstick nach vorne ausgeführt wird. Da ihr auch mit diesem lenkt, werdet ihr öfter mal versehentlich boosten. Nach etwas Eingewöhnungszeit geht aber auch das gut von der Hand. Eine Variation des "Shift" (so nennt sich das Wechseln der Fahrzeuge per Gedanken) ist, wenn ihr während einer Mission mehrere Fahrzeuge zur Verfügung habt, beispielsweise zwei Polizeiautos, die einen flüchtigen Verbrecher verfolgen: Durch Drücken von R1 wechselt ihr dann zwischen den beiden hin und her. Fallt ihr also hinter eurem Kollegen zurück, wechselt ihr bequem zu diesem und klebt dem Flüchtigen wieder an der Stoßstange.


Und was für'n Traum!

Die unterhaltsamen Storymissionen werden von teilweise sogar noch unterhaltsameren Nebenmissionen zusammengehalten, sprich: Mach' zwei Nebenmissionen, dann darfst du die nächste Storymission angehen. Während ihr in der Story Jericho immer näher kommt – zumindest in euren Träumen – helft ihr in Nebenmissionen beispielsweise mal zwei asiatischen Einwanderersöhnen Rennen auszufechten, einen Fahrlehrer einzuschüchtern, einer Reporterin als Kameramann und Stuntman heiße Bilder zu liefern oder gar einem Kleingangster, in Jerichos Rängen aufzusteigen. Ihr seht, auch die Missionen nehmen sich meist nicht allzu ernst, Driver: San Francisco gibt sich so locker flockig, wie man es von einem Driver gar nicht gewohnt ist. Besonders toll fanden wir im Test, wie das Traumszenario inszeniert ist: Schwarze Krähen, die sich an wichtigen Orten häufen, Reklametafeln, die mit Tanner zu kommunizieren scheinen und manch anderen größeren Story-Kniff.

Die frei befahrbare Stadt, deren Abschnitte ihr erst noch freischalten müsst, bietet natürlich viel mehr als nur die Story. Da wären einmal Garagen, in denen ihr durch bloßes Durchfahren eure Boliden reparieren lassen könnt oder im speziellen Bildschirm Vehikel, Fähigkeiten und Nebenmissionen kauft. Als Währung dient Willpower, ein relativ logisches Zahlungsmittel im Kopf eines komatösen Patienten. Ihr verdient diese durch das Absolvieren von Haupt- und Nebenmissionen, Rennen sowie Dares – in denen ihr verschiedene Ziele erfüllen müsst wie länger auf einem Sattelschlepper bleiben oder eine Zeit lang eine Geschwindigkeit im Gegenverkehr nicht zu unterschreiten. Die Autos steuern sich hierbei relativ realistisch, was aber auch bedeutet, dass sie sich sehr träge lenken, auch im Drift. Hier ist also einige Übung erforderlich. Ein Erfolgserlebnis wird hierdurch umso größer.

Musikalisch hat Driver: San Francisco einige Klassiker der '70er und neuere Lieder, die in eine ähnliche Sparte schlagen (unter anderem von Jamiroquai oder den Beasty Boys), zu bieten. Besonders in den Film-Missionen kommt das '70er-Flair zur Geltung (auch wenn das Spiel in der Gegenwart spielt), denn dann wird spezielle Filmmusik aus dieser Dekade abgespielt und das Bild wird krausig und von Filmschlieren und -körnung durchzogen. Die Film-Missionen, in denen ihr ohne Shift beispielsweise einen Flüchtigen stoppen müsst als '70er-Cop, schaltet ihr durch das Einsammeln von in der Stadt verteilten Filmklappen frei. Doch keine Sorge, hier benötigt ihr keinen Guide – erstens könnt ihr euch diese mit genügend absolvierten Nebenmissionen und verdienter Willpower auf der Karte anzeigen lassen und zweitens liegen die Klappen offensichtlich auf der Straße. Oder in der Luft – hier könnt ihr die vielen tollen Hügel von San Francisco nutzen und zu ihnen hochschanzen oder ihr stellt euch einen Autotransporter davor und schanzt mit einer Karre an diesem hoch, um mal eine der vielen neu entstehenden Spielefacetten durch den Shift aufzuzählen.

Einen Tag- und Nachtwechsel gibt es übrigens nicht, es herrscht stets sonniges Wetter, von ein paar Missionen mit nebliger Sicht oder bewölktem Himmel mal abgesehen. Driver: San Francisco hat einen recht schönen Look, besonders bezüglich der Autos und deren Schadensmodelle und Render-Cutscenes. Die Welt kommt ebenso in einem klaren Look daher, könnte aber schon etwas detaillierter aussehen. Löblich ist, dass eine der vielen per Select auswählbaren Perspektiven eine Ego-Ansicht hinter dem Lenkrad ist. Die englische Synchronisation ist von vorne bis hinten super und sehr sympathisch, die deutsche kann hier sogar beinahe mithalten. Besonders beeindruckend ist die Besetzung im Deutschen, so wird Tanner von David Nathan (Johnny Depp, Christian Bale) gesprochen und sein Kumpel Jones von Benjamin Völz (Keanu Reeves, Charlie Sheen) und auch manche Nebenfigur kommt mit einer bekannten Synchronstimmte daher. Hut ab Ubisoft, davon wünschen wir uns mehr in der Videospiel-Synchronisationshölle Deutschland! Nur das nächste Mal bitte noch etwas mehr Lippensynchronität in den Ingame-Sequenzen.

Weitere Vorzüge von Driver: San Francisco sind Original-Lizenzen vieler Autohersteller und die Möglichkeit, nach dem Durchspielen der Story diese im "New Game Plus" nochmal anzugehen. Hier werden alle Freischaltungen (Autos, Fähigkeiten, Stadtgebiete, absolvierte Dares, Rennen und Nebenmissionen, etc.) in das neue Spiel übernommen. Für Langzeitmotivation ist also gesorgt! Der Fahrtest aus dem ersten Teil der Serie hat sich übrigens auch ins Spiel geschmuggelt.


Online-Traumsessions

Im Online-Modus steigt ihr durch das Absolvieren verschiedener Disziplinen gegen Mitspieler aus aller Welt Level auf, um weitere Spielmöglichkeiten, Fähigkeiten und Autos freizuschalten. Aus irgendeinem Grund ist es uns leider nicht möglich, ein öffentliches Match zu erstellen, nur ein privates können wir aufmachen. Nur bei einem solchen habt ihr als Host die Möglichkeit, einen Mitspieler aus der Liste stumm zu schalten, als Mitglied eines Spiels, dem ihr nur beigetreten seid, ist das leider nicht möglich. Das kann manchmal ganz schön nerven, wenn euch Kinder aus dem englischsprachigen Raum mit Schimpfwörtern bewerfen und sich die ganze Zeit eins kichern.

Die Online-Modi sind facettenreich und machen Spaß, es gibt sowohl kooperative als auch komperative Aktivitäten. Die Qualifikation für die Startposition ist hierbei eine nette Idee, ihr müsst z. B. mal viele Sprünge ausführen oder Gegenstände umfahren (quasi wie bei Dares), wer die meisten hat, bekommt die bessere Position. Die Disziplinen der Online-Spiele bieten unter anderem Rennen ohne und mit Switch-Funktion an. Manche Spiele lassen sich gezielt aussuchen, beispielsweise der spaßigste Modus "Tag", in dem ihr den König rammen müsst, um den Tag zu bekommen. Eure Gegner switchen dann von Auto zu Auto, um euch einzuholen und den Tag abzunehmen, während ihr in diesem Auto verweilen und davonkommen müsst. Die Auswahl anderer Modi ist leider nicht so präzise, generell könnte man sich auch für das Joinen eines Matches (das Erstellen ist uns ja nicht möglich) mehr Variationen wünschen. Denn wir können uns für Rennen nicht den Ort aussuchen und müssen im Coop alle Disziplinen, die dieser hergibt, nacheinander absolvieren (Jagd, Capture the Flag, etc.) - eine einzelne Auswahl ist nicht möglich.

Eure Fähigkeiten unterscheiden sich im Online-Modus übrigens teilweise von denen im Singleplayer oder Splitscreen. Zum Beispiel müsst ihr nach einmal switchen erst mal warten, bis sich der entsprechende Balken wieder aufgeladen hat, damit ihr erneut wechseln könnt. Dafür erhaltet ihr auch zusätzliche Abilities, die ihr im Singleplayer vermissen werdet. Eine davon ist das Reparieren eures Fahrzeuges auf Knofpdruck.


Splitscreen

Auch, wenn der Online-Multiplayer durchaus gute Laune bringt, bereitet der Splitscreen mit einem Mitspieler vor dem Fernseher durch genannte Defizite des Online-Spaßes mehr Vergnügen. In speziell ausgewählten Stadtteilen und Disziplinen tretet ihr mit oder gegen euren Mitspieler an. Gerade im Coop kann der Splitscreen süchtig machen, nicht zuletzt wegen einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad in höheren Leveln, wenn ihr unter anderem der Polizei entkommen oder durch Switchen flüchtige Fahrzeuge ausschalten müsst. Hierbei sind Verwandlungen der Fahrzeuge keine Seltenheit, denn die Polizei kann Switchen nutzen, wenn sie euch in den speziellen Missionen verfolgt (die Matrix-Filme und die eigene, beängstigende Paranoia lassen grüßen!) und auch, wenn ihr Flüchtige verfolgt und in passierende Autos wechselt, werden diese zu Polizei-Boliden. Werdet ihr verfolgt, bekommt ihr mit jedem aufgestiegenen Level ein neues Fahrzeug mit anderem, besserem Handling. So etwas hat man vorher so wohl noch nicht gesehen, sehr begrüßenswert also. Bugfrei ist Driver: San Francisco übrigens nicht, so geschehen im Splitscreen, als einmal plötzlich unsere Fahrzeuge unsichtbar wurden und nur noch Tanner und Jones in der Luft saßen. Ob Wonder Woman mit ihrem unsichtbaren Flugzeug da wohl ihre Finger im Spiel hatte?

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Was für eine Erleichterung, Driver: San Francisco hat nichts mit dem grausigen 3DS-Ableger gemeinsam! Im Vorfeld war mir die Switch-Funktion suspekt, aber sie fügt sich super ins Spiel ein und ermöglicht völlig neue Spielweisen. Das Koma-Szenario und der Humor des Spiels haben mir sehr gut gefallen. Hier weht wahrhaft frischer Wind durch eine angestaubte Marke. Mängelfrei ist das Game natürlich nicht, eine genauere Auswahl der Disziplin im Online-Modus und das Stummschalten der Mitspieler in diesem wären sehr willkommen gewesen. Davon ab bietet das riesige San Francisco zahlreiche Anreize, es immer wieder zu besuchen. Also: Klare Kaufempfehlung!
88%
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86%


#1 | The Comedian [21.10. | 19:10] 



7.336
Driver: San Francisco
kann seit dem ur-driver auf dem pc nichts mehr mit der serie anfangen. auch wenn das neue driver ganz ok sein mag.
Meine Wertung: Gut (75%)

#2 | Gast [02.06. | 11:11] 
Driver: San Francisco
so scheiße


 






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Pro:
riesiges, atmosphärisches San Francisco
interessante Story mit sehr lockerer, spaßiger Inszenierung
Driver back to the roots: Nur fahren, fahren, fahren!
Shift bringt einiges an Innovation
tolle englische und deutsche Synchro sowie Musik
auch online sowie im Splitscreen ein Spaß

Contra:
Autos steuern sich etwas schwerfällig
Kriterienauswahl im Online-Modus nicht ideal
Voicechat im Onlinemodus nicht abschaltbar
deutsche Synchro in Ingame-Sequenzen asynchron


Offizielle Website:
 @Ubisoft



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