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LIMBO
 Test von David Oliver Spanner (03.08.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Jump 'n' Run Publisher:Playdead
Termin:20. Juli 2011 Entwickler:Playdead

Videospiele als Kunst: Ist das möglich? Und kann ein 2D Jump 'n' Run so viel Atmosphäre erzeugen, dass es als Horrorspiel gilt? Auf jeden Fall! Erfahrt in unserer Review, wieso Limbo eines der außergewöhnlichsten Games ist, die ihr bislang zu sehen bekommen habt.


Tretet ein in die Hölle

Nein, der Titel hat nichts mit dem „Limbo Dance“ zu tun. Limbo ist das englische Wort für Limbus, die Vorhölle. Die Geschichte des zuvor Xbox 360-exklusiven Download-Titels wird euch schlicht im Informationsfenster des Downloads angezeigt, im Spiel selbst wird sie nicht direkt angesprochen: Ein Junge betritt den Limbus, um seine Schwester zu finden.


Ein schauriges Kunstwerk

Limbo ist ein 2D Jump 'n' Run, das euch so manches Rätsel präsentiert, an dem ihr euch an ein paar Stellen mitunter die Zähne ausbeißen könnt. Doch in erster Linie ist das Game ein spielbares Kunstwerk. Es verzichtet auf jegliche Farbe, präsentiert sich also in Schwarz-Weiß und Grautönen. Schon der Beginn lässt euch einen Schauer über den Rücken laufen: In einem düsteren Wald liegt eine komplett schwarze Gestalt zwischen schwarzen Felsen, Bäumen und Gras. Drückt ihr nun einen Knopf, offenbart sich die Gestalt als ein Junge, der sich sehr langsam und dabei geschmeidig aufrappelt. Alleine dieser winzige Protagonist sieht auf den ersten Blick etwas erschreckend aus, wenn dieses pechschwarze Wesen seine gleißend weißen Augen öffnet.

Ohne Musikuntermalung macht sich der „Held“ nun auf, diese düstere Vorhölle zu durchforsten. Das Flair und das Gefühl der Isolation – ihr begegnet nur wenigen Menschen und diese wollen euch an den Kragen – können durchaus an ein Kunstwerk wie »Shadow of the Colossus erinnern, auch wenn sich dieses ziemlich anders spielt. Die Steuerung von Limbo ist sehr zugänglich: Ihr lauft mit dem Analogstick, springt mit X oder Dreieck und greift mit Kreis oder Quadrat. Attackieren könnt ihr nicht, begegnen euch Feinde, müsst ihr sie anhand von Hilfsmitteln in der Umgebung überlisten bzw. besiegen. Ein Tutorial oder eine Einführung in die Geschichte gibt es nicht. Das macht auch den Reiz von Limbo aus, es wirft euch direkt ins Wasser – und zwar in ein kaltes, düsteres Gewässer.

Das Spiel ist relativ kurz geraten, in sechs Stunden könnt ihr es gut schaffen, den Abspann zu sehen. Aufgrund des minimalistischen Settings, welches hauptsächlich auf die schauderhafte Atmosphäre ausgelegt ist, fühlt sich die Dauer aber genau richtig an – alles andere zöge sich hin wie ein Kaugummi. 39 Kapitel bietet Limbo insgesamt, die aus direkt aufeinander folgenden Szenen bestehen, in denen ihr jeweils ein spezielles Rätsel lösen müsst. Von diesen ist keines genau wie das andere, weshalb ihr stets von neuem überlegen müsst, wie ihr die Situation am besten übersteht. Der Schwierigkeitsgrad schwankt hierbei von sofort lösbar bis zu schweren Kopfnüssen.

Limbo bietet übrigens keinerlei Bildschirmanzeigen. Ihr habt unendlich viele Leben, werdet also nach jedem Ableben wieder direkt beim aktuellen Rätsel abgesetzt.


Knarrrz

Eine Musikuntermalung bekommt ihr anfangs zwar nicht zu hören, gänzlich abwesend ist eine solche jedoch nicht. Der Sound und auch der seltene Einsatz von Musik macht viel vom atmosphärischen Reiz von Limbo aus. Geräusche, wie das Surren einer riesigen Mücke oder das Knirschen von Zahnrädern, wirken sehr bedrohlich und kühl. Gerade in der zweiten Hälfte werdet ihr solche Zahnräder öfter zu hören bekommen, da ihr euch dort vom Waldsetting entfernt und durch recht industrielle Umgebungen wandert. Selbst hier bleibt die Atmosphäre sehr düster, allerdings wirken ein flackernder Hotel-Schriftzug und Fließbänder dann nicht mehr ganz so höllenartig, was also einen leicht inkonsequenten Eindruck hinterlässt. Das Ambiente bleibt aber immer noch erschreckend, besonders wenn dann plötzlich eine schockierende Melodie ertönt, während ihr beispielsweise in einem Abschnitt im immer dunkler werdenden Korridor zwischen Kisten und Zahnrädern hin und her springt.

Ein zusätzliches Element, welches das Gefühl der Vorhölle im späteren Verlauf des Spiels etwas wegnimmt ist, dass ihr nicht mehr wie zu Beginn einer mordlüsternen Spinne, agressiven Menschen oder Gehirnparasiten (welche euch nur in eine Richtung laufen lassen) begegnet, sondern hauptsächlich Rätsel löst, bei denen ihr unter anderem die Schwerkraft per Schalter beeinflussen müsst. Die Todesarten des jungen Protagonisten sind allerdings von Anfang bis Ende sehr makaber inszeniert, beispielsweise wenn er von Sägeblättern in Stücke zerhackt wird. Für junge Spieler ist Limbo also nicht geeignet, was sich auch bemerkbar macht, wenn ihr Kinderleichen aus dem Wasser ziehen müsst, um sie als Aufstiegsmöglichkeit zu benutzen.

Limbo endet übrigens ziemlich abrupt, aber wie erwartet atmosphärisch. Unser Tipp: Seht euch nach dem relativ offenen Ende nochmal den Titelbildschirm an!

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:




Limbo hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Diese kalte, düstere Interprätation der Vorhölle ist um einiges verstörender als manch andere plakative Darstellung des glühenden Fegefeuers. Das Spiel ist einerseits ein spielbares Kunstwerk, das gleichzeitig schockiert und fasziniert, andererseits ein forderndes Jump 'n' Run, das immer wieder neue Lösungswege von euch verlangt. Das dumpfe Gefühl der Hilflosigkeit des Jungen in so mancher Situation und die atmosphärische Dichte machen Limbo zum ersten Horror Jump 'n' Run. Wenn ihr euch auf das düstere Setting einlassen könnt, ist das Spiel die 15 Euro auf jeden Fall wert!
90%
So testen wir >>

Limbo ist gruselig! Gruselig gut! Der verstörende Grafikstil und die unheimliche Soundkulisse lassen mich vollkommen in der morbiden Welt versinken. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte um den namenlosen Junge ausgeht, obwohl man eigentlich nichts über ihn weiss. Wer sich auch in einem Jump & Run mal so richtig gruseln will, der sollte sich das Spiel unbedingt näher ansehen. Limbo ist vielmehr ein modernes Kunstwerk als "nur" ein Videospiel. Einzig Kinder sollten die Finger von dem Titel lassen. Alle anderen greifen zu, auch wenn der Preis etwas happig ist.
88%

Auch auf dem PC macht Limbo eine gute Figur. Es ist herausfordernd und hinterlässt trotz der quasi nicht vorhandenen Geschichte eine unglaublich dichte Atmosphäre. Dank des schaurig gewählten schwarz/weiß-Grafikstils wirkt alles unheimlicher, als es am Ende eigentlich ist. Zusätzlich spielen die Entwickler sehr gekonnt mit dem Sound und unterstreichen damit die Atmosphäre nocheinmal. Limbo ist an sich ein Kunstwerk der Indie-Szene, auch wenn es an einem typischen Fehler leidet: Try and Error bestimmen oftmals die Rätsel. Für 10 Euro lohnt sich der Trip aber auf jeden Fall.
90%

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83%


#1 | DOS_SkywalkR [03.08. | 19:47] 



1.921
Limbo
@Sören: das mit dem trial and error ist ja so gewollt von den entwicklern, die haben dafür sogar einen eigenen begriff für limbo entwickelt: "trial and death" ;)

soll heißen: um zu wissen, wie es weitergeht, muss die spielfigur erst mal draufgehen. bei unendlich leben und keiner negativen statistik deswegen stört das auch nicht wirklich würd ich sagen...

#2 | TaPuLaToR [03.08. | 19:57] 



1.710
Limbo
@Jan: 10 bis 15 Euro sind für so ein Spiel doch völlig in Ordnung. Welchen Preis hältst du denn für angemessen?

#3 | Obi-Twice [03.08. | 22:47] 



5.314
@TaPuLaToR
15€ für 3 Stunden IST imo happig, selbst wenn das Spielerlebnis so herausragend ist wie bei Limbo. Der Wiederspielwert hält sich auch in Grenzen.
Meine Wertung: Sehr Gut (87%)

#4 | Lunnatic [04.08. | 13:12] 



237
"Trial and Death"
Wurde aber auch Zeit, dass mal wieder so ein Spiel rauskommt: Bin das erste Mal gefühlte 100 Mal gestorben - Frust hat mich aber zu keinem Punkt erwischt.

#5 | Razyl [04.08. | 20:09] 



323
Limbo
@ David:

Das mag zwar sein, ändert aber nichts daran, dass es doch ab und an richtig frustrierend ist. Nur weil die Entwickler das so nennen, muss es nicht gut sein. ;)

#6 | Ven [12.08. | 15:43] 



346
Limbo
Mir hat limbo nicht wirklich gefallen. :/ Eben wegen dem Sterben und dem nicht wirklich weiter kommen.
Meine Wertung: Gut (70%)

#7 | daftpunk [15.08. | 13:07] 



130
Limbo
Mir hats eigentlich sehr gut gefallen. Aber ich bin froh, dass ich es mir für PC über Steam gekauft habe für 9,99€, denn 15€ wären definitiv zu viel gewesen.
Bei angepriesenen 5-6 Std. Spielzeit hatte ich gehofft diese auch zu erreichen, aber ich hatte das Spiel nach mal grad 3,9 Std. (stand bei Steam als Spielzeit) durch. Und auch die Erfolge hatte ich mit 10 von 13 fast alle mitgenommen.
Dazu kommt dann nochmal 20-30 Minuten für das Zusatzlevel im dunkeln, womit ich dann bei höchstens 4,5 Std. wäre.
Meine Wertung: Sehr Gut (89%)

#8 | The Comedian [29.08. | 09:06] 



7.336
Limbo
wenn auch spaet, hier die antwort tapu. fuer 15 euro erwarte ich schon etwas mehr als 3 stunden spielspass. haette das vielleicht im fazit besser hervorheben sollen. aber obi hats ja schon fuer mich erklaert.
Meine Wertung: Sehr Gut (88%)


 



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Pro:
ein spielbares Kunstwerk
verstörend und faszinierend zugleich
ohne jegliche Erklärung verständlich
sehr geschmeidige Animationen
Rätsel stellen euch vor immer neue Herausforderungen

Contra:
Höllenszenario nicht durchweg glaubhaft, wenn ihr an realistischen Hotelschriftzügen vorbeizieht


Offizielle Website:
 Limbo



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