Mit UFC Personal Trainer will Publisher THQ den bisherigen Einheitsbrei aus normalen und sich immer wiederholenden Fitnessprogrammen für Spielkonsolen ein Ende bereiten und setzt daher voll und ganz auf Übungen der amerikanischen Mixed-Martial-Arts Sportart. Ob euch der Titel die in der Sommerzeit gewünschte Strandfigur beschert, erfahrt ihr im Test zur PlayStation 3-Version von UFC Personal Trainer.
Ein harter Weg
Bevor die erste Trainingsexkursion beginnen kann, bedarf es einiger Einstellungen zur Ausgangssituation eures Körpers: Gewicht, Alter sowie Größe sind will der
UFC Personal Trainer von euch wissen. Im direkten Anschluss geht es dann zu einem kurzen Belastungstest, um eure derzeitige körperliche Verfassung festzustellen. Darin müsst ihr innerhalb einer festgelegten Zeit so viele Situps, Hampelmänner und Liegestütze absolvieren und euren Puls messen. Daraufhin werden die Ergebnisse ausgewertet und euer Fitnesslevel entsprechend festgelegt.
Das auf die amerikanische Mixed-Martial-Arts Sportart ausgelegte Fitnesssortiment umfasst mehr als 70 verschiedene Grundübungen, um jeglichen Muskel eures Körpers zu trainieren und in Form zu bringen, unter anderem zählen Kampftechniken wie Schlag- und Trittkombinationen zum Repertoire des Spiels. Dabei entscheidet ihr euch, ob ihr ein 30- oder 60-tägiges Fitnessprogramm oder ein einfaches Training absolvieren wollt. Wählt ihr ein umfangreiches Fitnessprogramm, bestimmt das Spiel, an welchen Tagen ihr die Einheiten absolvieren müsst - auf zwei Trainingstage folgt ein Tag zur Erholung. Die Kombination der Übungen wird aufgrund des vorher festgelegten Trainingsschwerpunkts ausgewählt: Sei es, um eure körperliche Stärke zu verbessern, unnötigen Pfunden den Kampf anzusagen oder einfach eure Ausdauer zu trainieren. Leider fällt bereits nach einigen Tagen auf, dass die Auswahl der Übungen stets gleich bleibt und kaum variiert. Nichtsdestotrotz bringen euch die Einheiten ins Schwitzen und zeigen schon nach kurzer Zeit erste Erfolge auch, ob man mit den gelernten MMA-Moves im wahren Leben punkten kann, sei jedoch dahingestellt.
Dass sich THQ in
UFC Personal Trainer nicht nur der Sportart bedient, zeigt die Tatsache, dass euch gleich drei echte Größen des UFC-Trends die Übungen präsentieren. Unter anderem bekommt ihr den amerikanischen Muay Thai-Spezialisten und langjährigen Trainer Mark Dellagrotte, den Erfinder von Gaidojutsu Greg Jackson sowie den Inhaber der American Kickboxing Academy Javier Mendez zu Gesicht. Jeder erläutert zunächst vor Beginn der Übung ausführlich, worauf man achten sollte, woraufhin ihr in einer kurzen Session zeigen müsst, dass ihr das Gezeigte umsetzen könnt. Hierbei gibt es dann aber keine wirklich spezifischen Belehrungen eures Trainers mehr.
Um überhaupt mit
UFC Personal Trainer interagieren zu können, benötigt ihr mindestens einen Motion-Controller, für beide Hand wären natürlich zwei deutlich besser. Außerdem solltet ihr die PlayStation Eye-Kamera besitzen und etwa zwei Meter vor und neben dem TV-Gerät Platz haben. Als zusätzliches Gimmick liegt dem Spiel noch eine Beinschlaufe bei, diese ist notwendig, um auch bei Übungen wie beispielsweise Liegestützten eine bestmögliche Erkennung durch die Kamera zu ermöglichen. Jedoch merkt man bereits nach wenigen Einheiten, dass es lediglich ausreicht, eine einfache Körperbewegung entsprechend der angezeigten Richtung auszuführen.
Im Hinterhof
Scheinbar hat das Entwicklerteam das sonst übliche Setting von UFC-Titeln für passend empfunden, die grafische Gestaltung ist durchweg düster und eher bedrückend, der Trainingsort lässt ab und an auf ein billiges Hinterhofstudio schließen und ist alles andere als einladend. Ähnlich durchwachsen ist die Auswahl der Sounduntermalung, entweder rauschen Gitarrenriffs oder nervende Jingles aus den Boxen. Des Weiteren fehlt es an einer deutschen Sprachausgabe, wodurch nicht englischsprechende Sportler mit den Übungen schnell überfordert werden.