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INFAMOUS 2
 Test von Sven Reisbach (09.06.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Sony
Termin:10. Juni 2011 Entwickler:Sucker Punch

Wenn man fragt, was die ultimative Superkraft ist, gehen die Meinungen gewaltig auseinander. Was man aber nicht diskutieren kann: Die Elektrokräfte, die Paketbote Cole McGrath in »inFAMOUS erhalten hatte, waren verdammt cool. Doch die Verantwortung, die diese Kräfte mit sich bringen, sind gigantisch. Cole macht sich nun auf die Suche nach neuen Kräften - und ihr entscheidet, wie diese eingesetzt werden. Gefeierter Held oder gefürchteter Schurke? Ist inFAMOUS 2 gelungenes Sequel oder lauer Aufguss?


Auf verlorenem Posten


Nach den Ereignissen aus dem Vorgänger ist Protagonist Cole McGrath eines klar: Um die vor sich liegende Aufgabe erfüllen zu können, muss er stärker werden. Zwar sind seine durch eine Explosion erhaltenen Elektrokräfte schon sehr mächtig, aber sie werden nicht reichen. Das bekommt er direkt zum Einstieg von inFAMOUS 2 brutalstmöglich vor Augen geführt. Eine gigantische Bestie greift seine Heimat Empire City an und er kann ihr kaum etwas entgegensetzen! Zusammen mit seinem Kumpel Zeke und der NSA-Agentin Kuo gelingt ihm die Flucht nach New Marais, einer auf Sümpfen erbauten Stadt. In dieser vom Flair her stark an New Orleans angelehnten Stadt hofft er, durch die Hilfe von Dr. Wolfe stärker zu werden und so der Bestie Einhalt gebieten zu können. Diese bahnt sich unaufhaltsam einen Weg durch das Land Richtung New Marais. Die Zeit drängt und New Marais ist alles andere als ein freundlicher Ort. Milizen, vom zwielichtigen Bertrand aufgestellt, patroullieren in den Straßen auf der Jagd nach Mutanten. Angst und Schrecken, den sie verbreiten, ist jedoch nichts gegen das, was noch in der Stadt lauert...

Glücklicherweise haben die Macher von inFAMOUS 2 darauf verzichtet, Cole zu Beginn des Spieles aus haarsträubenden Gründen seiner Kräfte zu berauben. Entsprechend könnt ihr schon zum Start des Spieles vieles von dem, was ihr im Vorgänger erst mühsam erlernen musstet. Cole schleudert Blitze, wirft Elektro-Granaten und erzeugt eine Druckwelle mit elektrischer Energie, um Feinde wegzuschleudern. Starker Einsatz der Kräfte zehrt allerdings an der gespeicherten Elektrizität. Diese könnt ihr auffüllen, indem ihr etwa aus Laternen, Transformatoren oder sonstigem Gerät eine Ladung Energie zieht. Anfangs kann Cole nicht sehr viel Energie in seinem Körper speichern - sammelt ihr aber die über die gesamte Stadt verteilten Explosionsscherben ein, erhöht sich schon bald die Speichermenge. Im Verlauf des Abenteuers gewinnt ihr dann natürlich noch einige neue Kräfte hinzu. Besonders Augenmerk lag auf dem Ionenwirbel: Cole dreht sich um seine eigene Achse und schleudert einen Tornado aus elektrischer Energie durch die Reihen seiner Feinde. Durch Beseitigung von Feinden und dem Erledigen von Missionen erhaltet ihr Erfahrungspunkte, die ihr in freigeschaltete Kräfte investieren könnt. Zuvor müsst ihr diese Fähigkeiten aber verdienen, indem ihr bestimmte Aufgaben erfüllt - z.B. zehn Gegnern einen Kopfschuss verpassen.

Ganz neu im Arsenal hat Cole den AMP - eine Erfindung von Kumpel Zeke. Dieses gabelartige Instrument dient dazu, seine elektrische Energie aufzunehmen und fungiert derart geladen als Schlaginstrument. So ist der Nahkampf in inFAMOUS 2 um einiges präsenter als im Vorgänger. Und dank des Kombo-Systems reiht ihr mehrere Angriffe aneinander und schließt mit einem brutalen Finisher ab.


Eingeschränkte Offenheit

New Marais ist wie schon erwähnt stark an das Flair von New Orleans angelehnt und unterscheidet sich damit gewaltig von Empire City aus inFAMOUS. Holz-Balkone, eine große Vergnügungsmeile (achtet mal auf die Werbeanzeigen, da warten jede Menge Anspielungen auf diverse Videospielserien) und ein gewaltiges Sumpfgebiet warten auf euch. Selbst einen überfluteten Stadtteil gilt es zu entdecken. New Marais ist wie Empire City als offene Spielwelt angelegt, die ihr frei erkunden könnt. Doch ein Grand Theft Auto ist inFAMOUS 2 nicht: Die Hauptmissionen, mit denen ihr die Storyline vorantreibt, sind streng linear. Innerhalb der Missionen kann es jedoch eine Spaltung geben, was mit dem Moral-System von inFAMOUS 2 zusammenhängt. Das ist erneut recht simpel ausgefallen: Es gibt gute und böse Entscheidungen. Entsprechend sammelt ihr Karmapunkte. Ihr müsst etwa bei eurer Ankunft in New Marais ein Gebiet durchqueren, das von Zivilisten, aber auch Feinden bevölkert wird. Dort müsst ihr eine Brücke herunterlassen, indem ihr einen Transformator mit Strom versorgt. Auf der anderen Seite bekommt ihr es dann aber mit einigen Gegnern zu tun. Ihr könnt den Transformator aber auch in die Luft jagen und dadurch die Feinde bequem ausschalten - aber auch einige der Zivilisten töten. Wie auch immer ihr euch entscheidet, es gibt dafür gutes oder schlechtes Karma. Keine Entscheidung ist "falsch", sie führt euch nur auf einen anderen Weg. Wollt ihr von den Leuten gefeiert oder gefürchtet werden?

Im Verlauf des Spieles gibt es mehrere Momente, wo ihr solche Entscheidungen treffen müsst. Ansonsten füllt ihr euer Karma-Konto durch die Art, wie ihr Gegner bezwingt (ihr könnt besiegte Feinde etwa am Boden fesseln oder ihnen Energie entziehen) oder durch Zufallsmissionen, die immer mal wieder auf eurem Radar in eurer Umgebung aufploppen. So etwa die Entschärfung einer Bombe: Ihr könnt entweder (als Held) die Bombe neutralisieren und erhaltet dadurch die darin eingebaute Kristallscherbe... oder ihr jagt einen Blitz rein, es macht BOOM und ihr habt an bösem Karma gewonnen. Als Fiesling könnt ihr zusätzliche Explosionsscherben verdienen, indem ihr diese von Leuten stehlt, die welche mit sich herumschleppen. Einige Nebenmissionen verändern ebenfalls eure Karma-Werte - und ihr nehmt damit Gebiete ein, was eine verringerte Feindpräsenz nach sich zieht. Diese Missionen sind abwechslungsreich ausgefallen, aber leider auch oft recht kurz. Zwischen den Storymissionen sind sie aber immer eine nette Abwechslung.

Da Cole aufgrund seiner elektrischen Ladung kein Auto benutzen kann, muss er sich anderweitig schnell durch die Stadt bewegen können. Er kann wie auch in inFAMOUS nahezu mühelos jede Fassade erklettern, mit seinen Elektro-Gleitdüsen kurze Strecken schweben oder mit einem Rumms, der alles in seinem Umkreis wegfegt, auf den Boden krachen. Am coolsten ist aber sicherlich das Gleiten über Stromkabel. Mit einem Auto könnte man angesichts der zerstörten Stadtteile kaum schneller vorankommen.

Nicht alle Gebiete von New Marais sind von Beginn an erreichbar. Sie sind von der Stromversorgung abgeschnitten und daher für jemanden mit Coles Energiebedarf ein im wahrsten Wortsinn düsterer Ort. Statt euch wie in inFAMOUS unterirdische Generatoren anschmeissen zu lassen, müsst ihr diesmal die Stromversorgung oberirdisch herstellen. Innerhalb einer Mission müsst ihr von einem Transformator aus eine Tesla-Rakete zu einem anderen Transformator abfeuern, dann zu diesem hinlaufen und ihn anwerfen. Bis der Strom hergestellt ist, dauert es allerdings eine Weile, in der ihr das Gebiet vor heranstürmenden Feinden verteidigen müsst. Je nach Gebiet müsst ihr dieses Prinzip zwei- oder drei Mal wiederholen, dann habt ihr wieder Energie im Bezirk.


Auf eigener Mission

Die wohl interessanteste Neuerung ist der Missionseditor, eine Art »Little Big Planet für Superhelden-Missionen. Über diesen könnt ihr innerhalb der Stadt eigene Missionen anlegen, die ihr dann sogar der Allgemeinheit zur Verfügung stellen könnt. Natürlich dürft ihr auch von anderen Spielern erstellte Missionen herunterladen und spielen. Es erfordert natürlich einiges an Übung, Missionen zu erstellen. Eine einfache "Töte alle Gegner!"-Mission ist schnell gebaut, ihr könnt aber auch komplexere Aufgaben erstellen. Leider gibt es kein Tutorial, das den Umgang mit dem Editor erklärt, was anhand der Verknüpfbarkeit von Events, Objekten und Logikelementen durchaus vorteilhaft gewesen wäre. Ihr könnt aber eine Mission auch einfach auf Grundlage einer Vorlage erstellen, in der schon viele Dinge vorgegeben sind.

Benutzergenerierte Missionen können bequem über Missionsmarker im Spiel selber aufgerufen und gespielt werden, wie reguläre Missionen auch. Ihr könnt im Menü für benutzergenerierte Inhalte aber festlegen, was euch angezeigt werden soll. Inwiefern diese Missionen für Langzeitmotivation sorgen werden, bleibt abzuwarten. Die Beta-Phase hat allerdings schon einige interessante Ansätze mit sich gebracht - die Fangemeinde dürfte sicher einiges auffahren, um das Spiel am Leben zu erhalten. Zudem ist davon auszugehen, dass Sucker Punch immer mal wieder einige der besten Missionen promoten werden, die sicher einen Blick wert sein werden. Auch ein Nachlegen von neuen Spiel-Elementen per DLC wäre denkbar. In jedem Fall ist der Missionseditor eine spannende Sache.


Bedrückende Stimmung

Durch inFAMOUS 2 weht ein Hauch von Endzeit. Die Stadt ist schmutzig, teilweise zerstört (Coles Anwesenheit fügt der Zerstörung zudem noch einige Teile hinzu) und erweist sich als sehr bedrückender Ort. Ab und an könnt ihr an herumstehenden TV-Geräten die Nachrichten verfolgen, die die Situation in Empire City nach der Katastrophe beschreiben und den Weg der Bestie, die sich unaufhaltsam New Marais nähert. Dazu gibt es auch immer wieder einige Ansprachen von Bertrand, mit denen er um Unterstützung für die Miliz wirbt. Auch die oft traurig-melancholische Musik trägt ihren Teil zur Endzeit-Stimmung bei. Wenn dann im Straßenbild immer mal wieder Jazzmusiker zu einem Stück ansetzen, dann wirkt das äusserst atmosphärisch. Dummerweise sind die treffenden Entscheidungen und der eingeschlagene Weg letztlich banal. Egal ob Held oder Schurke, die grundlegende Geschichte ist auf beiden Wegen großteils identisch. Durch eure Wahl ändern sich lediglich eure Kräfte und die Art, wie manche Hauptmission (und das Finale) angegangen wird. In Zeiten von Spielen wie jenen der Mass Effect-Reihe ist das schon etwas dürftig. Dennoch lohnt es sich, das Spiel zweimal durchzuspielen: Danach habt ihr Zugriff auf ALLE Kräfte, die es im Spiel gibt, ungeachtet eures Karmas.

Wie auch im Vorgänger gibt es nicht nur Explosionsscherben zum Sammeln, sondern auch Audiologs. Diese sind diesmal an Tauben angebracht, die ihr per Blitzschlag zu Boden bringen müsst, um die im Halsband gespeicherte Datei zu erhalten. Diese Logs geben euch weiteren Einblick in die Hintergründe der Geschichte. Solltet ihr den Inhalt nicht genau mitgekriegt haben, könnt ihr über das Menü jederzeit nochmal reinhören.

Gegenüber dem Vorgänger legt inFAMOUS 2 bei der Technik nochmal eine ganze Schippe drauf. Auf den ersten Blick bietet das Spiel aber nichts Atemberaubendes. Das ändert sich, sobald ihr eine von Coles Kräften einsetzt: Diese sind derart effektreich in Szene gesetzt, dass man sich fragen muss, wie die Engine es schafft, eine flüssige Bildrate zu halten. Lasst einfach mal einen Ionenwirbel durch eine Straße voller Holz-Balkone, Autos und flanierenden Menschen wüten und ihr wisst, was das Spiel in jeder einzelnen Sekunde leistet! Auch sonst sind viele Bauten zerstörbar, was bei entsprechendem Einsatz der Kräfte äusserst eindrucksvoll wirkt. Leider geht inFAMOUS 2 ein wenig die Präzision bei Sprüngen verloren, die den Vorgänger noch auszeichnete. Der Grund dürfte in der komplexeren Architektur von New Marais liegen. Dafür punktet aber der Sound: Saubere Abmischung, die Soundeffekte teilweise etwas stark basslastig, insgesamt sehr stimmig und das Geschehen auf dem Bildschirm perfekt unterstützend. Auch die deutsche Synchronisation ist gelungen - wer aber dennoch unbedingt die englischsprachige Synchro haben will, kann auch diese über die Optionen auswählen.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






inFAMOUS 2 ist eine atmosphärische Granate! Die Stimmung, die sich in New Marais aufbaut, die melancholische Musik, die Bedrohung durch die nahende Bestie... all das sorgt über die komplette Spielzeit hinweg für Spannung. Dazu kommt die Technik, die auch die brachialsten Krafteinsätze mühelos auf den Bildschirm bringt. Schade nur, dass der eingeschlagene Weg letztlich durch nur eine einzige Entscheidung am Ende obsolet gemacht werden kann. Da hab ich schon besseres gesehen - etwa bei Mass Effect 2. Dennoch: Technik und Story begeistern und der Editor wird sicher noch einige nette Missionen bringen und die Spielzeit nochmal erhöhen.
89%
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90%

Über "inFAMOUS 2" im Forum diskutieren

#1 | DarkRaziel [15.06. | 17:33] 



558
inFAMOUS 2
habe mir vorige Woche die Hero Edition gekauft und bin voll zufrieden. Auch das Spiel gefällt mir etwas besser als sein Vorgänger auch wenn ich glaube erst 3 bis 5 Missionen noch sehr am Anfang bin.
Also ich kann jeden der auf Action und Open World Games steht das Spiel einfach nur ans Herz legen.
Meine Wertung: Ausgezeichnet (90%)

#2 | PhanZero [16.06. | 10:49] 



13.900
Korrektur
In einer früheren Version dieses Textes hiess es, es sei mit der finalen Entscheidung möglich, auch mit gutem Karma das "böse" Ende zu erreichen (und umgekehrt). Das ist falsch: Man bekommt bei der letzten Entscheidung nun die Wahl, ob man den Weg weiter beschreiten will oder ob man die Mission beenden und das Karma in die andere Richtung verändern will.

In unserer Testfassung, einem früheren Build als jener im Handel, war dies noch möglich. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

#3 | ms04 [01.07. | 21:15] 



126
inFAMOUS 2
Habe mir das Spiel geholt und kann mich echt nich beklagen die story finde ich einfach genial die Fähgikeiten wurden um ein vielfaches erweitert und selbst das Problem mit dem sinnlos durch die Stadt laufen um alle Scherben zu finden würde gelöst mittels Scherbenfinderfähigkeit.
Meine Wertung: Ausgezeichnet (93%)


 
















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Pro:
äusserst atmosphärische Stadt mit viel Flair
neue mächtigere Superkräfte
Baukasten für eigene Missionen

Contra:
Entscheidungen haben zuwenig Einfluss auf die Spielwelt
Steuerung nicht ganz so präzise wie im Vorgänger
keine Tutorials zum Missionsbaukasten


Offizielle Website:
 inFAMOUS 2



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