Es wartet wieder neues Futter auf alle Käufer der PlayStation 3-Bewegungssteuerung Move. Mit Ratchet & Clank, Jak und Daxter, Sly Cooper und Bently sind gleich sechs der bekannten Superhelden aus den Reihen von Publisher Sony auf einer Disk vereint. Was euch mit dem Kauf von PlayStation Move Heroes erwartet, erfahrt ihr in der folgenden Review.
Das Team voller Superhelden
Die Grundidee, sechs der beliebtesten Superhelden der PlayStation-Evolution auf einer Disc zu vereinen, schien perfekt. Was man jedoch am Ende abliefert, enttäuscht größtenteils.
Die wohl bekanntesten Helden dieser Kompilation sind der Lombax-Mechaniker Ratchet inklusive seinem treuen Roboterfreund Clank. Als zweites Team gehen der intergalaktische Held und Meister der übernatürlichen Kraft „Eco“ Jak und sein halb Otter halb Wiesel-Kollege Daxter an den Start. Doch das sind noch nicht alle. Auch der Meisterdieb Sly Cooper und sein treuer Schildkröten-Partner Bently sind mit von der Partie. Die beiden durften sich mit der
»The Sly Trilogy erst kürzlich über ein HD-Remake ihrer drei bisherigen Abenteuer freuen.
Die merkwürdige Aufgabe
Schon kurze nachdem ihr euch in die ersten Herausforderungen gestürzt habt, wird schnell klar, um was es sich bei
PlayStation Move Heroes eigentlich handelt. Nämlich eine sehr langweilig inszenierte Minispielansammlung, die euch in ihrem Verlauf gerade einmal fünf unterschiedliche Typen an Herausforderungen bietet. Sobald ihr euch für eine der zur Verfügung stehenden Aufgaben entschieden habt, müsst ihr noch festlegen, mit welchem der Superhelden ihr diese bestreiten wollt. Dabei sind die sechs Helden jedoch in zwei „Teams“ unterteilt: die Großen auf der einen Seite und die Kleinen auf der anderen. Die Auswahl entscheidet dann später zusätzlich, welche Waffe euch zur Verfügung steht. Sly, Ratchet oder Jak können beispielsweise eine Bowlingkugel, Peitsche oder spezielle Nahkampfangriffe einsetzten, ihre Kumpanen hingegen einen Blaster und eine Frisbee-ähnliche Scheibe.
In
Ausbruch,
Countdown,
Überlebenskampf,
Rettung oder
Wächter geht es dann darum, eine möglichst hohe Punktzahl innerhalb der verfügbaren Zeit zu erreichen, indem ihr die kleinen Whibbles vor den Fängen der Bösewichten beschützt oder selbige befreien müsst. Die Aufgaben erweisen sich jedoch größtenteils als sehr einfach, sodass ihr in der Regel bereits nach dem ersten Versuch die Aufgabe mit einer Goldtrophäe abgeschlossen habt. Per Onlineanbindung könnt ihr die erlangten Punkte mit anderen Spielern vergleichen. Die gewonnenen Trophäen sind dazu notwendig, um neue Herausforderungen freizuschalten. Sind alle auf einem Planeten bestritten sind, warten drei weitere Welten darauf, komplett erforscht zu werden.
Neben der je nach Herausforderung zur Verfügung stehenden Waffe bringt jeder der Superhelden noch eine einzigartige Spezialfähigkeit mit, die dem einen oder anderen bekannt vorkommen dürfte. Beispielsweise Rachets Groovitron, mit dem alle in der Umgebung befindlichen Gegner für kurze Zeit das Tanzbein schwingen. Oder Jaks berühmt-berüchtigtes dunkles Eco, das einen vernichtenden Blitz hervorruft und alle Angreifer ins Land der Träume schickt.
PlayStation Move Heroes könnt ihr lediglich mit PlayStation Move in Verbindung mit dem Navigation– oder Ersatzweise natürlich dem handelsüblichen DualShock–Controller spielen. Dabei erweist sich die Bewegungssteuerung als sehr genau, sodass kleinste Bewegungen oder Drehungen des Motion Controllers erkannt und ohne Verzögerung umgesetzt werden. Jedoch sind die meisten Herausforderungen eher darauf ausgelegt, mit den PlayStation Move Controller wie wild umher zu fuchteln.
Ein ernüchterndes Ergebnis?
In Sachen der Präsentation kommt ein eher liebloses Bild auf. Zum einen konnte man den liebgewonnen Charme und Wortwitz der einzelnen Helden nicht im Geringsten einfangen, zum anderen wirken die Texturen von
Playstation Move Heroes und vor allem Animationen sehr altbacken und nicht mehr zeitgemäß. Wo man jedoch punkten konnte, sind die wahrlich schön inszenierten Zwischensequenzen.