Mit dem Launch von Sonys Bewegungssteuerung PlayStation Move im September wurde der aktuelle Ableger der Resident Evil-Videospielserie um die Eingabemöglichkeiten des Zusatz-Controllers erweitert. Wie sich die Resident Evil 5 Gold Move Edition schlägt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.
Unverhofft kommt oft
Fast ein Jahr nach Veröffentlichung von
»Resident Evil 5 auf den NextGen-Konsolen Xbox 360 und PlayStation 3 erschien eine Art Game of the Year-Ableger in Form der
»Resident Evil 5: Gold Edition, der alle bis dato veröffentlichten Download Contents enthielt. So sind neben der Vollversion noch die zwei erschienenen Zusatzinhalte „In Alpträumen verloren“ sowie „Verzweifelte Flucht“, einige Kostüme und der bisher nicht in Deutschland veröffentlichte Söldner-Modus auf der Blu-ray enthalten.
Während einer Pressekonferenz von Publisher Sony auf der alljährlich in Japan stattfindenden Tokyo Games Show 2009 wurde weiterhin angekündigt, dass das Entwicklerteam von Capcom aktuell mit Hochdruck an einem Update arbeite, welches nachträglich auch den Einsatz von PlayStation Move erlauben soll. Dabei wurde betont wurde, dass das Feature aufgrund von technischen Differenzen ausschließlich für Käufer der Gold Edition zur Verfügung stehen wird. Entweder in Form eines nachträglichen Patches oder durch den Kauf der
Resident Evil 5: Gold Move Edition.
Auf nach Afrika
Die Handlung von
Resident Evil 5 führt den im Auftrag der BSAA – Bio Terrorism Security Assessment Alliance – stehenden Chris Redfield in ein fiktives afrikanisches Dorf. Seine Mission lautet, den dort ansässigen Waffenhändler Ricardo Irving festzunageln. An dem merkwürdigen Örtchen angekommen, trifft der Protagonist auf Sheva Alomar, die ebenfalls unter der Befehlsgewalt der BSAA steht, nachdem ihre Eltern bei einem schrecklichen Vorfall in den Laboren der Umbrella Corporation zu Tode gekommen sind.
Aller Anfang ist schwer
Dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und sich mit Veränderungen schwer tut, merkt man schnell bei den anfänglichen Schwierigkeiten beim erstmaligen Einsatz der Bewegungssteuerung. Wer seinem Hobby bisher ausschließlich mit dem normalen Pad nachgegangen ist, wird in den ersten Minuten mit Sicherheit Probleme haben, sich an die alternative Steuerung mit PlayStation Move zu gewöhnen. Gleiches gilt selbst für
Resident Evil 5-Erfahrene, da die Belegung aufgrund der fehlenden rechten Schultertasten ein wenig umstrukturiert wurde.
Bewegung ist die Devise
Kommen wir nun zum praktischen und interessantesten Teil, der euch einen Einblick zum Einsatz des Move- und Navigation-Controllers in der
Resident Evil 5: Gold Move Edition geben soll. Dabei beginnen wir mit dem Motion Controller, der neben Zielen und Schießen auch die üblichen vier Aktionstasten zur Verfügung stellt. Sobald ihr die T-Taste gedrückt haltet, erscheint am Bildschirm das Fadenkreuz, durch Bewegen des Motion Controllers manövriert ihr dieses dann über den Bildschirm und könnt mit der Move-Taste abdrücken. Was hierbei auffällig ist: das Fadenkreuz springt nach Drücken der T-Taste immer in die Mitte des TV-Gerätes zurück. Dies lässt darauf schließen, dass die PlayStation Eye Kamera den Move Controller nicht direkt erkennt.
Die Tage, an denen ihr mit dem handelsüblichen Controller die auf dem Bildschirm angezeigten Tasten drücken musstet, sind vorbei. Diese Aktionen werden nun gänzlich vom Move Controller übernommen und fordern körperlichen Einsatz von euch – so gehören beispielsweise hektische Kreisbewegungen zur Tagesordnung. Dabei erkennt der Motion Controller jegliche „Eingabe“ von euch sehr präzise und setzt diese ohne Verzögerung um. Dies bringt allerdings auch einen kleinen Nachteil mit sich, denn bei einer zu unruhigen Hand könnt ihr Probleme mit sehr kleinen Zielen bekommen, da dass Fadenkreuz dann auch sehr unruhig ist.
Zur Navigation durch die furchterregenden Levelabschnitte stehen euch in der
Resident Evil 5: Gold Move Edition zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder ihr nutzt den normalen PlayStation 3-Controller, was aber nach längerer Spielzeit kaum noch eine Alternative darstellt, da das Pad einfach zu unhandlich und schwer wird – für Linkshänder fällt diese Möglichkeit generell weg, außer ihr seid wahre Handakrobaten. Um allen Ärgernissen von vornherein aus dem Weg zu gehen, solltet ihr lieber gleich auf den Navigation Controller zurückgreifen, der mit dem typischen Steuerkreuz, einem Analog-Stick, zwei Schultertasten sowie mit der X- und Kreis-Taste ausgestattet ist.
Was ihr übrigens immer im Hinterkopf behalten solltet:
Resident Evil 5 wurde nicht speziell für die Bewegungssteuerung entwickelt, wie beispielsweise
»Resident Evil: The Darkside Chronicles für Nintendo Wii. Diese Eingabemöglichkeit wurde vielmehr nachträglich ins Spiel implementiert. Dadurch kommt man in einigen Stellen zu der Erkenntnis, dass der Einsatz von PlayStation Move und die Vielfalt den Controller einzusetzen, nicht unbedingt optimal umgesetzt wurde. Hier hätte man die Möglichkeiten des Motion Controllers deutlich besser ausnutzen können.