Darksiders: Wrath of War befasst sich mit der in der Bibel niedergelegten Geschichte um die vier apokalyptischen Reiter Hunger, Tod, Pest und Krieg, die zur letzten Schlacht auf die Erde gerufen werden sollen. Doch ein unbekannter Weckruf ruft lediglich den Reiter Krieg in unsere Welt, in dessen Rüstung ihr schlüpfen dürft. Warum Krieg bereits auf die Erde gelangt ist, erfahrt ihr im weiteren Verlauf der Geschichte. Wir können euch jedoch schon jetzt verraten, was euch bei seinem Abenteuer in Sachen Gameplay und Präsentation erwartet.
Biblische Geschichte
Seit vielen Jahrtausenden befinden sich Himmel und Hölle in einem eher brüchigen Waffenstillstand. Grund dafür ist das Reich der Menschen. Da diese in einem solchen Konflikt den Heerscharen von Himmel und Hölle nämlich hoffnungslos unterlegen wären, halten sieben Siegel die beiden Mächte in Schach - bis zu dem Tag, an dem alle sieben Siegel gebrochen sind. Dann wird zur letzten großen Schlacht, der Apokalypse, gerufen. Diesem Ruf folgen die vier apokalyptischen Reiter: Krieg, Hunger, Pest und Tod. So steht es in der Bibel geschrieben, genauer im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes.
Was hat das nun mit
Darksiders zu tun? Schnell erklärt: Ihr folgt, in der Rolle von Krieg, dem Ruf zur Apokalypse und fallt auf der Erde ein. Dumm nur: Die sieben Siegel sind noch gar nicht gebrochen worden und außer Krieg scheint keiner der anderen Reiter den Ruf vernommen zu haben. Daraus folgt, dass Krieg von dem Rat bestraft werden muss. Um der Bestrafung entgegen zu wirken, lässt er sich auf einen Deal ein: Er kehrt zurück in die mittlerweile postapokalyptische Welt der Menschen, um die Schuldigen zu finden und zu bestrafen. Allerdings muss er einen Großteil seiner Kräfte einbüßen und bekommt einen Beobachter zur Seite gestellt.
Unzählige Ausrüstungsgegenstände
Nachdem Krieg auf der Erde angekommen ist, beginnt die mystische Reise inmitten einer nicht weiter benannten amerikanischen Stadt. Eure erste Aufgabe besteht darin, sich mit der Steuerung anzufreunden und die kämpferischen Möglichkeiten des Reiters kennen zu lernen. Dabei fällt schon nach kurzer Spielzeit die Ähnlichkeit zur
God of War- oder
Devil May Cry-Serie auf. Ihr stürmt durch die mit Gegnerhorden gespickte Umgebung auf der Suche nach neuen Aufgaben oder Geheimnissen, welche überall versteckt sind.
Um sich gegen die Bösewichte zur Wehr zu setzen, stehen Krieg verschiedene Primärwaffen wie das Schwert, die Sense und der Nahkampfhandschuh sowie weitere Sekundärwaffen, Gimmicks und spezielle Fähigkeiten zur Verfügung, die man einzeln im Verlauf der Handlung erhält. Aber auch in der Gegend herumliegende Fahrzeuge oder Gegenstände können von Krieg aufgehoben und verwendet werden. Waffen verbessern sich je nach Gebrauch von selbst, Fähigkeiten und weitere Verbesserungen müsst ihr dagegen bei dem übergelaufenenen Händler Vulgrim in den einzelnen Abschnitten erwerben. Im späteren Verlauf der Geschichte fungiert dieser zudem noch als Teleporter, um zwischen den Umgebungen umher zu reisen. Als Zahlungsmittel benötigt ihr Seelen, welche ihr entweder in herumstehenden Kisten findet oder durch Erledigen von Gegnern erhaltet.
Sobald ihr ein gegnerisches Truppenmitglied oder Riesenschurken bewusstlos geschlagen habt, erscheint in seiner Nähe für kurze Zeit das Symbol der Kreis-Taste. Bei erfolgreichem Tastendruck führt Krieg nun einen - bei normalen Gegner - fatalen Schwertstich aus und schickt diesen kurzer Hand so ins Land der Träume.
Rätselspaß für Erwachsene
Wer davon ausgeht, dass
Darksiders: Wrath of War ein reines Prügelspiel sei, der liegt derbe falsch. Auch wenn die ersten Aufgaben den anschein danach haben, dreht der Titel im weiteren Verlauf erst richtig auf. Das Töten der Schurken nimmt nur einen Teil des Gesamtpakets des Spiels ein, auf der anderen Seite erwarten euch recht fordernde Rätselaufgaben in Form von beispielsweise Schalter aktivieren oder Plattformen verschieben um neue Areale, Gimmicks oder Waffen freizuschalten.
Die erlangten Gimmicks spielen dabei eine sehr große Rolle, jedes Talent ist notwendig um die Rätsel der fünf Dungeons erfolgreich abzuschließen. So kommt beispielsweise der Enterhaken zum Einsatz um über unüberwindbare Abgründe zu schwingen, der Bumerang um Schalter zu aktivieren oder die Zeitlupen-Funktion um den Weg entlang zu kommen. Solltet ihr bei einem dieser Rätsel einmal nicht mehr weiterwissen, könnt ihr euren stetigen Begleiter und Aufpasser durch druck auf die Select-Taste um Hilfe bitten. Versprecht euch aber nicht allzu viel von eurem Gehilfen, in einigen Situationen stößt man schnell an die Grenzen des Repertoires an Hilfestellungen. Habt ihr die Aufgabe gemeistert, erwartet euch zu guter Letzt ein hartnäckiger Boss-Kampf, aus dem ihr nur mit der richtigen Taktik siegreich hervorgehen könnt.
Ansprechende Inszenierung
Grafisch macht
Darksiders: Wrath of War, wie unerwarteter Weise das komplette Spiel, auf der PlayStation 3 durchweg einen super Eindruck und braucht sich vor Genrekonkurrenten nicht zu verstecken. Seien es die animierten Comic-Figuren, die vom Stil her eines Blizzard-Titels entstammen könnten, die in Szene gesetzten Boss-Kämpfe oder die wunderschön designte Umgebung mit all ihren Ecken und Kanten, in der ihr euch bewegt. Lediglich einige kurze Ladehänger oder stellenweise Tearing fielen während des Spielens unangenehm auf.
Auch bei der musikalischen Untermalung haben die Entwickler auf die richtige Karte gesetzt und die Komponisten von
God of War ins Boot geholt, was die Atmosphäre verstärkt. Positiv anzumerken sei auch die deutsche Synchronisation, wobei die englische Sprachausgabe mit namhaften Sprechern wie Mark Hamill daherkommt, vielen vielleicht bekannt als Luke Skywalker aus der klassischen
Star Wars-Trilogie. Um diese zu aktivieren, müsst ihr lediglich euer PlayStation 3-System in dem Systemeinstellung auf englisch umstellen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
