Nachdem der erste Film von Luc Besson ein für eine Filmumsetzung typisches Jump'n'Run auf Konsolen und PC spendiert bekam (»Test hier auf GameRadio.de), wird der Nachfolger des Filmes nun mit einem Partyspiel bedacht. Ob das Spiel für launigen Spaß sorgt oder im Versoftungssumpf versinkt, erfahrt ihr in unserem Test.
Die Party zum Film
Wenn Animationsfilme versoftet werden, wird oft auf das Genre der Jump'n'Run-Spiele zurückgegriffen. Phoenix Interactive geht bei der Umsetzung von
Arthur und die Minimoys 2 allerdings einen gänzlich anderen Weg und spendiert dem Film ein Party-Spiel für bis zu vier Spieler. Wie allerdings der Film ist auch die Versoftung nicht gerade ein Highlight geworden. Der erste Schock: Kaum ist das Spiel gestartet, wird man von Max begrüßt - einem halbnackten Minimoy, der eindeutig ein Reggae-Fan ist. Dieser erweist sich leider nicht nur als Begrüßungskomitee, sondern wird euch im weiteren Spiel häufiger mit seiner nervigen Art begegnen. Im Grunde stellt er nämlich eine Art Moderator dar, der das Spielgeschehen vorantreibt.
Aber was heißt schon "Spielgeschehen"? Der Abenteuermodus stellt eine Ansammlung von Kapiteln dar, in denen ihr in Minispielchen für eure Freunde verschiedene Aufgaben bewältigt. Welche das jeweils sind, wird über eine Art "Glücksrad" entschieden, von einer Geschichte kann also keine wirkliche Rede sein. Die etwa 30 Minispiele jedoch machen, gerade mit drei weiteren Mitspielern, eine Menge Laune - kurzzeitig, wie bei Minispielen nunmal üblich. Dabei setzt sich
Arthur und die Minimoys 2 durch zwei besondere Features ein wenig von der Konkurrenz ab.
Schüttelt und dreht das Pad
Sämtliche Spiele nutzen die SIXAXIS-Funktion - also die Neigungssensoren - des DualShock 3-Controllers. Übersetzt bedeutet das, dass ihr die Spiele durch Bewegung des Controllers steuert. Statt also den Analogstick zu verwenden, um im Spiel in einem Topf zu rühren, bewegt ihr das Pad entsprechend. Ein anderes Mal müsst ihr blitzschnell das Pad hochreißen, um auf dem Bildschirm einen Teppich anzuheben. Das Konzept mag auf der Wii von Nintendo sicherlich gut funktionieren, der Controller der PlayStation 3 allerdings liegt dabei nicht sonderlich gut in der Hand. Auch ist die Erkennung der Sensoren mitunter recht schwammig geraten; beispielsweise, wenn ihr durch das Neigen des Pads in einer Art Flugspielchen in eine bestimmte Richtung fliegen sollt.
Weiter rühmt sich
Arthur und die Minimoys 2 für sein kooperatives Gameplay. Und tatsächlich können bis zu vier Spieler an den Spielen teilnehmen und müssen oftmals zusammenarbeiten. Beispielsweise, wenn es darum geht, einen Lastenaufzug der Minimoys zu bewegen. Jeder der vier Spieler (fehlende Mitspieler werden von der KI übernommen) dreht sein Pad, um die Winde des Aufzugs zu betätigen. Stimmt der Rhythmus der Mitspieler überein, gehen alle vier Seiten mit identischer Geschwindigkeit in die Höhe - schaffen die Spieler das nicht, neigt sich der Aufzug und die Fracht fällt herunter. Das gemeinsame Spielen kommt dabei allerdings ein wenig zu kurz: Trotz der Kooperation der Spieler miteinander geht es letztlich ja um die von jedem Spieler selbst verdienten Punkte. Leider gibt es keine Möglichkeit, abwechselnd zu spielen und dabei das Pad rumzureichen. Ein Pad pro Spieler ist also Pflicht.
Technisch ausreichend, guter Umfang
Genretypisch solltet ihr keine technischen Quantensprünge erwarten, Grafik und Sound erreichen bestenfalls Durchschnittsniveau. Bis alle Charaktere der Vorlage und die ganzen Minispielchen freigespielt sind, wird einige Zeit vergehen. Denn nicht nur 30 Minispiele warten auf Entdeckung, sondern auch viele verschiedene Wettbewerbe und Pokale, die ihr verdienen könnt. Somit taugt die Minispielsammlung zwar nicht unbedingt als Vollpreistitel, günstig und/oder gebraucht allerdings kann
Arthur und die Minimoys 2 jüngere Spieler, gerade im Mehrspieler-Modus, eine ganze Weile bei Laune halten.