Mit insgesamt 15 Millionen verkauften Exemplaren der Dynasty Warriors-Serie, blicken die Entwickler von Koei auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Nun steht der ursprünglich für März angekündigte, Strategie-lastige neue Ableger von Dynasty Warriors 6, im Einzelhandel. Ob das Entwicklerteam um Koei die zusätzliche Zeit genutzt hat, um dem Hack’n’Slay den letzten Feinschliff zu verpassen, könnt ihr in unserer Review zu Dynasty Warriors 6 Empires nachlesen.
Aufstand einer religiösen Sekte
In
Dynasty Warriors 6: Empires reist ihr mit eurem Krieger in die Vergangenheit, in das 2. Jahrhundert n. Chr um genau zu sein. Das mächtige Han-Reich steht kurz vor dem Niedergang. Grund dafür ist der nachlassende Glaube der Bevölkerung am Staatsoberhaupt. Ein Großteil der Menschen sucht sein Heli bei einer religiösen Sekte mit dem Namen „Weg des Friedens“. Nachdem die religiöse Verbindung immer mehr an Macht gewonnen hat, erklärte das Oberhaupt Zhang Jiao das Han-Zeitalter für beendet, um die neue Epoche „Der Weg des Friedens“ zu begründen. Im Jahr 184 n. Chr. reißt Zhang Jiao die Macht an sich und formt mit Hilfe seiner Brüder Zhang Bao und Zhang Liang eine mächtige Armee, um den Kaiser zu stürzen. Es bricht ein unerbittlicherer Kampf zwischen den verschiedenen Fraktionen aus. Nach unzähligen Schlachten und vielen Toten wendet sich das Blatt zu Gunsten der kaiserlichen Truppen. Als Führer Zhang Jiao einer schweren Krankheit unterliegt, schlagen die Truppen des Kaisers endgültig die sich im Aufstand befindenden Anhänger der religiösen Vereinigung nieder.
Für absolute Fans der Serie oder wissenshungrige Gamer steht im Menü eine Enzyklopädie bereit, welche weitere und tiefgründigere Details zur kompletten Geschichte sowie viele Hintergrundinformationen zu den Offizieren, Schlachten und den drei Reichen beinhalt. Des Weiteren könnt ihr im Archiv eure Bonuspunkte gegen freischaltbare Gegenstände wie Wallpapers, neue Kleidung und neue Sprecher eintauschen.
Erstellt euch einen Krieger
Das neuste Feature bei
Dynasty Warriros 6: Empires ist der „Editiermodus“, in dem ihr insgesamt 100 unterschiedliche Krieger erstellen und abspeichern könnt. Die Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten erweist sich als recht umfangreich, egal ob männlich oder weiblich, für jeden Geschmack sollte etwas passendes dabei sein. Dabei dürft ihr euren Polygon-Kämpfer in acht verschiedenen Kategorien anpassen. Neben Namen, Geschlecht, Gesicht, Körper, Aussehen und Stimme, gilt es unter „Bewegung“ die passende Waffe für den Charakter zu finden. Abschließend gilt es noch einen Kampfstil (offensiv/defensiv) und Spezialfähigkeiten auszuwählen und schon seid ihr bereit für eure erste Schlacht.
Vereint die gespaltene Welt
Ein richtiger Multiplayer-Modus ist im neusten Teil der
Dynasty Warriors-Serie nicht enthalten, man kann lediglich mit einem Freund auf der Couch die Story zu zweit absolvieren. So liegt das Hauptaugenmerk auf dem implementierten „Empire-Modus“ in dem ihr das geteilte China wieder vereinen müsst. Bevor es los geht habt ihr die Wahl aus unterschiedlichen Szenarien, die dem geschichtlichen Verlauf entsprechen.
Die Menüführung von
Dynasty Warriors 6: Empires gestaltet sich recht einfach. Im Hintergrund seht ihr eine große Karte mit eingefärbten Gebieten, welche die unterschiedlichen Fraktionen farbig markiert. Eure Aufgabe besteht nun darin, euch einem Herrscher anzuschließen und unter seiner Macht das Land wieder zu vereinen.
Am Anfang jedes Quartals legt euer Oberbefehlshaber in einer Ratsitzung die aktuelle Politik des Landes für die kommenden Monate fest. Könnt ihr bereits einige erfolgreiche Missionen vorweisen, wird eure Meinung bei der Entscheidung mit einbezogen. Nach der Verkündung stehen euch dann drei Monate zur Verfügung, um die Aufgabe zu erledigen. Seid ihr erfolgreich, erlangt ihr Ruhm, euer Können wird mit Gold belohnt und das Wichtigste: das Herrschaftsgebiet eures Gebieters vergrößert sich bis zu dem Zeitpunkt, an dem das ganze Land unter euren Befehlen steht.
Die Aufgabe einer auferlegten Mission eures Herrschers ähnelt sich im Grundablauf jedes mal: Die Karte ist mit mehreren Lagern eures Kontrahenten überfüllt. Ihr müsst nun mit euren Untertanen die Lager anpeilen, angreifen und übernehmen. Sobald ihr ein feindliches Camp in euren Besitz gebracht habt, werden Einheiten eurer Fraktion zum Leben erweckt. Der große GAU besteht dann bei der Übernahme des Hauptlagers - in kürzester Zeit stellen sich euch dort mehrere hunderte Gegner in den Weg.
Um euch einen Vorteil im Gefecht zu verschaffen, könnt ihr eure Waffen und Fähigkeiten in verschiedenen Kategorien verbessern oder Extras kaufen. So besteht unter anderem die Möglichkeit, eure Waffe für viel Gold verstärken zu lassen, Effekte wie „Leben stehlen“, „Blitzangriffe“ oder „schneller Angriff“ zu kaufen oder die Waffe mit verschiedenen Spezialfähigkeiten („Verdoppeln“, „Flammen“, „Verstecken“) auszustatten. Neben Gold, dienen auch Juwelen als Zahlungsmittel für Spezialfähigkeiten. Die bekommt ihr durch erfolgreiche Kämpfe oder von befreiten Dorfbewohnern.
Durchschnittliche Präsentation
Dynasty Warriors 6: Empires macht technisch teilweise einen guten Eindruck, die Kämpfe mit mehreren hundert Leuten oder die inszenierten Spezialattacken laufen durchweg flüssig über den Bildschirm. Die Umgebung sowie der Wechsel zwischen Sommer- und Winter-Karten wurde an sich auch recht gut umgesetzt, leider ploppen Umgebungselemente wie Bäume, Häuser oder auch Gegner kurz erst auf, wenn ihr euch kurz vor ihnen befindet.