Circa 1 1/2 Jahre sind vergangen, seitdem Electronic Arts „»skate“ auf den Markt kam und durch die realistische Steuerung und frische Optik das Skateboardgenre revolutionierte. Natürlich gab aber auch hier und da noch Kritik anzubringen. Ob die Entwickler diese Mängel erfolgreich ausmerzen konnten, könnt ihr in unserer Review zu „Skate 2“ nachlesen.
Willkommen in New San Vanelona
Seit eurem letzten Besuch in San Vanelona hat sich so einiges in der Stadt verändert. Nach eurem Gefängsnisaufenthalt, bnrach das Chaos aus und die Stadt ging immer mehr zu Grunde. Das konnten die Obersten nur noch verhindern, indem sie das Skateboarden zu einer Straftat erklärten und jeden Übeltäter sofort verknackten. Eines Tages kam ein Großkonzern namens MongoCorp und peppte die heruntergekommenen Stadtteile auf. Um zu verhindern, dass New San Vanelona wieder von Skateboardern heimgesucht wird, machte man alle idealen Plätze Skater-sicher, entweder durch den grimmigen Sicherheitsdienst oder durch spezielle Befestigungen an Rails, Banks usw.
Vom Knasti zum Millionär
Nachdem die Strafe abgesessen ist und ihr wieder in die Freiheit gelassen werdet, müsst ihr euch einer Schönheitsoperation unterziehen, da ihr immer noch in der ganzen Stadt wegen eurer Vergangenheit als Skater berüchtigt seid. Der Editor bietet euch drei unterschiedliche Kategorien, um das Äußere wie Geschlecht, Hautfarbe, Haare, usw. einzustellen. Für die Kleidung und die kleinen Accessoires steht der „Merchandise“ Bereich zur Verfügung. Hier warten wieder unzählige lizenzierte Marken auf euch. In der letzten Kategorie stellt ihr die vier verschiedenen Gesten ein, die ihr mit einer Richtungseingabe auf dem Steuerkreuz ausführt. Zu guter letzt verändert ihr wahlweise noch die Härte der Trucks und Rollen und schon kann es auf die Straße gehen. Ja gehen, das eigentliche Must-Have bei einem Skateboardspiel ist nun auch bei „Skate 2“ verfügbar: Durch Druck auf die Dreieck-Taste springt ihr vom Deck. Leider ist hier die Kamerasteuerung etwas verunglückt.
Wie im ersten Teil ist es wieder eure Hauptaufgabe, auf das Cover des Skateboard Mag und des Trashers zu kommen. Euch stehen aber auch weitere Challenges zur Auswahl. Was beim letzten Teil eher zum Ende hin kam, gibt es bei "Skate 2" gleich von Anfang an: das „Deathrace“. Daneben warten natürlich noch „Own the Spot“ und zwei große Turniere, für die ihr euch aber erst beweisen müsst. Im Verlauf des Spiels lernt ihr zudem Leute kennen, die sich in verschiedenen Situationen als sehr nützlich erweisen können. Mit der L1-Taste öffnet ihr eure Kontakte auf dem Handy. Seid ihr beispielsweise in der Nähe eines Pools, der noch voll Wasser ist, wählt den weiblichen Kontakt aus. Wollt ihr an einem Ort skaten, aber euch stört das herumlaufende Wachpersonal, so ruft Big Black an, der dann für 5 Minuten alles aus dem Weg räumen kann.
Welchen Trick mach ich nur
Der größte Kritikpunkt am ersten Teil von „Skate“ war die doch sehr begrenzte Anzahl an Tricks. Bei „Skate 2“ fragt man sich des Öfteren, welchen Trick man nun eigentlich ausführen möchte. Bei den Fliptricks sind jetzt auch Finger Flips hinzugekommen, Grabs können bei einem Grind ausgeführt werden und es sind eine Menge neue ausführbare Plants hinzugekommen, um nur mal eine kleine Auswahl zu nennen.
Bau dir den Spot
Das wohl mit Abstand interessanteste neue Feature ist, dass man so gut wie jedes Objekt in New San Vanelona nach Belieben bewegen und umstellen kann. Lasst einfach euer Skateboard durch Druck auf Dreieck los und geht zu dem Objekt hin, das ihr anpassen wollt. Haltet die R1-Taste gedrückt und schon lässt es sich nach Lust und Laune verschieben. Habt ihr die optimale Position gefunden, kann es dann per Session Marker „befestigt“ werden. Bailed ihr das Objekt und es verschiebt sich, müsst ihr nur den letzten Session Marker aufrufen und wie von Zauberhand hat es wieder die vorher eingestellte Position.
Die „Hall of Meat”
In „Skate 2“ werdet ihr auch für spezielle Stürze belohnt. Es gibt vier Klassen, wobei in der jeweiligen Klasse der Schwerpunkt auf eine andere Art von Stürzen liegt. So müsst ihr euch beispielsweise jeden einzelnen Knochen brechen, gegen zwei Objekte knallen, eine bestimmte Zeit in der Luft bleiben oder einen Move in der Luft vollführen. Habt ihr einen hohen Punkt gefunden, stürzt euch in die Tiefe und drückt dazu gleichzeitig einfach L2, R2, L3, R3 - dadurch wird der Trasher-Modus aktiviert.
Allererste Sahne
Wo die Entwickler alles richtig gemacht haben, ist die perfekt abgestimmte Trackauswahl von HipHop über Rock bis hin zu leicht poppigen Klängen. Leider bekommt ihr nur bei größeren Events oder wenn ihr in der Nähe einer Anlage seid, etwas davon zu hören. Grafisch hat sich auch allerhand getan, so sehen die Texturen noch etwas schärfer und die Tricks realistischer aus. Man hat auch mehr Wert auf die kleinen aber feinen Details gelegt, so werden beispielsweise die Klamotten bei mehrfachem Hinfallen dreckig. Fahrt ihr hingegen mit freiem Oberkörper wird selbiger nur so mit Schürfwunden und blauen Flecken übersät.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:

